Jamestown
Eine kurze Geschichte über Jamestown
Jamestown ist der Name eines Bezirks in der Gemeinde von Kiltoghert in der Grafschaft Leitrim. Der Ort Jamestown entstand in seiner heutigen Gestaltung im Jahre 1627, als die von Mauern umgebene Stadt während der Herrschaft von James I. von England errichtet wurde. Das ältere Dorf Kilshrennan, das sich auf der nördlichen Seite des heutigen Ortes befand, wurde in den neuen Ort eingegliedert und dieser erhielt dann zu Ehren des englischen Königs James I. den Namen Jamestown. Dieser hatte seinem Minister für Connaught, Charles Coote, den Auftrag gegeben, an diesem Ort eine befestigte Stadt zu bauen, um die englischen Siedler schützen zu können. Ein Fort, das die Stadt überblickte, wurde auf einem Hügel westlich von ihr gebaut; dieses war eine zusätzliche Sicherung. Jamestown erhielt eine Stadtgemeinde und konnte zwei gewählte Mitglieder ins Parlament schicken.
Der Ort wurde entlang einer Hauptstraße, die von Nord nach Süd führte, angelegt. Diese Straße wurde durch eine Straße halbiert, die von Ost nach West führte und die von weniger Bedeutung war als die Hauptstraße. Dies ist mehr oder minder auch der heutige Grundriss der Stadt. Die nationale Hauptstrecke von Dublin nach Sligo (N4) führte ursprünglich durch den Ort, bis 1996 eine Umgehungsstraße gebaut wurde.

An diesem Ort befand sich schon vor dem Bau des befestigten Ortes eine Gemeinde. Der Fluss Shannon war an diesem Punkt, einem Kreuzungspunkt, leicht seicht und eine Gemeinde hatte sich an dem nördlichen Ende des heutigen Ortes niedergelassen.

Snamuirrdaig und Beal Atha Cill Srenain waren zwei der älteren Namen von Jamestown. Eine Kirche und ein Kloster waren hier deutlich sichtbar und gaben so dem Ort den Namen Cill Srennan oder „The Church of Srennan“ (die Kirche von Srennan), ihre Ruinen sind bis heute noch erkennbar.
1644 errichteten hier Franziskaner ein Mönchskloster und die wichtige Synode der Bischöfe wurde 1650 hier abgehalten. 1950 wurde in die Mauer der Ruine der Kirche eine Gedenkplakette angebracht, die an das große Ereignis erinnern soll.

Das Land, welches den Ort umgibt, zeigt Anzeichen von älteren Wohnsitzen wie einem Crannog und Ringforts. In der Grafschaft Roscommon am östlichen Ufer des Flusses Shannon gegenüber von Jamestown befindet sich ein großer, 2000 Jahre alter Erdwall, der als „The Doon of Drumsna“ bekannt ist.
„Er diente als Befestigungsanlage und wurde strategisch an der einzig seichten Stelle des Shannon zwischen Carrick-on-Shannon und Athlone platziert, um das Kapital von dem alten Connachta – Ratheroghan zu schützen.
Von wissenschaftlichen Untersuchungen weiß man, dass man für diese gewaltigen Erdarbeiten eine enorme Anzahl von Arbeitskräften und große strategische Planer gebraucht hatte. Das Gebiet von Drumsna ist nicht nur von nationalem Interesse sondern auch von internationalem Wert wegen des Einblicks, das sie uns auf eine Gesellschaft gewährt, die die Fähigkeit hatte, ein Bauwerk von solchen Ausmaßen zu errichten, welche heutzutage immer noch ein bedeutendes Ingenieurbauwerk darstellen würde.“ (Buckley, V, Condit, T and McGarry, D. 1990)

Jamestown wurde 1641 während der Rebellion belagert. Die Armee der Konföderierten nahm den Ort 1649 ein und vierzig Jahre später, also 1689, eroberte ihn die Williamsche Armee. Sarsfield kam von Athlone und vertrieb die Williamsche Armee. Die Armee von Sarsfield riss das nördliche Tor ein und ebnete einige der Mauern und Befestigungen ein.

Die Mauern verfielen durch Verwahrlosung und durch Erosion immer mehr, so dass heute nur noch wenige Überreste von ihnen bestehen geblieben sind.
„Von seiner früheren Bedeutung ist nur das ehemalige Tor als Hauptüberbleibsel geblieben, durch das die Straße für die Postkutschen führte und welches von dem jetzigen Besitzer Francis O’Beirne Esq. mit Zinnen versehen wurde.“ Samuel Lewis 1837.
Der Torbogen wurde 1973 entfernt, als er von einem LKW beschädigt wurde und dadurch unsicher wurde.

Hugh O’Beirne, Esq. (Esq. ≙ Esquire ≙ der Wohlgeborene) von Jamestown, war ein mittelständiger, katholischer Kaufmann, der nach Jamestown kam, um hier zu leben. Er baute 1812 eine kleine private Kapelle für seine Familie und seine Pächter. Die Familie besaß 7622 Morgen in Leitrim und 248 in Roscommon. Er war mit Keon fo Keonbrook aus dem Ort Leitrim und mit O’Connor of Mountallen aus der Grafschaft Roscommon behilflich, 1780 eine freiwillige Landwehr aufzubauen und er wurde in die Kampagne für die Katholische Befreiung verwickelt, die bis zum Aufstand von 1798 führte. Hugh O’Beirne starb 1812.
Die Jahre der Großen Hungersnot (1845-60) forderten ihren Tribut auch bei dem Bestand der irischen Kleinbauern und nirgends mehr als in der Grafschaft Leitrim. Die Mühle von Leitrim wurde in ein „Workhouse“ (Arbeiterhaus) umgewandelt. Es konnte bis zu 100 Personen beherbergen.

Das „Workhouse“ (Arbeiterhaus) von Jamestown nahm die Menschen auf, die das „Workhouse“ (Arbeiterhaus) von Carrick-on-Shannon, das heutige St. Patricks Hospital, nicht mehr aufnehmen konnte. Im November 1998 wurde eine Gedenktafel angebracht, die an die erinnern soll, die in den Jahren der Großen Hungersnot gestorben sind.
Der Ort hatte seine eigene Mühle, seine eigene Kaserne und seine Messewiese. Der Wohlgeborene Francis O’Beirne, der 1854 starb, baute eine Schule und ein Haus für den Lehrer, das sich hinter der Kirche befand. Franziskanische Laienbrüder lehrten in der Schule bis ungefähr 1835, als das nationale Schulsystem eingeführt wurde. Die Schule wurde bis 1954 von den Kindern der Bewohner besucht, als dann eine neue Schule eine halbe Meile außerhalb des Ortes gebaut wurde, wurde sie letztendlich 1973 aufgrund des Rückgangs der Besucherzahl geschlossen.
Francis O’Beirne erweiterte die Kapelle 1843. Die Kirche wurde von 1857 bis 1887 geschlossen, bis sie wiedereröffnet wurde und dem „Sacred Heart „ (Heiligen Herz) gewidmet wurde.
Hugh O’Beirne, Esq. (Esq. ≙ Esquire ≙ der Wohlgeborene) von Jamestown House (1866-1916) war ein Minister in dem britischen Außenministerium. Er ertrank 1916 zusammen mit Lord Kitchener, als ihr Schiff, die HMS Hampshire auf eine Mine lief und sank. Sie befanden sich auf dem Weg zu Friedensverhandlungen in St. Petersburg. Er war der letzte der O’Beirne Familie.
Der Ort hat einen Anleger und ist ein Teil der Shannon Schifffahrt. Der Anleger diente dazu, Güter für den Ort anzuliefern und er wurde schon angelegt, bevor der Transport über die Straße erfolgte. Heute ist der Ort ein beliebter Halteplatz für die Besatzung der Ferienboote, wo die Besucher an einem Ort der Geschichte in die Zeit zurückgehen können.

Der Ort hat mehr oder minder den gleichen Grundriss seit 1627. Die Gegend ist stolz auf ihre Vergangenheit während sie die Herausforderung von weiteren Änderungen freudig erwartet.
Verfasst im März 2004 von Mary Butler vom Jamestown House nach verschiedenen Quellen.

Zitat aus: Infotafel von Jamestown; aus dem Englischen von Inga frei übersetzt.

   
 
   
 

 

1. Crannóg
(Zum Punkt 2 fehlt das Bild!)

 

3. Slipway / Horse Track
   
4. Wehr (Weir)

 

5. Arbeiterhaus (Workhouse) /
alte Mühle (old mill)
   
6. Franziskaner Kloster (Franciscan Monastery)

 

7. Torbogen (Arch)
   
8. Katholische Kirche (Catholic Church)

 

9. Runder Turm (Round Tower)
   
10. Jamestown Haus (Jamestown House)

 

11. Pförtnerhaus (Gatehouse)
(Zum Punkt 12 fehlt das Bild!)
   
13. Jamestown Anleger (Jamestown Quay) (Zum Punkt 14 fehlt das Bild!) 15. Jamestown Kanal (Jamestown Canal)