Black Islands

Der Name Black Islands gehört einer reizvollen Inselgruppe von tief liegenden Inseln, welche in der Gemeinde Cashel in der Grafschaft Longford liegt. Die Inseln liegen in der Baronie von Rathcline und dem „Poor Law Union“ von Ballymahon. Die größte der Inseln ist King’s Island mit einer Fläche von 17 Acres (1 Acre = 4048 qm). Die anderen Inseln sind Nut Island mit einer Fläche von 16 Acres, Sand Island mit einer Fläche von 4 Acres, Long Island mit einer Fläche von 3 Acres, Horse Island mit einer Fläche von 2 Acres, Red Island mit einer Fläche von 2 Acres und Girls Island mit einer Fläche von einem halben Acre.

Die Black Islands, obwohl sie über keine Aufzeichnungen der altertümlichen Geschichte verfügen, sind dennoch ein sehr interessantes soziologisches Gebilde. O’Donovan war sehr an den frühen Geschichten der Inseln im Lough Ree interessiert, auch wenn diese nur kurz gewesen sind. Aber über die frühe Geschichte der Black Islands ist nichts bekannt. Es gibt weder sichtbaren Überreste einer klösterlichen Aktivität noch ist irgendetwas niedergeschrieben worden. Ein einzelner bearbeiteter Stein eines Kirchenfensters ist gefunden worden, er ist in einer Grenzmauer auf King’s Island eingefügt gewesen. Er könnte aber zusammen mit anderem Baumaterial von einem anderen Ort herstammen.

Die Besiedelung auf King’s Island
Die Besiedelung auf King’s Island erscheint eine relativ neuzeitliche Entwicklung zu sein. Es gibt keine bestehenden Einträge in „the Thithes Applotment Book for County Longford“ (dem Buch über die Zuteilung des Zehnten in der Grafschaft Longford) über eine Inbesitznahme dieser Insel, aber es gibt genug Gründe zu glauben, dass hier zu dieser Zeit eine Gemeinschaft gewohnt hat. Die erste Aufzeichnung, die man hat, ist die Volkszählung von 1841, aus der hervorgeht, dass auf den Black Islands drei Haushaltsvorstände mit 22 ihnen verbundenen Menschen, zehn Männern und zwölf Frauen, gewohnt haben. Die ersten namentlich bekannten Bewohner erscheinen in der Taxierung von Griffith im Jahre 1854. Hier sind die Namen Daniel Hanly, Michael Hanly und John O’Hara verzeichnet. Sie haben die sieben Inseln bewirtschaftet und ihr Landlord ist Mr. Phipps gewesen.

Wer waren diese ersten Siedler?
Die Siedler mit den Namen wie Hanly und O’Hara sind zweifellos vom Festland her auf die Inseln umgezogen. Die Hanlys könnten einige von jenen sein, denen, während der Cromwellianischen Besiedelung, ihre Besitztümer im Territorium von Cinel Dofa entzogen worden sind. Cinel Dofa befindet sich flussaufwärts in der Gegend von Slieve Bawn in einer kurzen Entfernung zu den Black Islands. Es wird gesagt, dass die beiden Hanly Familien nicht verwandt gewesen sind.

Der Bischofstab von Saint Berach
Die Hanlys von den Black Island waren die „hereditary custodians“ (Erbverwalter) des „Gearr Beraigh“ beziehungsweise von dem „Short Crozier of St. Berach“ (kurzen Bischofstab vom Heiligen Berach). St. Berach (beziehungsweise Barry), von dem der Ort Tarmonbarry seinen Namen erhalten hat, war ein Heiliger im sechsten Jahrhundert.
John O’Donovan verweist in „Ordnance Survey Letters for County Roscommon” oft auf den Hanly Clan und den Bischofstab. Dieser ist möglicherweise in der Mitte des 19. Jahrhunderts an „the Royal Irish Academy“ (die Königlich Irische Akademie) durch Patrick Hanly, einem Juristen in Athlone, überreicht worden. Heute ist er ein Teil der Ausstellung in der Schatzkammer des „National Museum of Dublin“. Von dem Bischofstab wird gesagt, dass er über bestimmte Kräfte verfügt, da St. Barry seinen Bischofstab benutzt hat, um eine „ollphiast“ beziehungsweise „serpent“ (Schlange) zu töten. Laut einem von O’Donovans Informanten, ist er von den Hanlys benutzt worden, um „to kill the worm and the fairies and to cure the blast“ (um das Gewürm und die Elfen zu töten und die Feuersbrunst zu löschen).

Der Heilige Berach
Kurz nachdem Berach getauft worden ist, ist er unter die Obhut seines Onkels St. Fraoch gekommen, der folgendes gesagt hat:

„Lasst mich diesen Kleinen erziehen, Gott wird für seinen Lebensunterhalt sorgen.“

Es wird gesagt, dass der junge Berach sich von dem Honig ernährt hat, der aus Fraoch’s Ohrläppchen gekommen ist. Zu gegebener Zeit hat St. Berach seine eigene Abtei in Tarmonbarry gegründet.

Auch Nachfolgendes wird über St. Berach berichtet:

„Als ein junger Wandermönch tritt St. Berach an einem heißen Sommertag in die Halle von Bregha, des Königs von Tara, ein. Das Gebäude ist mit 50 Fässern Bier gesäumt, die für einen Abend der Prasserei bereitgehalten werden. Der „Steward“ (Verwalter) des Königs verweigert allerdings Berach einen Tropfen, der sicherlich seinen Durst gelöscht hätte und schickt ihn gleich weiter seines Weges. Gleich darauf kehrt der König von der Jagd zurück und er verlangt nach einem Schluck Ale. Als sie das Ale zapfen wollen, stellen sie fest, dass alle Fässer leer sind. Als der Steward seinem König von dem Besucher, den er weggeschickt hat, erzählt, schickt daraufhin der König seine Bediensteten aus, um den jungen Mönch zu besänftigen.
Als die Bediensteten Berach finden, bringen sie ihn nach Tara zurück, wo der König sich vor ihm niederwirft. Der Heilige macht mit seiner Glocke und seinem Stab das Zeichen des Kreuzes über die Fässer und während man die Deckel öffnet, stellt man fest, dass die Fässer mit erstklassigem Bier gefüllt sind. Der König und der junge Mönch sind danach gute Freunde geworden und jedes Jahr hat Bregha dem Mönch neue Kleidung zukommen lassen.“

Anhand der Abstammungslinie des Heiligen, behauptet Bischof MacNamee, dass Berach einer von den Ui Briuin gewesen ist, allerdings stammt er von Seiten seiner Mutter von einem Zweig der Conmaicne ab, wie auch immer, im Allgemeinen wird angenommen, dass Berach tatsächlich ein O’Hanly gewesen ist.

„Nachdem er die Grundlagen der Bildung und der Heiligkeit von seinem geweihten Onkel in sich aufgenommen hat, ist er ein Schüler von St. Daigh von Inis-cain-Degha (beziehungsweise Iniskeen) in der Grafschaft Monaghan geworden. Später hat er unter St. Kevin in Glendalough studierte, bevor er zurückgekehrt ist, um ein Kloster in Kilbarry zu gründen.“

Von der Volkszählung weiß man, dass es auf den Inseln seit 1841 drei ständige Häuser gegeben hat. In 1841 haben auf den Inseln 22 Menschen gewohnt, aber schon dreißig Jahre später ist diese Zahl auf zehn gesunken, möglicherweise weist das darauf hin, dass beinahe die Hälfte der Bewohner ausgewandert ist.
Man weiß, dass sich bestimmte Familienmitglieder in Providence, Rhode Island, niedergelassen haben. Bis 1901 ist die Bewohnerzahl wieder auf über zwanzig angestiegen.

Heutzutage sind die Inseln unbewohnt. Die letzten beiden Einwohner der Black Islands sind Paddy Hanly und die spätere Nancy (Babs) Conroy gewesen. Paddy Hanly ist ein direkter Nachfahre von Daniel Hanly, der 1854 auf der Insel gewohnt hat, gewesen und Nancy (Babs) Conroy stammt von Michael Hanly ab, dem zweiten Hanly auf der Insel zu Zeiten der Taxierung von Griffith. Beide, sowohl Paddy Hanly als auch Nancy (Babs) Conroy, haben die Insel in den 1980er Jahren verlassen, um dann auf den Festland in Lecarrow, in der Grafschaft Roscommon gelegen, zu wohnen. Die Familie der O’Hara ist schon viele Jahre früher auf der Insel ausgestorben.

 

Das Inselleben
Der Autor Richard Hayward hat die Black Islands vor über sechzig Jahren besucht, als er Nachforschungen für sein Buch „Where the River Shannon flows“ angestellt hat. Er ist sehr von der großen der Gastfreundlichkeit der Familien angetan gewesen. Folgendes hat er erfahren:

„Die Post erreicht zweimal die Woche von Newtowncashel aus die Inseln; die Kinder der Familien auf den Inseln werden in einer „National School“ in Tipper, auf dem Festland, unterrichtet; die Inselbewohner sind Berufsfischer und Farmer, die ihren Lebensunterhalt mit dem Grasen von ein paar Rindern, mit dem Fischen von Aalen mittels einer langen Leine und von Forellen mittels eines Netzes verdienen.“ Die Inselbewohner sind alle sehr erfindungsreich gewesen, denn sie sind schon unabhängige ökologische Landwirte gewesen, lange bevor diese Art zu leben beliebt geworden ist. Mrs. Hanly, die Hayward ein Essen serviert hat, welches „für einen König gepasst hätte“, hat ihn auf ein Cottage am östlichen Ende der „Straße“ hingewiesen, welches einmal ein „wee pub“ (ein winziger Pub) gewesen ist.

Hayward ist über den Bedarf eines Pubs auf solch einer kleinen Insel erstaunt gewesen, aber die Inselbewohner sind wohl aufgrund der Launen des Sees und der rauen Winter des 19. Jahrhunderts kein Risiko eingegangen. Dieser Pub beziehungsweise „Shebeen“ („illegaler“ Ausschank) hat schon seit Menschengedenken nicht mehr existiert, aber Mrs. Hanly hat ihre Informationen über ihn und über die vielen anderen Überlieferungen offensichtlich von einer früheren Generation der Inselbewohner erhalten.

Die drei schmalen Einschnitte am Ufer von King’s Island erinnern an eine Zeit, als jede der Familien auf der Insel seinen eigenen Landungsplatz gehabt hat. Ein großer flacher Stein ist als Sitz in die Mauer eingearbeitet worden, dieser beschwört Bilder einer Matriarchin herauf, die auf diesem Stein im Sonnenlicht gesessen und dabei Reparaturarbeiten am Netz vorgenommen hat, während sie ein wachsames Auge auf die Kinder der Insel geworfen hat.

Verfrühte Forellen
Paddy Hanly hat auf die ausgedörrten Überreste eines Fischteiches hingewiesen. Diese Teiche sind sowohl von der Gemeinschaft als auch von einzelnen Familien benutzt worden, um Forellen oder andere Fische, die während der Saison gefangen worden sind, zu halten. Dieses hat den Inselbewohnern ermöglicht, ein große Menge an Fisch am Saisonbeginn zum Markt zu bringen.

Es gibt einige Berichte darüber, dass von einzelnen Personen der Versuch unternommen worden ist, den Fisch außerhalb der Saison zu verkaufen. Einer dieser Berichte ist am 24. Dezember 1859 in der Zeitung „The Westmeath Herald“ erschienen und der Artikel hat sich mit der Angelegenheit befasst, welche sich am 20. Dezember vor „ the Brawney Petty Session“ (der Brawney Bagatellenversammlung) ereignet hat. Der Magistrat, der den Vorsitz geführt hat, ist L. Dundas gewesen. Die anderen anwesenden Magistrate sind Hon. C. Handcock, Mr. J. Ross R.M. und W. Potts gewesen. Mary Hanly von den Black Islands ist auf Veranlassung von John Dalton vorgeladen worden, weil sie neunzehn Forellen am 24sten des letzten Monats, also außerhalb der Saison, in ihren Besitz befunden haben. Margaret Jemmings, eine Fischkrämerin, in deren Besitz die Forellen von der Wasserpolizei gefunden worden sind, ist die Hauptzeugin der Anklage. Sie hat den Eindruck einer etwas distanzierten Zeugin vermittelt, die offensichtlich eher Angst gehabt hat, für ihren Anteil in dieser Straftat ebenfalls ins Gefängnis zu gehen, als das redliche Begehren, das Recht aufrechtzuerhalten. Sie hat ausgesagt, dass die Angeklagte die Forellen in einen Korb zu Mary Duffy’s Haus gebracht hat, wo sie dann für 4/6d den Besitzer gewechselt haben.

Mr. Potts merkt an:

„Die Wasserpolizei soll alle Parteien vor Gericht laden.“

Der Anwalt des Antragstellers stellt fest:

„Ich werde nicht die „vollständige Geldstrafe, die auferlegt werden kann“ beantragen, stattdessen werde ich die Geldstrafe fordern, als hätte Mary nur zwei Forellen außerhalb der Saison verkauft.“

Das Ergebnis ist, dass die Angeklagte für schuldig befunden worden ist. Die Strafe ist entweder eine Geldstrafe von ₤1 mit 8/6d (8/6 alte Pennies) Unkosten oder ein Monat Gefängnisstrafe. Die Angeklagte hat die Alternative vorgezogen und sie hat gehofft, dass „Ihre „Erwürdigen“ ihr erlauben werden, Weihnachten mit ihren Kindern zu verbringen.“

Es wird gesagt, dass man ihr dieses Privileg gewährt hat und so hat Mary den Monat Januar im Gefängnis verbracht.

Im Februar 1898 sind Forellen im Wert von ₤200 von den Bevollmächtigen der „Billingsgate Fish Dealers Association“ (Billingsgate Fisch-Händler- Genossenschaft) beschlagnahmt worden, da sie außerhalb der Saison gefangen worden sind. Bei der Untersuchung in Athlone haben eine Anzahl von Fischern der Black Islands eidesstattliche Versicherungen abgegeben, die besagt haben, dass der Fisch im vorhergehenden Jahr während der Saison gefangen worden ist und dann in Fischteichen gehalten worden ist, aus denen sie am Saisonbeginn, am 6. Februar um 06:00 Uhr, geholt worden sind. Die Forellen sind vernichtet worden, aber es scheint, dass keine weiteren Aktionen unternommen worden sind. Die Inselbewohner haben sich weiter mit der Landwirtschaft und dem Fischen mühsam durchgeschlagen, bis die Fischrechte des Shannons vom Electricity Supply Board (ESB) erworben worden sind. Auf diese Weise ist dem lange bestehenden Beruf der Lough Ree Fischer ein jähes Ende gesetzt worden.

 

John Keegan Casey „Leo“
Der große Dichter der Fenian Bewegung und Patriot John Keegan Casey (1846-1870) hat an der Cleraune National School in der Grafschaft Longford unterrichtet. Diese Schule ist später von der Tipper National School ersetzt worden. „Leo“ hat seine Lehrerkarriere im Alter von nur fünfzehn Jahren an der Schule seines Vaters in Gurteen gestartet. Er ist mit nur vierundzwanzig Jahren gestorben, vorher hat er in seinem kurzen Leben noch eine große Anzahl von Gedichten und Balladen, einschließlich „The Rising of the moon“ anfertigen können. Ein geborener Romantiker; man sagt von ihm, dass „Leo“ Liebesgedichte an mehrere junge Damen geschrieben hat. Er hat sich möglicherweise auch in Mary Hanly von den Black Islands verliebt. Ihr tragischer Tod, sie ist während einer Bootsfahrt auf dem Lough Ree ertrunken, hat in ihn das wundervolle Lied „A Boating on Lough Ree“ heraufbeschworen, welches in den letzten Jahren von dem bekannten Balladensänger Tim Dennehy wieder belebt und aufgenommen worden ist.

 

Zur Info: John Keegan Casey „Leo“
So viel in ein so kurzes Leben gepackt.

Der Dichter und politischer Aktivist Leo Casey wird zwar mit Ballymahon in der Grafschaft Longford gleichgesetzt, aber er war ein Mann aus Westmeath, geboren wurde er 1846 in Milltown in der Nähe von Rathconrath, und er verbrachte dort die ersten acht Jahre seines Lebens.
Obwohl man sich hauptsächlich an ihn als der Autor von „The Wearing of the Green” erinnert, „The Wearing of the Green” soll er vermeintlich in einem Alter von nur 15 Jahren geschrieben haben, hatte er auch zwei Gedichtsbände vor seinem frühen Tod am St. Patrick’s Day des Jahres 1870 im Alter von 24 Jahren veröffentlicht.
Getauft wurde er auf den Namen John Keegan Casey, er nahm jedoch „Leo" als Pseudonym an und im Alter von 20 Jahren brachte er seine erste Sammlung von Gedichten „A Wreath of Shamrocks” (ein Kranz von irischen Kleeblättern) im Jahr 1866 auf den Markt. Diese Sammlung beinhaltet Verse, die er zuvor bei einer Vielzahl von Veröffentlichungen beigesteuert hatte.
Die Caseys stammten aus Westmeath. Sein Vater Luke wurde in der Gemeinde Milltown im Jahre 1812 geboren und 1835 begann er seine Karriere als Lehrer in seinem Heimatbezirk. Acht Jahre später heiratete Luke und er wurde Vater von drei Kindern, zu seinem einzigen Sohn John Keegan kamen noch die Töchter Anne und Elizabeth hinzu.
John Keegan Casey „Leo“ wurde auf dem Höhepunkt der Großen Hungersnot geboren. In der Mitte der 1850er Jahre zog die Familie nach Gurteen, ein paar Kilometer westlich von Ballymahon gleich über die Grenze in die Grafschaft Longford, wo sein Vater Leiter der örtlichen „National School“ wurde.
Casey wurde sehr stark von der Liebe seines Vaters zum Land und seinen Sinn für die Gerechtigkeit beeinflusst. Luke Casey war sehr aktiv in „the Tithe Wars of Ireland 1831-1836“ (den Zehnt-Kriegen von Irland von 1831 1836) und sein Vorgesetzter erteilte ihm für seine Aktivitäten einen scharfen Verweis.


„The Tithe Wars“ (die Zehnt-Kriege) dauerten mehr als zwei Jahrzehnte in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts an und sie entstanden aus der Verbitterung der katholischen „tenants farmers“ (Lehen-Landwirten) über die vorgeschriebene Zahlung von einem Zehnten ihres Einkommens zur Unterstützung der Staatskirche.
Ein paar Jahren lang arbeitete Leo für seinen Vater bei der „National School“ von Gurteen als ein Klassenordner. Klassenordner in den Schulen waren intelligente Oberstufenschüler, die bei wissenschaftlichen Themen Hilfe leisteten. Beide Schwestern von ihm wurden Lehrerinnen und auch Leo wollte den Fußstapfen seines Vaters folgen und von Beruf Lehrer werden.
Er wurde als ein schwacher Vorgesetzter betrachtet, auch fand Leo die Lehrbücher für seinen Geschmack als zu Englisch und so hörte er mit dem Lehrerberuf auf.
Casey's frühe Balladen wurden bei den Fenian Sympathisanten auf Messen und Tagungen sehr beliebt. Während er in Ballymahon wohnte, mietete er von dem Gemeindepriester die „local hall“ (den örtlichen Saal) für vermeintliche religiöse Treffen. In Wahrheit waren die Treffen Schwerpunkte für die Verbreitung der Prinzipien der Fenian Bewegung.
Seine bekannteste Komposition „The Rising of the Moon” erinnert an das heroische Scheitern der Rebellion von 1798 und im Vorfeld eines weiteren fehlgeschlagenen Freiheitskampfes, dem Aufstand von 1867, wurde die Komposition weithin populär.
Gesungen wird das Lied nach der Melodie von „The Wearing of the Green”, fängt das Lied mit

“Oh! Then tell me, Shaun O’Farrell, Tell me why you hurry so?”

(Oh! Dann erzähl mir, Shaun O’Farrell, erzähle mir, warum Du es so eilig hast?)


Und es endet mit:

Well they fought for poor old Ireland
And full bitter was their fate
(Oh! What glorious pride and sorrow
Fills the name of ninety-eight.
Yet, thank God, e’en still are beating
Hearts in manhood’s burning noon,
Who would follow in their footsteps
At the Risin’ of the Moon!
Nun sie kämpften um das arme alte Irland
Und vollkommen bitter war ihr Schicksal
(Oh! Was für ein prächtiger Stolz und eine prächtige Trauer
füllt die Namen von achtundneunzig.
Doch, Gott sei Dank, Abends immer noch schlagen
Herzen in des Menschentums brennenden Mittag,
Wer würde ihren Fußstapfen folgen
Bei dem Aufgang des Mondes!
Andere Kompositionen wie zum Beispiel „Reaper of Glenree“, „The Forging of the Pikes” und „The Patriots’ Love” hatten einen aufwieglerischen Einfluss auf die Einstellung der jungen Leute gegenüber denjenigen, die sich an der Macht befanden.
Es war während der Zeit, als er als Handelsreisender in Castlerea arbeitete, kurz nachdem er seinen Lehrerberuf aufgegeben hatte, dass Casey Mary Briscoe, seine zukünftige Frau, traf.
Leo zog in den 1860ern Jahren nach Dublin, wo er als Schreiber arbeitete und der Fenian Bewegung beitrat. Er war auch ein ordentlicher Mitarbeiter von „The Nation“, der Zeitung von „the Young Ireland movement“ (der Bewegung Junges Irland). Sein Pseudonym legte er sich zu, als er für diese Zeitung schrieb.
Gegründet wurde die Zeitung von Gavan Duffy, John Blake Dillon und Thomas Davis und sie erschien das erste Mal im Oktober 1842, obwohl sie 6d (sechs alte Pennies, ungefähr vier Cent in der heutigen Währung) kostete und sie wurde bis 1897 weiter veröffentlicht, als sie von „Weekly Nation“ übernommen wurde.
Als bekannter Redner sprach er auf politischen Kundgebungen in London, Birmingham und Liverpool und er schrieb für eine Anzahl von Publikationen in Amerika.
Casey saß für seine Teilnahme am erfolglosen Aufstand von 1867 im „Mountjoy Jail“ (Mountjoy Gefängnis) in Haft, und obwohl er nach acht Monaten entlassen worden war, hatte die Behandlung, die er dort erhalten hatte, seine Gesundheit zu Grunde gerichtet.
Er wurde acht Monate lang ohne Prüfung festgehalten und während dieser Zeit wurde er brutal behandelt und unterernährt entlassen. Er starb zwei Jahre später. Nachdem der Gefängnisarzt Dr. Robert McDonnell die Ausmaße von Caseys Verletzungen veröffentlicht hatte, fand eine öffentliche Untersuchung statt, um die Ursachen seines Todes zu klären.
Der Arzt schrieb nachfolgendes:

„unter den fürchterlichen Opfern, die aufgrund von einer zu Grunde gerichteten Gesundheit oder aufgrund von durch das Gefängnis verursachte Schwäche oder Krankheit entlassen worden waren, befand sich auch J.K. Casey, ein vielversprechender junger Dichter.“

Im November 1867 wurde Leo Casey unter der Bedingung, Irland für immer zu verlassen, aus dem Gefängnis entlassen. Anstatt sich auf neuen Weiden niederzulassen, entschied er sich als Quaker unter dem Namen Harrison unter der Nase der Behörden in Dublin in der „Cork Street“ zu leben.
Die verbleibenden zwei Jahre seines kurzen Lebens verbrachte er damit, Lieder und Gedichte für eine Vielzahl von Publikationen zu schreiben und er bereiste die Längen und Breiten des Landes, um bei Versammlungen zu sprechen, ehe die Belastungen ihren Tribut einforderten.
Schätzungsweise 50.000 Menschen nahmen an seinem Trauerzug teil, darunter waren viele, die zu Fuß aus Roscommon, Longford und Laois gekommen waren, um ihm ihre letzte Ehre zu erweisen, während einige Darstellungen behaupten, dass 100.000 Menschen die Straßen von Dublin säumten.
In einem Vorwort in seinem bekanntesten Werk, schrieb Leo:

„Every man is bound to love his country, and to try and serve her in her day of trial”

Abgesehen von seinen politischen Aufsätzen schrieb Casey auch über die Persönlichkeiten rund um Ballymahon und er verfasste auch eine Anzahl von romantischen Gedichten. Es wird geschätzt, dass er ungefähr 86 Lieder während seines kurzen Lebens niederschrieb.

In dem Vorwort einer Sammlung seiner Werke, welche in den 1930er Jahren herausgegeben wurden, bemerkt der Herausgeber Flann Fitzgerald:

„Seine Sprache ist einfach, er macht einen auf eine einfache Art und Weise die Welt der Bauernhöfe und Messen und der volkstümlichen Unterhaltung gegenwärtig, wobei der Dichter nie sein Publikum aus den Augen verliert und er legte nie das anerzogene Auftreten eines erfolgreichen Schulleiters ab.“

In den 1890er Jahren wurde ein keltisches Kreuz von dem „National Monuments Commitee“ auf Leo Casey’s Grab errichtet und im August 2002 wurde ein Denkmal zu Leo Casey’s Ehren auf der Shrule Bridge in Ballymahon enthüllt und eine Sammlung seiner Schriften wurde das erste Mal innerhalb eines Jahrhunderts veröffentlicht.

Der Rundfunksprecher Ciaran MacMathuna, der Moderator des Sonntagmorgen Programms „Mo Cheol Thu“ auf RTE Radio 1 huldigte ihn. Eine Bronzetafel wurde am Schulhaus des Ortes Kenagh enthüllt. Der GAA in Ballymahon hat sie seinem Andenken gewidmet.

Zitat aus: http://www.hoganstand.com/general/identity/extras/gaels/stories/leocasey.htm ; Taken from Maroon & White 2004; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga
Zur Info: Die Fenian Bewegung
Die Fenians waren Mitglieder der sogenannten Fenian Bewegung in Irland und an anderen Orten, jedoch hauptsächlich in Amerika und England. Die Fenians hatten für Irland nur den einen einfachen Wunsch – die Unabhängigkeit von der Britischen Herrschaft. Die Große Hungersnot hatte massive Auswirkungen auf Irland. Einige Menschen in Irland glaubten, dass die Regierung in London – um das „Irische Problem“ zu lösen – absichtlich so wenig wie möglich getan hatte, um den Menschen von Irland zu helfen – eine Form des Völkermordes – und diese Menschen kamen zu dem Schluss, dass die einzige Hoffnung für Irlands Zukunft eine vollständige Abspaltung von Großbritannien wäre. Wenn London nicht bereit war, dieses zu gewähren, dann würden die Fenians dafür kämpfen.

Die Wut gegen die Britische Regierung quoll im Jahre 1848 über. In diesem Jahr startete eine Gruppe von Revolutionären, bekannt als „Young Ireland“ (Junges Irland), einen schlecht geplanten Aufstand gegen die Regierung. Das war ein Fehler.

Zwei der Mitglieder der „Young Irland“ waren James Stephens und John O'Mahony. In den Augen der Behörden hatten beide ein sehr schweres Verbrechen verübt. Um der Strafe zu entkommen, flohen beide nach Paris. Obwohl die beiden Männer Großbritannien noch recht nahe waren, waren sie in Paris jedoch relativ sicher.

Im Jahre 1853 ging John O'Mahony nach Amerika. Hier versuchte er Unterstützung für weitere Aufstände von denjenigen, die Irland während der Großen Hungersnot verlassen hatten, zu bekommen.

James Stephens kehrte 1856 nach Irland zurück. Im März 1858 gründete er in Dublin eine geheime Gesellschaft, die unter dem Namen „Irish Republican Brotherhood“ (Irisch Republikanische Bruderschaft) bekannt wurde. Ihr Ziel war die Unabhängigkeit Irland.

In Amerika wurde O'Mahony der Anführer einer neuen Organisation mit dem Namen „Fenian Brotherhood“ (Fenian Brüderschaft).
Sie erhielt ihren Namen von der Fianna, eine Gruppe von irischen Kriegern des zweiten und dritten Jahrhunderts. Der Name „Fenians“ wurde ein Oberbegriff für alle Gruppen, die die Unabhängigkeit Irlands wollten. Bei der Art und Weise von dem, was sie wollten, mussten jene Bestandteile innerhalb der Fenian Bewegung, die bereit waren, Gewalt einzusetzen, um ihre Sache voranzutreiben, geheim bleiben.

Die Fenian Bewegung lockte schnell Tausende von jungen Anhängern sowohl in Irland selbst als auch in Amerika an. Als einer der 1848 „Young Irland“ Rebellen, Terence Bellew McManus, im Jahre 1861 in Amerika starb, wurde seine Beerdigung in Irland von Tausenden von Menschen begleitet.

Indessen, während die Fenian Bewegung wuchs, wurden auch die Schwierigkeiten, ihre Organisation aufrecht zu halten, immer mehr. Diese Organisation hatte sich aufgrund der geographischen Trennung von Irland und Amerika und Kommunikationsproblemen als schwierig erwiesen. Allerdings waren auch die beiden Gründer - O'Mahony und Stephens –verschiedener Meinung darüber, wie sich die Bewegung entwickeln sollte. Im Jahre 1863 gründete Stephens eine Zeitung namens „Irish People". Er wollte so viele Menschen wie möglich wissen lassen, wofür die Fenians eintraten. O'Mahony befürwortete diesen Schritt nicht, da er glaubte, dass ein solches Papier noch mehr Aufmerksamkeit der britischen Regierung mit Sitz in Dublin auf die Bewegung ziehen würde. Er zog vor, dass sich die Bewegung im Geheimen weiterentwickeln sollte.

Ein weiteres Problem, welchem die Fenian gegenüberstand, war, dass sie von der römisch katholischen Kirche in der Regel nicht unterstützt wurden. Die Macht der lokalen Priester war groß und ihr Einfluss innerhalb der lokalen Gemeinschaften, und vor allem bei den älteren Mitgliedern dieser Gemeinschaften, bedeutete, dass sie den Einfluss, den die Fenians wie auch immer zu bilden versuchten, untergraben könnten.

Die Fenians standen auch immer vor der Möglichkeit, dass britische Spione in ihre Bewegung eingeschleust wurden. Ein Aufstand in Irland war für 1866 geplant, aber er fand nie statt, weil die Regierung von ihm Kenntnis bekommen hatte. Im September 1866 wurde "Irish People" von der Regierung still gelegt und Stephens wurde verhaftet und zu einer Freiheitsstrafe verurteilt. Er entkam aus dem Gefängnis und ging nach Amerika. Jeder, der in Verdacht stand, bei den Fenians beteiligt gewesen zu sein, wurde festgenommen. Geld, das für die Fenians von Amerika geschickt wurde, wurde beschlagnahmt. Die Regierung vertrat außerdem die Auffassung, dass einige Einheiten der britischen Armee, die in Irland stationiert waren, mit den Fenians sympathisierten. Diese Einheiten wurden aus Irland abgezogen.

Kelly und andere Fenians versuchten Chester Castle anzugreifen, um Waffen und Munition in ihren Besitz zu bekommen. Dieser Angriff war kein Erfolg und Kelly wurde zusammen mit anderen Fenian festgenommen. Im September 1867, als man versuchte, Kelly nach Manchester zu bringen, wurde er von den Fenians befreit. Während der Befreiungsaktion wurde ein Polizist getötet. Drei der Fenians wurden gefangen genommen und nach einem Gerichtsverfahren wegen Mordes gehängt. Bei den Fenians wurden sie unter den Namen „Manchester Martyrs“ (Manchester Märtyrer) bekannt. Viele in Irland empfanden das Gerichtsurteil als viel zu hart für die, ihrer Meinung nach, unbeabsichtigten Tötungen.

Im Dezember 1867 wurden mehrere Londoner getötet, als eine Bombe von den Fenians bei dem Clerkenwell Prison explodierte. Dies führte zu einer Welle von anti-irischen Empfindungen in London und an anderen Orten.

Die Aktivitäten der Fenians waren zum Teil verantwortlich für William Gladstones Anspornung in seiner Mission - "to pacify Ireland" (Irland zu beschwichtigen). Dies führte zu dem Aufstieg der „Home Rule“ (autonome Selbstverwaltung) und zu Fragen um die „Home Rule“ herum. Die Fenian Bewegung wurde scheinbar für eine Anzahl von Jahrzehnten untätig – obwohl sie als Bewegung weiterhin existierte. Die „Irish Republican Brotherhood“ war der berühmteste der beiden Teile, aus dem der Fenian Bewegung entstanden war. Wie auch immer, die Politik übernahm nun ihre Rolle in der irischen Geschichte. Die Morde an Lord Cavendish und T Burke im Phoenix Park, Dublin, im Jahr 1882 zeigten der Regierung in London, dass es Elemente in Irland gab, die außerhalb der politischen Bühne auch arbeiteten, während über die „Home Rule“ diskutiert wurde. Diese Morde wurden von einer Gruppe, die sich "The Invincibles" (die Unbesiegbaren) nannten, ausgeführt.

Zitat aus: http://www.historylearningsite.co.uk/fenian_movement.htm

A Boating on Lough Ree

Here I am now sad and lonely all in the distant west.
The happy scenes of bygone days at night disturb my rest.
For in this faithful heart of mine forgotten it never can be,
Those days I spent with my Mary Bán a-boating on Lough Ree.

Oh she was young and so beautiful, she was gentle as a fawn.
Her eyes they shone like diamonds bright or the stars at early dawn.
Her smiles she had for everyone but her kisses were all for me,
And entranced I gazed on my Mary Bán a-boating on Lough Ree.

And she pledged herself to be my bride, how happy then was I.
How dulcet were the joys of love how quickly they flew by.
But Heaven's own light shone in her eyes she was too good for me
And an angel claimed her for his own and he took her from Lough Ree.

I have crossed through many's the thorny path my hair's a silvery hue.
Yet her thrilling voice speaks to my heart in tones I can't subdue.
Her comely form still haunts my mind her pleasing face I see,
It's the blushing face of Mary Bán a-boating on Lough Ree.

And it leaves me sad and so lonely now in this far distant west.
The happy scenes of bygone days at night disturb my rest;
For in this faithful heart of mine forgotten it never can be
The days I spent with my Mary Bán a- boating on Lough.

Eine Bootsfahrt auf dem Lough Ree

Hier bin ich nun traurig und einsam in dem fernen Westen.
Die glücklichen Szenen vergangener Tage stören in der Nacht meine Ruhe.
Denn in meinem treuen Herzen können sie nie vergessen werden,
Diese Tage, die ich verbrachte mit meiner Mary Bán auf einer Bootsfahrt auf dem Lough Ree.

Oh, sie war jung und so schön, sie war sanft wie ein Rehkitz.
Ihre Augen, sie schienen wie glänzende Diamanten oder wie Sterne in der frühen Dämmerung.
Ihr Lächeln galt allen, aber ihre Küsse waren alle nur für mich,
Und bezaubert blickte ich auf meine Mary Bán auf einer Bootsfahrt auf dem Lough Ree.

Und sie versprach meine Braut zu werden, wie glücklich war ich da.
Wie flüchtig waren die Freuden der Liebe, wie schnell waren sie verflogen.
Aber das Licht des Himmels schien in ihren Augen, sie war zu gut für mich
Und ein Engel beanspruchte sie für sich selbst und er nahm sie vom Lough Ree.

Ich habe viele dornige Pfade durchschritten, mein Haar hat einen silbrigen Farbton.
Doch ihre ergreifende Stimme spricht in nicht zu dämpfenden Tönen zu meinem Herzen.
Ihre anmutige Gestalt verfolgt meine Seele noch immer, ihr ansprechendes Gesicht sehe ich,
es ist das errötende Gesicht von Mary Bán auf einer Bootsfahrt auf dem Lough Ree.

Und es lässt mich traurig und so einsam nun in diesem weit entfernten Westen.
Die glücklichen Szenen vergangener Tage stören in der Nacht meine Ruhe;
Denn in meinem treuen Herzen können sie nie vergessen werden,
Die Tage, die ich verbrachte mit meiner Mary Bán auf einer Bootsfahrt auf dem Lough Ree.

Große Bootsmänner und Frauen
L.T.C. Rolt hat ausgeführt, dass die Hanlys und die O’Haras „seit Generationen vom Netzfang der Forellen und dem Leinenfang der Aale gelebt haben. Bei verschiedenen Gelegenheiten während wir an unserem Liegeplatz in Athlone gelegen haben, konnten wir sie beobachten, wie sie rudernd den Fluss hinunter gekommen sind, um ihre Aalbehälter anzulanden, damit diese dann von der Eisenbahn weiter transportiert werden konnten. Wie man es auch erwarten würde, sie sind perfekte Fährmänner gewesen, sowohl die Männer als auch die Frauen sind fast unanfechtbar bei den Bootsvergnügungsveranstaltungen bei der Athlone Regatta gewesen.“
Das althergebrachte Schiff dieser Inselbewohner ist das „open lake boat with spirit sails“ (offene Seeboot mit einzuholenden Segeln) gewesen. Während die Inselbewohner zu der Gemeinde Cashel gehört haben, haben sie doch auch eine starke Neigung zur Stadt Athlone gehabt. Sie haben regelmäßig ihren Fang nach Athlone gebracht, so wie es ja auch schon L.T.C. Rolt beschrieben hat. Sobald sie ihre Geschäfte erledigt haben, haben sie sich üblicherweise Finnerty’s Bar oder dem Lebensmittelgeschäft am „Market Square“ zugewendet, wo sie dann ihre Vorräte aufgestockt haben beziehungsweise regelmäßig geblieben sind, um „ihre Stimmbänder zu befeuchten“. Wann auch immer die Männer betrunken gewesen sind, ist es die Aufgabe der Frauen gewesen, sie zurück zu den Inseln zu rudern.

Die Black Islands heute
Die heutigen Black Islands werden immer noch von Paddy Hanly bewirtschaftet. Die zwei Bauernhöfe der Hanlys sind bis heute bestehen geblieben, während der von den O’Haras heute eine dachlose Ruine ist. Heute hört man hier weder die Fröhlichkeit der Kinder noch die weise Konversation der Erwachsenen.
Das Leben auf solch einer abgeschiedenen Insel hält mehr Nachteile als Vorteile für die heutige Generation bereit und Schritt für Schritt nimmt die Natur die Inseln wieder in ihren Besitz. Wie auch immer, die Geschichte der Black Islands ist eine wichtige Geschichte über die Menschen, die sich durchgeschlagen haben, um Leben zu können, über Menschen, die enteignet worden sind und ein Stück unberührtes Land gefunden haben, um ein neues Leben zu beginnen. Es ist eine Geschichte über Mut und Tragik und über das Beste des Zusammenlebens. Ohne Zweifel wird ein großer Teil dieser Geschichte unerzählt bleiben, aber selbst mit dem Wenigen, das wir wissen, können wir auf diese Inselbewohner schauen und sagen, dass wir ihresgleichen vergebens suchen würden.

Volkszählung von 1901

Name Verwandtschaft Alter
Anne Hanly Familienvorstand 45
Mary Hanly Tochter 20
Pat Hanly Sohn 18
Daniel Hanly Sohn 15
James Hanly Sohn 12
Bernard Hanly Sohn 8
William Hanly Sohn 3
     
Name Verwandtschaft Alter
Thomas Hanly Familienvorstand 40
Bridgit Hanly Ehefrau 35
John Hanly Sohn 19
Anne Hanly Tochter 16
Thomas Hanly Sohn 14
Eliza Hanly Tochter 12
William Hanly Sohn 10
Kate Hanly Tochter 5
James Hanly Sohn  1
     
Name Verwandtschaft Alter
Patrick O’Hara Familienvorstand 43
Anne O’Hara Ehefrau 50
Mary O’Hara Tochter 21
Maggie O’Hara Tochter 18
John O’Hara Sohn 16
Michael O’Hara Sohn 14
Patrick O’Hara Sohn 10
Anne Hagery Nichte 3
 

Zitat aus: Lough Ree & Its Island; Sean Cahill, Gearoid O’Brien und Jimmy Casey; Three Counties Press Athlone; 2006; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga