| Die Black Islands, obwohl sie
über keine Aufzeichnungen der altertümlichen Geschichte verfügen, sind
dennoch ein sehr interessantes soziologisches Gebilde. O’Donovan war
sehr an den frühen Geschichten der Inseln im Lough Ree interessiert,
auch wenn diese nur kurz gewesen sind. Aber über die frühe Geschichte
der Black Islands ist nichts bekannt. Es gibt weder sichtbaren Überreste
einer klösterlichen Aktivität noch ist irgendetwas niedergeschrieben
worden. Ein einzelner bearbeiteter Stein eines Kirchenfensters ist
gefunden worden, er ist in einer Grenzmauer auf King’s Island eingefügt
gewesen. Er könnte aber zusammen mit anderem Baumaterial von einem
anderen Ort herstammen. Die
Besiedelung auf King’s Island
Die Besiedelung auf King’s Island erscheint eine relativ neuzeitliche
Entwicklung zu sein. Es gibt keine bestehenden Einträge in „the Thithes
Applotment Book for County Longford“ (dem Buch über die Zuteilung des
Zehnten in der Grafschaft Longford) über eine Inbesitznahme dieser
Insel, aber es gibt genug Gründe zu glauben, dass hier zu dieser Zeit
eine Gemeinschaft gewohnt hat. Die erste Aufzeichnung, die man hat, ist
die Volkszählung von 1841, aus der hervorgeht, dass auf den Black
Islands drei Haushaltsvorstände mit 22 ihnen verbundenen Menschen, zehn
Männern und zwölf Frauen, gewohnt haben. Die ersten namentlich bekannten
Bewohner erscheinen in der Taxierung von Griffith im Jahre 1854. Hier
sind die Namen Daniel Hanly, Michael Hanly und John O’Hara verzeichnet.
Sie haben die sieben Inseln bewirtschaftet und ihr Landlord ist Mr.
Phipps gewesen.

Wer waren diese ersten
Siedler?
Die Siedler mit den Namen wie Hanly und O’Hara sind zweifellos vom
Festland her auf die Inseln umgezogen. Die Hanlys könnten einige von
jenen sein, denen, während der Cromwellianischen Besiedelung, ihre
Besitztümer im Territorium von Cinel Dofa entzogen worden sind. Cinel
Dofa befindet sich flussaufwärts in der Gegend von Slieve Bawn in einer
kurzen Entfernung zu den Black Islands. Es wird gesagt, dass die beiden
Hanly Familien nicht verwandt gewesen sind.
Der Bischofstab von Saint
Berach
Die Hanlys von den Black Island waren die „hereditary custodians“
(Erbverwalter) des „Gearr Beraigh“ beziehungsweise von dem „Short
Crozier of St. Berach“ (kurzen Bischofstab vom Heiligen Berach). St.
Berach (beziehungsweise Barry), von dem der Ort Tarmonbarry seinen Namen
erhalten hat, war ein Heiliger im sechsten Jahrhundert.
John O’Donovan verweist in „Ordnance Survey Letters for County Roscommon”
oft auf den Hanly Clan und den Bischofstab. Dieser ist möglicherweise in
der Mitte des 19. Jahrhunderts an „the Royal Irish Academy“ (die
Königlich Irische Akademie) durch Patrick Hanly, einem Juristen in
Athlone, überreicht worden. Heute ist er ein Teil der Ausstellung in der
Schatzkammer des „National Museum of Dublin“. Von dem Bischofstab wird
gesagt, dass er über bestimmte Kräfte verfügt, da St. Barry seinen
Bischofstab benutzt hat, um eine „ollphiast“ beziehungsweise „serpent“
(Schlange) zu töten. Laut einem von O’Donovans Informanten, ist er von
den Hanlys benutzt worden, um „to kill the worm and the fairies and to
cure the blast“ (um das Gewürm und die Elfen zu töten und die
Feuersbrunst zu löschen).
Der Heilige Berach
Kurz nachdem Berach getauft worden ist, ist er unter die Obhut seines
Onkels St. Fraoch gekommen, der folgendes gesagt hat:
„Lasst mich diesen Kleinen erziehen, Gott wird für seinen
Lebensunterhalt sorgen.“
Es wird gesagt, dass der junge Berach sich von dem Honig ernährt hat,
der aus Fraoch’s Ohrläppchen gekommen ist. Zu gegebener Zeit hat St.
Berach seine eigene Abtei in Tarmonbarry gegründet.
Auch Nachfolgendes wird über St. Berach berichtet:
„Als ein junger Wandermönch tritt St. Berach an einem heißen Sommertag
in die Halle von Bregha, des Königs von Tara, ein. Das Gebäude ist mit
50 Fässern Bier gesäumt, die für einen Abend der Prasserei
bereitgehalten werden. Der „Steward“ (Verwalter) des Königs verweigert
allerdings Berach einen Tropfen, der sicherlich seinen Durst gelöscht
hätte und schickt ihn gleich weiter seines Weges. Gleich darauf kehrt
der König von der Jagd zurück und er verlangt nach einem Schluck Ale.
Als sie das Ale zapfen wollen, stellen sie fest, dass alle Fässer leer
sind. Als der Steward seinem König von dem Besucher, den er weggeschickt
hat, erzählt, schickt daraufhin der König seine Bediensteten aus, um den
jungen Mönch zu besänftigen.
Als die Bediensteten Berach finden, bringen sie ihn nach Tara zurück, wo
der König sich vor ihm niederwirft. Der Heilige macht mit seiner Glocke
und seinem Stab das Zeichen des Kreuzes über die Fässer und während man
die Deckel öffnet, stellt man fest, dass die Fässer mit erstklassigem
Bier gefüllt sind. Der König und der junge Mönch sind danach gute
Freunde geworden und jedes Jahr hat Bregha dem Mönch neue Kleidung
zukommen lassen.“
Anhand der Abstammungslinie des Heiligen, behauptet Bischof MacNamee,
dass Berach einer von den Ui Briuin gewesen ist, allerdings stammt er
von Seiten seiner Mutter von einem Zweig der Conmaicne ab, wie auch
immer, im Allgemeinen wird angenommen, dass Berach tatsächlich ein
O’Hanly gewesen ist.
„Nachdem er die Grundlagen der Bildung und der Heiligkeit von seinem
geweihten Onkel in sich aufgenommen hat, ist er ein Schüler von St.
Daigh von Inis-cain-Degha (beziehungsweise Iniskeen) in der Grafschaft
Monaghan geworden. Später hat er unter St. Kevin in Glendalough
studierte, bevor er zurückgekehrt ist, um ein Kloster in Kilbarry zu
gründen.“
Von der Volkszählung weiß man, dass es auf den Inseln seit 1841 drei
ständige Häuser gegeben hat. In 1841 haben auf den Inseln 22 Menschen
gewohnt, aber schon dreißig Jahre später ist diese Zahl auf zehn
gesunken, möglicherweise weist das darauf hin, dass beinahe die Hälfte
der Bewohner ausgewandert ist.
Man weiß, dass sich bestimmte Familienmitglieder in Providence, Rhode
Island, niedergelassen haben. Bis 1901 ist die Bewohnerzahl wieder auf
über zwanzig angestiegen.
Heutzutage sind die Inseln unbewohnt. Die letzten beiden Einwohner der
Black Islands sind Paddy Hanly und die spätere Nancy (Babs) Conroy
gewesen. Paddy Hanly ist ein direkter Nachfahre von Daniel Hanly, der
1854 auf der Insel gewohnt hat, gewesen und Nancy (Babs) Conroy stammt
von Michael Hanly ab, dem zweiten Hanly auf der Insel zu Zeiten der
Taxierung von Griffith. Beide, sowohl Paddy Hanly als auch Nancy (Babs)
Conroy, haben die Insel in den 1980er Jahren verlassen, um dann auf den
Festland in Lecarrow, in der Grafschaft Roscommon gelegen, zu wohnen.
Die Familie der O’Hara ist schon viele Jahre früher auf der Insel
ausgestorben.
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Hayward ist über
den Bedarf eines Pubs auf solch einer kleinen Insel erstaunt gewesen,
aber die Inselbewohner sind wohl aufgrund der Launen des Sees und der
rauen Winter des 19. Jahrhunderts kein Risiko eingegangen. Dieser Pub
beziehungsweise „Shebeen“ („illegaler“ Ausschank) hat schon seit
Menschengedenken nicht mehr existiert, aber Mrs. Hanly hat ihre
Informationen über ihn und über die vielen anderen Überlieferungen
offensichtlich von einer früheren Generation der Inselbewohner erhalten.
Die drei schmalen Einschnitte am Ufer von King’s Island erinnern an eine
Zeit, als jede der Familien auf der Insel seinen eigenen Landungsplatz
gehabt hat. Ein großer flacher Stein ist als Sitz in die Mauer
eingearbeitet worden, dieser beschwört Bilder einer Matriarchin herauf,
die auf diesem Stein im Sonnenlicht gesessen und dabei Reparaturarbeiten
am Netz vorgenommen hat, während sie ein wachsames Auge auf die Kinder
der Insel geworfen hat.Verfrühte
Forellen
Paddy Hanly hat auf die ausgedörrten Überreste eines Fischteiches
hingewiesen. Diese Teiche sind sowohl von der Gemeinschaft als auch von
einzelnen Familien benutzt worden, um Forellen oder andere Fische, die
während der Saison gefangen worden sind, zu halten. Dieses hat den
Inselbewohnern ermöglicht, ein große Menge an Fisch am Saisonbeginn zum
Markt zu bringen.
Es gibt einige Berichte darüber, dass von einzelnen Personen der Versuch
unternommen worden ist, den Fisch außerhalb der Saison zu verkaufen.
Einer dieser Berichte ist am 24. Dezember 1859 in der Zeitung „The
Westmeath Herald“ erschienen und der Artikel hat sich mit der
Angelegenheit befasst, welche sich am 20. Dezember vor „ the Brawney
Petty Session“ (der Brawney Bagatellenversammlung) ereignet hat. Der
Magistrat, der den Vorsitz geführt hat, ist L. Dundas gewesen. Die
anderen anwesenden Magistrate sind Hon. C. Handcock, Mr. J. Ross R.M.
und W. Potts gewesen. Mary Hanly von den Black Islands ist auf
Veranlassung von John Dalton vorgeladen worden, weil sie neunzehn
Forellen am 24sten des letzten Monats, also außerhalb der Saison, in
ihren Besitz befunden haben. Margaret Jemmings, eine Fischkrämerin, in
deren Besitz die Forellen von der Wasserpolizei gefunden worden sind,
ist die Hauptzeugin der Anklage. Sie hat den Eindruck einer etwas
distanzierten Zeugin vermittelt, die offensichtlich eher Angst gehabt
hat, für ihren Anteil in dieser Straftat ebenfalls ins Gefängnis zu
gehen, als das redliche Begehren, das Recht aufrechtzuerhalten. Sie hat
ausgesagt, dass die Angeklagte die Forellen in einen Korb zu Mary
Duffy’s Haus gebracht hat, wo sie dann für 4/6d den Besitzer gewechselt
haben.
Mr. Potts merkt an:
„Die Wasserpolizei soll alle Parteien vor Gericht laden.“
Der Anwalt des Antragstellers stellt fest:
„Ich werde nicht die „vollständige Geldstrafe, die auferlegt werden
kann“ beantragen, stattdessen werde ich die Geldstrafe fordern, als
hätte Mary nur zwei Forellen außerhalb der Saison verkauft.“
Das Ergebnis ist, dass die Angeklagte für schuldig befunden worden ist.
Die Strafe ist entweder eine Geldstrafe von ₤1 mit 8/6d (8/6 alte
Pennies) Unkosten oder ein Monat Gefängnisstrafe. Die Angeklagte hat die
Alternative vorgezogen und sie hat gehofft, dass „Ihre „Erwürdigen“ ihr
erlauben werden, Weihnachten mit ihren Kindern zu verbringen.“
Es wird gesagt, dass man ihr dieses Privileg gewährt hat und so hat Mary
den Monat Januar im Gefängnis verbracht.
Im Februar 1898 sind Forellen im Wert von ₤200 von den Bevollmächtigen
der „Billingsgate Fish Dealers Association“ (Billingsgate Fisch-Händler-
Genossenschaft) beschlagnahmt worden, da sie außerhalb der Saison
gefangen worden sind. Bei der Untersuchung in Athlone haben eine Anzahl
von Fischern der Black Islands eidesstattliche Versicherungen abgegeben,
die besagt haben, dass der Fisch im vorhergehenden Jahr während der
Saison gefangen worden ist und dann in Fischteichen gehalten worden ist,
aus denen sie am Saisonbeginn, am 6. Februar um 06:00 Uhr, geholt worden
sind. Die Forellen sind vernichtet worden, aber es scheint, dass keine
weiteren Aktionen unternommen worden sind. Die Inselbewohner haben sich
weiter mit der Landwirtschaft und dem Fischen mühsam durchgeschlagen,
bis die Fischrechte des Shannons vom Electricity Supply Board (ESB)
erworben worden sind. Auf diese Weise ist dem lange bestehenden Beruf
der Lough Ree Fischer ein jähes Ende gesetzt worden.
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Andere
Kompositionen wie zum Beispiel „Reaper of Glenree“, „The Forging of the
Pikes” und „The Patriots’ Love” hatten einen aufwieglerischen Einfluss
auf die Einstellung der jungen Leute gegenüber denjenigen, die sich an
der Macht befanden.
Es war während der Zeit, als er als Handelsreisender in Castlerea
arbeitete, kurz nachdem er seinen Lehrerberuf aufgegeben hatte, dass
Casey Mary Briscoe, seine zukünftige Frau, traf.
Leo zog in den 1860ern Jahren nach Dublin, wo er als Schreiber arbeitete
und der Fenian Bewegung beitrat. Er war auch ein ordentlicher
Mitarbeiter von „The Nation“, der Zeitung von „the Young Ireland
movement“ (der Bewegung Junges Irland). Sein Pseudonym legte er sich zu,
als er für diese Zeitung schrieb.
Gegründet wurde die Zeitung von Gavan Duffy, John Blake Dillon und
Thomas Davis und sie erschien das erste Mal im Oktober 1842, obwohl sie
6d (sechs alte Pennies, ungefähr vier Cent in der heutigen Währung)
kostete und sie wurde bis 1897 weiter veröffentlicht, als sie von „Weekly
Nation“ übernommen wurde.
Als bekannter Redner sprach er auf politischen Kundgebungen in London,
Birmingham und Liverpool und er schrieb für eine Anzahl von
Publikationen in Amerika.
Casey saß für seine Teilnahme am erfolglosen Aufstand von 1867 im „Mountjoy
Jail“ (Mountjoy Gefängnis) in Haft, und obwohl er nach acht Monaten
entlassen worden war, hatte die Behandlung, die er dort erhalten hatte,
seine Gesundheit zu Grunde gerichtet.
Er wurde acht Monate lang ohne Prüfung festgehalten und während dieser
Zeit wurde er brutal behandelt und unterernährt entlassen. Er starb zwei
Jahre später. Nachdem der Gefängnisarzt Dr. Robert McDonnell die Ausmaße
von Caseys Verletzungen veröffentlicht hatte, fand eine öffentliche
Untersuchung statt, um die Ursachen seines Todes zu klären.
Der Arzt schrieb nachfolgendes:
„unter den fürchterlichen Opfern, die aufgrund von einer zu Grunde
gerichteten Gesundheit oder aufgrund von durch das Gefängnis verursachte
Schwäche oder Krankheit entlassen worden waren, befand sich auch J.K.
Casey, ein vielversprechender junger Dichter.“
Im November 1867 wurde Leo Casey unter der Bedingung, Irland für immer
zu verlassen, aus dem Gefängnis entlassen. Anstatt sich auf neuen Weiden
niederzulassen, entschied er sich als Quaker unter dem Namen Harrison
unter der Nase der Behörden in Dublin in der „Cork Street“ zu leben.
Die verbleibenden zwei Jahre seines kurzen Lebens verbrachte er damit,
Lieder und Gedichte für eine Vielzahl von Publikationen zu schreiben und
er bereiste die Längen und Breiten des Landes, um bei Versammlungen zu
sprechen, ehe die Belastungen ihren Tribut einforderten.
Schätzungsweise 50.000 Menschen nahmen an seinem Trauerzug teil,
darunter waren viele, die zu Fuß aus Roscommon, Longford und Laois
gekommen waren, um ihm ihre letzte Ehre zu erweisen, während einige
Darstellungen behaupten, dass 100.000 Menschen die Straßen von Dublin
säumten.
In einem Vorwort in seinem bekanntesten Werk, schrieb Leo:
„Every man is bound to love his country, and to try and serve her in her
day of trial”
Abgesehen von seinen politischen Aufsätzen schrieb Casey auch über die
Persönlichkeiten rund um Ballymahon und er verfasste auch eine Anzahl
von romantischen Gedichten. Es wird geschätzt, dass er ungefähr 86
Lieder während seines kurzen Lebens niederschrieb.
In dem Vorwort einer Sammlung seiner Werke, welche in den 1930er Jahren
herausgegeben wurden, bemerkt der Herausgeber Flann Fitzgerald:
„Seine Sprache ist einfach, er macht einen auf eine einfache Art und
Weise die Welt der Bauernhöfe und Messen und der volkstümlichen
Unterhaltung gegenwärtig, wobei der Dichter nie sein Publikum aus den
Augen verliert und er legte nie das anerzogene Auftreten eines
erfolgreichen Schulleiters ab.“
In den 1890er Jahren wurde ein keltisches Kreuz von dem „National
Monuments Commitee“ auf Leo Casey’s Grab errichtet und im August 2002
wurde ein Denkmal zu Leo Casey’s Ehren auf der Shrule Bridge in
Ballymahon enthüllt und eine Sammlung seiner Schriften wurde das erste
Mal innerhalb eines Jahrhunderts veröffentlicht.
Der Rundfunksprecher Ciaran MacMathuna, der Moderator des Sonntagmorgen
Programms „Mo Cheol Thu“ auf RTE Radio 1 huldigte ihn. Eine Bronzetafel
wurde am Schulhaus des Ortes Kenagh enthüllt. Der GAA in Ballymahon hat
sie seinem Andenken gewidmet.
Zitat aus:
http://www.hoganstand.com/general/identity/extras/gaels/stories/leocasey.htm
; Taken from Maroon & White 2004; frei aus dem Englischen
übersetzt von Inga
Zur Info: Die Fenian Bewegung
Die Fenians waren Mitglieder der sogenannten Fenian Bewegung in Irland
und an anderen Orten, jedoch hauptsächlich in Amerika und England. Die
Fenians hatten für Irland nur den einen einfachen Wunsch – die
Unabhängigkeit von der Britischen Herrschaft. Die Große Hungersnot hatte
massive Auswirkungen auf Irland. Einige Menschen in Irland glaubten,
dass die Regierung in London – um das „Irische Problem“ zu lösen –
absichtlich so wenig wie möglich getan hatte, um den Menschen von Irland
zu helfen – eine Form des Völkermordes – und diese Menschen kamen zu dem
Schluss, dass die einzige Hoffnung für Irlands Zukunft eine vollständige
Abspaltung von Großbritannien wäre. Wenn London nicht bereit war, dieses
zu gewähren, dann würden die Fenians dafür kämpfen.
Die Wut gegen die Britische Regierung quoll im Jahre 1848 über. In
diesem Jahr startete eine Gruppe von Revolutionären, bekannt als „Young
Ireland“ (Junges Irland), einen schlecht geplanten Aufstand gegen die
Regierung. Das war ein Fehler.
Zwei der Mitglieder der „Young Irland“ waren James Stephens und John
O'Mahony. In den Augen der Behörden hatten beide ein sehr schweres
Verbrechen verübt. Um der Strafe zu entkommen, flohen beide nach Paris.
Obwohl die beiden Männer Großbritannien noch recht nahe waren, waren sie
in Paris jedoch relativ sicher.
Im Jahre 1853 ging John O'Mahony nach Amerika. Hier versuchte er
Unterstützung für weitere Aufstände von denjenigen, die Irland während
der Großen Hungersnot verlassen hatten, zu bekommen.
James Stephens kehrte 1856 nach Irland zurück. Im März 1858 gründete er
in Dublin eine geheime Gesellschaft, die unter dem Namen „Irish
Republican Brotherhood“ (Irisch Republikanische Bruderschaft) bekannt
wurde. Ihr Ziel war die Unabhängigkeit Irland.
In Amerika wurde O'Mahony der Anführer einer neuen Organisation mit dem
Namen „Fenian Brotherhood“ (Fenian Brüderschaft).
Sie erhielt ihren Namen von der Fianna, eine Gruppe von irischen
Kriegern des zweiten und dritten Jahrhunderts. Der Name „Fenians“ wurde
ein Oberbegriff für alle Gruppen, die die Unabhängigkeit Irlands
wollten. Bei der Art und Weise von dem, was sie wollten, mussten jene
Bestandteile innerhalb der Fenian Bewegung, die bereit waren, Gewalt
einzusetzen, um ihre Sache voranzutreiben, geheim bleiben.
Die Fenian Bewegung lockte schnell Tausende von jungen Anhängern sowohl
in Irland selbst als auch in Amerika an. Als einer der 1848 „Young
Irland“ Rebellen, Terence Bellew McManus, im Jahre 1861 in Amerika
starb, wurde seine Beerdigung in Irland von Tausenden von Menschen
begleitet.
Indessen, während die Fenian Bewegung wuchs, wurden auch die
Schwierigkeiten, ihre Organisation aufrecht zu halten, immer mehr. Diese
Organisation hatte sich aufgrund der geographischen Trennung von Irland
und Amerika und Kommunikationsproblemen als schwierig erwiesen.
Allerdings waren auch die beiden Gründer - O'Mahony und Stephens
–verschiedener Meinung darüber, wie sich die Bewegung entwickeln sollte.
Im Jahre 1863 gründete Stephens eine Zeitung namens „Irish People". Er
wollte so viele Menschen wie möglich wissen lassen, wofür die Fenians
eintraten. O'Mahony befürwortete diesen Schritt nicht, da er glaubte,
dass ein solches Papier noch mehr Aufmerksamkeit der britischen
Regierung mit Sitz in Dublin auf die Bewegung ziehen würde. Er zog vor,
dass sich die Bewegung im Geheimen weiterentwickeln sollte.
Ein weiteres Problem, welchem die Fenian gegenüberstand, war, dass sie
von der römisch katholischen Kirche in der Regel nicht unterstützt
wurden. Die Macht der lokalen Priester war groß und ihr Einfluss
innerhalb der lokalen Gemeinschaften, und vor allem bei den älteren
Mitgliedern dieser Gemeinschaften, bedeutete, dass sie den Einfluss, den
die Fenians wie auch immer zu bilden versuchten, untergraben könnten.
Die Fenians standen auch immer vor der Möglichkeit, dass britische
Spione in ihre Bewegung eingeschleust wurden. Ein Aufstand in Irland war
für 1866 geplant, aber er fand nie statt, weil die Regierung von ihm
Kenntnis bekommen hatte. Im September 1866 wurde "Irish People" von der
Regierung still gelegt und Stephens wurde verhaftet und zu einer
Freiheitsstrafe verurteilt. Er entkam aus dem Gefängnis und ging nach
Amerika. Jeder, der in Verdacht stand, bei den Fenians beteiligt gewesen
zu sein, wurde festgenommen. Geld, das für die Fenians von Amerika
geschickt wurde, wurde beschlagnahmt. Die Regierung vertrat außerdem die
Auffassung, dass einige Einheiten der britischen Armee, die in Irland
stationiert waren, mit den Fenians sympathisierten. Diese Einheiten
wurden aus Irland abgezogen.
Kelly und andere Fenians versuchten Chester Castle anzugreifen, um
Waffen und Munition in ihren Besitz zu bekommen. Dieser Angriff war kein
Erfolg und Kelly wurde zusammen mit anderen Fenian festgenommen. Im
September 1867, als man versuchte, Kelly nach Manchester zu bringen,
wurde er von den Fenians befreit. Während der Befreiungsaktion wurde ein
Polizist getötet. Drei der Fenians wurden gefangen genommen und nach
einem Gerichtsverfahren wegen Mordes gehängt. Bei den Fenians wurden sie
unter den Namen „Manchester Martyrs“ (Manchester Märtyrer) bekannt.
Viele in Irland empfanden das Gerichtsurteil als viel zu hart für die,
ihrer Meinung nach, unbeabsichtigten Tötungen.
Im Dezember 1867 wurden mehrere Londoner getötet, als eine Bombe von den
Fenians bei dem Clerkenwell Prison explodierte. Dies führte zu einer
Welle von anti-irischen Empfindungen in London und an anderen Orten.
Die Aktivitäten der Fenians waren zum Teil verantwortlich für William
Gladstones Anspornung in seiner Mission - "to pacify Ireland" (Irland zu
beschwichtigen). Dies führte zu dem Aufstieg der „Home Rule“ (autonome
Selbstverwaltung) und zu Fragen um die „Home Rule“ herum. Die Fenian
Bewegung wurde scheinbar für eine Anzahl von Jahrzehnten untätig –
obwohl sie als Bewegung weiterhin existierte. Die „Irish Republican
Brotherhood“ war der berühmteste der beiden Teile, aus dem der Fenian
Bewegung entstanden war. Wie auch immer, die Politik übernahm nun ihre
Rolle in der irischen Geschichte. Die Morde an Lord Cavendish und T
Burke im Phoenix Park, Dublin, im Jahr 1882 zeigten der Regierung in
London, dass es Elemente in Irland gab, die außerhalb der politischen
Bühne auch arbeiteten, während über die „Home Rule“ diskutiert wurde.
Diese Morde wurden von einer Gruppe, die sich "The Invincibles" (die
Unbesiegbaren) nannten, ausgeführt.
Zitat aus:
http://www.historylearningsite.co.uk/fenian_movement.htm
A Boating on Lough Ree
Here I am now sad and lonely all in the distant west.
The happy scenes of bygone days at night disturb my rest.
For in this faithful heart of mine forgotten it never can be,
Those days I spent with my Mary Bán a-boating on Lough Ree.
Oh she was young and so beautiful, she was gentle as a fawn.
Her eyes they shone like diamonds bright or the stars at early dawn.
Her smiles she had for everyone but her kisses were all for me,
And entranced I gazed on my Mary Bán a-boating on Lough Ree.
And she pledged herself to be my bride, how happy then was I.
How dulcet were the joys of love how quickly they flew by.
But Heaven's own light shone in her eyes she was too good for me
And an angel claimed her for his own and he took her from Lough Ree.
I have crossed through many's the thorny path my hair's a silvery hue.
Yet her thrilling voice speaks to my heart in tones I can't subdue.
Her comely form still haunts my mind her pleasing face I see,
It's the blushing face of Mary Bán a-boating on Lough Ree.
And it leaves me sad and so lonely now in this far distant west.
The happy scenes of bygone days at night disturb my rest;
For in this faithful heart of mine forgotten it never can be
The days I spent with my Mary Bán a- boating on Lough.
Eine Bootsfahrt auf dem Lough Ree
Hier bin ich nun traurig und einsam in dem fernen Westen.
Die glücklichen Szenen vergangener Tage stören in der Nacht meine Ruhe.
Denn in meinem treuen Herzen können sie nie vergessen werden,
Diese Tage, die ich verbrachte mit meiner Mary Bán auf einer Bootsfahrt
auf dem Lough Ree.
Oh, sie war jung und so schön, sie war sanft wie ein Rehkitz.
Ihre Augen, sie schienen wie glänzende Diamanten oder wie Sterne in der
frühen Dämmerung.
Ihr Lächeln galt allen, aber ihre Küsse waren alle nur für mich,
Und bezaubert blickte ich auf meine Mary Bán auf einer Bootsfahrt auf
dem Lough Ree.
Und sie versprach meine Braut zu werden, wie glücklich war ich da.
Wie flüchtig waren die Freuden der Liebe, wie schnell waren sie
verflogen.
Aber das Licht des Himmels schien in ihren Augen, sie war zu gut für
mich
Und ein Engel beanspruchte sie für sich selbst und er nahm sie vom Lough
Ree.
Ich habe viele dornige Pfade durchschritten, mein Haar hat einen
silbrigen Farbton.
Doch ihre ergreifende Stimme spricht in nicht zu dämpfenden Tönen zu
meinem Herzen.
Ihre anmutige Gestalt verfolgt meine Seele noch immer, ihr ansprechendes
Gesicht sehe ich,
es ist das errötende Gesicht von Mary Bán auf einer Bootsfahrt auf dem
Lough Ree.
Und es lässt mich traurig und so einsam nun in diesem weit entfernten
Westen.
Die glücklichen Szenen vergangener Tage stören in der Nacht meine Ruhe;
Denn in meinem treuen Herzen können sie nie vergessen werden,
Die Tage, die ich verbrachte mit meiner Mary Bán auf einer Bootsfahrt
auf dem Lough Ree.
Große Bootsmänner und
Frauen
L.T.C. Rolt hat ausgeführt, dass die Hanlys und die O’Haras „seit
Generationen vom Netzfang der Forellen und dem Leinenfang der Aale
gelebt haben. Bei verschiedenen Gelegenheiten während wir an unserem
Liegeplatz in Athlone gelegen haben, konnten wir sie beobachten, wie sie
rudernd den Fluss hinunter gekommen sind, um ihre Aalbehälter
anzulanden, damit diese dann von der Eisenbahn weiter transportiert
werden konnten. Wie man es auch erwarten würde, sie sind perfekte
Fährmänner gewesen, sowohl die Männer als auch die Frauen sind fast
unanfechtbar bei den Bootsvergnügungsveranstaltungen bei der Athlone
Regatta gewesen.“
Das althergebrachte Schiff dieser Inselbewohner ist das „open lake boat
with spirit sails“ (offene Seeboot mit einzuholenden Segeln) gewesen.
Während die Inselbewohner zu der Gemeinde Cashel gehört haben, haben sie
doch auch eine starke Neigung zur Stadt Athlone gehabt. Sie haben
regelmäßig ihren Fang nach Athlone gebracht, so wie es ja auch schon
L.T.C. Rolt beschrieben hat. Sobald sie ihre Geschäfte erledigt haben,
haben sie sich üblicherweise Finnerty’s Bar oder dem
Lebensmittelgeschäft am „Market Square“ zugewendet, wo sie dann ihre
Vorräte aufgestockt haben beziehungsweise regelmäßig geblieben sind, um
„ihre Stimmbänder zu befeuchten“. Wann auch immer die Männer betrunken
gewesen sind, ist es die Aufgabe der Frauen gewesen, sie zurück zu den
Inseln zu rudern.
Die Black Islands heute
Die heutigen Black Islands werden immer noch von Paddy Hanly
bewirtschaftet. Die zwei Bauernhöfe der Hanlys sind bis heute bestehen
geblieben, während der von den O’Haras heute eine dachlose Ruine ist.
Heute hört man hier weder die Fröhlichkeit der Kinder noch die weise
Konversation der Erwachsenen.
Das Leben auf solch einer abgeschiedenen Insel hält mehr Nachteile als
Vorteile für die heutige Generation bereit und Schritt für Schritt nimmt
die Natur die Inseln wieder in ihren Besitz. Wie auch immer, die
Geschichte der Black Islands ist eine wichtige Geschichte über die
Menschen, die sich durchgeschlagen haben, um Leben zu können, über
Menschen, die enteignet worden sind und ein Stück unberührtes Land
gefunden haben, um ein neues Leben zu beginnen. Es ist eine Geschichte
über Mut und Tragik und über das Beste des Zusammenlebens. Ohne Zweifel
wird ein großer Teil dieser Geschichte unerzählt bleiben, aber selbst
mit dem Wenigen, das wir wissen, können wir auf diese Inselbewohner
schauen und sagen, dass wir ihresgleichen vergebens suchen würden.
Volkszählung von 1901 |