30.4. – 10.5.08 Mit der Noble Chancellor auf Erne-Tour!
von Martina Friebel

Heute geht es endlich wieder los! Diesmal mit einem Schiff von Manorhouse-Marine auf den Lough Erne.

Karin und Uwe, unsere Freunde, sind pünktlich um 13 Uhr bei uns. Matthias ist erst eine Stunde vorher von einem letzten Kundentermin zurückgekommen. Leider hat er Arbeit mitgebracht, die keinen Aufschub duldet und im Urlaub erledigt werden muss L .
Karl-Heinz, unser lieber Nachbar, steht mit seinem Auto vor der Tür und mit viel Mühe gelingt es uns, das Gepäck von 4 Erwachsenen, die auf Hausboot-Urlaub gehen, in den Astra zu quetschen. Anhalten dürfte uns jetzt niemand!!!
Uwe und ich müssen unser Handgepäck auf den Schoß nehmen. Es ist nur gut, dass es heller Tag ist, bei Dunkelheit würden die Scheinwerfer des Opels den Himmel erleuchten.

Im Flughafen fallen uns sofort die langen Schlangen am Quick-Check-In Schalter auf. Oh je! Ein netter LH-Mitarbeiter schickt uns in Halle B. Am dortigen Schalter herrscht gähnende Leere und wir kommen sofort dran. Binnen 5 Minuten sind wir unser Gepäck los. Matthias zahlt noch € 20,00 für das Angelgepäck und schon sind wir auf dem kurzen Weg zum Gate B 62.

Selbst die Sicherheitskontrolle geht heute ruckzuck. Nur ich muss meine Tasche öffnen, um zu klären, was ich für ein merkwürdiges Granulat mitführe. Zum Glück ist es werkseitig beschriftet: Luftentfeuchter-Granulat!
Danach sitzen wir am Gate, trinken einen Kaffee und haben endlich die Muße, uns zu unterhalten.

Die Zeit vergeht schnell und schon werden wir mit Bussen zum Flugzeug gekarrt. Es gibt keinerlei Verzögerung und wir heben pünktlich um 16 Uhr in Frankfurt ab.
Es ist total bewölkt, deshalb sieht man leider fast gar nichts. Nur über dem Ärmelkanal reißt die Wolkendecke für einen kurzen Moment auf und gibt den Blick frei auf eine der am stärksten befahrenen Wasserstraßen Europas.

Meine Mitreisenden schlafen sofort ein, nachdem sie den schnell servierten Snack gegessen haben und ich kann die ersten Zeilen schreiben.

15 Minuten zu früh landen wir um 16.55 Uhr Ortszeit auf irischem Boden. Es ist bedeckt, 10° C und es weht ein kräftiger Wind aus NW.

Unser Fahrer ist überglücklich, dass wir so früh am Meeting-Point ankommen. Er ist nicht nur sehr nett, sondern der vorsichtigste Fahrer, den wir jemals hatten.
Nach 3 Stunden Fahrt im dicken Verkehr erreichen wir Manorhouse.

Hier erleben wir eine große Überraschung: Neben der Noble Duke unserer Freunde liegt nicht etwa unsere Chancellor sondern die Noble Chief II !
Ich bin ganz leicht gefrustet, denn eigentlich wollte ich diesmal unbedingt die Chancellor ausprobieren. Vor allem auf die Gasheizung hatte ich mich gefreut. Als ich jedoch das glückliche Strahlen auf Matthias’ Gesicht sehe, beschließe ich nichts zu sagen. Die Chief ist sein Lieblingsschiff!

 

 

Die von uns bestellten Lebensmittel stehen mitten im Salon auf dem Boden, die von Uwe und Karin dagegen fehlen. Macht nichts, wir haben genug bestellt, deshalb laden wir die Beiden gleich zum Abendessen und anschließendem kleinen Umtrunk mit Guinness und Smithwicks ein.

Um 23.30 Uhr heben wir die fröhliche Runde auf und gehen ins Bett. Gut, dass ich wieder meine Fleecedecken mitgenommen habe, denn es ist ziemlich kalt draußen und die MHM-Decken sind doch recht dünn!

Wetter heute: Sonnig aber kalt, nachts sternklarer Himmel

 

Tag 2