Irlandurlaub vom
26.9. – 3.10.2007
von
Martina
Friebel13 Uhr. Inga und
Holger kommen pünktlich bei uns an. Ich fahre für eine Woche mit ihnen
auf dem Hausboot mit, denn Matthias, mein Mann, ist geschäftlich
unterwegs und ich habe Urlaub. Mein Vater, Holger und ich verstauen das
Gepäck in meinem Auto. Meinen Koffer, der schon im Auto war, muss ich
noch mal mit ins Wohnzimmer nehmen, weil Ingas Schlummerrolle noch darin
Platz finden soll. Sie passt, unglaublich, aber wahr!
Noch ein schnelles Telefonat mit Bine, bei der das Chaos ausgebrochen
ist, dann geht es um 13.30 Uhr los.
Papa würgt erst mal den Sharan ab, weil er nicht an ein Auto dieses
Gewichts gewöhnt ist, dann kommt er aber ganz gut damit zurecht.
Wir finden gleich einen passenden Stellplatz vor dem Abflug-Terminal 1
des Frankfurter Flughafens, wo wir alles in Ruhe ausladen können.
Schnelle Verabschiedung, dann bringt er mein Auto wieder nach Hause. Von
dort fahren Mama und Papa dann nach Hause. Inga und Holgers Auto bleibt
vor unserer Haustüre stehen, bis sie in zwei Wochen wiederkommen. Dann
hole ich sie vom Flughafen ab, denn ich kann ja nur eine Woche
mitfahren.
Die Etix-Automaten im Flughafen sind schon praktisch. Ich stecke meine
EC-Karte hinein und schon kommt der Boarding-Pass vorne raus, weil wir
gestern die Plätze per Internet reserviert haben.
Der Quick-Check-in ist dann aber doch nicht so quick, denn es gibt eine
lange Schlange und nur drei offene Schalter! Immerhin sind wir nach 15
Minuten durch.
Am C-Gate angekommen, müssen wir feststellen, dass der Eingang noch
nicht offen ist und wir noch 20 Minuten warten sollen, was vor allem
Inga sehr ärgert. Ich gehe mir erst mal eine Zeitschrift kaufen. Dann
versuchen wir mal über „B“ zu unserem Gate zu kommen, von dort aus
müssten wir aber durch zwei zusätzliche Sicherheits-Checks, also
verzichten wir und gehen wieder zu C8. Noch 10 Minuten, dann machen sie
sowieso auf.
Nachdem ich dem Beamten am Bildschirm erklärt habe, was er dort auf dem
Monitor sieht, lässt er meinen Rucksack noch mal durchlaufen und jetzt
macht das Bild wohl Sinn, denn er lässt mich ohne weitere Kontrolle
durchgehen.
Bei Inga und Holger dauert es länger. Federwaage und Fernglas werden
strengen Sprengstoff-Tests unterzogen!!! Selbst Holgers Füße werden
nach (Stink)Bomben untersucht, allerdings werde sie nicht fündig. Seine
Socken sind geruchlos!
Leider dauert all das ziemlich lange, und obwohl wir zwei Stunden vor
Abflug im Flughafen waren, haben wir jetzt praktisch keine Zeit mehr für
Einkäufe, da das Boarding schon bald beginnt. Inga ist echt sauer. Zumal
in unserem Gate lediglich ein popeliger kleiner Laden ist, der ihr
Parfum nur in einer Mini-Größe zu einem unverschämten Preis führt.
Zumindest können wir Baileys kaufen, die gemütlichen Abende auf dem
Schiff sind gerettet!
Um 15.25 Uhr beginnt das Boarding und wir heben ziemlich pünktlich um
16.05 Uhr ab.
Da wir mit LH fliegen, bekommen wir sogar Kaffee, Wasser und ein lecker
belegtes Brötchen samt Müsliriegel serviert.
Landung um 16.40 Uhr Ortszeit in Dublin. Auf die Koffer müssen wir nicht
lange warten, dafür finden wir den Fahrer nicht. Nach mehrmaligen
Rundgängen ruft Holger mal bei Waveline an, diese dann wiederum beim
Fahrer und wir erfahren, dass er im Stau steckengeblieben ist, aber in
15 Minuten bei uns sein wird. Also besorgen wir uns noch belegte, warme
Bagel und Wasser.
Diese essen wir während der Fahrt und ich schwöre, noch nie habe ich so
wohlschmeckende Bagel gegessen. Wir sind alle drei ganz begeistert,
allerdings waren die Dinger auch nicht eben preiswert.
Sean Robbins, unser Fahrer, fährt wie der Teufel! Achterbahn ist nichts
dagegen. Allerdings fährt er sehr sicher und vorausschauend, sodass wir
uns keine Sekunde ängstigen, sondern uns im Gegenteil sehr amüsieren.
Nur Inga’s Rücken reagiert schmerzhaft auf die vielen Schlaglöcher und
Bodenwellen.
Um 20 Uhr kommen wir bei Waveline an und werden von Birgit herzlich
empfangen. Das Gepäck ist schnell an Bord unserer „Blue Bell“, die
Einkäufe sind auch schon dort. Die Betten sind überzogen, wir räumen
alles in die Schränke, trinken noch ein Guinness bzw. Baileys und fallen
dann müde in unsere Betten, nicht bevor wir unseren Lieben zuhause
unsere glückliche Ankunft gemeldet haben.
Brrr, es ist ganz schön kalt, um die 0°C draußen. Ich bin froh, meine
kuschelige Fleecedecke und zwei Bettdecken zu haben. Um 23 Uhr deutscher
Zeit sieht uns der Vollmond alle in tiefem Schlaf liegen.
Wetter heute: In Deutschland ziemlich trübe, in
Irland dann sonnig mit einem wunderschönen Sonnenuntergang, kalt!

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