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Samstag, 29.9.2007
Nachts beginnt es zu regnen. Ich wache um 7.30 Uhr auf und aktualisiere
mein Logbuch.
Um 7.50 Uhr macht Holger die Heizung an. Es regnet noch immer und
draußen hört man Baggerlärm. Vielleicht hat das damit zu tun, dass
gegenüber auf mehreren 100 m der Wald platt gemacht wird. Es sieht
deprimierend aus. Wie nach einem schweren Sturm!
Um 8.15 Uhr frühstücken wir ausgiebig: Eier, Toast, zwei verschieden
Sorten Marmelade, roher und gekochter Schinken, Käse und dazu
Cappuccino.
Wredes schlafen noch.
Das anschließende Angeln beende ich nach kurzer Zeit erfolglos, aber
jetzt im Sonnenschein! Um 10.27 Uhr legen wir ab und fahren Richtung
Lough Key und Boyle. Wenn wir es schaffen, wollen wir noch in Boyle zum
Markt.
Wir machen Sabine per SMS die Nase lang, mit dem schönen Wetter hier.
In Deutschland regne es, ist Ihre Antwort, es sei richtig deprimierend.
Darauf ich: „Wir liegen im Bikini auf der Fly, Holger bekommt schon
Stielaugen“ (was natürlich maßlos übertrieben ist!) Darauf Sekunden
später ihre Antwort: „Ich bewundere Holger, dass er das Elend ertragen
kann!“
Wir lachen uns schlapp. Mensch, ist die Frau schlagfertig!
Heute ist viel Verkehr auf den Wasserwegen. Schiffe kommen uns entgegen,
oder werden von uns überholt, einmal sogar beides zur gleichen Zeit.
Um 11.40 Uhr passieren wir Cootehall, es ist 20°C draußen. Holger macht
Cappuccino, Inga liegt wieder schreibend auf dem Sofa. Uns geht’s sooo
gut!
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Kurz vor der Einfahrt in der Lough Key kommt ein ziemlich großes Schiff
entgegen. Das größte, das wir bisher gesehen haben. Dieses Schiff ist
mindestens zweieinhalb Stockwerke hoch. Durch den SEW kann das mit
Sicherheit nicht fahren!

Tara Marina wird auch immer größer, aber es scheint so, als hätten sie
jetzt auch Liegeplätze für Kurzparker, vielleicht wegen des Restaurants.
Um 12 Uhr erreichen wir Clarendon-Lock. Der Lockkeeper ist gerade dabei,
das Schleusentor zu schließen, öffnet aber wieder, als er uns kommen
sieht.

Zusammen mit uns liegt ein großes Privatboot in der Schleuse, in die
Holger bravourös eingeparkt hat. Nach der Schleuse übernehme ich wieder
das Steuer und fahre uns bis Boyle Harbour, wo Holger die „Blue Bell“ um
13.05 Uhr anlegt.
Wir gehen nach Boyle einkaufen und betreten auf der Suche nach Lauch und
Cappuccino beinahe jeden Laden. Nach der Hälfte der Shoppingtour
verabschiedet sich Holger von uns und geht zum Boot zurück. Ihm ist
schon den ganzen Tag ein wenig übel und jetzt wird es schlimmer!
Inga und ich fragen uns zum Supervalue durch. Dort finden wir nicht nur
sehr schönen Lauch für unsere Suppe, sondern auch noch Cappuccino. Das
Beste ist, der Kaffee ist heute im Angebot, er kostet nur € 1,99 statt
sonst € 2,59. Wir kaufen 5 Pakete. Dazu noch 6 Päckchen Flapjack.
Jedenfalls haben wir ganz schön zu schleppen, denn außerdem haben wir
vorher schon ein großes Suppenhuhn gekauft, Grillfleisch, Wasser,
Gurken, milden Senf für Holger, Möhren und Sellerie.
Um 17.10 Uhr verlassen wir Boyle. Holger legt ab und ich fahre uns im
beginnenden Regen von der Flybridge aus zum Anleger Rockingham Forrest
Park im Lough Key, wo wir um 17.45 Uhr ankommen.
Holger geht es ein bisschen besser, sodass er sich in der Lage sieht,
Inga und mir bei der Essenszubereitung zu helfen.
Während er das von uns Frauen geputzte und geschnittene Gemüse kocht,
zerlegen wir das gegarte Suppenhuhn in mundgerechte Stücke. Die Reste
knabbern wir beide dann noch von den Knochen.
18.40 Uhr beginnen wir mit dem Abendessen. Es schmeckt so gut, dass wir
uns gegenseitig über den grünen Klee loben und viel zuviel essen,
trotzdem bleibt noch eine Menge übrig.
Anschließend spült Inga und ich trockne ab. Danach gehe ich noch angeln,
allerdings wieder völlig erfolglos, was mich aber nicht weiter stört. Es
ist einfach schön, hier draußen zu stehen, den Vögeln zuzuhören, die
saubere Luft zu atmen und sich zu freuen, hier zu sein.
Kurz vor Anbruch der Dunkelheit kommt noch eine große Waterford
herangerauscht. Es ist eine ganze Gruppe von jungen Deutschen aus
Nürnberg, die ihr Schiff heute erst übernommen haben. Sie legen gut an,
aber dann wissen sie nicht, wie sie das Schiff festmachen sollen.
Natürlich helfe ich ihnen. Sie machen einen sehr netten Eindruck und wir
schwätzen ein bisschen.
Da es jetzt dunkel ist, gehe ich auch an Bord. Holger liegt in eine
Decke eingepackt auf der Couch im Salon und Inga lesend im Bett.
Beide haben keine Lust, Karten mit mir zu spielen. Also setze ich mich
auch in den Salon und schreibe erst mal SMS’ an Matthias, meine Kids und
an Sabine, die als Einzige sofort antwortet.
Noch bevor ich mein Guinness zu Ende getrunken habe, geht meine
Bootsfamilie schlafen, um 21 Uhr! Um 22 Uhr fallen auch mir die Augen zu
und ich krabbele in mein kuscheliges Bett.
Wetter heute: Nachts Regen, gegen Morgen nachlassend und später
wunderschönes Wetter, warm. Später am Abend eintrübend
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