20.04.2006
Der Lower Lough Erne von seiner besten Seite
| Heute Morgen wollten wir eigentlich schon um 07:00 Uhr starten, damit wir vor Kesh, wo wir uns mit dem Forumsmitglied Erwin (softi) und seiner Familie um 12:00 Uhr treffen wollen, noch dem Castle Caldwell einen Besuch abstatten konnten. Aber meist kommt es anders als gedacht. Das Bett war heute morgen soooo schön warm und gemütlich, dass wir einfach nicht aus den Kojen kamen und nachdem Holger mir dann auch noch wie jeden Morgen das Frühstück ans Bett gebracht hatte, war der Vorsatz mit den 7:00 Uhr schnell verworfen. Aber da wir ja schon so früh wach waren, konnten wir einen schönen Sonnenaufgang über der Cammagh Bay beobachten. | ||
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| Nach dem Frühstück machten wir uns dann beide in aller Ruhe fertig. Kurz nach
09:00 Uhr legten wir ab. Da wir nun Castle Caldwell auf keinen Fall vor Kesh
mehr schaffen würden, hielten wir uns gleich Richtung Kesh. Da wir aber nur
circa eineinhalb Stunden von der Cammagh Bay bis nach Kesh brauchen würden,
ließen wir uns richtig viel Zeit.
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| Wir passierten Inishmacsaint und nach einer kurzen Weiterfahrt auch die
Schlecht-Wetter-Grenze, die wir heute endlich mal ohne Probleme und hohen
Wellengang passieren konnten. Endlich konnten wir mal den „Ententeich“ Lower
Lough Erne genießen. Dieser Ententeich war uns auf unseren drei Touren im Erne
Gebiet bisher nur für einen Tag vergönnt gewesen und zwar vor zwei Jahren auf
dem Weg nach Belleek. Der Rückweg damals führte dann zu meinem See-Koller. Den
Sturm habe ich bis heute nicht vergessen und dadurch sind wir gerade beim Lower
Lough Erne sehr vorsichtig geworden, sprich, wir fahren zum Übernachten immer
hinter die Schlecht-Wetter-Grenze. So kann uns dann kein Sturm mehr auf dem
Lower Lough Erne überraschen. Aber heute hatten wir nun endlich mal kaum bis gar
keinen Wind und da wir auch mehr oder minder alleine auf dem großen See
unterwegs waren, war es noch umso schöner. Links von uns erhoben sich in der Ferne die Cliffs of Magho, die wir ja gestern bestiegen hatten und rechts konnten wir schon in der Ferne den weißen Marker mit einem Kreis an der Spitze von der Inishmakill Insel sehen.
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Castle Archdale Island (Castle Archdale Inseln) Dieses Schutzgebiet umfasst drei Inseln: Inishmakill, Cleenishmeen und Cleenishgarve. Die Inseln bieten ein Beispiel für einen relativ ungestörten, gemischten Laubwald auf einer Grundmoräne in dem Becken des Lower Lough Erne. Der Zugang auf die Inseln ist nur im Frühling und im Sommer möglich. Zitat aus: http://www.forestserviceni.gov.uk/environment/nature_reserves/fermanagh.htm ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga
Castle Archdale Islands (Castle Archdale Inseln) |
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Drumlin aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Drumlins (von irisch droim /drim´/ "Rücken", "Höhenrücken") sind längliche Hügel von tropfenförmigem Grundriss, deren Längsachse in der ehemaligen Eisbewegungsrichtung eines (eiszeitlichen) Gletschers liegt. Die stromlinienförmigen Körper wurden unter einem sich aktiv bewegenden Gletscher geformt. Sie sind damit Bestandteil der Grundmoränenlandschaft. |
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| Im Zehrgebiet eines Gletschers überwiegt die Ablagerung von Material, nicht die
Abtragung. Es wird das Lockersediment Geschiebemergel gebildet, welches durch
Eisdruck verformbar ist. Die Grenzfläche zwischen einem Gletscher und seinem
verformbaren Untergrund ist nach dem Helmholtzschen Gesetz wellenförmig. Unter
bestimmten, bis heute nicht restlos geklärten Bedingungen, entstehen regelmäßige
und stromlinienförmige Körper, eben die Drumlins. In anderen Fällen wurden
vorhandene Erhebungen wie ältere Grundmoränen durch den Gletscher "überfahren".
So erhielten sie ihre stromlinienförmige Gestalt. Drumlins sind höchstens einige zehner Meter hoch und einige hundert Meter lang. Sie bestehen meist aus Moränenmaterial (Geschiebemergel), können aber auch Elemente glazifluvialer Ablagerungen beinhalten. Dann geht man davon aus, dass glazifluviale Ablagerungen älterer Eisvorstöße durch jüngeres Eis überfahren und in Drumlins umgewandelt wurden. Der Bodenseeraum um Konstanz, die Eberfinger Drumlinfelder nahe dem oberbayerischen Weilheim und das Zürcher Oberland sind Beispiele für Drumlin-Landschaften. In Norddeutschland sind Drumlins hingegen ein eher seltenes Phänomen. Im Unterschied zu den Drumlins entstanden die weniger stromlinienförmigen und sehr langgestreckten Oser durch Schmelzwasser, welches unter dem Gletscher abfloss. Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Drumlin Das relativ unbeschädigte Waldgebiet auf diesen Inseln ist eine Mischung aus
vielen Arten, die auch Eichen, Eiben und Eschen beinhalten. Diese Bäume sind
hoch gewachsen und bilden den Baldachin des Waldes, während darunter Weiden und
Haselnussbäume ihre Zweige ausbreiten, um Licht abzubekommen. Der Spindelbaum
mit seinen grünen Stämmen wächst ebenfalls hier, er ist jedoch schwer zu finden.
Nur im Herbst, wenn sich seine Blätter dunkelrot verfärben und seine Früchte
hellrosa und rot sind, fällt er auf. Dann bilden auch die Espen mit ihrem
kreisförmigen, goldenen Laub Farbkleckse im Wald. |
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| Gartengrasmücke aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Gartengrasmücke Die Gartengrasmücke (Sylvia borin) ist ein Singvogel aus der Gattung der Grasmücken (Sylvia) und der Familie der Grasmückenartigen (Sylviidae). Beschreibung Lebensraum |
Gartengrasmücke (Sylvia borin) |
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Ordnung: Unterordnung: Familie: Gattung: Art: |
Sperlingsvögel
(Passeriformes) Singvögel (Passeri) Grasmückenartige (Sylviidae) Grasmücken (Sylvia) Gartengrasmücke |
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Wissenschaftlicher Name Sylvia borin (BODDAERT, 1783)
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| Ernährung
Die Gartengrasmücke ernährt sich von Spinnen, Weichtieren, Beeren, Insekten und deren Larven.Fortpflanzung Die Geschlechtsreife tritt nach einem Jahr ein. Das aus Gräsern, Wurzeln, Haaren und Halmen erbaute napffömige Nest ist meistens kurz über dem Boden gut im dichten Busch versteckt. Das Weibchen legt 4 bis 5 braun gefleckte, weiße Eier. Die Eier werden in der Hauptbrutzeit Mai bis Juli, 11 bis 12 Tage abwechselnd von beiden Partnern gewärmt. Die nackten Jungvögel bleiben 10 bis 12 Tage im Nest. Der Bestand in Europa wird auf ca. 12 Millionen Brutpaare geschätzt. Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Gartengrasm%C3%BCcke Der in der Mitte gelegene Teil von Inishmakill wurde einst für die
Landwirtschaft aufgebessert, aber die einzigen Hinweise auf diese Vergangenheit
sind alte Feldabzugsgräben und die Mauern eines Hauses, die heute fast von den
Bäumen geschluckt sind. Das Haus wurde in den 1930er Jahren aufgegeben. Anders
als der umgebene Wald, der ein Nadelwald ist, sind die Mehrzahl der Bäume im
Country Park Laubbäume. Der wichtigste Baum ist eine einheimische Eiche, die
eine große Anzahl von Insekten und Vögeln und anderen Tieren ernährt. |
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| Nachdem wir Inishmakill zu unserer Rechten passiert hatten, meinte Holger, dass das wohl die Insel wäre, auf der sich immer Schwule treffen würden, denn links von uns lag Gay Island, oder warum hieß die Insel so? Ich glaube, dass muss ich wohl noch mal nachlesen, aber diesen Grund kann es ja eigentlich nicht haben. Leider habe ich über diese Insel nichts herausgefunden, wobei ich aber dazu sagen muss, dass gay nicht nur mit schwul, sondern auch mit bunt, glänzend, heiter übersetzt werden kann. Gay Island ist auf jedenfalls eine sehr kleine, mit Bäumen und Sträuchern bewachsene Insel im Upper Lough Erne. |
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Gleich neben der Insel sahen wir Möwen auf einem etwas schadhaften roten Marker
sitzen, von dem eigentlich nur noch die Stange übrig geblieben war. Zu meinem
Glück blieben die beiden Möwen einmal sitzen, so dass ich sie tatsächlich mal
fotografieren konnte. Weiter ging es in Richtung Kesh. Jetzt näherten wir uns auf unserer rechten Seite Cleenishgarve Island, die genauso wie Inishmakill und Cleenishmeen zu den Castle Archdale Inseln gehört. Obwohl wir heute ein wunderschönen ruhigen Tag auf dem Lower Lough Erne erwischt hatten, ist dieser an manchen anderen Tagen doch vom Sturm aufgewühlt und so sind auch schon einige tragische Unglücke hier passiert. Die Beschreibung von zwei schweren Bootsunglücken habe ich zufälligerweise beim Googeln auf der Suche nach Cleenishgarve Island gefunden und werde sie an dieser Stelle einmal wiedergeben, da sie genau in diesem Bereich des Sees passiert waren. |
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| The Impartial Reporter vom 24. Mai 2001 Der Besitzer der Hausbootvermietung, von dem die zwei deutschen Touristen, welche letztes Wochenende bei einem tragischen Bootsunfall auf dem Lower Lough Erne gestorben waren, ihr Boot gemietet hatten, sprach über den Verlust der zwei Männer, die für ihn mehr als nur Kunden gewesen wären. Mr. Michael McCaldin von der Aghinver Boat Company, sagte, dass er die beiden Männer, Herrn G. und Herrn L., seit 1988 gekannt hätte, als sie das erste Mal nach Fermanagh gekommen wären und sie gute Freunde geworden wären. Die zwei Männer machten sich am Samstagabend um 18:30 Uhr von Aghinver aus in Richtung Castle Caldwell, direkt über den ausgedehnten See, auf den Weg. Nachdem sie mit McCaldin einen Drink auf dem Boot genossen hatten, telefonierten sie noch vor ihrer Abfahrt mit ihren Familien in Deutschland und dann machten sie sich auf den See auf den Weg. Das war das letzte, was man von ihnen gehört hatte. Am folgenden Morgen fand eine vorbeifahrende Gruppe von deutschen Fischern das Boot, das, weniger als eine Meile entfernt von Aghinver, auf das Ufer von Cleenishgarve Island aufgelaufen war. Sie benutzten ihre Handys, um die deutsche Notrufnummer anzurufen. Die Notrufzentrale versuchte dann die Polizei in Enniskillen zu alarmieren. Leider erwies sich die Sprachbarriere als unüberbrückbar und erst als ein zweites vorbeifahrendes Boot, diesmal mit einer Gruppe vom Castle Archdale das betroffene Hausboot sah, wurde die Polizei erneut kontaktiert, die über das Geschehen in volle Kenntnis gesetzt wurden. Die “RNLI” (Royal National Lifeboat Institution) wurde alarmiert und sie reagierte so schnell, dass sie schon 20 Minuten später als erster den Ort des Geschehens erreichten. Auch wenn sie von Amts wegen noch nicht funktionsbereit waren. Sie machten dann auch die grauenvolle Entdeckung von einem Körper, der immer noch mit einem Tau mit dem Heck des Schiffes neben dem nach oben gewandten Dingi verbunden war. Es war der Körper von dem 70jährigen Herrn L., aber es gab kein Hinweis auf seinen 68jährigen Freund Herrn G.. Sein Körper musste nun gefunden werden. Eine lückenlose Suche nach dem vermissten Mann mit Polizeitauchern und Mannschaften der Gebirgsrettung, die sich der RNLI anfügten und einheimischen Bootsbesitzern auf dem See und an den Ufern der umliegenden Inseln fand während des ganzen Sonntags und Montags und in den Rest der Woche hinein statt. Ein Armeehubschrauber fand in der Nähe den Rettungsring des Hausbootes, was darauf hinwies, dass er von Bord geworfen worden war, vielleicht während eines Rettungsversuches. Spekulationen darüber, was wirklich geschehen war, gingen weiter und obwohl, wie es Mr. McCaldin unterstrich, einzig nur zwei Menschen, die nicht mehr unter uns sind, es genau wissen können, was genau passiert war, ist es unwahrscheinlich, dass das Boot einfach bei Cleenishgarve Island auf Grund gelaufen war, wie es ursprünglich berichtet wurde. Die plausibelste Erklärung der Tragödie scheint zu sein, dass einer der zwei Männer, wahrscheinlich Herr L., während der Fahrt über den ausgedehnten See über Bord gegangen war. Der andere Mann, vermutlich Herr G., schaltete das Boot in den Leerlauf und warf dann von dem Heck aus den Rettungsring und das Tau zu seinem Freund, mit dem sich Herr L. selbst umwickelte. Herr L. könnte dann möglicherweise versucht haben, aus dem Wasser zu kommen, in dem er sich selbst in das Dingi ziehen wollte, dass an der Hinterseite des Schiffes vertäut war. Allerdings scheint es, dass das Dingi bei dem Versuch umstürzte und Herrn L. im Wasser hilflos zurückblieb, ohne Kraft sich selbst aus dem Wasser in das Hausboot ziehen zu können. Es ist aber ein größeres Mysterium, was mit Herrn G. passiert war, da einer auf dem Boot gewesen sein musste, nachdem der erste Mann über Bord gegangen war, denn einer musste den Motor in den Leerlauf gestellt haben und einer musste den Rettungsring und das Tau in das Wasser geworfen haben. Es könnte sein, dass auch er danach ins Wasser gesprungen war, um zu versuchen, das Leben seines Freundes zu retten. Mit niemanden am Steuer war das Boot mit dem Strom zurück nach Cleenishgarve Island getrieben, wo es dann vermutlich zum stillstand kam. Mr. McCaldin erklärte, dass es schwer nachzuvollziehen sein wird, wie das Unglück passiert sein könnte, da beide Männer sehr erfahrene Bootsfahrer gewesen waren, die den See seit 1988 besuchten und insbesondere Herr G. segelte schon sein ganzes Leben lang. Zusätzlich scheint es nicht, dass sich das Boot in besonders rauem Wasser befunden hatte oder dass es einen plötzlichen Ruck irgendeiner Art erfahren hatte, da die Gläser immer noch auf dem Tisch standen und nichts umgestürzt war. Als die Polizei sich dem Boot näherte, lief der Motor immer noch und die Stereoanlage war angelassen worden. Über die Jahre hinweg wurden die beiden Deutsche gute Freunde von den McCaldins und sie hatten sie während der Woche zum Essen eingeladen. Auf ihren jährlichen Urlaub auf dem See schienen sie sich gewaltig gefreut zu habe. Mr. McCaldin beschrieb sie liebevoll als „schwer Lough Erne Süchtige“. Als sie am frühen Samstagmorgen in Aghinver angekommen waren, bemerkte einer von den beiden Männern „ich bin so glücklich, wieder zu Hause zu sein“. Beide Männer lebten in Esslingen, in der Nähe von Stuttgart, zusammen mit einem anderen Mann, der den Urlaub normalerweise mit ihnen verbrachte, der aber dieses Jahr zurückziehen musste, da seine Frau fürchterlich krank wurde, kurz bevor sie nach Irland aufbrechen wollten. Sie genossen außerordentlich die Ruhe und die Gelassenheit des Sees. Oft legten sie nicht an Anlegern an, sondern zogen es vor, an Tonnen festzumachen oder den Anker zu werfen, um sich abseits des Lärms anderer Besucher zu erholen. Mr. Eckard Berlin, ein Nachbar der McCaldins unterrichtete die Familien der toten Männer über das Unglück. Er konnte ihnen die Neuigkeiten auf Deutsch mitteilen. Einige Mitglieder der jeweiligen Familie kamen am Montag in Nordirland an, einher mit dem Mann, der der dritte Freund dieser Reisegruppe war. Mr. McCaldin traf sie am Flughafen und brachte sie nach Fermanagh. Der Sohn von Herrn G. hatte nun die traumatische Situation zu bewältigen, um seinen Vater zu trauern, ohne eine Gegenwart eines Körpers. Eine ähnliche Tragödie ereignete sich 1977 am Gubbaroe Point, weniger als 400 Meter von Cleenishgarve Island entfernt. Fünf Menschen starben, nachdem ihr Hausboot mit einem Felsen zusammenstieß. Es wurde am nächsten Tag mit einem Loch im Schiffsrumpf gefunden. Drei Körper von diesen fünf Menschen, einschließlich der Körper eines sechs Monate alten Babys, wurden nie gefunden. Die Stimmung bei der RNLI Station in Enniskillen war ziemlich ernst, da sie es offensichtlich bevorzugt hätten, ihren ersten „Ruf“ in freudigeren Umständen beendet zu haben. Sie können allerdings zufrieden mit der Schnelligkeit und der Professionalität ihrer Reaktion sein, gerade vier Tage vor ihrem offiziellen Start. Ein RNLI Mannschaftsmitglied unterstrich, dass, wenn alle Hausboote auf dem See mit einem „Mann-über-Bord-Knopf“ ausgestattet wären, der nach einem Unfall gedrückt werden könnte und ein ständiges Mayday zu der Küstenwache schicken könnte, die wiederum die RNLI alarmiert, viel mehr Leben auf dem See gerettet werden könnten. Im Fall des tragischen Unglücksfalls vom Samstagabend scheint der Hauptgrund für den Tod mindestens von Herrn L. zu sein, dass niemand davon wusste, um dann Hilfe leisten zu können. Zitat aus: http://www.impartialreporter.com/archive/2001-05-24/news/story1767.html ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga The Impartial Reporter vom 14. Juni 2001 Der Körper von dem deutschen Touristen, der bei einem Bootsunglück auf dem Lower Lough Erne am 19. Mai verstarb, wurde entfernt von Teefin Island in der Nähe von Castle Archdale am Donnerstag gefunden. Der 68jährige Herr G., ein Architekt aus Esslingen in der Nähe von Stuttgart wurde vermisst und als tot vermutet, seit der Körper seines Freundes, Herrn L., im Wasser neben dem gemieteten Hausboot auf Cleenishgarve Island, gleich nördlich von Teefin, am Sonntagmorgen, den 20. Mai, gefunden wurde. Der Eigentümer der Aghinver Boat Company, Mr. Michael McCaldin, von dem die beiden Männer ihr Hausboot gemietet hatten, war ein enger Freund von ihnen gewesen, seit ihrem ersten Besuch des Lough Erne im Jahre 1988. Er hatte jeden Tag seit dem Unglück nach dem Körper von Herrn G. gesucht. Es waren auch Mickey und seine Frau Liz, die den Körper im Wasser bei Teefin am Donnerstag um ungefähr 20:15 Uhr gefunden haben. In der Nacht zum Donnerstag war es sehr windig gewesen und Mickey erkannte eine Änderung in der Windrichtung, die seine Wahl des Suchbereichs beeinflusste. Liz erkannte etwas Blaues im Wasser in der Nähe des Ufers der Insel, verlor das aber gleich darauf aus dem Auge. Bei der näheren Betrachtung wurde es offensichtlich, das da bestimmt etwas im Wasser war, aber da es zu dicht am Ufer war und das Wasser hier sehr seicht war, konnten die McCaldins nicht näher mit ihrem Boot heranfahren. Sie fuhren ihr Boot auf die Leeseite der Insel und nachdem sie es festgemacht hatten, machten sie sich zu Fuß zum dem Ufer auf, wo sie etwas im Wasser entdeckt hatten. Von der kürzeren Entfernung aus, waren sie in der Lage, anhand der Kleidung, zu bestätigen, dass es sich um den Körper von Herrn G. handelte. Mickey rief die Küstenwache an, die zu ihrem Haus kamen, um dann mit ihnen zu dem gefundenen Körper ihres Freundes zu gehen. Ein einheimisches Bestattungsinstitut holte später den Körper ab und brachte ihn in die Leichenhalle, während Mr. McCaldin mit dem Sohn von Herrn G., der früher in der Woche nach Deutschland zurückgekehrt war, telefonierte, um ihm von den Fund zu berichten. http://www.impartialreporter.com/archive/2001-06-14/news/story1840.html
Wir hatten heute aber, wie schon gesagt, mit dem Wetter Glück und so störte uns fast keine Welle auf unserem Weg nach Kesh. Nachdem wir an Cleenishmeen Island und Gubbaroe Point passiert hatten, sahen wir vor uns den weißen Marker mit dem Kreuz. Diesen passierten wir auf der rechten Seite des Markers.
Mittlerweile waren auch die letzten Wellen auf dem See verschwunden und daher war der Lower Lough Erne jetzt so glatt, dass sich sogar die Insel und die Wolken im Wasser spiegelten. Das war wirklich ein toller Anblick. So ruhig hatten wir den See wirklich noch nie erlebt.
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| Unterdessen waren wir auch nicht mehr alleine auf dem See unterwegs, denn kurz vor der Einfahrt in den Glendarragh River, der eigentlich nur Kesh River genannt wird, da dieser vom Lower Lough Erne zum Ort Kesh führt, gesellte sich eine Penichette zu uns, die von der anderen Seite, also aus Richtung Belleek zu uns gestoßen war. Ansonsten waren heute Morgen noch nicht viele Boote auf dem See. Wir hatten wohl außer der Penichette nur noch ein anderes Boot in der Ferne gesehen und das bei diesen tollen Verhältnissen auf dem See. |
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Wir erreichten, wie sich später herausstellte, zum Glück kurz vor der Penichette die Einfahrt in den Kesh River, die wirklich gut markiert und beschildert war. Markiert war sie durch einen weißen Marker mit einem Kreuz an der Spitze und die Schilder waren nicht etwa Hinweisschilder, die einem zu dem Ort Kesh führen sollten, sondern es waren Schilder, die die Geschwindigkeit auf 5 km/h beschränkten und es gab auch ein Schild, das hier das Fahren mit einem Jetsky verbot, welches ein sehr beliebter Sport auf dem Lower Lough Erne ist. | ||
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Hinter uns gesellte sich jetzt die Penichette zu uns.
Der lange schmale Fluss nach Kesh, der Kesh River, stellte sich als äußerst reizvoll heraus, wir hatten gerade Windstille und da wir ja schon wie gesagt, den Fluss zum Glück vor der Penichette erreicht hatten, lag ein spiegelglatter Fluss vor uns. Ich machte an die vierzig Spiegelbilder, ich befand mich förmlich in einem Fotorrausch. Es war aber auch ein fantastischer Anblick, der nur von dem River Suck vom letzten Jahr zu vergleichen war. Die Penichette hielt ordentlich Abstand, wahrscheinlich wollten sie auch ein paar Fotos dieser Spiegelungen machen und so warteten sie wohl lieber ab, bis sich die von uns erzeugten Wellen wieder beruhigt hatten. Und da die Fotos wirklich so schön geworden sind, muss ich an dieser Stelle doch ein paar mehr von ihnen zeigen. Hier sind also Impressionen von unserer Fahrt auf dem Kesh River!
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Dann kamen wir noch an einer etwas anderen Übernachtungsmöglichkeit vorbei!
Und uns kam auch tatsächlich mal ein Boot entgegen!
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Anleger kurz vor Kesh |
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Um 10.45 Uhr liefen wir in den Hafen von Kesh ein und machten am vordersten Platz des Anlegers direkt bei der Brücke fest. Außer uns lag hier nur noch ein irisches Privatboot.
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Nachdem wir unsere Daisy festgemacht hatten, machte sich Holger gleich daran,
die Daisy hafenfein zu machen. Wir sollten ja noch Besuch von Forumskollegen
bekommen und da musste sich ja auch die Daisy von ihrer besten Seite zeigen
können. Während Holger also klar Schiff machte, kam auch die Penichette im Hafen
an und ich lief den Anleger entlang, um der Mannschaft beim Anlegen zu helfen,
worüber sie sich auch sehr freuten. Die Penichette machte vor dem irischen
Privatboot am hinteren Teil des Anlegers fest. |
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Auf dem Rückweg zur Daisy sah ich mir die beiden Hinweisschilder, die an der Mauer befestigt waren, etwas genauer an. Das eine besagt, dass der Hafen von Kesh am 07. Oktober 1999 offiziell eröffnet worden war und es benennt auch die gesamten Förderer des Bauprojekts, unter anderem der Aufbaufond der EU und die „Millennium Commission“ (das Jahrtausendkomitee), das auf dem zweiten Hinweisschild näher erläutert wird. So besagt also das zweite Hinweisschild, dass sich hinter der „Millennium Commission“ ein „Millennium Project“ (Jahrtausendvorhaben) verbirgt, dass von einem Fond der Nationalen Lotterie unterstützt wird. Da es erst kurz vor 11.00 Uhr war und wir uns erst um 12.00 Uhr mit Erwin verabredet hatten, wollten wir die Zeit nutzen, um Kesh zu erkunden und um noch ein paar Sachen einzukaufen. | ||
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Wir wollten unter anderem wieder nach Einmalgrills schauen, da uns das Grillen
so gut gefallen hatte. Die letzten hatten wir ja in Carrick-on-Shannon bekommen.
Wir hatten uns gerade fertig gemacht, das Boot verschlossen, als ein ABC Boot mit einem Forumswimpel den Anleger von Kesh ansteuerte. Da waren Erwin, Ursula und Thomas also auch früher wie erwartet in Kesh angekommen. Wir halfen ihnen dabei, ihr Boot direkt hinter unserem Boot festzumachen. |
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Wir begrüßten uns danach herzlich und entschlossen uns dann, gemeinsam in den
Ort zu gehen, da auch Erwin und Ursula unbedingt einkaufen gehen mussten, da sie
ja erst in Irland angekommen waren. Beneidenswert! Wir hatten schon die Hälfte
von unserem Urlaub hinter uns und die Schweizer hatten noch den ganzen Urlaub
vor sich. Man möchte am liebsten mir ihnen tauschen. Holger hatte mittlerweile
eine SMS von Martina bekommen (nie hatten wir vorher, sowohl in Irland als auch
in Deutschland, so viele SMS geschrieben, wie in diesem Urlaub!), die besagte,
dass sich auch Martina mit ihrer Crew auf den Weg nach Kesh befinden würde, um
sich hier mit uns und Erwin treffen zu können. Toll, dass wir in diesem Urlaub
so viele Leute aus dem Forum treffen konnten, das machte diesen Urlaub wirklich
einmalig. Nachdem alle ihre Boote verschlossen hatten, machten wir uns gemeinsam
nach Kesh auf.
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Kesh, eine kleine Geschichte von John B Cunningham Der Ort Kesh hatte seinen Anfang mit einer Furt oder einer Überquerungsstelle des Flusses Glendarragh. In der Vergangenheit war der Lough Erne viel dichter als heute an dem Ort gelegen. Vor der ersten großen Entwässerung des Ernes in den 1880ern, war der Wasserpegel des Sees ungefähr acht Fuß höher und besonders zu den Zeiten des Hochwassers erreichte er meistens Kesh. Das Ráth (ein Rundfort mit Befestigungen aus Holz) bei Rosscah Hill oberhalb des späteren Joe Robert House (ein früheres Pfarrhaus der Gemeinde von Drumkeeran) deutet auf die ursprüngliche Siedlung hin, die sich hier wahrscheinlich schon zur Eisenzeit, also vor 2.000 Jahren, befunden hatte. Auf diesem Hügel gibt es zwei Ráths, aber von dem Ráth, das dem Haus am nächsten liegt, glaubt man, dass es nur eine schmückende Einrichtung zu dem Haus war und es wird vermutet, das es zur gleichen Zeit wie das Haus gebaut wurde und das war in den späten 1700 Jahren. Der große „Standing Stone“ (stehende Stein) in Rosculban könnte ebenso ein Relikt aus der Eisenzeit sein. Nach einer Zeit wurde die Furt mit einer „Wicker Bridge“ (Weidenbrücke) erweitert. Das gälische Wort für die „Wicker Bridge“ (Weidenbrücke) ist „Ceis“ und infolgedessen erhielt der Ort seinen Namen. Der Name wurde auf verschiedene Arten und Weisen buchstabiert, aber hauptsächlich überlebten „Kish“ oder „Cash“ bis in die moderne Zeit hinein. Eine ältere Redewendung der Ortschaft, welche sich wohl auf die Anfertigen von Körben und Arbeiten mit der Korbweide in dieser Gegend bezieht, lautet, dass jeder, der über einen großen Hintern verfügt, „einen Arsch, wie ein Korb aus Kesh, bei sich hätte“. John O’Donovan, der berühmte irische Gelehrte, schrieb zwei Berichte über Kesh, während er der Ordnance Survey dabei half, die erste moderne Karte von Irland zu erstellen. Den ersten Bericht verfasste er am 31. Oktober 1834 in seinem Gasthaus und er hatte offensichtliche Schwierigkeiten in Kesh während dieser Halloween Nacht zu schreiben. Er beendete den Bericht mit folgenden Worten: „ich bitte um Entschuldigung für die Hast und die Beeinträchtigungen durch die Halloween Nacht in diesem wilden, ländlichen Dorf.“ Laut den O. S. Erinnerungen. aus dem Jahr 1834, hatte Kesh eine Polizeitruppe. Diese umfasste einen Wachtmann und vier Unterwachtmännern. Kesh hatte den Erinnerungen nach einen wöchentlichen Markt sowie fünf Messen im Jahr. Die Einwohnerzahl betrug 120 Menschen. Jeden Tag um 12:00 Uhr kam der berittene Postbote aus Enniskillen und um 13:00 Uhr machte er sich auf den Rückweg. In Kesh wurde auch die „Penny Post“ für Briefe nach Pettigo eingeführt. Den jemals größten Auftrieb erlebte Kesh 1866 mit der Ankunft der Eisenbahn. Die Eisenbahn stellte Arbeitsstellen und einen Fokus auf den Handelsverkehr von und nach Kesh bereit. Die Haushalts- und Eisenwarengeschäfte und auch die Geschäfte, die die Farmer mit nötigen Dingen für die Farm versorgten, konnten nun eine größere Auswahl an Waren anbieten und die Lagervorräte konnten jetzt viel schneller als mit dem Pferdewagen aufgefüllt werden. Das Vieh und andere lebende Tiere konnten jetzt zu weiter entfernt liegende Märkte transportiert werden, nachdem sie auf den einheimischen Messen wie Ederney und Lack gekauft worden waren. Butter und Eier konnten nun in größeren Mengen hergestellt werden und Märkte wie Belfast und Dublin konnten nun leicht mit dem Zug erreicht werden. Ein weiterer Segen für Kesh war die Einrichtung einer Molkerei, obgleich dieses gegen vielen lokalen Widerstand getan wurde. Die folgenden Daten aus dem Verzeichnis des „Slater“ aus dem Jahr 1870 geben Aufschluss über das Wirtschaftsleben von Kesh zu dieser Zeit. |
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| Bäcker | Bernard Kelly | ||
| Schmied | Alexander Coulter und Henry Irwin | ||
| Bootsbauer und Schuhmacher |
Bernard Flynn, Terence Harran, James Irwin, Samuel Mc Caffrey und William Wherry |
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| Tischler und Kutschenmacher | William Mc Clintock | ||
| China, Glas- und Töpferwarenkaufmann | William Gilmore | ||
| Auswanderungsbeauftrager | James Aiken | ||
| Lebensmittelhändler | James Aiken, Richard Elliott, Adam Eves, William Gilmore und Bernard Kelly | ||
| Guano- und Saatguthändler | James Aiken | ||
| Haushalts- und Eisenwarenkaufmann | James Aiken und William Gilmore | ||
| Leinen-, Wollwaren-, Tuch- und Kurzwarenhändler | James Aiken | ||
| Hutmacherin und Damenschneiderin | Catherine Doonan | ||
| Nagelmacher | William Graham und Joseph Mc Barron | ||
| Ärzte und Chirurgen | Baptist G. Graham, Drumrush, Kesh | ||
| Postamt | Adam Eves | ||
| Alkohol- und Bierhändler | William Aiken, William Campbell und Thomas Muldoon | ||
| Schneider Patrick | Doonan und Edward Johnston | ||
| Bauholz-, Eisen- und Kohlenhändler | James Aiken | ||
| Bahnhof von Kesh | James Connell (Bahnhofsvorsteher) | ||
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Polizeistation |
Thomas Lewers (Unterinspekteur) , Thomas Kernan (Hauptwachtmeister) |
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Zitat aus:
http://www.fermanagh.org.uk/genealogy/focus/kesh/history.htm
; frei
aus dem Englischen übersetzt von Inga
Zur Erläuterung: die „Penny-Post“ Zitat aus: http://www.woodlands-junior.kent.sch.uk/Homework/victorians/inventions.htm ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga
Kesh |
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| Kesh ist ein nettes Örtchen, in dem man gut einkaufen gehen kann. Neben zwei Einkaufsmärkten gibt es hier noch eine Drogerie, einen Haushaltswarenladen, eine Post, die sich in einem Einkaufsladen befindet und einen Laden mit Angelzubehör. Natürlich dürfen die Pubs nicht fehlen. Wir bekamen hier alles, was wir haben wollten. Die Auswahl an Fleisch zum Grillen war enorm und in dem Laden für Haushaltswaren bekamen wir auch noch zwei Grills für den einmaligen Gebrauch. |
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In dem Haushaltswarengeschäft gesellten sich auch noch zwei tolle
Stofftier-Bären zu uns. Eigentlich waren es ja vier, denn der eine Bär, bzw. die
eine Bärin hält zwei kleine Bären in ihrem Armen. Die Bärin zahlte ich, den
anderen Bär, der laut Holger so guckt wie Fritz, bezahlte Holger. Da wird sich
sicherlich Kleo (unsere rote Katze von Steiff) an Bord freuen, dass sie nicht
mehr alleine in der Koje liegen muss, denn Käptän Blaubär (das zweite Stofftier,
das uns meist nach Irland begleitet) passt in der Nacht lieber auf den
Steuerstand auf. Wir hatten uns kurz in dem einem der zwei Einkaufsmärkte von
Erwin und seiner Crew getrennt. Erwin und seine Familie mussten doch etwas mehr
als wir einkaufen und sollten dies natürlich auch in Ruhe machen. Wir wollten
sie dabei nicht hetzen. Nachdem wir alle nötigen und unnötige Sachen eingekauft
hatten, kehrten wir zum Anleger zurück.
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![]() Auf der Brücke angekommen, die über den Kesh River führt, sahen wir das MHM Boot der Friebels am Anleger liegen. Sie hatten also auch mittlerweile Kesh erreicht. Martina hatte uns ebenfalls entdeckt und machte Fotos von uns, als wir oben auf der Brücke waren und als wir den Weg zum Anleger hinuntergelaufen kamen. |
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| Wir begrüßten die Friebels und zeigten unsere Einkäufe, natürlich auch die Stofftier-Bären. Kurz nach uns kam auch Erwin mit seiner Familie zum Anleger zurück. Sie begrüßten ebenfalls die Friebels herzlich. So standen die Crews von drei Booten beieinander und erzählten über Gott und die Welt. Die Friebels waren über Nacht in Belleek gewesen und Martina berichtete von ihrem Ausflug Nach Ballyshannon. Sie waren mit dem Taxi von Belleek aus nach Ballyshannon gefahren, um sich dort mit Udo und Albert und deren Mannschaften im Smugglers Creek, einer aus dem Forum berühmten Lokalität, zu treffen. Es soll ein sehr schöner Abend gewesen sein. | |
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Während wir uns so unterhielten, wurden natürlich auch die obligatorischen Fotos
gemacht. Martina ließ von ihrem Sohn Martin ein Gruppenfoto aufnehmen und gab
ihm genaue Anweisungen, wie er was zu machen hätte. Irgendwann meinte Holger,
nachdem er sich eine Zeitlang die Anweisungen angehört hatte, Martin sollte doch
einfach nur noch mit „Ja, Mama“ antworten, alle um uns herum mussten über diesen
Vorschlag schmunzeln. Nur Birte, die Tochter von Martina und Matthias,
verschlief das ganze Treffen oben auf der Flybridge.
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![]() Martina, Inga, Erwin, Ursula und Thomas
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![]() Inga, Erwin und Holger
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![]() Im Vordergrund: Ursula, Thomas und Martina Im Hintergrund; Matthias und Erwin
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![]() Ursula, Matthias, Holger, Erwin, Martina und Thomas
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![]() Erwin und Martina |
![]() Martina und Martin |
![]() Erwin in fast voller Größe
Wir verabschiedeten uns voneinander und brachen dann hintereinander auf, wobei
wir den Anfang machten. Die Friebels hatten die Marina von MHM als Ziel, da es
für sie der letzte Abend in Irland war, denn Morgen ging es für sie leider schon
zurück nach Deutschland. Erwin und seine Familie hatten, wie wir, Castle
Caldwell als nächstes Ziel. Der Anleger befindet sich in der Nähe von Belleek,
also auf der anderen Seite vom Lower Lough Erne.
Boa Island
The herons on Boa Island
Der Caldragh Friedhof und die Janisform Statue auf Boa Island |
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Ianus |
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Janus-Statue |
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Der Gott Ianus (auch Janus) gehört zu den ältesten römischen Gottheiten und zur ursprünglichen römischen Mythologie. Er ist ein rein römischer Gott; die griechische Götterwelt kennt keine vergleichbare Gestalt.
Darstellung
Bedeutung
Legende |
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Die Figur auf Boa Island ist ungefähr einen Meter groß und sie besteht aus zwei Figuren, die Rücken an Rücken stehen. Der Zweck von diesen sollte wohl sein, die Kraft des Gottes zu verdoppeln, da die Kelten an die Kraft von Zwillingen glaubten. |
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Die Figuren haben sehr umfangreiche Köpfe, wenn man sie in Proportion zu dem restlichen Körper sieht und die Köpfe haben sehr große Augen, einen großen Mund und eine schmale Nase. Die Figuren halten ihre Arme vor dem Körper gekreuzt und zwischen den Köpfen befindet sich ein Loch, in dem man Regenwasser oder eine Flüssigkeit von irgendeiner Art festhalten konnte. Diese Mulde könnte auch mit einem Geweih oder einer anderen Form gekrönt gewesen sein, als ein Zusatz für die Figur. Eine Neuentdeckung ist der Teil der Figur mit den geschnitzten Händen gewesen. |
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Die Köpfe sind aus symbolischen Gründen so groß, da die Kelten glaubten, dass
der Kopf der Sitz der Seele und das Zentrum der Stärke und der Kraft des Lebens
eines Mannes war. Im Kampf war es üblich, den Kopf vom Körper des Feindes
abzuschlagen. Diese Handlungsweise bedeutete, dass die Kraft dieses Feindes
jetzt der Kraft des Siegers hinzugefügt wurde. Mit anderen Worten, die Kelten
waren Kopfjäger und die irischen Legenden sind voll von diesen Bräuchen. Die zweite Figur auf dem Friedhof hat eine hockende Figur mit einem großen Kopf und verbundenen Händen und sie wird im Allgemeinen in Irland mit „Sile na Gig“ beschrieben. Sheela-na-gigs sind nackte Frauen, die eingeschnitzt in den Mauern von Abteien, Klostern, Kirchen, Gewölbepfeilern und anderen Bauwerken nicht nur von Irland, England, Schottland und Wales sondern auch in anderen Teilen von Europa gefunden wurden. Sie kommen in mannigfaltigen Formen und Größen vor. Alle teilen jedoch die gleiche Eigenschaft eines hervorstehenden und oftmals sehr großen Genitalbereiches, der oftmals von den Händen der Figur offen gehalten wird. Die meisten von ihnen entstammen dem Mittelalter. Leider überstand keinerlei Literatur aus dem Mittelalter, die uns einen Anhaltspunkt darüber geben könnten, warum diese eindeutigen Figuren eingeschnitzt wurden und warum sie so oft an religiösen Gebäuden vorkommen. Wir haben nur die Grübeleien der Menschen aus der viktorianischen Zeit und der modernen Gelehrten, die uns bei der Entschlüsselung des Sheela Mysteriums leiten können. Der Name „sheela-na-gig“ leitet sich höchstwahrscheinlich aus der irischen Sprache ab. Die beiden üblichen Übersetzungen sind: „Sile na gCioch“ (Sile na gCioch ≙ sheela of the breast ≙ alte Hexe mit Brüsten) und „Sile-ina-Giob“ (Sile-ina-Giob ≙ sheela on her hunkers ≙ Sheela auf ihrem Hintern). In Mesopotanien bezeichnte der Ausdruck „nu-gug“ (the pure und immaculate ones ≙ die Reinen und Tadellosen) den heiligen Tempel Harlots und man glaubt, dass der Name wohl hier seinen Ursprung haben könnte. Die Deutungen der Figuren fallen hauptsächlich unter vier Kategorien:
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| Eine Theorie, die von dem Künstler Michael Quirke aus Sligo geäußert wurde, besagt, dass das Abbild der Sheela wohl das Dritte bei der keltischen Göttin der Dreifaltigkeit darstellt. Bei Jungfrau-Mutter-altes Weib, wäre das Dritte das alte Weib, das den Helden beim Tod zurück in ihren Mutterleib einlädt. Durch diese reinen Figuren sollen wir erinnert werden, dass wir alle von Mutter Erde geboren wurden und dass wir im Tod wieder zu Mutter Erde zurückkehren werden (durch die gleiche „Tür“ – den Mutterleib der Erde). In dieser Hinsicht ähnelt sheela-na-gig sehr der indischen Gottheit Kali, der Göttin des Todes. Darstellungen von Kali sind meist furchterregender als die von sheela-na-gigs. Die Figuren von Kali tragen oft Girlanden von menschlichen Totenschädeln zusätzlich zu der verwelkten Brust, des kämpferischen Antlitzes und dem sichtbar leeren Mutterleib. |
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Sheela-na-Gig aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie (Weitergeleitet von Sheela Na Gig) Als Sheela-na-Gig oder auch Sheela Na Gig werden Steinreliefs weiblicher Figuren bezeichnet, die ihre meist übertrieben dargestellte Vulva präsentieren.
Verbreitung und Name |
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Sheela-na-Gig in der Stadtmauer von Fethard in Irland | ||||
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Herkunft und Zweck nach James Jerman und Anthony Weir Zur Herkunft der Sheelas gibt es verschiedene Ansichten. Nach James Jerman und Anthony Weir wurden die Figuren zuerst im 11. Jahrhundert in Frankreich und Spanien geschaffen. Britannien und Irland erreichten sie erst im 12. Jahrhundert. Sie übernahmen die Ergebnisse der von Jørgen Andersen begonnenen Forschung. Eamonn Kelly wies auf die Verteilung der Sheelas in Irland hin, um dieselbe Theorie zu stützen: Beinahe alle am ursprünglichen Anbringungsort noch erhaltenen Sheelas sind in den von Anglo-Normannen im 12. und 13. Jahrhundert eroberten Gebieten Irlands zu finden. In den Gebieten, die sich in der Hand einheimischer Herrscher verblieben, finden sich weniger Sheelas. Weir und Jerman argumentieren in ihrem Werk Images of Lust, dass die Anbringung der Sheela-na-Gigs an Kirchen und ihre nach mittelalterlichen Normen empfundene Hässlichkeit darauf verweist, dass sie die weibliche Lust als abscheulich und sündhaft darstellen. Es wird angenommen, dass die kleinen Skulpturen dazu dienen sollten, den Tod und das Böse fernzuhalten. Ähnliche groteske Figuren wie etwa Wasserspeier (Gargoyles) finden sich an Kirchen in ganz Europa. Sie dienten (allerdings gemäß heutiger Interpretation) der Abwehr böser Geister.
Herkunft und Zweck nach Joanne McMahon und Jack Roberts
January God Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga Nun kamen die Inseln in Sicht, die noch vor Boa Island liegen. Die größeren davon sind: Cruninish Island, Lusty Beg Island und Lusty More Island, wobei wir Cruninish Island zuerst erreichten.
Cruninish Island Hier hatte Holger jetzt die Auswahl von drei Fahrrouten. Er konnte entweder zwischen Boa Island und Cruninish Island / Lusty Beg Island fahren oder zwischen Cruninish Island und Lusty Beg Island oder er könnte die ganzen Inseln zu unserer Rechten liegen lassen, dann würden wir wieder den offenen Lower Lough Erne zu unserer Linken haben. Tja, wohin sollte die Reise gehen? Da ich eigentlich die Janus Figur auf Boa Island ansehen wollte, die in jedem von meinen Reiseführern beschrieben ist, wäre die zweite Möglichkeit die richtige gewesen, denn wir hätten, da Boa Island leider über keinen eigenen Anleger verfügt und nur über Fähren zu erreichen ist, am Anleger von Lusty Beg Island festmachen müssen. Von diesem Anleger aus hätte ich dann zum Fähranleger von Lusty Beg Island laufen müssen, von dem die Fähre nach Boa Island abfährt. Ganz schön kompliziert und da wir uns doch recht lange in Kesh aufgehalten hatten, verzichtete ich auf den Besuch von Boa Island. Man muss ja noch für den nächsten Urlaub Ziele zum Besichtigen haben. Diese Entscheidung schien auch eine gute gewesen zu sein, denn als wir den Fähranleger auf Boa Island erreichten, sah der nicht gerade einsatzbereit aus. Auch der Blick auf die andere Seite, also auf den Fähranleger von Lusty Beg Island, bestätigte diesen Anschein, denn es sah nicht danach aus, dass die Fähre im Laufe des Tages noch einmal ablegen würde.
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Lusty Beg Island Der Name „Lusty Beg“ ist eine Ableitung aus dem Gälischen für „small and fertile“ (schmal und fruchtbar). „Lusty Beg“ wurde vor kurzem noch „Lusteabeg“ buchstabiert. Die nächste Insel „Lusty More“ („large and fertile“ ≙ groß und fruchtbar) war in der Vergangenheit mit Lusty Beg Island mit einem Damm verbunden. Tatsächlich ist es manchmal noch möglich, bei einem niedrigen Wasserpegel zu Fuß von Lusty Beg Island nach Lusty More Island herüber zu waten. Letztere Insel ist heute ein Vogelschutzgebiet. Es wird behauptet, dass hier in der jüngsten Zeit die zweite Figur von Boa Island ausgegraben wurde. Allerdings gibt es immer noch etwas Verwirrung darüber, woher die Figur ursprünglich stammte, entweder von Boa Island oder von Lusty Beg. |
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| Sowohl von Lusty Beg als auch von Lusty More wird gesagt, dass sie in der frühgeschichtlichen Zeit von Mönchen bestellt worden waren. Es ist überliefert, dass einst drei Inseln Lusty Beg bildeten und dass die Mönche, Irlands Pioniere der Landwirtschaft, Erde zwischen den sehr kleinen Inseln aufgefüllt hatten, um eine Insel von angemessener Größe zu erhalten. Einige niedrige Erd- und Steindämme könnten die Überreste einer früheren Klostersiedlung am nördlichen Ufer der Insel sein. Es gibt westlich von Lusty Beg „Purgatory Island“ (Purgatoriumsinsel beziehungsweise Fegefeuerinsel), welche ein Ort des Rückzugs und der Buße zu Zeiten der Mönche gewesen war, der von ihnen selbst oder von Pilgern aus dem Kloster von Saint Island von dem nahegelegenen Lough Derg besucht wurde. |
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Fegefeuer aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie (Weitergeleitet von Purgatorium) Das Fegefeuer (lat.: purgatorium) ist nach der römisch-katholischen Lehre ein Zustand der Läuterung, in dem die Seele eines Verstorbenen auf den Himmel vorbereitet wird. Das Christentum lehrt ein Leben nach dem Tod. Wenn der Christ von Gott angenommen wird, wird dieses Leben nach dem Tod in Gottesnähe stattfinden. Der Ort bzw. der Zustand dieser Gottesnähe wird als Himmel, himmlisches Jerusalem etc. bezeichnet. Da die katholische Kirche jedoch davon ausgeht, dass "nichts Unreines in den Himmel kommen kann", ist die Vorstellung eines Ortes bzw. eines Zustandes der Läuterung entstanden, welcher Fegefeuer genannt wird. Im Fegefeuer besteht die Qual darin, dass der Verstorbene zwar schon die vollkommene Gegenwart und Liebe Gottes spürt, sich aber auf Grund seiner Sünden dieser Liebe nicht würdig fühlt. Genau das macht den großen Schmerz aus - der Mensch wird so von seiner letzten Schuld durch seine Reue geläutert. Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Purgatorium Es gibt auf der Insel Lusty Beg Ruinen von einem Getreideofen, mit dem man das Getreide getrocknet hatte. Dieser musste auch das Getreide für Boa Island getrocknet haben, da es auf dieser Insel nicht genügend Getreide gegeben hatte, um den Ofen voll auszulasten. Der reichliche Holzvorrat der Insel war wahrscheinlich der Grund für den Ort des Ofens auf Lusty Beg Island gewesen. Eine große Menge des Getreides, das hier getrocknet wurde, fand seinen späteren Nutzen in der Herstellung der verbotenen Spirituose Pooteen (Pooteen ≙ schwarzgebrannter Whisky). Eine Felsengruppe, die sich auf dem westlichen Ende der Insel befindet, bildet einen großen Sitz oder Thron und es liegt nahe, dass es der Sitz von Maguire gewesen war, von wo er die Pacht von den einheimischen Clanmitgliedern empfing. Es gibt 20 interessante, fossile, prähistorische Fußabdrücke von Tieren am Südufer der Insel (hinter den Lodges). Heute sind sie nur bei einem ganz niedrigen Wasserpegel sichtbar. Ungefähr eine Meile südlich von Lusty Beg Island ist der tiefste Punkt des Lower Lough Erne. Gemessen wurde er in den 1940er Jahren mit 208 Fuß = 63,39 Meter (1 Fuß = 30,48 cm). Anmerkung von Inga: Die mittlere Tiefe der Ostsee beträgt 52 Meter. An wenigen Stellen wird sie maximal 450 Meter tief. Nur so zum Vergleich. Aus der Sicht der Geschichte gesehen, waren die meisten der größeren Inseln des Lough Erne bewohnt. Zum einen boten die Inseln für die Bewohner mehr Sicherheit, auch für das Getreide und den Viehbestand der Bewohner und zweitens führte der Haupttransportweg für die Vorräte und für das Vieh, obwohl die Siedlungen größtenteils Selbstversorger waren, über das Wasser, da das Land sehr dicht bewaldet war. Während des späten 19. Jahrhunderts war Lusty Beg Island das Zuhause von Richard Allingham, der Bruder von William Allingham, der Dichter von Ballyshannon. Sein Cottage, das unter dem Namen „Ned’s Cottage“ bekannt ist, wurde jetzt restauriert und beherbergt die mit Stroh gedeckten Seminarräume neben der Marina. Während des frühen 20. Jahrhunderts besaß Lady Hunt aus Alberta in Kanada sowohl Lusty Beg Island als auch Lusty More Island. Ihr Wohnsitz auf Lusty Beg Island brannte kurz nach der Fertigstellung und nachdem sie von Lusty More Island hierher umgezogen war, nieder. Die Überreste von ihrer großen Residenz (Glenavar House) auf Lusty More Island sind einen Besuch wert, besonders wegen des fantastischen erhöhten Ausblick, den man von dort über den See und die rund um liegenden Inseln hat. Eine sehr große Menge Geld wurde für die Errichtung dieses Hauses ausgegeben. Das Haus war umgeben von wundervollen Gärten, die mit Statuen übersät waren. Sie war eine lebhafte Persönlichkeit und sie gab einheimischen Kindern Leckerbissen wie Orangen, Süßigkeiten und Bratäpfel auf den Weihnachtsfeiern, die sie für sie veranstaltete. Nachdem die Insel verkauft worden war, wurden das Dach des Hauses und die Befestigungen für das Dach abgetragen, um es bei dem Bau eines Hauses in der Nähe von Ballinamallard zu verwenden. Lady Hunt zog nach Jersey um, überlebte dort die deutsche Besatzung und sie starb in einem fortgeschrittenen Alter. Während der 1950er Jahre las ein britischer Offizier, der in Aden stationiert war, von einer idyllischen Insel, die zu verkaufen wäre. Er bat seine Frau, von London aus zu dieser Insel zu fahren, um sie anzusehen und noch vor seiner Rückkehr war Lusty Beg gekauft worden. Das Leben hier war allerdings weit von idyllisch entfernt. Sie hatten Mühsal damit, ihre Kinder jeden Tag zur Schule mit dem Ruderboot zum Festland herüber zu bringen, egal bei welchem Wetter. Sie waren auch mit dem Problem konfrontiert, die Farm ohne die Leistung von Maschinen zu bewirtschaften, deren Transport über den Streifen Wasser praktisch unmöglich war. Aufgrund dieser Tatsachen und wegen der verhältnismäßig kleinen Größe des gerodeten Ackerlandes fanden sie es schwer, hier sich das Leben einzurichten. So fingen sie an, die Insel für Besucher zu öffnen. Sie gestalteten den Bereich, der heute die Hauptbar ist, als Esszimmer um, sie bauten den Kamin aus Steinen, die sie auf der Insel gesammelt hatten und sie errichteten das erste zu Chalet, das man mieten konnte. Während der 1960er Jahre wurde die Insel von einem Hotelier aus Bangor erworben und ab diesem Zeitpunkt begann tatsächlich die Entwicklung der Insel zu einem Urlaubsort. Trotz der Änderungen hat Lusty Beg Island ihren speziellen Charakter bis heute beibehalten, da die Insel durch einen schmalen Streifen Wasser von dem Festland getrennt ist. |
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Zitat aus: http://www.lustybegisland.com/about.html
; frei aus dem Englischen
übersetzt von Inga So setzten wir unsere Fahrt in Richtung Castle Caldwell fort. Kurz nachdem wir Lusty Beg Island hinter uns gebracht hatten, öffnete sich der Lower Lough Erne zur linken Seite wieder in seiner ganzen Breite. Von dieser Position aus, konnte man jetzt genau erkennen, wo wir gestern ganz hoch oben gewesen waren. Wenn ich es nicht genau wüsste, dass ich da tatsächlich gestern ganz oben gewesen war, ich könnte es fast nicht glauben.
Hier oben sieht man den Parkplatz, auf dem wir gestern waren. |
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| Wir näherten uns dem Marker 61B und Holger machte mich darauf aufmerksam, dass auf diesem Marker ein Kormoran saß. Ich machte mich bereit für ein Foto, in der Hoffnung, dass der Vogel, wenn er uns bemerken würde, nicht aufschrecken und wegfliegen würde. Das war bisher bei allen auf Markern sitzenden Vögeln der Fall gewesen. Ich habe etliche Fotos, wo zum Beispiel gerade ein Fischreiher durchstartet. Aber diesmal sollte ich Glück haben. Der Kormoran blieb tatsächlich sitzen. Endlich hatte ich es geschafft, einen größeren Vogel auf einem Marker sitzend zu fotografieren. |
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| Kurz nach dem Marker 61B kam uns Paolos Boot von ABC entgegen. Wir glauben aber nicht, dass er uns bemerkt hatte, denn er fuhr ohne eine Reaktion zu zeigen, an uns vorbei. | |||||
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Auf der rechten Seite konnte man jetzt gut die Einteilung der Felder am Land erkennen, denn dadurch, dass der Ginster gerade blühte, fielen die Hecken und Büsche, mit denen die Felder umgeben waren, einem umso mehr ins Auge. |
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| Jetzt musste Holger mit der Geschwindigkeit herunter gehen, da wir in einen Bereich des Sees kamen, der sehr schmal ist und wo die Geschwindigkeit auf 5 km/h beschränkt ist. Wir erreichten die Bleanalung Bay, an deren Ende der Anleger von Castle Caldwell liegt. Auf der rechten Uferseite konnten wir einen herrlich gelegenen Parkplatz erkennen, der an der Straße von Kesh nach Belleek gelegen ist. In der Ferne konnten wir auch schon den Anleger von Castle Caldwell erkennen, an dem drei Boote lagen, zwei davon führten die Deutschlandflagge, aus diesem Grund vermuteten wir, dass es die Boote von Udo und Albert waren. | |||||
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Wie vermutet, waren es tatsächlich die Boote von Udo und Albert und als wir uns
immer weiter dem Anleger näherten, erkannte man uns auch und Udo machte sich
bereit, uns beim Anlegen zu helfen. Holger legte gegenüber den Booten von Udo
und Albert auf der innen liegenden Seite des Anlegers natürlich rückwärts an. So
konnten wir wieder ganz einfach über den Heckausstieg auf den Anleger gelangen.
Nach dem Anlegen begrüßten wir alle, machten uns bald darauf aber schon landfein, da wir ja die Ruinen des Castle Caldwell ansehen wollten und da Udo und Albert auch bald los wollten, passte es ja. So lagen die drei Boote mit deutscher Besatzung nicht lange in dieser Konstellation am Anleger von Castle Caldwell, denn, als wir das Festland eben betreten hatten, sahen wir, dass die Boote ablegten. Holger und ich machten jetzt einen Spaziergang zu den Ruinen von Castle Caldwell, denn alte Steine ziehen mich irgendwie magisch an. Holgers Lieblingsspruch in diesem Urlaub war: „Ich bin der Chauffeur meiner Frau, der sie zu ihren alten Steinen bringt.“ Holger liebt halt das Boot fahren und ich die alten Steine. Das passt doch, wie die Faust aufs Auge. Meist musste Holger ja auch nicht mit auf die Besichtigungstouren, waren ihm einfach manchmal zu viel, aber Castle Caldwell und die Umgebung schien ihn auch sehr zu interessieren.
Das Castle Caldwell Anwesen
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In einigen Fällen, besonders bei schottischen Titeln, ist auch eine Weitergabe
über die weibliche Linie möglich. Baronets, mit Ausnahme der schottischen, fügen ihrem Wappen die "Rote Hand von Ulster" als Herzschild hinzu. Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Baronet |
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Die Papiere umfassen eine große Auswahl von privaten und öffentlichen
Angelegenheiten, insbesondere, seit Sir James ein verbundenes Mitglied der
Anglo-Irischen Elite war und sie enthalten eine umfangreiche Korrespondenz mit
vielen prominenten Leuten des öffentlichen Lebens von Irland und Großbritannien.
Für die gegenwärtigen Zwecke sind die am meisten bedeuteten Dokumente die
Schreiben, welche seine Loyalität und seine Interessen an Verbesserungen
erkennen lassen, seine Geschäftskorrespondenz über die Angelegenheiten des
Anwesens, einige von seinen privaten Briefen, die Kassen- und
Rechnungswesenbücher aus den 1790er Jahren und einige von seinen persönlichen
Briefen an seinen Sohn John, der ihm 1784 als Familienoberhaupt nachfolgte. Für Geographen sind die wertvollsten Dokumente des Anwesens Karten, aber diese sind selten und häufig unbearbeitet. Andere Aufzeichnungen vom Wert sind jedoch: „Geschäftsbücher, Mieten, Korrespondenzen des Anwesens (besonders zwischen dem Landlord und dem Bevollmächtigten), Schätzungsgutachten, notarielle Urkunden und Pachten“. Offenbar gibt es zeitliche und Ablagelücken, nicht jedes Archiv schließt alle diese Kategorien ein und selbst die bisherigen weichen in Teilen und Lesbarkeit ab. Nichtsdestoweniger sind alle Aufzeichnungen von jedem Anwesen aus dieser Zeitspanne so wertvoll, da sie so spärlich sind. Das Castle Caldwell Anwesen: Die Position und die Wirtschaftlichkeit
Der Stellenwert des Castle Caldwell Anwesens für die Studie über die Tätigkeiten
eines Landlords im 18. Jahrhundert in Irland lag nicht bloß an der Knappheit des
verwendbaren Materials in dieser Zeitspanne, sondern an der Größe und der
Position des Besitzes. Das Anwesen belief sich auf 2.370 Acres (Acre
≙
Morgen;
Acker; Flächenmaß; 1 Acre
≙
4.048 qm) und es war so ziemlich nahe an der
Durchschnittsgröße der Plantagengewährung dran. Lokale Studien über
Verbesserungen in Ulster sind selten und ebenso wurden nur wenige Arbeiten an
solchen Anwesen vorgenommen, die so abgeschieden wie dieses Anwesen lagen. Der
Grundbesitz deckte zwei Partien ab. Die größere Partie, die 2.100 Acres groß
war, lag im äußersten Nordwesten der Grafschaft Fermanagh entlang des westlichen
und nördlichen Ufers des Lower Lough Erne. Die kleinere Partie von 270 Acres
liegt in der Nähe von Belturbet in der Grafschaft Cavan. Damalige Zeitgenossen
sahen Castle Caldwell als abgeschieden an, das wird durch einen Brief von
William Eden, der 1781 eine Antwort auf eine Einladung von Sir James aus Dublin
Castle geschrieben hatte, bekräftigt. Er schrieb: „Ich kann schwerlich vor mir
selbst schmeicheln, dass es jemals die Kraft hatte, eine so weit von Dublin
entfernte Reise anzutreten“. |
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Die am meisten erwähnten Ernten des Ackerlandes bestanden aus Heu, Hafer für das
Brot und als Viehfutter, Kartoffeln – ein Hauptbestandteil der Ernährung der
Pächter – Gerste für die Destille von Sir James in Belleek und Flachs.
Humangeographie
Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Geografie#Humangeographie Die Volkszählung von 1766 weist allerdings darauf hin, dass in der Grafschaft Fermanagh 60 Prozent der Bevölkerung Katholiken waren. In der Rent Roll von 1770 Was die Religionsgeografie betrifft, so werden in der Rent Roll von 1770 41 Einzelpächter genannt, von diesen 25 Pächter Nachnamen hatten, die den Protestanten von Irland zugeordnet werden können, während die restlichen 16 Pächter katholische Nachnamen hatten. Allerdings sollte auch beachtet werden, dass die große Anzahl von Bediensteten und Arbeitern ohne eigenes Land, die mit dem Anwesen in einer Beziehung standen, in solchen Dokumenten wie der Rent Roll nicht genannt wurden. Es gibt außerdem Anzeichen dafür, dass die irische Sprache in dieser Gegend immer noch sehr verbreitet war, da Sir James in einem seiner Briefe, in dem er um die Aufnahme seines "Light Horse" Regiments in die Armee bittet, welches (das Regiment) er 1759 aufzog, die Tatsache das sie irisch sprachen als eine ihrer Stärken anführt.
Castle Caldwell und der Fortschritt
Ähnliche Spannungen tauchen in seinen Einstellungen gegenüber der Römisch-Katholischen auf. In politischen Themen war Sir James ein unnachgiebiger Glaubensgenosse in die ausschließlich protestantische Verfassung. Als 1764 der Antrag gestellt wurde, einen Teil des Strafrechts aufzuheben, um den Katholiken zu erlauben, den Protestanten Geld zu leihen und ihr Land als Sicherheit hinterlegen zu können, schrieb Sir James ein gewaltiges Pamphlet gegen diese Idee. Er war energisch gegen die politische Zielsetzung des „Popery“ (Pfaffentums) eingestellt und besonders befürchtete er einen Anstieg der irischen Katholiken in Zusammenhang mit der fremdländischen Invasion, denn er schrieb 1771 folgendes:
Aber in den reinen religiösen Angelegenheiten baute Sir James seinen Schutz und seine Unterstützung zu all seinen Pächtern, einschließlich der Katholiken, aus. Während dieses tat, agierte er in der alten Familientradition, die von seiner Mutter, der Witwe vom Stand Lady Caldwell, 1766 in einem Brief an Kaiserin Maria Theresa gut ausgedrückt wurde:
Sir James Die Unterstützung der katholischen Pächter von Sir James nahm eine praktische Gestalt an. Als der Mietvertrag der katholischen Kirche von Enniskillen auslief, sicherte er honorarfrei und mit einer niedrigeren Miete seine Erneuerung. Er erlaubte auch eine Kapelle auf seinem Anwesen und er und seine Mutter leisteten einen Beitrag zu den Kosten. 1767 spendete der Vorgesetzte des Irish College in Prag seinen Einstellungen Beifall als:
Aber Sir James dehnte seine Belange außerhalb seines Anwesens aus, er behandelte Irland als Ganzes. 1767 legte er ein bedeutungsvolles Bestandteil seiner persönlichen Ideologie dar und er bewies, wie er glaubte, wie ein ortsansässiger Landlord sowohl das Anwesen wie auch das Land fördern konnte:
Sir James war ein umfangreicher Korrespondent mit denen, die seine Philosophie des Fortschritts teilten und Ideen, Ergebnisse von Versuchen, Sämlinge, Stecklinge, Stauden und Zuchttiere austauschten. Mitten unter seinen Briefpartnern war der berühmte Arthur Young, der 1778 mit typischer Schroffheit schrieb:
Sir James übermittelte regelmäßig die Ergebnisse seiner Versuche an die „Dublin Society“ (Gesellschaft von Dublin), von der er ein sehr tatkräftiges Mitglied war, damit sie an die anderen Mitglieder verbreitet werden konnten. Im Jahr 1765, nachdem er einen Farmer in England besucht hatte, der erfolgreich mit einem neuen Gras experimentiert hatte, brachte er Proben zurück zum Castle Caldwell und er sagte zu, ihre Fortschritte zu berichten, den er wünschte:
Wie viele seiner Gleichgestellten, besuchte Sir James regelmäßig andere Anwesen, wo er die Bemühungen der Mitanhänger ansehen konnte und Notizen vergleichen konnte. In einem Brief an seine Frau im Oktober 1774 beschreibt er den Besuch auf dem Anwesen von Lord Clanbrassil in der Grafschaft Louth und er gibt darin einen Einblick sowohl in die Aktivitäten eines sich verbessern wollenden Landlords, als auch in den einfachen Austausch von Ideen und der Gastfreundschaft innerhalb dieser Elite:
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| Er bringt in
mehr Felder Kohl, Karotten und Rüben ein. Er hat sich so große Mühe
gegeben, dass ich jetzt darüber informiert bin, dass er 5000 Acres (Acre
≙ Morgen; Acker; Flächenmaß; 1 Acre
≙ 4048 qm) hat, die er
für 4 Guineas pro Acre verpachten möchte. Gleich bei dem Ort konnte ich
wunderschöne Amerikanische Schafe beobachten. Er fragte mich, ob ich einen Schafbock für ein Mutterschaf hätte. |
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Eine Schlüsselgröße des Fortschritts war die Umgestaltung des Hauses des Landlords und der Geschäftszimmer des Anwesens im Einklang mit dem jüngsten Geschmack. Castle Caldwell scheint bei einigen Gelegenheiten geändert worden zu sein, es wurde aber nie völlig abgerissen und neu aufgebaut. Das ursprüngliche Haus wurde von den Blennerhassetts zwischen 1612 und 1619 in dem klassischen Stil der Siedler mit zwei halbrund hervorstehenden Stütztürmen. 1660 gab es einige Sanierungsarbeiten. Weitere Arbeiten erfolgten 1753 nach der Hochzeit von Sir James. Im Oktober 1778 verkündete er in einen Brief an seinen Sohn John:
Sir John selbst unternahm weitere Arbeiten, die er in einem Brief an seinen Onkel Henry in Kanada im Frühling von 1791 beschrieb:
Sir John fügte auch einen Anbau hinzu, ein einstöckiges Gebäude, das oberhalb
ein Museum mit sechs Räumen beherbergte. Das Endresultat wurde verschiedenartig
beschrieben, einerseits als reizvoll, andererseits als ein Pappboden einer
gotischen Fassade.
Sir James war ein aufmerksamer und großzügiger Gastgeber zu vielen seiner Besucher. Es gehörte zu seiner Gewohnheit, die Gäste in Enniskillen abzuholen und sie in einer vier oder fünf Stunden langen Bootsfahrt zum Castle Caldwell zu geleiten, so konnte er während der Annäherung die besten Vorteile seines Hauses ausführen. Lord Shelburne schrieb 1764 von diesem Erlebnis:
Einmal am Castle Caldwell angekommen, wurden sie gut betreut und unterhalten. Sir James hatte aus seinen Pächtern eine kleine Musikkapelle gebildet und er war ein Förderer der irischen Musik. Seine Gäste schätzten die Mühe, die er sich gab. Ihre Dankesbriefe waren mit Lob gefüllt und sie stellten im Übrigen auch einen Einblick in das soziale Leben in dieser Klasse bereit. Ein solcher, bedauernd, dass er nicht imstande ist, eine zweite Einladung anzunehmen, erfasst das Aroma von der Hausgemeinschaft von Caldwell, als er schrieb:
Der Grundbesitz war häufig der Mittelpunkt von den stärksten Verbesserungen und
die Farmen dienten oft als Erprobungsbeete für die Neuerungen.
Wie viele sich bessernde Landlords, gab sich Sir James Mühe mit dem Waldgebiet, welches 1770 beinahe 21 Prozent des Grundbesitzes bedeckte. Es wurden nur nach reichlichen Überlegungen Bäume gefällt. Die wirtschaftliche Betrachtung konnte durch ästhetische Gesichtpunkte geändert werden. In dem späteren 1777er Jahr, als sein Sohn John um finanzielle Unterstützung nachfragte, schrieb Sir James als Antwort:
Die kürzliche Arbeit an dem Fortschritt in Irland wies darauf hin, dass dieser gemeinsam durch den Landlord und die Pächter erreicht wurde. Den Pächtern wurden Auflagen aufgegeben, die sie erfüllen mussten, um ihre Pachtzeit zu erneuern. Die Archive des Castle Caldwell umfassen nur eine flüchtige Quellenangabe über die Auflagen an die Pächter. Diese befindet sich in der Rent Roll von 1770, als über Patrick Magorlick, einem Pächter von einem Besitz von vier Acres (Acre ≙ Morgen; Acker; Flächenmaß; 1 Acre ≙ 4048 qm) in Belleek, vermerkt wurde:
Die genauen Bedingungen, die er nicht erfüllte, sind nicht näher beschrieben
worden.
Leider tendierte man zu dieser Zeit dazu, keine Arbeitslöhne zu zahlen, aber ein
Eintrag in dem Kassabuch für die Jahre 1796-7 besagt, dass am 13. Januar 1797
fünfzehn Arbeitern insgesamt für die Arbeit eines Tages 5s 2d (5s 2d
≙
5
Schilling und 2 Pence) gezahlt wurden.
Physiogeographie Teilgebiete der Physiogeographie sind:
Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Geografie#Physiogeographie Er experimentierte mit verschiedenen Arten von Futtergetreide und er gab seine Ergebnisse an die Dublin Society weiter, von der er ein tatkräftiges Mitglied war, weil, wie er erklärte:
1769 widmete er sich auf über vier Acres einem ausführlichen Experiment. Hier pflanzte er verschiedene Arten von Kohlköpfen an, von denen er dann Kostproben an 80 Rinder verschiedenen Alters im Winter verfütterte. Indem er sein Experiment ganz genau beschrieb, folgerte er, dass der “Kilmarnock Kail“ (Kilmarnock Kohl) die besten Resultate bei dem Milchertrag liefern würde. Er unternahm auch eifrige Bemühungen den Standard des Viehbestandes durch die Zuchtwahl anzuheben. Ebenso wie das Angebot von Lord Clanbrassil, gab es auch von seinem Freund Mr. French eine Empfehlung für eine Schafsrasse, er versicherte ihm:
Er suchte auch begeistert Informationen über neue Anbaumethoden und Werkzeuge. Im März 1771 teilte ein Briefpartner in Wiltshire ihm die neuesten Ergebnisse mit:
Viele Landlords von Ulster spornten emsig die Leinenindustrie an, da sie die einheimische Wirtschaft anregen würde und die Wahrscheinlichkeit auf sofortige und regelmäßige Zahlung der Pacht erhöhte. Bei der Gewährung der Pachten bevorzugten die Landlords Pächter, die Spinnen und Weben konnten, viele Landlords boten Prämien für Flachs von hoher Qualität, Garn oder Tuch an. Sie statteten lokale Städte mit Markthäusern und richtigen Märkten aus. !750 war Sir James eindeutig daran interessiert eine Bleichwiese auf seinem Anwesen anzulegen, eine Notwendigkeit, wenn man mit dem Weben anfangen wollte. Ein Arbeiter berichtete:
Es gibt keine Beweise dafür, dass eine Bleichwiese zu Sir James Zeiten angelegt
worden ist, aber über 40 Jahre später weist ein Eintrag vom 27 Juli 1793 im
Kassabuch auf folgendes hin:
Die Dublin Society verlieh Leistungsprämien an die Pächter, die Land urbar
machten und Sir James setzte ihre Maßnahmen auf seinem Anwesen rege um. Sir
James druckte Merkblätter, um die Ideen bekannt zu machen und zu zelebrieren und
im Sommer 1773 veranstaltete er ein „Jubiläum“. Dieses beinhaltete einen
feierlichen Umzug, an denen diejenigen teilnahmen, die in dem vergangenen Jahr
Leistungsprämien erhalten hatten – 180 hoffnungsvolle Anwärter für die
Verleihung des nächsten Jahres waren ebenfalls bei dem Umzug zugegen.
Sir James war auch in Entwürfe für die Verbesserung der Infrastruktur der
örtlichen Verkehrswege miteingebunden. Von der Mitte der 1770er Jahre an gab es
nicht zusammenhängende Diskussionen über einen möglichen Verbindungskanal
zwischen dem Lower Lough Erne und dem Atlantik bei Ballyshannon.
In einem Brief an Lord Townshend, der bereits zitiert wurde, wies Sir James darauf hin, dass er:
Allerdings war dieses nicht bloß ein vereinzelter Akt der persönlichen Nächstenliebe – das war die Ausführung von Sir James vollständiger Philosophie der Verbesserung, welche wiederum aus seiner persönlichen Überzeugung als ein patriotischer christlicher Landlord herrührte. Darüber hinaus führte dieser Glauben nicht nur zu einer materiellen Verbesserung von seiner Heimat und seinen Landsleuten, sondern auch zu ihrem moralischen und intellektuellen Aufstieg. Das kann man am besten anhand des Castle Caldwell sehen. Seine Unterstützung für eine eventuell neue „Church of Ireland“ (Kirche von Irland) Kirche in Pettigo und seine Förderung von katholischen Kirchen, sollte als ein Verlangen die moralische und intellektuelle Untermauerung der Gesellschaft zu verstärken angesehen werden. Der Jubiläumsumzug seiner Pächter im Sommer 1773 schloss einen Gottesdienst bei der Gemeindekirche ein und Sir James lobte die ganze Veranstaltung vor einem seiner Verwandten als:
Einige von seinen scharfsinnigeren und verständnisvolleren Gästen verstanden die Hoffnung hinter seinem Projekt und gaben seinen Bemühungen Beifall. Ein Gast drückte in einem Schreiben in dem späten 1775, nach einem frischen Besuch, seine Anerkennung über jedes Maß dieses Versuches aus:
Zusammenfassung Die Landschaften, die in Irland durch Landlords geschaffen wurden, die den Verbesserungen offen gegenüber standen, wie zum Beispiel durch die Caldwells, waren deswegen so charakteristisch für die Gruppe, die sie geschaffen haben, da sie dadurch ihren Reichtum, Geschmack, ihre Fähigkeit und Zuversicht beweisen konnten und gleichzeitig ihre Unsicherheit offenbarten. Zitat aus: The practice of improvement in the Irish context - The Castle Caldwell estate in county Fermanagh in the second half of the eighteenth century; Mervyn Busteed; School of Geography; The University of Manchester; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga Um 15.00 Uhr starteten wir unseren Spaziergang. Die Ruinen von Castle Caldwell liegen dicht beim Anleger und so erreichten wir sie ziemlich schnell. Auf dem kurzen Weg dorthin stachen einem regelrecht die Pflanzen auf dem Boden ins Auge. Es war regelrecht ein saftiges grünes Meer mit vielen weißen und gelben Farbtupfen dazwischen. Das sah einfach nur toll aus.
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| Auf dem letzten Foto kann man im Hintergrund eine Mauer entdecken, die wahrscheinlich den ganzen Bereich des Castle Caldwell umgibt. So mussten wir auch durch eine etwas größere Lücke in der Mauer gehen, die wohl früher einmal ein Tor gewesen sein mochte. Wenn der Weg nicht gerade durch diese Lücke in der Mauer geführt hätte, dann wären wir wahrscheinlich daran vorbeigelaufen, denn die Mauer ist doch schon arg von der Natur wieder eingenommen worden. Als wir dann Castle Caldwell erreicht hatten, sahen wir, dass auch hier die Natur ganze Arbeit geleistet hatte. Trotzdem oder gerade deswegen war es ein wunderschöner Anblick, da das Castle inzwischen sehr schön mit der übrigen Umgebung harmonisiert. |
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Die Mauern waren fast gänzlich von Efeu überwachsen und
im Innern wuchsen vereinzelt auch schon mal Sträucher und sogar Bäume. So konnte
man das Castle Caldwell von der Ferne eher für einen stark bewachsenen Hügel
halten, als für ein Bauwerk. Nur an wenigen Stellen konnte man noch ein bisschen
Mauerwerk erkennen.
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Wir sahen uns das Castle Caldwell ganz genau an. Leider konnten wir das Innere
des Schlosses nicht mehr in Augenschein nehmen, denn ein großes Warnschild
verbot das Betreten wegen akuter Einsturzgefahr. So versuchte ich dann durch ein
paar Fensteröffnungen Fotos von dem Inneren des Schlosses zu machen. Im Internet habe ich tatsächlich den Grundriss des Castle Caldwell gefunden. Vielleicht kann man anhand des Grundrisses die Bilder, die ich vom Schloss gemacht hatte und das waren nicht gerade wenige, besser einordnen, wobei das sicherlich schwierig sein wird, denn wie schon erwähnt, vor lauter Grün sah man das Schloss nicht mehr! |
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Blicke ins Innere von Castle Caldwell.
Nachdem wir uns das Castle Caldwell wirklich in aller Ruhe angesehen hatten, setzten Holger und ich unseren Spaziergang fort. Wir hatten kein spezielles Ziel, wie auch, denn wir waren hier ja noch nie und so folgten wir einfach dem Weg.
Auf dem Spaziergang machten wir dann auch mal Fotos von uns.
Entlang des Weges kamen wir an regelrechten Bärlauch Feldern vorbei. Man konnte hier wirklich von Feldern sprechen, denn der Bärlauch wuchs hier wirklich sehr üppig und überall hing ein leichter Knoblauchgeruch in der Luft. Holger kamen bei diesem Anblick Nudeln mit Bärlauch Pesto in den Sinn, aber da wir nicht genau wussten, was man nun genau von dem Bärlauch für ein Pesto verwendeten muss, wollten wir lieber eine zweite Meinung einholen. Da Erwin und seine Familie ja auch nach Castle Caldwell kommen wollten, wollten wir auf ihn warten, vielleicht wusste er ja, was man von der Pflanze essen konnte. |
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| Der Weg wurde immer matschiger und wir näherten uns einem See, vor dem sich eine kleine Holzhütte befand. Diese dient zur Beobachtung der Wildtiere, die hier leben. Wir entschlossen uns dazu, auch einen Blick ins Innere dieser Hütte zu werfen, auch wenn man, um trockenen Fußes zu ihr gelangen zu können, über Baumstämme balancieren musste, die über den kleinen, wassergefüllten Graben führten, der den Weg zur Hütte an dieser Stelle unterbrach. Holger wagte sich zuerst hinüber und kam tatsächlich ohne nasse Füße zu bekommen, auf der anderen Seite des Grabens an. Danach half er mir hinüber. |
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Die Tür zur Hütte klemmte arg und man musste sich schon fest dagegen werfen, um sie öffnen zu können. An der gegenüberliegenden Wand der Hütte befand sich eine Beobachtungsöffnung, von der aus man einen Blick auf den dahinterliegenden See werfen konnte, ohne dabei von den Tieren bemerkt zu werden. Diese Beobachtungsöffnung war aber schlecht angebracht worden, denn wenn man vor der Öffnung stand, um hindurch zu sehen, dann musste man sich bücken, saß man allerdings vor der Öffnung, dann musste man sich ganz schön strecken. Da es hier momentan keine Wildtiere zu beobachten gab, entschlossen wir uns dazu, wieder zur Daisy zurückzukehren. | ||||
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Wieder passierte Holger den Graben zuerst, um mir dann wieder zu helfen.
Zum Glück blieben unsere Füße wieder trocken.
Ich will hier natürlich auch nicht den schönen Wald rings um das Castle herum zu
kurz kommen lassen und deshalb kommen jetzt ein paar Bilder von wirklich schönen
Bäumen und Pflanzen, an denen wir sowohl auf dem Hinweg als auch auf den Rückweg
vorbei gekommen waren. Auf allen Bildern ist zu erkennen, dass die Natur sich
ihren Raum zurückerobert hat oder gerade dabei ist, es zu tun.
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Auch an recht seltsam geformten Bäumen, wie an dem rechten Exemplar, kamen wir während unseres Spazierganges vorbei.
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Ein wunderschöner Farn, der gerade neue Blätter bekam.
Pilze im April hatten wir auch noch nicht gesehen.
Der blaue Farbklecks zwischen all dem Grün
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Während wir uns noch ein wenig von unserem Spaziergang erholten, sahen wir ein
Boot, das sich dem Anleger näherte. Wir sahen genauer hin und erkannten das ABC
Boot von Erwin und seiner Familie.
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| Erwin legte das Boot direkt parallel zur Daisy an und wir halfen ihm dabei, indem wir die Leinen festmachten. Nachdem wir uns erneut begrüßt hatten, fragte ich Ursula, ob sie wisse, welchen Teil des Bärlauchs man zum Pesto verwenden würde. Sie wusste es leider nicht, aber Erwin und sein Sohn wussten es. Es wäre der Stängel und wir sollten aber vorsichtig sein, denn es würde eine ähnliche Pflanze geben, die giftig wäre und nach deren Genuss wir im Krankenhaus landen würden. Ich ließ Holger alleine bei Erwin und Ursula zurück. Erwins Sohn war inzwischen mit dem Dingi zum Angeln gefahren und Ursula versuchte ihr Angelglück vom Anleger aus. Ich selbst machte mich auf den Weg zurück zu der Stelle, wo wir den Bärlauch entdeckt hatten. |
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Ich fand die Stelle sehr schnell wieder und pflückte uns ein paar Stängel. Bei dem Rückweg zur Daisy fand ich noch durch einen Zufall einen tollen Ort, von dem aus ich das komplette Castle Caldwell hätte fotografieren können, leider nur hätte, denn da ich ja eigentlich nur Bärlauch pflücken wollte, hatte ich die Kamera diesmal leider nicht dabei, was sich jetzt schwer rächte. Vielleicht hatten wir ja noch genügend Zeit, dass ich ein drittes Mal in den Park laufen konnte, um doch noch das Castle Caldwell in seiner Komplettansicht fotografieren zu können. | ||||
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Am Anleger angekommen, prüfte Erwin meine Ausbeute, indem er ein Stück
davon aß und er dabei feststellte, dass es tatsächlich Bärlauch war. Auch
Ursula probierte ein bisschen vom Bärlauch.
Ich schnappte mit gleich die Kamera und lief dann wieder zu dem Ort zurück, den
ich gerade entdeckt hatte. Dabei bemerkte ich noch einen anderen Weg, der zur
anderen Seite des Castle führte. Hier machte ich auch noch schnell ein paar
Aufnahmen. Im Inneren des Castle hörte ich zwei Jugendliche herum toben, die
trotz der Verbotsschilder das Innere des Castle betreten hatten. Na, wer’s
braucht. Ich blieb lieber draußen, auch wenn ich mir geradezu in den
Fingerspitzen kribbelte, von dort Fotos zu machen.
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| Schlecht-Wetter-Linie bis 2005 | Neue Schlecht-Wetter-Linie (2006er Karte) | ||||
| Wir legten um 17:15 Uhr unter Erwins Protest ab, der bis zur letzten Minute nicht locker gelassen hatte. Vorher verabschiedeten wir uns noch herzlich von Erwin und Ursula, denn sobald würden wir uns sicherlich nicht mehr wiedersehen. Thomas war immer noch mit dem Dingi beim Angeln, so konnten wir uns nicht persönlich von ihm verabschieden. Beim Ablegen machte ich noch ein wunderschönes Foto von Erwin und Ursula. |
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| Ich machte noch schnell ein Bild von dem ABC Boot, das jetzt alleine am Anleger lag. Wir waren noch nicht lange gefahren, da kam uns auch Thomas mit dem Dingi entgegen. Auch er wurde noch schnell von mir fotografiert. |
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Wir hatten eine traumhafte Rückfahrt über den See. Der See war immer noch fast spiegelglatt und hinter uns ging ganz langsam die Sonne unter.
Als wir bei dem Anleger Tully Castle vorbeikamen, sahen wir dort zwei Boote liegen. Bei näherem Hinsehen konnten wir erkennen, dass es die Boote von Udo und Albert waren, die hier wohl über Nacht bleiben wollten. Die beiden müssen morgen Abend ihre Boote wieder bei ABC abgeben und so wollten sie sich wohl nicht mehr zu weit von der Marina entfernen. Man konnte auch erkennen, dass irgendwelche von ihnen in dem einen Dingi beim Angeln saßen. Wer es nun genau war, konnte man auf diese Entfernung nicht erkennen.
Bei der Weiterfahrt konnten wir auch einen Blick auf Tully Bay werfen, der neuen Marina von CarrickCraft. CarrickCraft waren vorher in Knockninny ansässig, dass sich im Upper Lough Erne befindet. Dort hatten sie wohl 2005 alles verkauft und sind nach Tully Bay umgezogen.
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| Da wir gestern so schön in der Cammagh Bay gegrillt hatten, hatten wir uns auf der Rückfahrt entschlossen, an dem Anleger Cammagh Bay auch diese Nacht zu bleiben. Erstens war das Wetter gut, dass wir wieder grillen konnten und zweitens ist es einfach ein traumhafter Anleger, einer meiner liebsten am Erne. Kurz vor dem Anleger gelang es mir noch, einen am Ufer sitzenden Fischreiher zu fotografieren. So gegen 19:00 Uhr legten wir in der Cammagh Bay in der gleichen Position wie am Tag vorher an, diesmal blieb unser Bug aber etwas weiter vorne, da hier doch etliche Steine am Heck im Weg lagen. |
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Holger stellte den Grill diesmal auf den Teil des Stegs ab, der aus Beton bestand. Beinahe wäre es hier zu windig zum Grillen gewesen, aber wir schafften es doch noch, den Grill in Gang zu bringen. Das Fleisch hatte ich schon auf der Rückfahrt von Castle Caldwell mit dem Spezialgewürz von Knorr gewürzt, von dem wir uns noch ein paar Dosen mit nach Hause mitnehmen wollen. In Kesh hatten wir uns einen Salat gekauft, den ich mit einer Gurke verlängert hatte und dazu hatte ich auch schon ein Balsamico Dressing fertig gemacht, so dass wir es nur noch über den Salat gießen mussten. Während Holger das Fleisch grillte, machte ich noch schnell ein paar Bilder von dem Sonnenuntergang in der Cammagh Bay. Jetzt hatte ich es heute tatsächlich geschafft, hier sowohl einen Sonnenaufgang als auch einen Sonnenuntergang zu fotografieren.
Das Fleisch war bald fertig und es schmeckte genau so gut, wie am Tag vorher, wo
wir ja auch schon in der Cammagh Bay gegrillt hatten. Abends sahen wir uns dann
noch die DVD „Das Wunder von Bern“ an. Das ist ein Film, der eigentlich von der
Fußballweltmeisterschaft handelt, aber irgendwie hat es der Regisseur geschafft,
das als Nebensache zu behandeln. Wir waren beide doch positiv überrascht. Nach
dem Film, den wir beide tatsächlich mal bis zum Ende sahen, gingen wir ins Bett. |
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