19.04.2006
Halbzeit – Leider!
| Kurz nach sechs bin ich kurz
wach geworden. Da es in unserem Boot recht kalt war, bin ich kurz
aufgestanden, um die Heizung anzustellen. Beim Blick aus dem Fenster sah
ich, dass die Sonne gerade über Devenish aufging und das Bild war so
schön, dass ich noch ein paar Fotos machte.
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Ich kehrte wieder in meine Koje zurück und mummelte mich wieder in meine warme Decke ein, Trotz der Heizungsgeräusche bin ich wieder fest eingeschlafen und so schliefen Holger und ich heute wieder etwas länger. Es war ja gestern Abend etwas später geworden. Nachdem wir beide endgültig wach waren, brachte Holger mir die Kelloggs Frosties ans Bett. Dann standen wir beide auf und machten sowohl uns, als auch das Boot für den Tag fertig. Ein Schwan hinter unserem Boot vollführte ein kleines Schwanenballett und so bekam er zum Dank noch etwas Brot zum Frühstück von uns.
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Nachdem der Schwan satt war, machte ich noch ein paar Fotos, unter anderem von unserem nächtlichen Liegeplatz, denn das Foto hatte ich gestern tatsächlich vergessen. Wir sprachen noch einen Moment mit Martina Familie, die auch so langsam aus ihrem Boot kam und dann verabschiedeten wir uns auch schon von ihnen. Wir kehrten zur Daisy zurück, machten die Leinen los und starteten so um 10:20 Uhr von Devenish Island aus. Während wir vom Anleger abfahren, macht Martina noch schnell ein Foto von uns. | ||
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Kurz nach Devenish fing es
wieder leicht an zu regnen und wir befürchteten, dass es heute wieder
nichts mit dem Aufstieg zu den Cliffs of Magho werden sollte. Wir
reihten uns hinter einem MHM Boot ein. Erst hatten wir ja vermutet, dass
es Paolo wäre, aber dann sahen wir, dass das MHM Boot nur ein Dingi
hatte und da Paolo mit zwei Dingis unterwegs war, konnte er es also
nicht sein. Plötzlich hörte es wieder auf zu regnen und die Sicht wurde
wirklich traumhaft. Mit dem bloßen Auge konnte man ja schon viel
erkennen, mit Holgers Fernglas sah man dann jede Einzelheit. Wir
entschließen uns jetzt doch dazu, die Cliffs of Magho anzusteuern. Wir
kamen kurz vor der Inishmacsaint an einem „Verbot der Einfahrt“
Verkehrszeichen
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Vorsichtshalber machte ich ein Foto davon, falls man uns das nicht glauben sollte. Aber wie man auf dem Foto erkennen kann, erfüllt das Verkehrszeichen an dieser Stelle auch wirkliche einen guten Zweck, denn wer möchte schon auf einen der Felsen mit seinem Boot auffahren. Kurz nach 11:00 Uhr kam auch die Sonne heraus. Hinter uns hatte sich ein Boot eingereiht und in dem Moment, als ich das Boot entdeckte, erhielt Holger eine SMS: „Ich sehe Euch, wir machen kurz Kaffeepause in Tully Castle, bis später! Martina“. | ||
| Das Boot hinter uns war also das MHM Boot von Martina. Wir antworteten ebenfalls mit einer SMS: „Danke für die Einladung, wir bringen die Kekse mit & frisch gestärkt können wir dann zusammen die Cliffs of Magho besteigen, um den Ausblick zu genießen. Brupies“ (Brupies ≙ für meinen Nachnamen Bruhns und Holger Nachnamen Pietsch. Freunde hatten irgendwann daraus mal einen gemeinsamen Nachnamen für uns entwickelt). Vorbei ging es an der Cammagh Bay, wo wir letztes Jahr übernachtet hatten. Dieser Anleger liegt zwar sehr ruhig, wird aber gerne von Wassersportlern aufgesucht, die die dort liegenden Boote gerne zum Schaukeln bringen, indem sie sehr nah und mit hoher Geschwindigkeit an ihnen vorbeirasen. Dieses Pech hatten wir leider das letzte Jahr gehabt. Scheinbar hatte man uns als Störenfried angesehen, den man nun verscheuchen wollte. Aber irgendwann wurde es auch für den Wassersport zu dunkel und schon hatten wir unsere Ruhe. | |||
| Wir kamen jetzt an der Insel Inishmacsaint vorbei, die mittels einer Pontonbrücke mit dem Festland verbunden ist. Man kann also von der Cammagh Bay direkt auf die Insel Inishmacsaint gelangen. Den Weg hatten wir jedoch noch nicht ausprobiert. Vor einem Jahr hatte hier eine Gruppe von Paddlern ihr Lager direkt in den Ruinen der Kirche aufgeschlagen. Das hatte uns damals doch sehr gewundert. Hinter Inishmacsaint erhoben sich majestätisch die Cliffs of Magho, die wir ja heute noch erklimmen wollten. Ob man bis nach ganz oben gelangen kann, glaube ich aber nicht so richtig, denn dafür erschienen sie mir zu hoch. |
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Inishmacsaint
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| Kurz vor der
Schlechtwetterlinie, die in der Karte markiert ist, kreuzte uns ein
Wassersportler auf seinem Jetski. Er fuhr sehr gut und es machte richtig
Freude, ihm dabei zuzusehen. Seine Mitfahrerin musste sich aber bei
diesem Tempo sehr gut festhalten, um nicht ins Wasser zu fallen. Jetzt
passierten wir die Schlechtwetterlinie und der Wind hatte endlich mal
wieder ein Einsehen mit uns. Wir hatten ja schon recht stürmische
Stunden auf diesem Stück verbracht und waren deshalb, was den Wind
anging, eher etwas zu vorsichtig.
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Mir war es nur recht so, denn ich wollte kein zweites Mal um mein Leben bangen müssen. Der Wind hatte zwar diesmal ein Einsehen mit uns, aber kurz vor Tully Castle zogen sehr dicke, schwarze Wolken auf und die schöne Sicht war dadurch dahin. Hoffentlich wird es heute tatsächlich etwas mit unserem Aufstieg. Das MHM Boot von Martina kam wieder näher. Wir waren beide einen etwas anderen Kurs gefahren und so konnte Martina wieder aufholen.
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| Tully Castle
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| Tully Castle liegt in einer atemberaubenden Landschaft an den Ufern des Lower Lough Erne. Es befindet sich nur ein paar Kilometer nördlich von Derrygonnellyare. Genau genommen ist Tully Castle keine Burg, denn es ist eigentlich ein geschützter Wohnsitz oder ein „Stronghouse“ (eine Festung). Dieses war zu der Zeit der „Plantation of Ulster“ (Ansiedlung von Ulster) von den wohlhabenden Siedlern die allgemeine Art und Weise, einen Wohnsitz zu bauen. Allgemein versteht man unter einem „Stronghouse“ einen Ort, der hauptsächlich dem Lebensunterhalt dient, während die Verteidigung eher zweitrangig war. |
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Bei
einem Castle ist es eher umgekehrt der Fall. Da stand die Verteidigung an der
ersten Stelle und der Lebensunterhalt war zweitrangig. Auf den ersten Blick
wirkt Tully Castle auf einen, wie eines der vielen dachlosen Gebäuden von
Irland, aber das Bauwerk hat einige schöne architektonische Besonderheiten und
eine kurze, aber doch heftige Geschichte. |
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Sir John Hume sorgte dafür, dass sich seine Familie in den drei Stockwerken hohem Gebäude zu Hause fühlte, in dem er das Gebäude in einer T-Form bauen ließ, die eher einzigartig in Irland war. Diese T-Form war zwar eher einzigartig in Irland, sie war aber die allgemeine Bauform in dem schottischen „Lowland“ (Tiefland). Die Fenster sorgten für eine ausgezeichnete Aussicht über den Lower Lough Erne und einem Kräutergarten im Renaissancestil. | ||
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Besonders im Frühling und im Sommer bildet der erst kürzlich
neu angelegte Garten mit seinen niedrigen Buchsbaumhecken einen krassen Kontrast
zu dem, zur Ruine verfallenen Gebäude hinter ihm.
Trotz seiner Bemühungen, seiner Familie ein schönes Heim zu bieten, hatte Sir
John Hume die Kenntnis, dass die Grafschaft Fermanagh zu Beginn des 17.
Jahrhunderts für die schottischen Siedler nicht gerade ein schöner Ort zum Leben
war.
Um das Anwesen zu schützen, war es durch einen so genannten „Bawn“ (befestigten Schlosshof), der aus Steinen und Kalk bestand, umgeben. In Hinsicht auf die Stärke kann man einen „Bawn“ zwischen einer Gartenmauer, die nur den impulsiv handelnden Dieb fern halten soll und einer Ringmauer, die einer Armee wieder stehen kann, einordnen. |
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Der befestigte Schlosshof von Tully
war mit Türmen ausgestattet, aber laut historischen Quellen dienten die
Türme dem Personal als Unterkunft. Das Hauptgebäude selbst enthielt
ebenfalls bauliche Veränderungen, die der Verteidigung dienen sollten.
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| Aus architektonischer Sicht ausgesehen ist es bemerkenswert, dass die eingeflossenen schottischen Besonderheiten, wie die T-Form des Gebäudes und die „Turrets“ (Türme) in einer typischen irischen Art und Weise bearbeitet worden sind. Das heutzutage verschwundene, Stroh gedeckte Dach war zum Beispiel ein irisches Merkmal, genauso wie die glatte Ausführung der „Turrets“. | |||
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Es ist
unbekannt, ob diese irische Note von Hume selbst oder von den irischen Arbeitern
gestaltet worden waren. Wie üblich zog solch ein Anwesen wie Tully die Menschen
an, die hier nach Arbeit suchten und so entstand nicht weit vom „Stronghouse“
entfernt eine kleine Ortschaft. Der Ort, der ungefähr 24 in erster Linie
schottische Familien umfasste, ist gut dokumentiert worden, aber
nichtsdestotrotz ist seine genaue Position unbekannt, da er während des
Aufstandes von Ulster völlig ausradiert wurde. Sir John Hume starb 1639 und es wird angenommen, dass sein Sohn und Nachfolger, Sir George Hume, einige Verbesserungen vornahm. Nicht eine von diesen Veränderungen ist beachtlicher als ein zugemauertes Fenster in der südwestlichen Ecke von Tully Castle. Das kleine Loch in der Verrammelung ist wahrscheinlich eine Öffnung für Musketen. |
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Das Fenster könnte also möglicherweise in Erwartung auf den Horror, der Tully
Castle am Heiligen Abend des Jahres 1641 heimsuchen sollte, verschlossen worden
sein. Im Oktober 1641 löste Owen Roe O’Neill die „Ulster Rebellion“ (den Aufstand von Ulster) aus. Während der ersten Monate der Rebellion bewiesen die Iren, dass auch sie sich beschämend zur Schau stellen konnten. Das berühmteste Beispiel für ihr schlechtes Benehmen war das Ertränken von mehr als hundert Flüchtlingen im Fluss Bann in der Nähe von Portadown. Alarmiert durch die Berichte darüber, bereitete sich die protestantische Bevölkerung auf das Schlimmste vor, ein Beispiel dafür ist das zugemauerte Fenster von Tully Castle. Lady Hume bemerkte jedoch, dass die Verteidigungsstrukturen von Tully Castle unzulänglich waren und so wurde das „Stronghouse“ an Rory Maguire unter der Bedingung übergeben, dass die einheimischen protestantischen Bewohner des Ortes, die in Tully Castle Zuflucht gesucht hatten, sicher abziehen durften. Maguire stimmte diesen Bedingungen zu, aber sobald er die Kontrolle über Tully Castle erlangt hatte, entledigte er alle Einwohner mit Ausnahme von Lady Hume ihrer gesamten Kleidung. Die Frauen und die Kinder wurden in die Keller gesperrt und die Männer wurden, an Händen und Füßen gefesselt, in den Schlosshof geworfen, in dem sie die kalte Dezembernacht verbringen mussten. Am nächsten Tag, am Weihnachtstag, wurden alle Männer, Frauen und Kinder, wieder mit Ausnahme von den Hume’s, getötet. Nach der Abschlachtung von ungefähr 80 bis 90 Zivilisten, plünderten die Rebellen Tully Castle und rissen es danach nieder. So wurde das „Stronghouse“, das den Einwohnern als ein schönes Heim dienen sollte, ein Ort des Horrors. Obwohl Tully Castle nur 30 Jahre lang bewohnt gewesen war, wurde es nie wieder aufgebaut.
Zitat aus: http://www.orangearch.co.uk/comberletter.htm; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga |
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Irische Rebellion (1641)
Auf dem Rückweg zur Daisy traf ich Matthias und Martina, die sich nach dem Kaffee trinken jetzt auch Tully Castle ansehen wollten. Matthias war genauso wie ich mit der Kodak P850-Kamera ausgestattet, die er sich auf unsere Empfehlung hin, zum Geburtstag gewünscht und sie dann auch geschenkt bekommen hatte. |
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Auf dem etwas matschigen Fußweg zurück zum Anleger erblickte ich einen Ast, der auf dem Boden lag und mit dem Efeu, rings um ihn herum, sehr interessant aussah. Natürlich machte ich gleich ein Foto von ihm. Ich kann ja an nichts vorbei gehen. Auch konnte ich mal einen Blick durch die dichten Bäume am Ufer hindurch auf die beiden Boote am Anleger werfen.
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Holger holte die Angelschnur ein, da er mich zurückkommen sah, denn wir wollten heute ja noch eine große Aufgabe meistern, wir wollten ja noch auf die Cliffs of Magho. Wir verabschiedeten uns von Martin, machten unsere Leinen los und legten um 12:40 Uhr ab. Das MHM Boot von Martina ließen wir alleine am Anleger zurück.
Das Wetter hatte immer noch ein Einsehen mit uns. Zwar war es etwas windiger
geworden, aber der Lower Lough Erne lag immer noch recht glatt vor uns. Schon
bald konnten wir vom Boot aus einen Blick auf die Cliffs of Magho werfen. Sie
sind wirklich sehr imposant. |
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Kurz vor dem Anleger von den Cliffs of Magho sahen wir auf der anderen Seite des Sees zwei Boote. Beide führten eine Deutschlandflagge und Holger erkannte sie als Udos und Alberts Boote. Kurz darauf klingelte Holgers Telefon. Holger ging ran und am anderen Ende war Udo, der fragte, ob wir das auf der von ihm aus gesehen anderen Seite des Lower Lough Erne wären. Holger bejahte dies. Leider konnte Holger Udo besser sehen als verstehen, da die Verbindung so schlecht war und so mussten beide gleich darauf wieder auflegen. Wir vermuteten, dass sie unterwegs nach Belleek waren, denn dort wollten auch die Friebels übernachten.
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| Um 13:20 Uhr erreichten wir den Anleger von Magho. Gerade an dieser Stelle waren die Wellen recht kräftig und mittlerweile konnte ich erahnen, warum dieser Anleger nicht zum Übernachten geeignet war. An dem kleinen Anleger lag schon ein CarrickCraft und auf dem Steg waren auch Personen, die vermutlich zu der Mannschaft des CarrickCraft gehörten. Obwohl hier der Wellengang recht stark war, half uns keiner von ihnen beim Anlegen. Es wurde nicht einmal ein Tampen von uns entgegengenommen. Wir schafften es aber dann doch alleine, auch wenn es nicht einfach war. | |
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![]() Nachdem wir die Daisy ordentlich fest gemacht hatten, bei dem Wellengang war es wohl auch besser so, machten wir uns für den Aufstieg auf die Cliffs of Magho fertig. Endlich würden wir es schaffen, die Cliffs of Magho zu besteigen. |
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Wir hatten es uns schon oft vorgenommen, aber immer hat uns das Wetter daran
gehindert. Auf die Friebels mussten wir nicht warten, da sie Holger schon gesagt
hatten, dass sie nicht auf die Cliffs of Magho wollten. Sie würden gleich nach
Belleek durchfahren. Schade eigentlich.
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Trotz all der Hindernisse während des Aufstiegs schafften wir den kompletten Weg
nach oben und wir waren mächtig stolz auf uns. Und tatsächlich, der Weg ging
wirklich ganz nach oben. Ich hatte da ja vorher so meine Zweifel gehabt. Wir
wurden für den schlechten Aufstieg auch ordentlich entlohnt, denn erstens schien
jetzt die Sonne und zweitens hatte man hier eine unvergessliche Aussicht auf den
Lower Lough Erne.
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Man konnte sogar zur Linken den Atlantik erkennen, auch sah man ein Stück des
Strandes bei Ballyshannon. Diesen Anblick werden wir unser Leben lang sicher
nicht mehr vergessen. Oben befand sich ein Parkplatz, auf dem auch ein Auto parkte. Wir wollten eigentlich den Fahrer fragen, ob er uns wieder mit nach unten mitnehmen könnte, aber als die Insassen des Autos zurückkamen, sahen wir, dass das Auto schon allein durch sie voll war. Also doch laufen! Aber das würden wir auch noch schaffen. |
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| „Cliffs of Magho“ (Klippen von Magho)
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| Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga
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Fetthennen-Steinbrech aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie Der Fetthennen-Steinbrech (Saxifraga aizoides), auch Bewimperter Steinbrech genannt, gehört zur Gattung Steinbrech (Saxifraga). Er wird auch als Bach-Steinbrech oder Quell-Steinbrech bezeichnet, welches seine Vorliebe für einen feuchten Standort kennzeichnet. Der Namensbestandteil aizoides (griech. = immer lebend) verweist auf die immergrünen Blätter. Beschreibung Die rasig wachsende Pflanze wird ca. 5-20 cm hoch und hat locker beblätterte, drüsenhaarige Stängel. Die Blätter werden 10-25 mm lang und sind recht fleischig (Fetthennen). |
Fetthennen-Steinbrech |
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Die Blüten sind zu 2 -12 in einem lockeren, traubigen Blütenstand
zusammengefasst und werden ca. 15 mm breit. Die Kronblätter sind gelb bis
dunkelorange, selten sind sie auch dunkelrot, mit dunkleren Punkten. Die Blüten des Fetthennen-Streinbrechs werden neben Zweiflüglern auch von Ameisen besucht. Die Samen bleiben drei Wochen schwimmfähig und erklären somit das häufige Herabsteigen an Flüssen bis weit unterhalb des eigentlichen Verbreitungsgebietes. Vorkommen Der Fetthennen-Steinbrech bevorzugt Quellflure aber auch Schutt (Gletschermoränen) und Fels (feucht) zwischen 600 - 3.100 m. In der Arktis ist er auch in der relativ trockenen Tundra verbreitet. Er steigt mit den Flüssen weit ins Vorland herab (etwa bis München mit der Isar). In Nordeuropa wächst er auch auf Meeresspiegelniveau. Das Verbreitungsgebiet umfasst das arktische und subarktische Kanada mit südlichen Ausläufern an der West- und Ostküste bis zur USA-Grenze. Grönland, das östliche Island, Spitzbergen, Nowaja Semlja, den polaren Ural und das artkische NO-Russland mit der Kola-Halbinsel, Skandinavien und die Alpen von den Pyrenäen bis zum Balkan. Er ist auch im nördlichen Irland und Großbritannien (südlich bis Yorkshire) verbreitet. Blütezeit ist von Juni bis September. Historisches Unter den Namen Sedula montana pulchra war diese Art schon 1563 dem Botaniker Valerius Cordus bekannt. Linné fand diese typische arktisch-alpine Pflanze in Lappland und verlieh ihr den jetzigen Namen. Sonstiges In Niederösterreich und Tirol nennen die Einheimischen den Fetthennen-Steinbrech auch "Gamswurz", so wie viele andere Pflanzen, die gerne von Gämsen gefressen werden. In einigen Landstrichen Tirols wird auch der Name "Warzenkraut" verwendet, da es zum Entfernen von Warzen genutzt wurde. Pollen wurden von Wissenschaftlern in spätglazialen Sedimenten in Dänemark, den Niederlanden und einigen deutschen MIttelgebirgen nachgewiesen. Der Fetthennen-Steinbrech gilt im nördlichen Alpenvorland als gefährdet. Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Fetthennen-Steinbrech
Eine interessante Vegetation.
Da haben wir es nun fast geschafft. Noch einmal kurz verschnaufen. Und das Schild, das darauf hinweist, dass man den Pfad nur mit gutem Schuhwerk betreten sollte, hätte man vielleicht auch schon am unteren Ende des Pfades aufstellen sollen.
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Die Aussicht auf den Lower Lough Erne während des Aufstieges.

Die Aussicht auf den Lower Lough Erne während des Aufstieges. Hier waren wir
fast oben.

Die Aussicht auf den Lower Lough Erne von dem höchsten Punkt der Cliffs of Magho
aus gesehen.

Die Aussicht auf den linken Bereich des Lower Lough Erne von dem höchsten Punkt
der Cliffs of Magho aus gesehen.

Die Aussicht auf den rechten Bereich des Lower Lough Erne von dem höchsten Punkt
der Cliffs of Magho aus gesehen.

Blick auf die Atlantikküste von dem höchsten Punkt der Cliffs of Magho aus
gesehen.

Wir am höchsten Punkt der Cliffs of Magho. Sehen wir nicht glücklich aus!
| Am höchsten Punkt der Cliffs of Magho befinden sich am Rand des Parkplatzes
einige Kiefern und unter diesen Kiefern fanden wir zwei Kriegsdenkmäler. Das
eine erinnert an eine Sunderland W3436 von dem 201. Schwadron der Royal Air
Force, die am 18. November 1943 im Lough Erne sank. Dabei starben drei Männer.
Es soll auch an alle am Lough Erne stationierten Flieger erinnern, die im
Zweiten Weltkrieg starben. |
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Das andere Denkmal erinnert an die Flugbesatzung einer Catalina JX 242 von dem 202. Schwadron von Killadeas, die hier mit dem Bergrücken zusammenstieß und wobei acht von den zehn Besatzungsmitgliedern starben, während sie in dieser Gegend im Zweiten Weltkrieg operierten. |
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Zu diesem Zusammenprall fand ich im Internet einen Artikel vom Ernesider.
„Catalina (JX242)
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Es gibt am Seeufer noch ein Überbleibsel des Flugzeuges und man fängt an die jungen Männer an zu denken, die an diesem verhängnisvollen Montagmorgen die Maschine vom Atlantik kommend flogen und dabei den Bergrücken auf dieser Seite des Sees trafen. Wie viel Unglück sie hatten. Nur einige Fuß mehr hätte sie über den Bergrücken gebracht und sie wären wieder sicher in der Castle Archdale Flugboot Basis angekommen. Es gab zwei Überlebende: W/O Clifford Henry Moore und F/Sgt Charles Wilfred Bowater. Sie fanden ihren Weg durch den Barr of Wealt (heute der Lough Navar Forest Park) und einheimische Familien halfen ihnen. Vermutlich wurden sie zurück zum Castle Archdale gebracht. |
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Der Schwadronführer Owen Bishop war, während er in Castle Archdale stationiert
war, mit den jungen Männern vertraut. Kürzlich sagte er: „Sie waren eine sehr
gute Crew und ich trauere um sie. Flight Sergeant Bill Sharp, mein junger und
außergewöhnlich sachkundiger australischer Navigator, ist auf dem Friedhof der
„Church of Ireland“ (Kirche von Irland) in Irvinestone begraben worden. Er war
der Beste.““
Wir genossen richtig lange die Aussicht vom höchsten Punkt der Cliffs of Magho aus und nachdem die Speicherkarte der Kamera fast voll von Fotos von hier oben war, traten wir um 14:50 Uhr den Rückweg an. Nach einem vierzigminütigen Abstieg erreichten wir um 15:30 Uhr wieder unser Boot. |
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Das Boot von CarrickCraft war
gerade beim Ablegen und auch wir machten gleich unsere Leinen los, denn
mittlerweile hatte der Wind doch recht aufgebriest und so wollten wir so schnell
wie möglich hinter die Schlechtwetter Linie kommen. Der Wind war zwar stärker
geworden, der Wellengang hielt sich aber zu unserem (oder meinem speziellen)
Glück noch in Grenzen und so war die Fahrt über den Lower Lough Erne nicht
unangenehm. |
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Holger fuhr recht zügig und durch die eintönigen Geräusche des Motors schlief
ich irgendwann einmal ein. Ich wachte erst kurz vor der Marina von Manor House
auf, die wir um 17:00 Uhr erreichten. Hier wollten wir eigentlich nur unseren
Trinkwasservorrat auffüllen, aber leider waren alle öffentlichen Anleger bei
Manor House, die bei uns in der Karte verzeichnet waren, durch die eigenen Boote
blockiert, die sogar in doppelter und dreifacher Reihe lagen. Scheinbar war man
hier als Gast nicht erwünscht, denn wir hatten hier schon öfters Probleme
gehabt, einen Liegeplatz zu finden. Bisher war es uns auch nur einmal gelungen,
aber auch nur, weil wir unser Boot in eine Lücke nicht angelegt, sondern eher
reinquetschten hatten. |
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Holger fuhr wieder aus dem Innenhafen raus und legte dann am Außenanleger von Manor House an, da es hier auch einen Wasseranschluss gab. Nachdem Holger unseren Wasserschlauch rausgeholt hatte und ihn gerade am Wasserhahn anschließen wollte, bemerkte er, dass der Wasseranschluss hier leider kaputt war. So legten wir unverrichteter Dinge gegen 17:00 Uhr am Außenanleger wieder ab. Schade eigentlich, denn so konnte ich nicht noch einmal auf den Friedhof von Killadeas gehen, um neue Fotos von dem Bishop Stone und der großen Steinplatte zu machen. |
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Killadeas befindet sich in der Nähe von der Marina von Manor House und von einer kleinen Straße, die in der Nähe von dem Manor House Hotel beginnt, zu erreichen.
Das Manor House Country Hotel
"Church of Ireland“ (Kirche von Irland) von
Killadeas
Heute ist die Kirche von Killadeas eine moderne „Church of Ireland“ (Kirche von
Irland), die aus dem Jahr 1866 stammt. Sie wurde auf dem Ort alter
Klosterfundamente gebaut. Killadeas erhielt den Namen von dem „Reformist Irish
Monastic Movement“ (der reformistischen irischen klösterlichen Bewegung) des 8.
Jahrhundert, der Culdeer – Menschen, die Gott als ihren Herrn interpretierten
und deshalb Mönche wurden (von dem Irischen „Ceile“, was Mandant, Diener oder
Gefährte bedeutet und „De“, was Gott bedeutet). Diese Mönche führten ein sehr
enthaltsames Leben und wie die Ceile De, scheinen die Iren schnell eine
beträchtliche Hingabe zur Buße erworben zu haben, besonders die Art, die am
meisten den Körper gefordert hatte. Die Kirche in Killadeas wurde unter dem
Namen „Yellow Church“ (gelbe Kirche) bekannt. Die Ceile De verfassten eine
naturnahe Poesie, die manchmal unter dem Begriff „Hermit Poetry“ (Poesie der
Einsiedler) bekannt wurde. Diese war für ihren sensiblen und feinfühligen Touch
berühmt. Ale (Schwarzbier) war nach den strengeren Regeln der Ceil De verboten,
mit Ausnahme davon, wenn die Mönche auf eine lange Reise gingen.
Der „Bishop’s Stone“ (Stein des Bischofs) von Killadeas
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| Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt frei aus dem Englischen übersetzt von Inga
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Der „Bullaun Stone“ (Bullaun Stein) von Killadeas
Bullaun |
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Ihre größte Entsprechung außerhalb
Irlands finden sie beispielsweise in den Querns, oder den multiplen Querns (am
Tempel Kordin III) auf Malta. Sie werden allgemein in die Bronzezeit datiert,
können aber auch älter sein. Besonders zahlreich sind sie in den Co. Carlow und
Wicklow. Bullauns sind meist mit individuellen Namen versehen. Über den Madman´s Stum um den Bullaun wurde offenbar in der frühchristlichen Periode unter verändertem Vorzeichen fortgefahren. Viele werden in Verbindung mit frühchristlichen Kirchen (so auf Holy Island im Lough Derg, Co. Clare) oder heiligen Brunnen gefunden. Ihre Anwesenheit an diesen Orten weist auf die große Wertschätzung, die sie bei den vorchristlichen Bewohnern Irlands hatten und das Bemühen der christlichen Kirche, sie in den Glauben zu integrieren. Ein paar Bullauns gibt es in England, Wales und Schottland. Es soll sie aber auch in Frankreich, auf Gotland und selbst in Litauen geben. Bullaun ist auch der Name eines Dörfchens, welches in der Nähe des Turoe-Steins bei Loughrea im Co. Galway liegt. Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Bullaun
Der Stein fand als eine Feldplatte mit einem christlichen Kreuz eine
Wiederverwendung, denn auf der anderen Seite der becherförmigen Löcher befindet
sich in einem Kreis ein griechisches Kreuz mit einem gegabelten Schaft. Es gibt
hier auch eine verwitterte Inschrift, die wie folgt lautet: „BENDACHT AR ART U
LURCAIN“, ein Segensspruch an den Art ua Lurcain.
Der „Holed Stone“ (der Stein mit einem Loch) von Killadeas |
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Der „Holed Stone“ (der Stein mit einem Loch) von Killadeas befindet sich südlich von dem „Bullaun Stone“ (Bullaun Stein). Der „Holed Stone“ kann ein Megalith sein, der üblicherweise alleine steht. Der Megalith ist meistens einem komplexeren System zugehörig, wie einem Steinkreis. Die Größe des Lochs legt seine Anwendbarkeit fest. Einerseits wurden Babys und junge Kinder durch das Loch aus Heilungszwecken hindurchgereicht und anderseits erfüllten sie ihren Zweck bei der „Teltown Marriage“ (Teltown Hochzeit). Für diese Art der Hochzeit wurden Steine mit einem Loch in der Mitte, das gerade mal groß genug war, die Hand hindurch zu stecken, benutzt. Auf der einen Seite des Steins reihten sich die heiratswilligen Männer auf, auf der anderen die heiratswilligen Frauen. |
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Nun
streckten sich jeweils zwei ihre Hände durch das Loch entgegen und wurden
verheiratet, ohne zu wissen, wer eigentlich auf der anderen Seite stand. Nun
konnten die Paare mindestens ein Jahr und einen Tag lang eine "Ehe auf Probe"
führen. Glücklicherweise gab es damals auch schon die "Scheidung", die nach
Ablauf dieser Zeit durchgeführt werden konnte, indem man zu dem Loch im Stein
zurückkehrte und der Sache, also der Hochzeit, abschwor. Dann entfernte man sich
von dem Stein und von ihrem Geliebten oder seiner Geliebten.
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Auf der Suche nach einem funktionierenden Wasseranschluss geht es weiter zum nächsten Anleger. Um 17:15 Uhr machten wir am Anleger von Inishclare Harbour fest und tatsächlich können wir hier endlich Wasser fassen, auch wenn das Wasser nicht gerade mit sehr viel Druck durch die Leitung kam, es tröpfelte eher so vor sich hin.
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Über Nacht können wir jedoch nicht bleiben, denn erstens quietscht der Anleger
sehr, sehr fürchterlich und zweitens scheint er nur für Gäste des Restaurants zu
sein. |
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Eigentlich wollte Holger nur kurz auf die andere Seite fahren, aber der Nordwind hatte den Lower Lough Erne so wellig gemacht, dass Holger sogar anfangen musste, mit der Daisy zu kreuzen, da sie uns ansonsten „weggerollt“ wäre. Ich hasse rollende Boote. Irgendwie ist unser Boot bei windigen Wetter für den Lower Lough Erne nicht geeignet. Wir erreichten Carrickreagh. Hier mussten wir leider gleich feststellen, dass am Anleger keine richtigen Festmacher vorhanden waren, es waren nur runde Pfosten vorhanden. So entschieden wir uns gleich zur Weiterfahrt zur Camagh Bay, doch diese gestaltete sich ebenfalls schwieriger als erwartet, da der Nordwind die Daisy mittlerweile so fest an den Anleger gedrückt hatte, dass wir wirklich Mühe hatten, sie los zu bekommen. Sie war förmlich an den Anleger festgeklebt. Wir schafften es dann doch endlich. Zum Glück!
Carrickreagh
Carrickreagh ist der Name des westlichen Uferbereichs des Lough Erne, der
gegenüber von Killadeas liegt. Der in der alten Bauweise gebaute Anleger, es ist
kein schwimmender Anleger, bietet Platz für ungefähr drei Boote. Bei dem
typischen Westwind liegt man hier sehr Windgeschützt, da sollte man diesen
Anleger auf jeden Fall anfahren. Bei Wind aus dem Nord sollte man ihn lieber
meiden, da der Wind direkt zwischen die den beiden, vor Carrickreagh gelegenen
Inseln Pushen Island und Gall Island durchwehen kann und dadurch auch direkt auf
dem Anleger von Carrickreagh trifft. Die direkte Uferlinie (öffentlich) und die
Inseln (privat) um Carrickreagh herum sind wundervoll ruhig und sie bieten den
wild lebenden Tieren einen natürlichen Lebensraum.
Zitat von: http://www.mcnutt.de/private/erne/carrickreagh/carrickreagh.html ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga Wir nahmen Kurs auf die Camagh Bay, die wir dann auch um 18:30 Uhr erreichten. Hier machten wir als einziges Boot fest. Nachdem wir die Leinen festgemacht hatten, warf ich einen Blick auf das Stück zwischen dem Boot und dem Festland.
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Zum Glück hatte Holger nicht zu nah am Ufer festgemacht, denn kurz hinter der Daisy sah ich einige Steine durch das Wasser durchschimmern. Die wären sicherlich nicht so toll für den Boden unseres Bootes gewesen.
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![]() Ich machte noch schnell ein Foto, dass die Daisy am Anleger von hinten zeigt, damit wir uns immer daran erinnern konnten, nicht zu nah ans Ufer mit dem Boot heranzufahren, wenn wir mal wieder in der Camagh Bay festmachen würden. |
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Da es hier herrlich windstill war, beschlossen wir, den Grill rauszuholen, den wir beim Picknickplatz am Festland aufstellten. Schnell war das Fleisch gewürzt, jetzt musste nur noch der Grill die richtige Temperatur erreichen.
Während Holger auf die Kohlen aufpasste, um nicht den Zeitpunkt zum Fleischauflegen zu verpassen, machte ich in der kleinen Küche der Daisy einen Gurkensalat, den wir als Beilage zum Fleisch essen wollten. Die Sonne immer schien immer noch recht stark und so konnte Holger das Grillen im Freien richtig genießen, auch wenn er dabei eine Jacke tragen musste. |
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Es näherte sich ein kleines Fischerboot dem Anleger. An Bord waren ein Mann, eine Frau und ein kleiner Hund. Ich half ihnen beim Anlegen. Das war auch besser so, denn keine einzige Leine hatte eine Verbindung zum Boot. Während ich das eine Ende der Leine am Anleger festmachte, hielt die Frau das andere Ende mit der Hand fest. Das war eher eine seltsame Methode, an einen Anleger anzulegen. Nachdem alle das Boot verlassen hatten und der Mann das Auto mit dem Anhänger holen ging, auf den er das Boot ziehen wollte, kam ich mit der Frau ins Gespräch. |
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| Als
erstes kam natürlich die Frage nach unserer Herkunft und als ich
Deutschland antwortete, meinte die Frau, ich glaube sie hieß Joseline,
dass ihre jüngste Tochter, sie hat insgesamt sechs Kinder, die deutsche
Sprache in der Schule lernen würde und darin auch sehr gut wäre und sie
würde auch gerne einmal nach Deutschland reisen. Da sie aber erst vierzehn Jahre alt wäre, wäre es jetzt noch zu früh
dafür. Ich gab der Frau unsere Adresse, denn, falls ihre Tochter einmal Lust
haben sollte, einen Brief in Deutsch zu verfassen, könnte sie uns ja mal
schreiben. Auch könne sie gerne bei einem Urlaub in Deutschland in unserem
Gästezimmer wohnen, denn das würde ja erhebliche Kosten sparen. Die Frau
bedankte sich bei uns dafür. Während wir uns miteinander unterhalten hatten,
hatten die Frau und der Mann ihr Boot schon an den Anfang des Anhängers
platziert. Jetzt musste es nur noch mittels einer Kurbel hochgezogen werden.
Holger löste die Frau an der Kurbel ab, da er doch etwas mehr Kraft hatte. Auch
als das Boot schon auf dem Anhänger war, unterhielten wir uns noch eine ganze
Weile. Der Mann war jedoch nicht so gut wie die Frau zu verstehen, da er etwas
nuschelte, aber es ging gerade noch so. Die Frau und der Mann verabschiedeten
sich von uns und fragten Holger, was wohl Goodbye auf Deutsch heißen würde,
Holger antwortete: „Auf Wiedersehen“ und beide wiederholten es auf Deutsch, das
war wirklich eine sehr nette Geste.
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Ich beobachtete die Kühe am anderen Ufer dabei, wie sie in den See gingen, um Wasser trinken zu können. Holger hatte mittlerweile das Fleisch auf den Grill aufgelegt und da ich alles andere schon vorbereitet hatte, leistete ich Holger am Grill Gesellschaft. Hier war es wirklich traumhaft schöne. Wir genossen die Sonne und die Stille. |
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Zum Essen gingen wir rein, denn im Freien war es noch zu kalt, um zum Beispiel
am Picknickplatz zu essen. Das Fleisch was wirklich klasse geworden und so
überlegten wir uns, noch einen Grill zu kaufen. Man muss ja das gute Wetter
ausnutzen. |
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