19.04.2006

Halbzeit – Leider!

 

Kurz nach sechs bin ich kurz wach geworden. Da es in unserem Boot recht kalt war, bin ich kurz aufgestanden, um die Heizung anzustellen. Beim Blick aus dem Fenster sah ich, dass die Sonne gerade über Devenish aufging und das Bild war so schön, dass ich noch ein paar Fotos machte.

 

 

 

Ich kehrte wieder in meine Koje zurück und mummelte mich wieder in meine warme Decke ein, Trotz der Heizungsgeräusche bin ich wieder fest eingeschlafen und so schliefen Holger und ich heute wieder etwas länger. Es war ja gestern Abend etwas später geworden. Nachdem wir beide endgültig wach waren, brachte Holger mir die Kelloggs Frosties ans Bett. Dann standen wir beide auf und machten sowohl uns, als auch das Boot für den Tag fertig. Ein Schwan hinter unserem Boot vollführte ein kleines Schwanenballett und so bekam er zum Dank noch etwas Brot zum Frühstück von uns.

 

 

 

Nachdem der Schwan satt war, machte ich noch ein paar Fotos, unter anderem von unserem nächtlichen Liegeplatz, denn das Foto hatte ich gestern tatsächlich vergessen. Wir sprachen noch einen Moment mit Martina Familie, die auch so langsam aus ihrem Boot kam und dann verabschiedeten wir uns auch schon von ihnen. Wir kehrten zur Daisy zurück, machten die Leinen los und starteten so um 10:20 Uhr von Devenish Island aus. Während wir vom Anleger abfahren, macht Martina noch schnell ein Foto von uns.
 

 

Kurz nach Devenish fing es wieder leicht an zu regnen und wir befürchteten, dass es heute wieder nichts mit dem Aufstieg zu den Cliffs of Magho werden sollte. Wir reihten uns hinter einem MHM Boot ein. Erst hatten wir ja vermutet, dass es Paolo wäre, aber dann sahen wir, dass das MHM Boot nur ein Dingi hatte und da Paolo mit zwei Dingis unterwegs war, konnte er es also nicht sein. Plötzlich hörte es wieder auf zu regnen und die Sicht wurde wirklich traumhaft. Mit dem bloßen Auge konnte man ja schon viel erkennen, mit Holgers Fernglas sah man dann jede Einzelheit. Wir entschließen uns jetzt doch dazu, die Cliffs of Magho anzusteuern. Wir kamen kurz vor der Inishmacsaint an einem „Verbot der Einfahrt“ Verkehrszeichen vorbei und das mitten auf dem Wasser.

Vorsichtshalber machte ich ein Foto davon, falls man uns das nicht glauben sollte. Aber wie man auf dem Foto erkennen kann, erfüllt das Verkehrszeichen an dieser Stelle auch wirkliche einen guten Zweck, denn wer möchte schon auf einen der Felsen mit seinem Boot auffahren. Kurz nach 11:00 Uhr kam auch die Sonne heraus. Hinter uns hatte sich ein Boot eingereiht und in dem Moment, als ich das Boot entdeckte, erhielt Holger eine SMS: „Ich sehe Euch, wir machen kurz Kaffeepause in Tully Castle, bis später! Martina“.
Das Boot hinter uns war also das MHM Boot von Martina. Wir antworteten ebenfalls mit einer SMS: „Danke für die Einladung, wir bringen die Kekse mit & frisch gestärkt können wir dann zusammen die Cliffs of Magho besteigen, um den Ausblick zu genießen. Brupies“ (Brupies für meinen Nachnamen Bruhns und Holger Nachnamen Pietsch. Freunde hatten irgendwann daraus mal einen gemeinsamen Nachnamen für uns entwickelt). Vorbei ging es an der Cammagh Bay, wo wir letztes Jahr übernachtet hatten. Dieser Anleger liegt zwar sehr ruhig, wird aber gerne von Wassersportlern aufgesucht, die die dort liegenden Boote gerne zum Schaukeln bringen, indem sie sehr nah und mit hoher Geschwindigkeit an ihnen vorbeirasen. Dieses Pech hatten wir leider das letzte Jahr gehabt. Scheinbar hatte man uns als Störenfried angesehen, den man nun verscheuchen wollte. Aber irgendwann wurde es auch für den Wassersport zu dunkel und schon hatten wir unsere Ruhe.
Wir kamen jetzt an der Insel Inishmacsaint vorbei, die mittels einer Pontonbrücke mit dem Festland verbunden ist. Man kann also von der Cammagh Bay direkt auf die Insel Inishmacsaint gelangen. Den Weg hatten wir jedoch noch nicht ausprobiert. Vor einem Jahr hatte hier eine Gruppe von Paddlern ihr Lager direkt in den Ruinen der Kirche aufgeschlagen. Das hatte uns damals doch sehr gewundert. Hinter Inishmacsaint erhoben sich majestätisch die Cliffs of Magho, die wir ja heute noch erklimmen wollten. Ob man bis nach ganz oben gelangen kann, glaube ich aber nicht so richtig, denn dafür erschienen sie mir zu hoch.

 

Inishmacsaint
Inishmacsaint war wohl nie ein sehr bedeutendes oder wohlhabendes Kloster. In den „Annals of Ulster“ (Annalen von Ulster) finden sich nur fünf Einträge über Inishmacsaint.
Die Hauptbesonderheit der Insel ist ihr Schutzpatron. Es ist kein anderer als St. Ninnid, Bischof und Beichtvater und einer der beachtenswertesten Heiligen von Fermanagh. Die „Martyrology of Donegal“ (ein Kalender der Heiligen von Irland) gibt das Fest von St. Ninnid mit dem 18. Januar an. König Leogaire, sein Großvater, wurde 463 nach Christus auf der Ebene von Kildare durch einen Blitz getötet. Es scheint, dass sich St. Ninnid um 530 nach Christus auf Inishmacsaint niedergelassen hatte und auch St. Ciaran verbrachte etwas Zeit mit ihm hier. Nach einiger Zeit wurde er zum Bischof ernannt. Sein Amtgebiet war beträchtlich. Es fing in der Nähe von Devenish an und hörte bei dem heutigen Bundoran auf, wobei es auch die Plain of Moy, die zwischen dem Erne und dem Fluss Drowes liegt, beinhaltete. Es gibt eine St. Ninnid Quelle in Lergan Lane in der Nähe von Belleek. Man sagt auch, dass der Hügel von Knockninny, der den Upper Lough Erne überblickt, nach ihm benannt wurde. Es gibt auf dem Hügel eine Anzahl von vorchristlichen Überresten. Es gibt zwei St. Ninnid Glocken. Beide befinden sich in dem Schottischen National Museum von Edinburgh. Von einer von ihnen wird jedoch gesagt, dass sie aus dem 10. Jahrhundert stammen soll und so nicht mit dem Heiligen in Verbindung gebracht werden kann. Heutzutage gibt es keine Spuren mehr von dem Kloster außer einer erheblichen Schutzbefestigung aus Steinen und Erde, die es umgeben hat. Auf Inishmacsaint befindet sich eine rechteckige Kirche, die auf das 14. Jahrhundert zurückdatiert werden kann. Die Kirche wurde während der Reformation übernommen, später wurde sie jedoch verlassen, da sie sich auf einem zu weit entfernt gelegenen Ort auf einer Insel befand. Auf der Insel gibt es auch ein interessantes früh-irisches Hochkreuz, das 14 Fuß hoch ist. Die Insel kann über das Wasser über einen Anleger oder über die Straße von Belleek nach Enniskillen erreicht werden.

Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

 

Kurz vor der Schlechtwetterlinie, die in der Karte markiert ist, kreuzte uns ein Wassersportler auf seinem Jetski. Er fuhr sehr gut und es machte richtig Freude, ihm dabei zuzusehen. Seine Mitfahrerin musste sich aber bei diesem Tempo sehr gut festhalten, um nicht ins Wasser zu fallen. Jetzt passierten wir die Schlechtwetterlinie und der Wind hatte endlich mal wieder ein Einsehen mit uns. Wir hatten ja schon recht stürmische Stunden auf diesem Stück verbracht und waren deshalb, was den Wind anging, eher etwas zu vorsichtig.


Wir legten um 12:10 Uhr am Anleger von Tully Castle an und das MHM Boot der Friebels machte kurz hinter uns fest. Während Holger mitsamt einem Käsekuchen auf das Boot der Friebels wechselte, um dort Kaffee zu trinken, schnappte ich mir die Kamera und machte mich dann vom Anleger zum Tully Castle auf. Holger interessiert sich ja nicht so doll für alte Steine, er bezeichnet sich auch immer wieder gern als mein Chauffeur, der mich zu meinen alten Steinen fährt und so war es richtig gut, dass er Kaffee trinken gehen konnte.



Schade eigentlich, denn gerade in den Besucherzentren erfährt man meist sehr viel über die Geschichte des Ortes oder der Gebäude. Vorbei ging es an blühenden Kirschbäumen und dem so liebevoll angelegten Garten und dann stand ich endlich vor Tully Castle. Von hier aus hatte ich einen traumhaften Überblick über den Lower Lough Erne und nun konnte ich mir recht gut vorstellen, warum Tully Castle gerade an dieser Stelle gebaut worden war.

Mir war es nur recht so, denn ich wollte kein zweites Mal um mein Leben bangen müssen. Der Wind hatte zwar diesmal ein Einsehen mit uns, aber kurz vor Tully Castle zogen sehr dicke, schwarze Wolken auf und die schöne Sicht war dadurch dahin. Hoffentlich wird es heute tatsächlich etwas mit unserem Aufstieg. Das MHM Boot von Martina kam wieder näher. Wir waren beide einen etwas anderen Kurs gefahren und so konnte Martina wieder aufholen.



Auf dem Weg zum Tully Castle, der eine zeitlang direkt am Ufer entlang führte und der durch das Hochwasser des Erne auch an einigen Stellen recht matschig war, kam ich an sehr interessanten Bäumen vorbei, die teilweise im Wasser lagen. Da ich eine Vorliebe für interessante Bäume habe, musste ich sie gleich auf ein Foto bannen.
Nach einem kurzen Fußweg konnte ich den ersten Blick auf Tully Castle werfen und ich war begeistert. Ich hätte nicht gedacht, dass es noch so viel zu sehen geben würde. Ich kam an dem „Visitor Centre“ (Besucherzentrum) vorbei und stellte dabei leider fest, dass es geschlossen war.


 

 Tully Castle

 

 

 

Tully Castle liegt in einer atemberaubenden Landschaft an den Ufern des Lower Lough Erne. Es befindet sich nur ein paar Kilometer nördlich von Derrygonnellyare. Genau genommen ist Tully Castle keine Burg, denn es ist eigentlich ein geschützter Wohnsitz oder ein „Stronghouse“ (eine Festung). Dieses war zu der Zeit der „Plantation of Ulster“ (Ansiedlung von Ulster) von den wohlhabenden Siedlern die allgemeine Art und Weise, einen Wohnsitz zu bauen. Allgemein versteht man unter einem „Stronghouse“ einen Ort, der hauptsächlich dem Lebensunterhalt dient, während die Verteidigung eher zweitrangig war.

 

Bei einem Castle ist es eher umgekehrt der Fall. Da stand die Verteidigung an der ersten Stelle und der Lebensunterhalt war zweitrangig. Auf den ersten Blick wirkt Tully Castle auf einen, wie eines der vielen dachlosen Gebäuden von Irland, aber das Bauwerk hat einige schöne architektonische Besonderheiten und eine kurze, aber doch heftige Geschichte.
Der Bau von Tully Castle begann 1612, zwei Jahre nachdem Grundstücke in der Grafschaft Fermanagh an Sir John Hume vergeben worden waren. 1615, drei Jahre später war das Anwesen fertig.
Das „Stronghouse“ war in erster Hinsicht gebaut worden, um für die Einwohner eine angenehme Wohnsituation bieten zu können.

Sir John Hume sorgte dafür, dass sich seine Familie in den drei Stockwerken hohem Gebäude zu Hause fühlte, in dem er das Gebäude in einer T-Form bauen ließ, die eher einzigartig in Irland war. Diese T-Form war zwar eher einzigartig in Irland, sie war aber die allgemeine Bauform in dem schottischen „Lowland“ (Tiefland). Die Fenster sorgten für eine ausgezeichnete Aussicht über den Lower Lough Erne und einem Kräutergarten im Renaissancestil.
Besonders im Frühling und im Sommer bildet der erst kürzlich neu angelegte Garten mit seinen niedrigen Buchsbaumhecken einen krassen Kontrast zu dem, zur Ruine verfallenen Gebäude hinter ihm. Trotz seiner Bemühungen, seiner Familie ein schönes Heim zu bieten, hatte Sir John Hume die Kenntnis, dass die Grafschaft Fermanagh zu Beginn des 17. Jahrhunderts für die schottischen Siedler nicht gerade ein schöner Ort zum Leben war.

 

 

Um das Anwesen zu schützen, war es durch einen so genannten „Bawn“ (befestigten Schlosshof), der aus Steinen und Kalk bestand, umgeben. In Hinsicht auf die Stärke kann man einen „Bawn“ zwischen einer Gartenmauer, die nur den impulsiv handelnden Dieb fern halten soll und einer Ringmauer, die einer Armee wieder stehen kann, einordnen.

Der befestigte Schlosshof von Tully war mit Türmen ausgestattet, aber laut historischen Quellen dienten die Türme dem Personal als Unterkunft. Das Hauptgebäude selbst enthielt ebenfalls bauliche Veränderungen, die der Verteidigung dienen sollten.



So waren hier zum Beispiel vorstehende „Turrets“ (Türme) zu finden und der Mangel an Fenstern im Erdgeschoß deutet ebenfalls darauf hin.

Aus architektonischer Sicht ausgesehen ist es bemerkenswert, dass die eingeflossenen schottischen Besonderheiten, wie die T-Form des Gebäudes und die „Turrets“ (Türme) in einer typischen irischen Art und Weise bearbeitet worden sind. Das heutzutage verschwundene, Stroh gedeckte Dach war zum Beispiel ein irisches Merkmal, genauso wie die glatte Ausführung der „Turrets“.
Es ist unbekannt, ob diese irische Note von Hume selbst oder von den irischen Arbeitern gestaltet worden waren. Wie üblich zog solch ein Anwesen wie Tully die Menschen an, die hier nach Arbeit suchten und so entstand nicht weit vom „Stronghouse“ entfernt eine kleine Ortschaft. Der Ort, der ungefähr 24 in erster Linie schottische Familien umfasste, ist gut dokumentiert worden, aber nichtsdestotrotz ist seine genaue Position unbekannt, da er während des Aufstandes von Ulster völlig ausradiert wurde.
Sir John Hume starb 1639 und es wird angenommen, dass sein Sohn und Nachfolger, Sir George Hume, einige Verbesserungen vornahm. Nicht eine von diesen Veränderungen ist beachtlicher als ein zugemauertes Fenster in der südwestlichen Ecke von Tully Castle. Das kleine Loch in der Verrammelung ist wahrscheinlich eine Öffnung für Musketen.

Das Fenster könnte also möglicherweise in Erwartung auf den Horror, der Tully Castle am Heiligen Abend des Jahres 1641 heimsuchen sollte, verschlossen worden sein.
Im Oktober 1641 löste Owen Roe O’Neill die „Ulster Rebellion“ (den Aufstand von Ulster) aus. Während der ersten Monate der Rebellion bewiesen die Iren, dass auch sie sich beschämend zur Schau stellen konnten. Das berühmteste Beispiel für ihr schlechtes Benehmen war das Ertränken von mehr als hundert Flüchtlingen im Fluss Bann in der Nähe von Portadown. Alarmiert durch die Berichte darüber, bereitete sich die protestantische Bevölkerung auf das Schlimmste vor, ein Beispiel dafür ist das zugemauerte Fenster von Tully Castle.
Lady Hume bemerkte jedoch, dass die Verteidigungsstrukturen von Tully Castle unzulänglich waren und so wurde das „Stronghouse“ an Rory Maguire unter der Bedingung übergeben, dass die einheimischen protestantischen Bewohner des Ortes, die in Tully Castle Zuflucht gesucht hatten, sicher abziehen durften. Maguire stimmte diesen Bedingungen zu, aber sobald er die Kontrolle über Tully Castle erlangt hatte, entledigte er alle Einwohner mit Ausnahme von Lady Hume ihrer gesamten Kleidung. Die Frauen und die Kinder wurden in die Keller gesperrt und die Männer wurden, an Händen und Füßen gefesselt, in den Schlosshof geworfen, in dem sie die kalte Dezembernacht verbringen mussten. Am nächsten Tag, am Weihnachtstag, wurden alle Männer, Frauen und Kinder, wieder mit Ausnahme von den Hume’s, getötet. Nach der Abschlachtung von ungefähr 80 bis 90 Zivilisten, plünderten die Rebellen Tully Castle und rissen es danach nieder.
So wurde das „Stronghouse“, das den Einwohnern als ein schönes Heim dienen sollte, ein Ort des Horrors. Obwohl Tully Castle nur 30 Jahre lang bewohnt gewesen war, wurde es nie wieder aufgebaut.



Das Ertränken der Flüchtlinge bei Portadown und das Massaker von Tully Castle hinterließen tiefe Eindrücke in den gesammelten Erinnerungen. Diese Gefühle tauchten in dem 1688 so genannten „Comber Letter“ auf, welcher wiederum die Schließung der Tore von Derry durch Lehrlinge am 7. Dezember (laut dem korrigierten Kalender am 16. Dezember) 1688 auslöste.

Durch die Beschreibung von einigen architektonischen Besonderheiten und der Geschichte, hoffen wir, dass wir den Eindruck, dass Tully eines-von-diesen-dachlosen-Gebäuden ist, verwischen konnten.
Der Ort ist an jedem Tag im Jahr geöffnet. Seltsamerweise wird während der Hochsaison ein Eintrittspreis erhoben, aber ansonsten kann man überall herein und hinaus laufen, wie man will.

Zitat aus: http://www.vincentpeters.nl/triskelle/attractions/tullycastle.php?index=100.040.008.060.030
frei aus dem Englischen übersetzt frei aus dem Englischen übersetzt von Inga


The “Comber Letter”
To my Lord, this deliver with haste and care
Good my Lord
I have written to you, to let you know that all
our Irishmen through Ireland is sworn, that
on the ninth day of this month they are to fall
on, to kill and murder, man, wife, and child ;
and I desire your Lordship to take care of
yourself, and all others that are judged
by our men to be heads, for whosoever of
them can kill any of you, they are to have a
captain's place ; so my desire to your honour
is to look to yourself, and give other
noblemen warning, and go not out either
night or day without a good guard with you,
and let no Irishman come near you,
whatsoever he be ; so that is all from him
who was your father's friend, and is your
friend, and will be , though I dare not be
known, as yet, for fear of my life.

News of this letter was received in Londonderry on 6th December 1688 (17th December with the revised calendar).

Der Comber Brief
An meinen Lord, dies wird mit Eile und Sorge überbracht
Mein guter Lord
Ich habe an Sie geschrieben, um sie wissen zu lassen, dass alle
unsere Iren durch Irland hindurch geschworen haben, dass
sie am neunten Tag dieses Monats einfallen wollen,
um Männer, Frauen und Kinder zu töten und zu ermorden;
und ich wünsche Ihrer Lordschaft, dass Sie auf
sich Acht geben und alle anderen, die von unseren Männern
beurteilt wurden, die Köpfe zu sein, jeder von ihnen
kann einen von ihresgleichen töten, sie sollen den Rang
eines Captains haben; so ist mein Wunsch an Ihre Lordschaft,
sich um Sie selbst zu kümmern und die anderen
Lordschaften zu warnen und dass Sie weder in der
Nacht noch am Tag ohne eine gute Wache hinausgehen sollen,
und dass Sie keinen Iren in Ihre Nähe lassen,
was auch immer er sein mag; so, dass ist jetzt alles von ihm,
der ein Freund Eures Vaters war, und der Euer Freund
ist, und bleiben will, obzwar ich nicht wage, da bis jetzt nichts
bekannt ist, um mein Leben zu bangen

Die Neuigkeiten dieses Briefes erreichten Londonderry (das heutige Derry) am 6. Dezember (laut dem korrigierten Kalender am 17. Dezember) 1688

Zitat aus: http://www.orangearch.co.uk/comberletter.htm; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

 

Irische Rebellion (1641)
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Die Irische Rebellion von 1641 begann mit ein versuchten Coup d'état des irisch-katholischen Adels, entwickelte sich aber schnell zu einem blutigen Kampf zwischen einheimischen (katholischen) Iren und englischen bzw. schottischen (protestantischen) Siedlern. Der Aufstand entzündete sich an der Angst der Iren vor einer bevorstehenden Invasion Irlands durch anti-katholische Kräfte des Langen Parlaments bzw. schottischer Covenanters und gilt als Teil der irischen Konföderationskriege.
Die Rebellion brach im Oktober 1641 aus, gefolgt von einigen Monaten Gewalttätigkeiten bevor im Sommer 1642 die obere Klasse und der Klerus die Konföderation Irland bildeten, eine de facto Regierung von Irland.

Gründe für die Rebellion
Die Wurzeln der Rebellion von 1641 liegen im Scheitern des englischen Staates in Irland, die gälischen Adligen auf ihre Seite zu ziehen. Die Vor-Elisabethanische irische Bevölkerung wird normalerweise in zwei Gruppen geteilt: die "Old Irish" (also die gälischen Iren) und die "Old English", die Abkömmlinge der normannischen Siedler in Irland. Beide Gruppen sind historisch bedingt antagonistisch; die hauptsächlich englisch besiedelten Gebiete rund um Dublin ("The Pale"), in Süd-Wexford und anderen befestigten Städten auf der einen Seite, die eher in ländlichen Gebieten siedelnden gälischen Clans auf der anderen Seite.
Doch im 17. Jahrhundert begannen die kulturellen Unterschiede zwischen den beiden Gruppen, speziell in den oberen sozialen Schichten, langsam kleiner zu werden. Beispielsweise sprachen viele der Old English Lords nicht nur die irische Sprache sondern waren auch der irischen Poesie und Musik sehr verbunden, was zu dem Ausdruck Hiberniores Hibernis ipsis führte - Irischer als die Iren. Auch die Mischehe war üblich und in Folge der elisabethanischen Eroberung Irlands Anfang der 17. Jahrhunderts wurde die Bevölkerung daher eher nach ihrem Glauben unterteilt: der römisch-katholische Glauben der einheimischen Iren gegenüber dem Protestantismus der britischen Siedler und der britischen Regierung in Irland. Die katholischen Iren fühlten sich immer mehr bedroht und diskriminiert.

Die Plantation
Mit der Eroberung Irlands im 16. und frühen 17. Jahrhundert durch England gingen die sog. Plantation einher, also großflächige Landenteignungen von irischen Landbesitzern mit dem Ziel englische und schottische Siedler anzusiedeln. Die Bedingungen dieser Plantation, vor allem in Ulster waren sehr streng, so dass es der einheimischen Bevölkerung nicht gestattet war, Land in diesen Gebieten zu besitzen oder zu vermieten. Weiterhin war es ihnen nicht gestattet, auf den Ländereien der Siedler zu arbeiten. Dies führte zum Verschwinden einst mächtiger Familien wie die der O'Neills und der O'Donnells (siehe hierzu auch: Flucht der Grafen). Viele irische Flüchtlinge, die ins Exil gingen, traten den katholischen Söldnerarmeen von Spanien und Frankreich bei und es entwickelte sich eine militante Haltung gegen die britische Regierung in Irland.

Die Religionsfrage
Viele der oberen irischen Klassen waren ideologisch der Souveränität des englischen Königs über Irland nicht abgeneigt, wollten ihren Status innerhalb der Gesellschaft allerdings nicht verlieren. Dies war allerdings durch zwei Tatsachen sehr gefährdet: ihre religiöse Abstammung und die Ausweitung der Plantation. Protestantismus war die offizielle Religion der drei Königreiche von Irland, England und Schottland. Das Nichterscheinen in der Kirche wurde mit Geldstrafen und die offene Ausübung einer anderen Religion sogar mit Inhaftierung geahndet. Katholiken war es nicht gestattet Staatsämter auszuüben oder im Militär zu dienen. Der irische Staatsrat war von englischen Protestanten (und damit Siedlern) dominiert und das Parlament durch die Poynings Law dem englischen Parlament untergeordnet. Durch dieses Parlament, das versuchte immer mehr Land von den irischen Landbesitzern zu enteignen, indem sie die irischen Adelstitel nicht anerkannten, wandten sich die irischen Katholiken schließlich mit der Bitte um Anerkennung ihrer Religion direkt an den englischen König (zuerst Jakob I., dann Karl I.). Es gab einige Einigungen, die die Forderungen der Iren nachkamen, doch nach Zahlung der (im Gegenzug versprochenen) höheren Steuern wurde die Anerkennung der Religion immer wieder verschoben. Hinzu kam in den späten 1630er Jahren noch die Drohung von Thomas Wentworth (dem Repräsentanten von Karl I. in Irland) weitere Enteignungen vorzunehmen, um die Oberklasse weiter zu schwächen. Es ist wahrscheinlich, dass diese Drohung ohnehin zu einem bewaffneten Widerstand geführt hätte, doch die Rebellion wurde durch die destabilisierte Lage in der englischen Politik noch vorangetrieben.

Verschwörung
1640 rebellierte Schottland gegen die religiöse Politik von Karl I., da sie das gleiche Schicksal Irlands fürchteten. Der Versuch des Königs, die sog. Bischofskriege in den Griff zu kriegen scheiterte, als das Lange Parlament der Erhöhung der Steuern zur Unterstützung der Armee nicht zustimmte. Karl I. verhandelte daraufhin mit den irischen Katholiken, die ihm durch Soldaten halfen, die Rebellion in Schottland unter Kontrolle zu bringen. Für die Schotten und das englische Parlament galt Karl I. nun als Tyrann, der ohne das Parlament zu Regieren versuchte. Anfang 1641 drohten nun die Schotten und das Parlament damit, in Irland einzufallen und den Katholizismus endgültig zu unterwerfen. Aus Furcht vor dieser Invasion plante eine kleine Gruppe katholischer Rebellen (unter ihnen Phelim O'Neill und Rory O'Moore) die Übernahme von Dublin und anderen wichtigen Städten (z. B. Derry) im Namen des englischen Königs.
Auch wirtschaftliche Faktoren begünstigten den Ausbruch der Rebellion, da sich die irische Wirtschaft in einer Rezession befand und die Ernte 1641 schlecht ausfiel, gleichzeitig die Pacht aber immer weiter anstieg.

Die Rebellion
Die Rebellen, die den Staatsstreich durchführen wollten, bestanden hauptsächlich aus irischen Landbesitzern aus Ulster, welches am stärksten von der Plantation betroffen war. Hugh MacMahon und Conor Maguire gehörten zu der Einheit, die Dublin Castle einnehmen sollte, die Gruppe und Rory O'Moore und Phelim O'Neill sollten Im Norden aktiv werden und u. a. Derry erobern.
Der Plan, der am 23. Oktober 1641 ausgeführt werden sollte, beruhte eher auf dem Einsatz der Überraschung als auf militärischer Stärke. Man hoffte auf die breite Unterstützung durch die Bevölkerung. Doch der Plan (einer möglichst gewaltfreien Machtübernahme) scheiterte bereits, als die Obrigkeit in Dublin von einem Informanten (dem in den Protestantismus konvertierten Owen O'Connolly) von dem Plan erfuhr und Maguire und MacMahon verhaften ließ. O'Neill konnte in der Zwischenzeit allerdings einige Forts einnehmen, in dem er behauptete im Namen des Königs zu handeln. Doch die Situation geriet außer Kontrolle, da die Obrigkeit in Dublin vermutete, dass es sich um einen generellen Aufstand der irisch-katholischen Bevölkerung handelte, welche die britischen und protestantischen Siedler massakrieren wollte.
Man schickte Kommandanten wie Sir Charles Coote und William St Leger (beides protestantische Siedler), um die Bevölkerung wieder unter Kontrolle zu bringen, was allerdings in Übergriffen gegen irische Zivilisten mündete.
Zwischenzeit führte das Zusammenbrechen der staatlichen Autorität in Ulster ebenfalls zu Angriffen von irischen Einwohnern auf englische und schottische Siedler. Phelim O'Neill und die anderen aufständischen Führer versuchten diese Übergriffe zu verhindern, doch kamen sie nicht gegen die ethnisch motivierte und die Jahrzehnte lang unterdrückte Landbevölkerung an. Im laufe der nächsten Monate griff diese Gewalt auf die ganze Insel über. Viele irische Lords, die Land verloren hatten oder Enteignung befürchteten, traten der Rebellion bei und halfen bei den Übergriffen auf protestantische Siedler.

Blutbäder
Die Zahl der getöteten Protestanten in diesen frühen Monaten der Rebellion ist umstritten. Parlamentarische Pamphlets aus dieser Zeit sprechen von über 100.000 Siedlern, die ihr Leben verloren haben sollen - doch neuere Untersuchungen gehen stark davon aus, dass die tatsächliche Anzahl viel geringer ist. Man vermutet, dass während der gesamten Rebellion bis zu 12.000 Protestanten getötet wurden - die meisten davon starben durch die Kälte oder durch Krankheiten, nachdem sie mitten im Winter aus ihren Häusern vertrieben wurden.
Je länger die Rebellion dauerte, desto gewalttätiger wurden die Übergriffe. Wo anfangs nur Prügel und Räubereien herrschten, brannten später Häuser und am Ende wurde gemordet - dies vor allem in Ulster. Der schlimmste Zwischenfall ereignete sich in Portadown, wo dessen protestantische Einwohner zusammengetrieben und auf der Brücke der Stadt massakriert wurden. Neueste Erkenntnisse ergaben, dass allein in der Grafschaft Armagh in den ersten Monaten der Rebellion ca. 1.250 Protestanten ermordet wurden - das entsprach einem Viertel der protestantischen Bevölkerung.
Die Verbitterung, die diese Taten auslösten, saß tief - Protestanten aus Ulster gedachten noch zweihundert Jahre später den Jahrestag der Rebellion (23.10). Bilder dieser Gräueltaten finden sich noch heute im Banner des Oranier-Ordens. Auch heute noch, sehen viele die damaligen Taten als Beispiel eines Völkermords. Moderne Historiker betonen, dass die Rebellion von 1641 einen überwältigenden psychologischen Einfluss auf die protestantischen Siedler hinterlassen hat. Während sich vor der Rebellion die Beziehungen zwischen Protestanten und Katholiken eher verbesserten, vertraute man sich nach der Rebellion kein Stück. Im Gegenteil, viele Siedler rächten sich genauso gewalttätig an den katholischen Iren, wenn sie die Gelegenheit dazu bekamen. Massenhinrichtungen von irischen Zivilisten und Gefangenen ereigneten sich 1641/1642 u. a. in den Wäldern von Kilwarlin (nahe der Stadt Newry), auf Rathlin Island und nahe Strabane. Auch das englische Parlament trug zu dieser Eskalation bei, indem sie anordneten, sämtliche irische Gefangene zu töten. Die Ereignisse der Rebellion trennte erstmals nachhaltig Irland in zwei glaubensabhängige Lager - eine Trennung, die noch heute in Nordirland vorhanden ist.
Die weit verbreiteten Tötungen von Zivilisten konnten erst 1642 einigermaßen eingedämmt werden, als Owen Roe O'Neill die Führerschaft der irischen Truppen in Ulster übernahm und einige Rebellen wegen Übergriffen auf die Zivilbevölkerung hängen ließ. Danach wurden die Kampfhandlungen zwar noch immer brutal, aber doch im Rahmen militärischer Regeln und unter Vermeidung ziviler Verluste ausgetragen - eine Tatsache, die sowohl O'Neill als auch der schottische Kommandant Robert Munro in Europa gelernt hatten.

Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Irische_Rebellion_%281641%29

 

Auf dem Rückweg zur Daisy traf ich Matthias und Martina, die sich nach dem Kaffee trinken jetzt auch Tully Castle ansehen wollten. Matthias war genauso wie ich mit der Kodak P850-Kamera ausgestattet, die er sich auf unsere Empfehlung hin, zum Geburtstag gewünscht und sie dann auch geschenkt bekommen hatte.

Auf dem etwas matschigen Fußweg zurück zum Anleger erblickte ich einen Ast, der auf dem Boden lag und mit dem Efeu, rings um ihn herum, sehr interessant aussah. Natürlich machte ich gleich ein Foto von ihm. Ich kann ja an nichts vorbei gehen. Auch konnte ich mal einen Blick durch die dichten Bäume am Ufer hindurch auf die beiden Boote am Anleger werfen.

 



Als ich wieder bei unserem Boot ankam, sah ich, wie Holger und Martin Friebel angelten. Holger musste sich wohl eine Angel von den Friebels ausgeliehen haben, denn wir selbst hatten keine an Bord, da ich Probleme mit dem Angeln habe. Mir tun einfach die Fische leid, obwohl ich selbst auch Fisch esse, aber ich könnte nie einen Fisch vom Leben in den Tod befördern oder nur dabei zusehen und diesen dann essen. Das geht gar nicht. So verzichtet Holger mir zuliebe dann lieber gleich ganz auf das Angeln.

 

Holger holte die Angelschnur ein, da er mich zurückkommen sah, denn wir wollten heute ja noch eine große Aufgabe meistern, wir wollten ja noch auf die Cliffs of Magho. Wir verabschiedeten uns von Martin, machten unsere Leinen los und legten um 12:40 Uhr ab. Das MHM Boot von Martina ließen wir alleine am Anleger zurück.

 

Das Wetter hatte immer noch ein Einsehen mit uns. Zwar war es etwas windiger geworden, aber der Lower Lough Erne lag immer noch recht glatt vor uns. Schon bald konnten wir vom Boot aus einen Blick auf die Cliffs of Magho werfen. Sie sind wirklich sehr imposant.
 


Kurz vor dem Anleger von den Cliffs of Magho sahen wir auf der anderen Seite des Sees zwei Boote. Beide führten eine Deutschlandflagge und Holger erkannte sie als Udos und Alberts Boote. Kurz darauf klingelte Holgers Telefon. Holger ging ran und am anderen Ende war Udo, der fragte, ob wir das auf der von ihm aus gesehen anderen Seite des Lower Lough Erne wären. Holger bejahte dies. Leider konnte Holger Udo besser sehen als verstehen, da die Verbindung so schlecht war und so mussten beide gleich darauf wieder auflegen. Wir vermuteten, dass sie unterwegs nach Belleek waren, denn dort wollten auch die Friebels übernachten.


 

Um 13:20 Uhr erreichten wir den Anleger von Magho. Gerade an dieser Stelle waren die Wellen recht kräftig und mittlerweile konnte ich erahnen, warum dieser Anleger nicht zum Übernachten geeignet war. An dem kleinen Anleger lag schon ein CarrickCraft und auf dem Steg waren auch Personen, die vermutlich zu der Mannschaft des CarrickCraft gehörten. Obwohl hier der Wellengang recht stark war, half uns keiner von ihnen beim Anlegen. Es wurde nicht einmal ein Tampen von uns entgegengenommen. Wir schafften es aber dann doch alleine, auch wenn es nicht einfach war.

Nachdem wir die Daisy ordentlich fest gemacht hatten, bei dem Wellengang war es wohl auch besser so, machten wir uns für den Aufstieg auf die Cliffs of Magho fertig. Endlich würden wir es schaffen, die Cliffs of Magho zu besteigen.

 

Wir hatten es uns schon oft vorgenommen, aber immer hat uns das Wetter daran gehindert. Auf die Friebels mussten wir nicht warten, da sie Holger schon gesagt hatten, dass sie nicht auf die Cliffs of Magho wollten. Sie würden gleich nach Belleek durchfahren. Schade eigentlich.
Nachdem wir die Straße gleich bei dem Anleger überquert hatten, ging es an den Aufstieg. Er war sehr schwierig und sehr matschig und wir ärgerten uns ein wenig, warum wir nicht die Gummistiefel angezogen hatten. Es hatte wohl in der letzten Zeit viel geregnet und einige Sturzbäche hatten wohl auch einen Teil des Weges mit sich hinuntergerissen. Auch lagen an manchen Stellen umgefallene Bäume quer über den Weg und da das Umlaufen wegen der Steigung nicht möglich war, mussten wir halt über die Äste hinwegklettern. Holger half mit dabei und das war auch gut so, denn anders hätte ich es sicherlich nicht geschafft. Auch vermied ich meistens, wegen meiner Höhenangst, den Blick zurück, denn das wäre ein Blick nach untern gewesen. Aber einige Stellen waren etwas breiter und so konnte ich auch ein paar Fotos während des Aufstieges machen. So sahen wir dann auch, wie das MHM Boot von den Friebels auf dem Lower Lough Erne in Richtung Belleek fuhr. Erst konnte man ihr Boot nur als einen hellen Punkt erkennen, aber mit dem Zoom konnte man sogar erahnen, wer das Boot auf der Flybridge steuerte.


Trotz all der Hindernisse während des Aufstiegs schafften wir den kompletten Weg nach oben und wir waren mächtig stolz auf uns. Und tatsächlich, der Weg ging wirklich ganz nach oben. Ich hatte da ja vorher so meine Zweifel gehabt. Wir wurden für den schlechten Aufstieg auch ordentlich entlohnt, denn erstens schien jetzt die Sonne und zweitens hatte man hier eine unvergessliche Aussicht auf den Lower Lough Erne.

 

 

 

Man konnte sogar zur Linken den Atlantik erkennen, auch sah man ein Stück des Strandes bei Ballyshannon. Diesen Anblick werden wir unser Leben lang sicher nicht mehr vergessen.
Oben befand sich ein Parkplatz, auf dem auch ein Auto parkte. Wir wollten eigentlich den Fahrer fragen, ob er uns wieder mit nach unten mitnehmen könnte, aber als die Insassen des Autos zurückkamen, sahen wir, dass das Auto schon allein durch sie voll war. Also doch laufen! Aber das würden wir auch noch schaffen.

 

„Cliffs of Magho“ (Klippen von Magho)



Die „Cliffs of Magho“ (Klippen von Magho) überblicken den Lower Lough Erne. Es sind Klippen, die aus Kalkstein bestehen und die auf 350 Millionen Jahre zurückdatiert werden können. Diese steilwandigen Cliffs of Magho bilden den südliche Hintergrund des Lower Lough Erne. Wenn man sie vom See oder von Land oder von dem gegenüberliegenden Ufer hoch oben um Tullyvogey herum aus ansieht, dann hat man ein spektakuläres Stück einer Landschaft. Die Klippen sind 9 Kilometer lang und 300 Meter hoch. Die niedriger gelegenen Abhänge der Klippen verfügen über einige der schönsten Wälder von Fermanagh, die aber nicht leicht zu erreichen sind.
Der einzige Aussichtpunkt, der einem eine ungefähre Vorstellung auf die pure Pracht dieser Klippen geben kann, befindet sich auf dem Spazierweg, welcher den höchsten Punkt der Klippen umläuft. Dieser liegt gegenüber von dem Lough Navar Aussichtspunkt. Die Klippen können mit dem Auto von der Straße von Derrygonnelly nach Belleek erreicht werden oder zu Fuß von der Straße von Belleek nach Enniskillen aus. Die Cliffs of Magho sehen nach Norden und so liegen sie ab Mittag auch an einem sonnigen Tag im Schatten. Diese äußere Erscheinung der Klippen liefert eine Erklärung über das Vorkommen einer Rarität, der „Yellow Mountain Saxifrage“ (Fetthennen-Steinbrech), einer Pflanze, die nirgendwo anders in Fermanagh gefunden werden kann. In der Tat findet man in dem „Distribution Atlas“ (Verbreitungsatlas) nur diesen Ort und einen Ort in dem Norden von Antrim als die einzigen Plätze dieser Pflanze in Nordirland; in Irland kommt die Pflanze in Sligo bei Glenade, in der Grafschaft Donegal auf den Alt Mountain und auf dem Slieve League vor. Sie ist eine Pflanze, die auch in der Arktis anzufinden ist. In Irland ist sie möglicherweise seit dem Ende der letzten Eiszeit anzutreffen, jetzt ist sie allerdings eine Art Überbleibsel. Sie schmiegt sich an ein paar wenige, fortwährend kühle und einigermaßen erhöhte Standorte an. Der „Yellow Mountain Saxifrage“ (Fetthennen-Steinbrech) wurde vor ungefähr einhundert Jahren das erste Mal auf den Cliffs of Magho entdeckt. Die Pflanze wächst auf den Klippen nur in einem begrenzten Gebiet, exponiert auf Felsen, auf denen ein gleich bleibendes Sickerwasser vorhanden ist. In der Blütezeit ist sie mit hellgelben, sternförmigen Blüten bedeckt. Das Wasser, welches den „Yellow Mountain Saxifrage“ (Fetthennen-Steinbrech) befeuchtet, ist reich an Kalziumionen, die aus dem Kalkstein ausgespült werden. Andere Pflanzen, die im vollen Tageslicht wachsen, treten hier auf den Cliffs of Magho im tiefsten Schatten auf. Dazu gehören auch die schönen Pflanzen, wie das „Grass of Parnassus“ (Parnassia Grandifolia) mit den reinweißen kelchförmigen Blüten und das Insekten fressende „Butterwort“ (Pinguicula ≙ Fettkraut), das die unvorsichtigen Insekten auf den klebrigen, glitzernden, sich zur Mitte einrollenden Blätter fängt und sie dann verdaut.

 

 

Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

 

Fetthennen-Steinbrech
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Der Fetthennen-Steinbrech (Saxifraga aizoides), auch Bewimperter Steinbrech genannt, gehört zur Gattung Steinbrech (Saxifraga). Er wird auch als Bach-Steinbrech oder Quell-Steinbrech bezeichnet, welches seine Vorliebe für einen feuchten Standort kennzeichnet.
Der Namensbestandteil aizoides (griech. = immer lebend) verweist auf die immergrünen Blätter.
Beschreibung
Die rasig wachsende Pflanze wird ca. 5-20 cm hoch und hat locker beblätterte, drüsenhaarige Stängel. Die Blätter werden 10-25 mm lang und sind recht fleischig (Fetthennen).

Fetthennen-Steinbrech

Fetthennen-Steibrech (Saxifraga aizoides)

Die Blüten sind zu 2 -12 in einem lockeren, traubigen Blütenstand zusammengefasst und werden ca. 15 mm breit. Die Kronblätter sind gelb bis dunkelorange, selten sind sie auch dunkelrot, mit dunkleren Punkten.
Die Blüten des Fetthennen-Streinbrechs werden neben Zweiflüglern auch von Ameisen besucht.
Die Samen bleiben drei Wochen schwimmfähig und erklären somit das häufige Herabsteigen an Flüssen bis weit unterhalb des eigentlichen Verbreitungsgebietes.

Vorkommen
Der Fetthennen-Steinbrech bevorzugt Quellflure aber auch Schutt (Gletschermoränen) und Fels (feucht) zwischen 600 - 3.100 m. In der Arktis ist er auch in der relativ trockenen Tundra verbreitet. Er steigt mit den Flüssen weit ins Vorland herab (etwa bis München mit der Isar). In Nordeuropa wächst er auch auf Meeresspiegelniveau.
Das Verbreitungsgebiet umfasst das arktische und subarktische Kanada mit südlichen Ausläufern an der West- und Ostküste bis zur USA-Grenze. Grönland, das östliche Island, Spitzbergen, Nowaja Semlja, den polaren Ural und das artkische NO-Russland mit der Kola-Halbinsel, Skandinavien und die Alpen von den Pyrenäen bis zum Balkan.
Er ist auch im nördlichen Irland und Großbritannien (südlich bis Yorkshire) verbreitet.
Blütezeit ist von Juni bis September.

Historisches
Unter den Namen Sedula montana pulchra war diese Art schon 1563 dem Botaniker Valerius Cordus bekannt. Linné fand diese typische arktisch-alpine Pflanze in Lappland und verlieh ihr den jetzigen Namen.

Sonstiges
In Niederösterreich und Tirol nennen die Einheimischen den Fetthennen-Steinbrech auch "Gamswurz", so wie viele andere Pflanzen, die gerne von Gämsen gefressen werden. In einigen Landstrichen Tirols wird auch der Name "Warzenkraut" verwendet, da es zum Entfernen von Warzen genutzt wurde.
Pollen wurden von Wissenschaftlern in spätglazialen Sedimenten in Dänemark, den Niederlanden und einigen deutschen MIttelgebirgen nachgewiesen.
Der Fetthennen-Steinbrech gilt im nördlichen Alpenvorland als gefährdet.

Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Fetthennen-Steinbrech

Eine interessante Vegetation.

Da haben wir es nun fast geschafft. Noch einmal kurz verschnaufen. Und das Schild, das darauf hinweist, dass man den Pfad nur mit gutem Schuhwerk betreten sollte, hätte man vielleicht auch schon am unteren Ende des Pfades aufstellen sollen.

 

 


Die Aussicht auf den Lower Lough Erne während des Aufstieges.




Die Aussicht auf den Lower Lough Erne während des Aufstieges. Hier waren wir fast oben.




Die Aussicht auf den Lower Lough Erne von dem höchsten Punkt der Cliffs of Magho aus gesehen.




Die Aussicht auf den linken Bereich des Lower Lough Erne von dem höchsten Punkt der Cliffs of Magho aus gesehen.




Die Aussicht auf den rechten Bereich des Lower Lough Erne von dem höchsten Punkt der Cliffs of Magho aus gesehen.




Blick auf die Atlantikküste von dem höchsten Punkt der Cliffs of Magho aus gesehen.




Wir am höchsten Punkt der Cliffs of Magho. Sehen wir nicht glücklich aus!
 

Am höchsten Punkt der Cliffs of Magho befinden sich am Rand des Parkplatzes einige Kiefern und unter diesen Kiefern fanden wir zwei Kriegsdenkmäler. Das eine erinnert an eine Sunderland W3436 von dem 201. Schwadron der Royal Air Force, die am 18. November 1943 im Lough Erne sank. Dabei starben drei Männer. Es soll auch an alle am Lough Erne stationierten Flieger erinnern, die im Zweiten Weltkrieg starben.
 

Das andere Denkmal erinnert an die Flugbesatzung einer Catalina JX 242 von dem 202. Schwadron von Killadeas, die hier mit dem Bergrücken zusammenstieß und wobei acht von den zehn Besatzungsmitgliedern starben, während sie in dieser Gegend im Zweiten Weltkrieg operierten.
 

 

Zu diesem Zusammenprall fand ich im Internet einen Artikel vom Ernesider.
Hier steht folgendes geschrieben:

„Catalina (JX242)
Montag, der 20. November 1944
Viele Flugzeuge stießen in der Grafschaft Fermanagh während des Zweiten Weltkrieges zusammen, aber der Zusammenprall von der Catalina (JX 242) mitten in den Lough Navar Forest Park in der Nähe vom Lough Anlaban tötete am 20. November 1944 acht Menschen. An diesen Zusammenprall erinnern sich immer noch viele Einheimische.
Heute ist es schwer, die exakte Position des Absturzes zu finden, da diese entfernt der angelegten Wege liegt und es benötigt einen langen Fußmarsch durch den Wald und das Sumpfland, um dorthin zu gelangen. Wenn man dann schließlich am Ort des Absturzes steht und wenn man dann vor dem friedlichen Wasser des Lough Anlaban in der Mitte des Waldes steht, dann hat sich der ermüdende Weg hierher gelohnt.

 

Es gibt am Seeufer noch ein Überbleibsel des Flugzeuges und man fängt an die jungen Männer an zu denken, die an diesem verhängnisvollen Montagmorgen die Maschine vom Atlantik kommend flogen und dabei den Bergrücken auf dieser Seite des Sees trafen. Wie viel Unglück sie hatten. Nur einige Fuß mehr hätte sie über den Bergrücken gebracht und sie wären wieder sicher in der Castle Archdale Flugboot Basis angekommen. Es gab zwei Überlebende: W/O Clifford Henry Moore und F/Sgt Charles Wilfred Bowater. Sie fanden ihren Weg durch den Barr of Wealt (heute der Lough Navar Forest Park) und einheimische Familien halfen ihnen. Vermutlich wurden sie zurück zum Castle Archdale gebracht.

Der Schwadronführer Owen Bishop war, während er in Castle Archdale stationiert war, mit den jungen Männern vertraut. Kürzlich sagte er: „Sie waren eine sehr gute Crew und ich trauere um sie. Flight Sergeant Bill Sharp, mein junger und außergewöhnlich sachkundiger australischer Navigator, ist auf dem Friedhof der „Church of Ireland“ (Kirche von Irland) in Irvinestone begraben worden. Er war der Beste.““

Zitat aus: http://www.bbc.co.ug/northernireland/yourplaceandmine/fermanagh/A976944.shtml ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

 

Wir genossen richtig lange die Aussicht vom höchsten Punkt der Cliffs of Magho aus und nachdem die Speicherkarte der Kamera fast voll von Fotos von hier oben war, traten wir um 14:50 Uhr den Rückweg an. Nach einem vierzigminütigen Abstieg erreichten wir um 15:30 Uhr wieder unser Boot.

Das Boot von CarrickCraft war gerade beim Ablegen und auch wir machten gleich unsere Leinen los, denn mittlerweile hatte der Wind doch recht aufgebriest und so wollten wir so schnell wie möglich hinter die Schlechtwetter Linie kommen. Der Wind war zwar stärker geworden, der Wellengang hielt sich aber zu unserem (oder meinem speziellen) Glück noch in Grenzen und so war die Fahrt über den Lower Lough Erne nicht unangenehm.
Um 16:00 Uhr sahen wir ein MHM Boot mit zwei Dingis. Das konnte ja nur Paolo sein, denn wer fuhr sonst noch mit zwei Dingis durch die Gegend. Auch Paolo fuhr, wie auch Martina, Udo und Albert vorher, in Richtung Belleek.

Holger fuhr recht zügig und durch die eintönigen Geräusche des Motors schlief ich irgendwann einmal ein. Ich wachte erst kurz vor der Marina von Manor House auf, die wir um 17:00 Uhr erreichten. Hier wollten wir eigentlich nur unseren Trinkwasservorrat auffüllen, aber leider waren alle öffentlichen Anleger bei Manor House, die bei uns in der Karte verzeichnet waren, durch die eigenen Boote blockiert, die sogar in doppelter und dreifacher Reihe lagen. Scheinbar war man hier als Gast nicht erwünscht, denn wir hatten hier schon öfters Probleme gehabt, einen Liegeplatz zu finden. Bisher war es uns auch nur einmal gelungen, aber auch nur, weil wir unser Boot in eine Lücke nicht angelegt, sondern eher reinquetschten hatten.
 

Holger fuhr wieder aus dem Innenhafen raus und legte dann am Außenanleger von Manor House an, da es hier auch einen Wasseranschluss gab. Nachdem Holger unseren Wasserschlauch rausgeholt hatte und ihn gerade am Wasserhahn anschließen wollte, bemerkte er, dass der Wasseranschluss hier leider kaputt war. So legten wir unverrichteter Dinge gegen 17:00 Uhr am Außenanleger wieder ab. Schade eigentlich, denn so konnte ich nicht noch einmal auf den Friedhof von Killadeas gehen, um neue Fotos von dem Bishop Stone und der großen Steinplatte zu machen.

Killadeas befindet sich in der Nähe von der Marina von Manor House und von einer kleinen Straße, die in der Nähe von dem Manor House Hotel beginnt, zu erreichen.

 

Das Manor House Country Hotel
Das Hotel war früher das Heim der Irvine Familie und es war unter dem Namen Rockfield House bekannt. Das zweistöckige Haus, das im viktorianischen italienischen Stil gebaut worden war, liegt herrlich gelegen an den Ufern des Lough Erne. Es wurde für Colonel John G. Irvine von Robert Williams Armstrong entworfen, der auch die in der Nähe gelegene Killadeas Kirche und die Töpferei von Belleek geplant hatte. Heute ist es ein Country Hotel und ein Freizeitzentrum.

Das Land von Killadeas, auf dem sich das Manor House Resort Hotel befindet, erwarb seinen Namen von der religiösen Gemeinschaft der Culdeer von Devenish, die dieses Land viele Jahrhunderte lang besaßen. Hier befinden sich auch eine alte Kirche und ein alter Friedhof. Es ist nicht bekannt, ob die Kirche schon oder auch noch nicht vorhanden war, als die Culdeer das Land erwarben. In der Tat ist alles, was darüber überhaupt bekannt ist, dass die Kirche die „Yellow Church“ (gelbe Kirche) genannt wurde und dass sie von Isaac Butler gesehen worden war, als er sich 1744 auf seinem Weg zum Lough Derg befunden hatte. Isaac Butler machte folgenden Bericht über sie: „Zwei Meilen von Ballycassidy befinden sich auf der Straßenseite die Ruinen eine „Yellow Church“ (gelbe Kirche). Sie ist grob geformt und wie ein Stall gebaut“.
Captain John Irvine, der jüngere Bruder von Colonel Christopher Irvine, von Castle Irvine, bekam das Anwesen von Killadeas 1660 in seinen Besitz und seitdem war das Manor House unter dem Namen Rockfield House bekannt. Es blieb bis 1860 unter diesem Namen bekannt, als Colonel Irvine es umbauen ließ. Er brachte Arbeiter aus Italien mit, die die Innenausstattung gestallten sollten. Diese ist heute noch vorhanden. Die Irvine Familie waren die Nachkommen der Irvines von Bonshaw. Nach dem Umbau wurde der Name Rockfield durch Major John Irvine in Killadeas Manor House umgewandelt. Major John Irvine erbte 1835 Killadeas. 1860 starb er. Sein Sohn, Colonel J. G. Irvine, baute Killadeas um und einige Teile des alten Gebäudes flossen in das neue Gebäude mit ein.
Von 1939 bis 1945 wurde es während des Krieges durch die Regierung requiriert und es wurde zu dieser Zeit von der Amerikanischen Armee benutzt. Das Haus selbst diente als Offiziersmesse und als Hauptquartier für die Flugboot Basis in Killadeas. Es war ein Flugzeug von dieser Basis, das die „Bismarck“ sichtete. Die Konsequenz daraus war die Zerstörung dieses gewaltigen Schlachtschiffes. Das Manor House blieb bis 1957 in der Irvine Familie, dann wurde es für ein Hotel erstanden.
 


Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

 

"Church of Ireland“ (Kirche von Irland) von Killadeas

Heute ist die Kirche von Killadeas eine moderne „Church of Ireland“ (Kirche von Irland), die aus dem Jahr 1866 stammt. Sie wurde auf dem Ort alter Klosterfundamente gebaut. Killadeas erhielt den Namen von dem „Reformist Irish Monastic Movement“ (der reformistischen irischen klösterlichen Bewegung) des 8. Jahrhundert, der Culdeer – Menschen, die Gott als ihren Herrn interpretierten und deshalb Mönche wurden (von dem Irischen „Ceile“, was Mandant, Diener oder Gefährte bedeutet und „De“, was Gott bedeutet). Diese Mönche führten ein sehr enthaltsames Leben und wie die Ceile De, scheinen die Iren schnell eine beträchtliche Hingabe zur Buße erworben zu haben, besonders die Art, die am meisten den Körper gefordert hatte. Die Kirche in Killadeas wurde unter dem Namen „Yellow Church“ (gelbe Kirche) bekannt. Die Ceile De verfassten eine naturnahe Poesie, die manchmal unter dem Begriff „Hermit Poetry“ (Poesie der Einsiedler) bekannt wurde. Diese war für ihren sensiblen und feinfühligen Touch berühmt. Ale (Schwarzbier) war nach den strengeren Regeln der Ceil De verboten, mit Ausnahme davon, wenn die Mönche auf eine lange Reise gingen.

Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

Der „Bishop’s Stone“ (Stein des Bischofs) von Killadeas
Der „Bishop’s Stone“ (Stein des Bischofs) auf dem alten Friedhof von der Killadeas „Church of Ireland“ (Kirche von Irland) beinhaltet zwei in Kontrast zueinander stehende Besonderheiten. Auf der einen Seite kann man einen Bischof oder einen Abt sehen, der ein stilisiertes Gesicht hat und der die Symbole seines Amtes, einen Bischofsstab und eine Glocke, trägt. Auf der schmalen westlichen Seite des Steines ist ein Gesicht mit runden, vorstehenden Augen, einem offenen Mund mit vorstehenden Lippen und runden Wangen und rundem Kinn aus dem Stein gehauen worden. Alles befindet sich oberhalb von einem Muster, das aus mit sich verflochtenen Bändern besteht. Beide Arbeiten wurden möglicherweise von den Handwerksmeistern von White Island ausgeführt.

 

 

Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

 

Der „Bullaun Stone“ (Bullaun Stein) von Killadeas
Ein weiterer, geschichtlich interessanter Stein ist die große Felsplatte, die 1,5 Meter hoch westlich des „Bishop’s Stone“ (Stein des Bischofs) aus dem Friedhof hochragt. Eine Seite des Steines beinhaltet mindestens zehn becherförmige Löcher. Die Löcher weisen darauf hin, dass es sich hier möglicherweise um einen mehrfachen „Bullaun Stone“ (Bullaun Stein) handelt.

Bullaun
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Bullaun (selten auch Bullain) ist der irische Name für eine relativ tiefe hemisphärische Aushöhlung in einem Felsblock. Der Begriff Bullaun (oder Bullaunstein) bezieht sich aber auch auf den niedrigen, allenfalls kniehohen menhirartigen oder flachrunden Stein, der auch mehr
ere (multiple) Bullauns beherbergen kann, obgleich die meisten Steine nur eine Aushöhlung haben. Der ursprüngliche Zweck der Bullaune ist unbekannt. Sie könnten sowohl eine Verbindung zum Wasserkult und damit zur Anbetung der Göttin Brigid besessen haben, als auch rituelle Mörser gewesen sein.

Ihre größte Entsprechung außerhalb Irlands finden sie beispielsweise in den Querns, oder den multiplen Querns (am Tempel Kordin III) auf Malta. Sie werden allgemein in die Bronzezeit datiert, können aber auch älter sein. Besonders zahlreich sind sie in den Co. Carlow und Wicklow.
Bullauns sind meist mit individuellen Namen versehen. Über den Madman´s Stum um den Bullaun wurde offenbar in der frühchristlichen Periode unter verändertem Vorzeichen fortgefahren. Viele werden in Verbindung mit frühchristlichen Kirchen (so auf Holy Island im Lough Derg, Co. Clare) oder heiligen Brunnen gefunden. Ihre Anwesenheit an diesen Orten weist auf die große Wertschätzung, die sie bei den vorchristlichen Bewohnern Irlands hatten und das Bemühen der christlichen Kirche, sie in den Glauben zu integrieren. Ein paar Bullauns gibt es in England, Wales und Schottland. Es soll sie aber auch in Frankreich, auf Gotland und selbst in Litauen geben.
Bullaun ist auch der Name eines Dörfchens, welches in der Nähe des Turoe-Steins bei Loughrea im Co. Galway liegt.

Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Bullaun
 

Der Stein fand als eine Feldplatte mit einem christlichen Kreuz eine Wiederverwendung, denn auf der anderen Seite der becherförmigen Löcher befindet sich in einem Kreis ein griechisches Kreuz mit einem gegabelten Schaft. Es gibt hier auch eine verwitterte Inschrift, die wie folgt lautet: „BENDACHT AR ART U LURCAIN“, ein Segensspruch an den Art ua Lurcain.

Zitat aus: http://www.megalithicireland.com/Killadeas.htm ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

Der „Holed Stone“ (der Stein mit einem Loch) von Killadeas
Eine Form eines „Threshold“ (Schwelle) Raumes ist der „Holed Stone“, ein Stein, durch den ein Loch gebohrt worden war. Von diesen Steinen, die auch unter dem Begriff „An cloc cosanta“ oder „Luck Stones“ (Glückssteine) bekannt sind, glaubt man, dass sie die Heilung, die Fruchtbarkeit und das „Sehen“ begünstigen sollen.

Der „Holed Stone“ (der Stein mit einem Loch) von Killadeas befindet sich südlich von dem „Bullaun Stone“ (Bullaun Stein). Der „Holed Stone“ kann ein Megalith sein, der üblicherweise alleine steht. Der Megalith ist meistens einem komplexeren System zugehörig, wie einem Steinkreis. Die Größe des Lochs legt seine Anwendbarkeit fest. Einerseits wurden Babys und junge Kinder durch das Loch aus Heilungszwecken hindurchgereicht und anderseits erfüllten sie ihren Zweck bei der „Teltown Marriage“ (Teltown Hochzeit). Für diese Art der Hochzeit wurden Steine mit einem Loch in der Mitte, das gerade mal groß genug war, die Hand hindurch zu stecken, benutzt. Auf der einen Seite des Steins reihten sich die heiratswilligen Männer auf, auf der anderen die heiratswilligen Frauen.

Nun streckten sich jeweils zwei ihre Hände durch das Loch entgegen und wurden verheiratet, ohne zu wissen, wer eigentlich auf der anderen Seite stand. Nun konnten die Paare mindestens ein Jahr und einen Tag lang eine "Ehe auf Probe" führen. Glücklicherweise gab es damals auch schon die "Scheidung", die nach Ablauf dieser Zeit durchgeführt werden konnte, indem man zu dem Loch im Stein zurückkehrte und der Sache, also der Hochzeit, abschwor. Dann entfernte man sich von dem Stein und von ihrem Geliebten oder seiner Geliebten.
Man glaubt, wenn man durch das Loch im Stein sieht, dass man das „Zweite Gesicht“ bekam. Einige der späten christlichen Pilgerstätten bewahrten die „Holed Stones“, die sich in der Gegend befanden, auf, denn so konnten die Pilger, die die Stätte besuchten, einen „Blick in den Himmel“ erhalten.
Die gelochten Steine wurden und werden bis heute noch an einem Riemen um den Hals herum getragen, um den Träger Schutz zu bieten und ihm Glück zu bringen. Wenn er nicht getragen wurde, wird der Stein über das Bett oder über die Tür gehängt, um böse Geister abzuwehren, die dort möglicherweise lauern könnten.

Der Ursprung der speziellen Energie, die mit den „Holed Stones“ verbunden wird, könnte man vielleicht von dem Aufbau von einigen vorkeltischen Anlagen wie den „Cairns“ (Hügelgräbern) herleiten. Viele von diesen Anlagen haben eine schmale Öffnung in dem Stein. Diese Öffnung ermöglicht es dem Licht bis ins Zentrum der Architektur vorzudringen, wo die Überreste der Bestatteten lagen. Das Licht, dass durch das Portal kam, könnte den Verstorbenen zu einer Passage oder einem Zweiten Leben verholfen haben. Ein Beispiel dafür ist das außerordentliche Ganggrab von Newgrange, das im Boyne Valley in Irland zu finden ist.
Wenn man glücklich genug ist, einen „Holed Stone“ besichtigen zu können, sollte eine Pause einlegen, um einen Blick durch die Öffnung werfen zu können, um nur für einen Moment einen Ort zu besuche, der kein Ort ist, zu einer Zeit, die keine Zeit ist.

Zitat aus: http://merganser.math.gvsu.edu/myth/holed.html ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

 

Auf der Suche nach einem funktionierenden Wasseranschluss geht es weiter zum nächsten Anleger. Um 17:15 Uhr machten wir am Anleger von Inishclare Harbour fest und tatsächlich können wir hier endlich Wasser fassen, auch wenn das Wasser nicht gerade mit sehr viel Druck durch die Leitung kam, es tröpfelte eher so vor sich hin.

Über Nacht können wir jedoch nicht bleiben, denn erstens quietscht der Anleger sehr, sehr fürchterlich und zweitens scheint er nur für Gäste des Restaurants zu sein.
Nach ganzen zwanzig Minuten war dann auch endlich unser Tank gefüllt. Wir machten die Leinen los, legten ab und nahmen dann Kurs auf Carrickreagh, das gerade auf der anderen Seite des Sees gelegen ist. Den Anleger hatten wir uns zum Übernachten ausgesucht, da er sehr windgeschützt aussah. Gerade richtig für diese Nacht. Die Überfahrt über diesen Abschnitt des Lower Lough Erne gestaltete sich schwieriger als erwartet.

Eigentlich wollte Holger nur kurz auf die andere Seite fahren, aber der Nordwind hatte den Lower Lough Erne so wellig gemacht, dass Holger sogar anfangen musste, mit der Daisy zu kreuzen, da sie uns ansonsten „weggerollt“ wäre. Ich hasse rollende Boote. Irgendwie ist unser Boot bei windigen Wetter für den Lower Lough Erne nicht geeignet. Wir erreichten Carrickreagh. Hier mussten wir leider gleich feststellen, dass am Anleger keine richtigen Festmacher vorhanden waren, es waren nur runde Pfosten vorhanden. So entschieden wir uns gleich zur Weiterfahrt zur Camagh Bay, doch diese gestaltete sich ebenfalls schwieriger als erwartet, da der Nordwind die Daisy mittlerweile so fest an den Anleger gedrückt hatte, dass wir wirklich Mühe hatten, sie los zu bekommen. Sie war förmlich an den Anleger festgeklebt. Wir schafften es dann doch endlich. Zum Glück!

 

Carrickreagh

Carrickreagh ist der Name des westlichen Uferbereichs des Lough Erne, der gegenüber von Killadeas liegt. Der in der alten Bauweise gebaute Anleger, es ist kein schwimmender Anleger, bietet Platz für ungefähr drei Boote. Bei dem typischen Westwind liegt man hier sehr Windgeschützt, da sollte man diesen Anleger auf jeden Fall anfahren. Bei Wind aus dem Nord sollte man ihn lieber meiden, da der Wind direkt zwischen die den beiden, vor Carrickreagh gelegenen Inseln Pushen Island und Gall Island durchwehen kann und dadurch auch direkt auf dem Anleger von Carrickreagh trifft. Die direkte Uferlinie (öffentlich) und die Inseln (privat) um Carrickreagh herum sind wundervoll ruhig und sie bieten den wild lebenden Tieren einen natürlichen Lebensraum.
Die andere Attraktion von Carrickreagh ist ein Spaziergang auf die Klippe hinauf, die entlang des Ufers erstreckt. Von hier aus hat man eine großartigen Panoramablick über den mittleren Bereich des Lower Lough Erne. Man kann die ganze Strecke von der Muckross Bay bis zur „St. Michael’s Church“ (St. Michael’s Kirche) in Trory überblicken. Um hierhin zu gelangen, muss man vom Anleger aus nach links gehen, dann geht man für ungefähr 150 Meter am Ufer entlang, bis man einen großen, umgefallenen Baumstamm auf der rechten Seite liegen sieht. An dieser Stelle biegt man von dem Pfad ab und, nachdem man alle mitlaufenden Kinder an die Hand genommen hat, setzt man seinen Weg bis zur Straße fort. Diese Straße ist die Hauptstraße, die von Enniskillen nach Donegal führt und, obwohl sie nur eine normale, zweispurige Straße ist, wird hier sehr schnell gefahren. Man sollte also sehr vorsichtig sein. Die Forstwirtschaftsstraße befindet sich auf der anderen Seite der Straße und wenn man ein Besucher aus dem Ausland sein sollte, sollte man sich vor der Überquerung der Straße noch vor Augen halten, dass in diesem Land Linksverkehr herrscht! Die Forstwirtschaftsstraße überwindet eine große Steigung und auf der rechten Seite führt sie einen zu der Aussichtsplattform, die in der Nähe des höchsten Punktes der Klippe liegt. Man folgt jetzt den Wegmarkierungen. Von dem Anleger aus ist der Spaziergang ungefähr zwei Kilometer lang und er dauert um die 20 Minuten herum.

Zitat von: http://www.mcnutt.de/private/erne/carrickreagh/carrickreagh.html ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

Wir nahmen Kurs auf die Camagh Bay, die wir dann auch um 18:30 Uhr erreichten. Hier machten wir als einziges Boot fest. Nachdem wir die Leinen festgemacht hatten, warf ich einen Blick auf das Stück zwischen dem Boot und dem Festland.

 

Zum Glück hatte Holger nicht zu nah am Ufer festgemacht, denn kurz hinter der Daisy sah ich einige Steine durch das Wasser durchschimmern. Die wären sicherlich nicht so toll für den Boden unseres Bootes gewesen.

Ich machte noch schnell ein Foto, dass die Daisy am Anleger von hinten zeigt, damit wir uns immer daran erinnern konnten, nicht zu nah ans Ufer mit dem Boot heranzufahren, wenn wir mal wieder in der Camagh Bay festmachen würden.

Da es hier herrlich windstill war, beschlossen wir, den Grill rauszuholen, den wir beim Picknickplatz am Festland aufstellten. Schnell war das Fleisch gewürzt, jetzt musste nur noch der Grill die richtige Temperatur erreichen.

 

Während Holger auf die Kohlen aufpasste, um nicht den Zeitpunkt zum Fleischauflegen zu verpassen, machte ich in der kleinen Küche der Daisy einen Gurkensalat, den wir als Beilage zum Fleisch essen wollten. Die Sonne immer schien immer noch recht stark und so konnte Holger das Grillen im Freien richtig genießen, auch wenn er dabei eine Jacke tragen musste.

Es näherte sich ein kleines Fischerboot dem Anleger. An Bord waren ein Mann, eine Frau und ein kleiner Hund. Ich half ihnen beim Anlegen. Das war auch besser so, denn keine einzige Leine hatte eine Verbindung zum Boot. Während ich das eine Ende der Leine am Anleger festmachte, hielt die Frau das andere Ende mit der Hand fest. Das war eher eine seltsame Methode, an einen Anleger anzulegen. Nachdem alle das Boot verlassen hatten und der Mann das Auto mit dem Anhänger holen ging, auf den er das Boot ziehen wollte, kam ich mit der Frau ins Gespräch.

Als erstes kam natürlich die Frage nach unserer Herkunft und als ich Deutschland antwortete, meinte die Frau, ich glaube sie hieß Joseline, dass ihre jüngste Tochter, sie hat insgesamt sechs Kinder, die deutsche Sprache in der Schule lernen würde und darin auch sehr gut wäre und sie würde auch gerne einmal nach Deutschland reisen. Da sie aber erst vierzehn Jahre alt wäre, wäre es jetzt noch zu früh dafür. Ich gab der Frau unsere Adresse, denn, falls ihre Tochter einmal Lust haben sollte, einen Brief in Deutsch zu verfassen, könnte sie uns ja mal schreiben. Auch könne sie gerne bei einem Urlaub in Deutschland in unserem Gästezimmer wohnen, denn das würde ja erhebliche Kosten sparen. Die Frau bedankte sich bei uns dafür. Während wir uns miteinander unterhalten hatten, hatten die Frau und der Mann ihr Boot schon an den Anfang des Anhängers platziert. Jetzt musste es nur noch mittels einer Kurbel hochgezogen werden. Holger löste die Frau an der Kurbel ab, da er doch etwas mehr Kraft hatte. Auch als das Boot schon auf dem Anhänger war, unterhielten wir uns noch eine ganze Weile. Der Mann war jedoch nicht so gut wie die Frau zu verstehen, da er etwas nuschelte, aber es ging gerade noch so. Die Frau und der Mann verabschiedeten sich von uns und fragten Holger, was wohl Goodbye auf Deutsch heißen würde, Holger antwortete: „Auf Wiedersehen“ und beide wiederholten es auf Deutsch, das war wirklich eine sehr nette Geste.

 

Ich beobachtete die Kühe am anderen Ufer dabei, wie sie in den See gingen, um Wasser trinken zu können. Holger hatte mittlerweile das Fleisch auf den Grill aufgelegt und da ich alles andere schon vorbereitet hatte, leistete ich Holger am Grill Gesellschaft. Hier war es wirklich traumhaft schöne. Wir genossen die Sonne und die Stille.

Zum Essen gingen wir rein, denn im Freien war es noch zu kalt, um zum Beispiel am Picknickplatz zu essen. Das Fleisch was wirklich klasse geworden und so überlegten wir uns, noch einen Grill zu kaufen. Man muss ja das gute Wetter ausnutzen.
Wir sahen uns den Rest von „Rob Roy“ an, den wir gestern nicht zu Ende gesehen hatten. Da wir ja dann zu Martina und Matthias aufs Boot gegangen waren. Holger schrieb an Erwin noch schnell eine SMS, in der er nachfragte, ob wir uns nicht am morgigen Tag in Kesh treffen wollten. Gegen 21:30 Uhr fielen uns dann auch schon die Augen zu und so gingen wir dann auch, völlig geschafft von diesem wundervollen Tag, ins Bett. Um 21:30 Uhr erhielt Holger dann noch eine Antwort auf seine SMS von Erwin (softi). Diese lautete: „Nach Kesh, wieso nicht. Da können wir ja das Nötigste auch einkaufen. Wann etwa werdet ihr dort eintreffen? Gruß an alle. Ciao Erwin“. Holger antwortete, dass wir momentan in der Camagh Bay liegen würden und es so morgen bis um 12:00 nach Kesh schaffen würden. Daraufhin kam folgende SMS von Erwin zurück: „Hallo Holger, also bis 12:00 Uhr werden wir das sicher schaffen. Wann ist dein Urlaub zu Ende? Du kannst Martina und Co mitteilen, dass wir nun doch Richtung Norden schippern werden und danach südwärts. Ciao und bis bald Erwin“. Wir freuten uns beide darüber, dass wir es noch schaffen würden, uns mit Erwin und seiner Familie, seiner Frau Ursula und seinem Sohn Thomas, treffen zu können, denn es stand lange in den Sternen, ob wir dieses Treffen schaffen würden. Nachdem wir auch noch das geklärt hatten, machten wir das Licht in der Koje aus. Keiner von uns litt heute Abend unter Einschlafproblemen.