18.04.2006
Das große Rennen oder Rushhour auf dem Erne.
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| Nach der gestrigen Feier
hatten wir alle lange geschlafen. Holger und ich aßen wie fast jeden
Morgen Kellogg’s Frosties zum Frühstück. Das war zwar ein sehr schnelles
Frühstück, aber trotzdem war man recht lange satt und das war ja auch
gut so, denn meistens aßen wir erst wieder etwas, wenn wir unseren
nächtlichen Liegeplatz erreicht hatten. Nachdem wir uns fertig gemacht
hatten und alle ausgeliehenen Gegenstände wieder an Bord genommen
hatten, verabschiedeten wir uns von allen und legten um 11:40 Uhr in der
Trial Bay, gleich nach Paolo, ab.
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| Unsere grobe Richtung heute war Norden und so fuhren wir erst einmal an den Inseln Inisherk Island, Bleanish Island und Dernish Island vorbei. | |
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Bleanish
Island Bleanish Island oder „Flower Island“ (Blumeninsel) ist im Sommer meistens mit Inisherk Island verbunden. Die Binsen und die Seegräser wachsen in dieser Jahreszeit im Wasser sehr dicht und hoch. |
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| In den 1990er Jahren wurde die Zebra Muschel eingeführt und aufgrund dieser Millionen zugewanderten Muscheln wurde das Wasser klarer, da die Muscheln die organische Verfärbungen des Wassers einfach aufsaugen. Das wiederum ermöglichte das Wachstum des Seegrases und dadurch konnte das Seegras viele Passagen zwischen den Inseln so stark wachsen, dass einige von ihnen beinahe unpassierbar wurden. Zu einer Zeit war Bleanish Island das Heim von Tom und Kate Bailey und ihrer Tochter Josie. Heute lebt keiner mehr auf der Insel. |
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Tom hatte hier
seinen eigenen „Drop of the Crater“ oder auch „Poteen“ (schwarz
gebrannter Whisky) gebrannt. Auf der Insel soll auch ein Schatz
vergraben sein und es sollen dort auch Kobolde und Feen leben, so glaubt
man. Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga
Dernish
Island |
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| Unterwegs sahen wir trotz des
schlechten Wetters etliche Angler an dem Ufer des Sees sitzen, alle
waren jedoch mit Schirmen ausgestattet, so dass die Angler einigermaßen
im Trockenen sitzen konnten.
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| Wir passierten Inish Rath. Diese Insel
ist auch unter dem Namen „Hari Krishna Island“ bekannt. Da wir die Insel
so passierten, dass sie rechts von uns lag, hatten wir zu unserer linken
Seiten den Anleger von Geaglum, in dessen Nähe die Viehfähre zu finden
ist. Dieses Mal sahen wir keine Fähre, die von Geaglum nach Inish Rath
fuhr, um die Besucher für die „International Society for Krishna
Consciousness“ (Internationale Gesellschaft für das Krishna Bewusstsein)
auf die Insel zu bringen. Wahrscheinlich war es noch zu früh im Jahr.
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Geaglum
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| Geaglum war die Heimat einer weiteren wichtigen Familie der vorletzten Jahrhundertwende. Es waren die Massy-Beresfords. Ihr Haus wurde St. Hubert’s genannt und es befand sich gleich am Flussufer gegenüber von Inish Rath. (Von jetzt an die Adresse von den „Crystal Lotus Studios“). | |
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Bis vor wenigen Jahren gab es in dem Feld in der Nähe des Anlegers einen schönen Flur aus Mosaiksteinchen zu sehen, der wohl früher der Hausflur in dem Massy-Beresford Haus gewesen sein musste. Einer der berühmtesten Namen der Familie war Monica, die 1894 geboren wurde und die die Tochter und das erste Kind von George und der Ehrenwerten Alice Massy-Beresford war. Sie führte ein einsames Leben, da die Söhne von allen großen Häusern zu einer externen Schule geschickt wurden, während die Töchter ausnahmslos zu Hause von einer Gouvernante unterrichtet wurden.
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Ihr Vater war ein energischer Befürworter der Selbstverwaltung in Irland und er befehligte das „Fermanagh Detachment“ (die Fermanagh Abteilung) von die „Ulster Volunteer Force“ (die Truppe der Freiwilligen von Ulster). Monica besuchte mit ihm die Parade am Morgen und sie erwarb Schießpraxis. Sie war eine exzellente Schützin und eine erfahrene Reiterin. Sie half ihrem Vater beim Waffenschmuggel, indem sie die Waffen, die sie den Männern ihres Vaters in Fermanagh bringen sollte, unter ihrem Kostümrock verbarg, während sie die Kontrollen in Belfast und in Dublin passierte. |
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Ihre wahren
Interessen lagen in der Politik und in der Geschichte. Ihr Bruder Jack
fiel im Ersten Weltkrieg. Sie selbst half den Kriegsanstrengungen, in
dem sie Soldaten in einer Kantine am östlichen Ende von London bediente.
1916 heiratete sie Jorgen de Wichfeld, der Ehrenwerte Attache von dem
dänischen Außenministerium. Sie zogen in sein Familienanwesen nach
Engestofte in Maribo in Dänemark, wo sie Mutter von drei Kindern wurde.
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Sie trat der
Widerstandsbewegung während des Zweiten Weltkrieges bei und sie übte
Sabotageakte aus und unterhielt eine illegale Zeitung. 1943 halfen sie
und ihre Tochter gesuchten Männern zu entkommen. 1944 wurde sie an die
Gestapo verraten und zum Tode verurteilt, später jedoch begnadigt. Sie
starb am 26. Februar 1945 in Waldheim an einer Lungenentzündung. Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga
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Monica de
Wichfeld (1894 bis 1945) Sie wurde als Tochter eines irischen Großgrundbesitzers Massy-Beresford in London geboren und wuchs in Irland auf. Die Eltern hatten einander wenig zu sagen, und die Mutter tröstete sich in der Sorge um die Kinder und später um die Enkel. Monica, Tim und Jack waren mangels anderer Kinder in der Nachbarschaft aufeinander angewiesen, und besonders nahe standen sich Monica und Jack. Vor Ausbruch des Ersten Weltkrieges genossen die jungen Massy-Beresfords die Lebensfreude der Gesellschaft in London. Die Meldung von der Ermordung des österreichischen Thronfolgers in Sarajewo erfuhren Monica und ihre Eltern, als sie mit dem Auto durch eine kleine Stadt fuhren, in der es plakatiert war. |
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| Sie maßen dem keine Bedeutung bei, doch etwa fünf Wochen später wurde der Krieg erklärt, und Mutter und Tochter waren dann allein im Haus und mussten den Zeitungen die Nachrichten über den Tod von Freunden entnehmen. Monica arbeitete ab Anfang 1915 in einer Soldatenkantine in London; ihr Vater als Sanitätsfahrer in Frankreich, und die beiden Brüder waren im Feld. In jenem Jahr lernte sie auch ihren Ehemann kennen, den dänischen Gutsbesitzer Jorgen de Wichfeld, wobei das Interesse zunächst auf seiner Seite wesentlich größer war. Dass sie miteinander hervorragend tanzen konnten, überzeugte sie dann aber, ebenso seine Korrektheit und Unaufdringlichkeit. Sie heirateten 1916 und waren dann zumindest vier Jahre ausgesprochen glücklich miteinander. Als Jack kurz vor Kriegsende fiel, verlor Monica ihr "alter ego" - und begann die Deutschen lebenslang zu hassen. | |
| Monica bekam ihre Kinder Ivan, Varinka und Viggo, und die Familie reiste immer wieder durch Europa, wo sich die gute Gesellschaft eben aufhielt. 1922 war sie zum ersten Mal auf dem Gut ihres Mannes, Engestofte, an einem See liegend. Da Monica sexuell wenig mit ihrem Ehemann verband, begann sie ein Verhältnis mit einem ihrer Nachbarn, Kurt Haugwitz-Reventlow. Da seine Familie eigentlich deutsch war, obwohl seit Ewigkeiten in Dänemark ansässig, sträubte sie sich zunächst dagegen. Tatsächlich begleitete Kurt dann auch die ganze Familie oder Monica und Jorgen auf jenen Reisen, die zunächst mit dem eigenen Geld und dann mit dem der Freunde bezahlt wurden. Mit dem großen Börsenkrach von 1929 verloren aber die meisten der zahlreichen Freunde aus Europa und den USA ihr Vermögen. |
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Monica wurde
nun aus dem Stand heraus eine Art Karrierefrau, in dem sie erfolgreich
mit Modeschmuck und Möbeln handelte. Kurt wollte, dass sie sich von
Jorgen trennt, doch sie beendet die Beziehung mit ihm, weil sie für ihre
Familie sorgen muss. Die Sommermonate wurden traditionell in der
italienischen Küstenstadt Rapallo verbracht, auch noch zu Zeiten des
Faschismus. Doch ab dem Kriegsausbruch, von dem Monica erfährt, als sie
vom morgendlichen Schwimmen kommt und Leute um ein Kofferradio stehen
sieht, wurde die Lage für Ausländer in Italien immer schwieriger. Zwei
Jahre später mussten sie schließlich das Land verlassen und nach
Dänemark zurückkehren, das seit April 1940 von den Nazis besetzt war.
Die Durchschnittsdäninnen hatten zu Beginn nicht unter den Besatzern zu leiden, da es keine massive Repression wie in Norwegen oder Polen gab, und der Kriegsbedarf an Fabrikgütern und Nahrungsmittel ließ die Wirtschaft blühen. Zwar waren die meisten Menschen gegen die Deutschen, doch der Widerstand zeigte sich zunächst nur mit eher harmlosen Sabotageaktionen. Schließlich wird aber die wichtige Versorgungslinie zwischen dem norwegischen Erzabbau und Deutschland, die über Schweden und Jütland per Bahn läuft, durch ständig gesprengte Gleisanlagen gestört, und wenn die Alliierten Bomben auf dänische Betriebe abwerfen, werden diese leider nicht entschärft. Monica de Wichfeld organisiert den Widerstand in ihrer Region, bietet den See vor dem Gut für den Abwurf von Material einschließlich Waffen an. Da sie oft in der Nacht mit den geborgenen Gütern übers Wasser rudert, sind ihre Hände voll Schwielen, was sie dem ahnungslosen Ehemann mit dem kriegsbedingten Fehlen von Handcreme und anderer Pflegeprodukte erklärt. Für sie ist selbstverständlich, den sensiblen und naiven Mann, der seinen Garten und die Jagd liebt, nicht in ihre Arbeit einzuweihen, ebenso wenig Sohn Ivan.
Hingegen wird
die Tochter Varinka selbst zur Widerstandskämpferin, und Viggo reagiert
nach Monicas Verhaftung geistesgegenwärtig genug, um seiner Schwester
eine Warnung zukommen zu lassen. Einmal versteckt Monica auch Juden, was
für den Widerstand eigentlich verboten war, weil so das ganze Netz
gefährdet wurde (in Dänemark wurden 95% der jüdischen Bevölkerung meist
über Schweden von ihren Mitbürgerinnen gerettet). Ironischerweise waren
untrainierte Widerständlerinnen letztlich zuverlässiger als die
zahlreichen Agenten des britischen Special Operations Executive. Monica
und die von ihr geleitete Gruppe wurden Anfang 1944 verraten, als die
Gestapo einen dieser Agenten verhaftet hatte. Ihre "Mitverschwörer"
wurden zum Tode verurteilt, ihr aber die Begnadigung angeboten, da seit
einer Hexenverbrennung im 17.Jahrhundert in Dänemark keine Frau mehr
hingerichtet wurde. Monica will aber nur dann verschont werden, wenn
dies für die drei Männer auch gilt. Schließlich überreden sie Freunde
dazu, und sie entscheidet sich dadurch für einen langsamen Tod - sie
stirbt erschöpft und krank vom Aufenthalt in zahlreichen deutschen
Gefängnissen Ende Februar 1945. Sie erfährt aber, dass der
Massenaufstand, den die Deutschen im Falle ihrer Hinrichtung befürchtet
hatten, doch stattfand. Zermürbt von der immer zahlreicheren Sabotage
verhängten die Nazis eine Ausgangssperre im nordischen Sommer mit seinen
langen Abenden, mit Schießbefehl bei Verstößen. Das war den Menschen
zuviel, und sie errichteten Barrikaden, das Personal der öffentlichen
Verkehrsmittel, bei der Telefongesellschaft und in zahlreichen Fabriken
streikte. Die Deutschen reagierten darauf durch Unterbrechung der
Energie- und Wasserversorgung. mussten aber schließlich aus Kopenhagen
abziehen. (Info: "Monica - Eine Frau im Widerstand gegen die deutsche
Besatzung" von Christine Sutherland, Schöffling und Co.)
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Inish Rath Inish Rath, früher auch unter den Namen „Coney Island“ (Kaninchen Insel) oder „Rabbit Island“ (Hasen Insel) bekannt. |
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Heute heißt sie
allgemein „Hari Krishna Island“ (Hari Krishna Insel), da hier die
„International Society for Krishna Consciousness“ (Internationale
Gesellschaft für das Krishna Bewusstsein) ihre Heimat gefunden hat. Die Insel liegt zwischen Derryadd und Geaglum und sie ist über den Anleger von Geaglum erreichbar.
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Neben der
„International Society for Krishna Consciousness“ (Internationale
Gesellschaft für das Krishna Bewusstsein) ist die Insel auch die Heimat
für Pfauen, Fischreihern und Schwäne.
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Die
Cavendish-Butlers bauten hier ein schönes Haus, welches nun das „Visitor
Centre“ (Besucherzentrum) der Gemeinschaft beherbergt.
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| Das Ráth (ein Rundfort mit Befestigungen aus Holz) auf der Insel stammt aus dem Jahr 1850 und die Butlers lebten hier bis 1951. Natürlich gehörten diese Butlers zu der Butler Familie, die in Lanesborough Lodge in Quivvy lebten. Die Butlers liebten das Segeln und sie liebten es mit ihren Freunden, den Tippings, den Ernes of Crom und den Saundersons vom Castle Saunderson an den Segel-Regatten teilzunehmen, die am Upper Lough Erne stattfanden. | |
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Es bestand
immer eine große Rivalität unter ihnen und die Anhängerschaft eines
jeden Bootes hatte so ihre eigenen Tricks, um sicher zu gehen, dass ihr
Team gewinnen würde! Wenn man sich entschließen sollte, am Anleger von
Geaglum festzumachen, dann kann man die Inselgemeinschaft besuchen,
indem man mit der Fähre über den Erne setzt. Auch gibt es bei St.
Hubert’s Stable eine Glasbläserei, die „Crystal Lotus Studios“.
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| Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga | |
| Heinz Werner musste mit
seiner Crew gleich nach uns abgelegt haben, denn kurz hinter Inish Rath,
der „Hari Krishna“ Insel hatte er uns vor der Brücke bei Trasna Island
eingeholt und überholen können. Mal sehen, wo wir uns wieder treffen
würden. Nach der Brücke entschieden wir uns dazu, den nördlichen Kurs zu nehmen, dass heißt, wir würden rechts an Trannish vorbeifahren. Heinz Werner nahm hingegen die westliche Passage, er fuhr als links an Trannish vorbei.
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Trasna
Island Trasna Island, zwischen Lisnaskea und Derrylin, meint „The Crossing Island“ (die Überquerungsinsel) und in der Tat ist die Insel ein Sprungbrett auf der Reise von einem Ufer zum anderen. Eine andere Übersetzung gibt den Namen der Insel mit „The Strand of Swimming“ (das Schwimmufer) wieder und bis vor kurzem schwamm das Vieh in der Tat über den See, zu den Inseln und wieder zurück. Das führende Tier war dabei angeseilt und wurde von Männern in einem Boot gezogen. Der Rest der Herde folgte dann dem führenden Tier. Trasna Island ist heute durch die „Lady Craigavon Bridge“ (Lady Craigavon Brücke; von ihr stammt auch das Foto) im Osten und der „Lady Brook Bridge“ (Lady Brook Brücke“ im Westen mit dem Festland verbunden. Beide Brücken wurden ursprünglich in den 1930er Jahren gebaut, sie sind aber unter den Einheimischen unter dem Namen „The New Bridges“ (die Neuen Brücken) bekannt!
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Zitat aus: From
Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne
Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem
Englischen übersetzt von Inga
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| Wir kamen in die Nähe des
Share Holiday Centres und hier fand scheinbar eine Segelregatta statt
oder es waren viele Segelboote unterwegs, die hier das Segeln übten. Ich
glaube aber, dass eher das Erstere zutraf. Holger musste beim Fahren
jedenfalls gehörig auf die Segelboote aufpassen, die auch schon mal
unsere Fahrroute kreuzten.
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Share
Holiday Centre Das Share Centre und der Smiths Strand sind nur ein paar Meilen von Lisnaskea entfernt. Diese Distanz kann man auch zu Fuß schaffen, wenn man keine Angst vor einer gut befahrenen Straße haben sollte. Der Smiths Strand ist eine Gemeinbedarfseinrichtung mit einem Strand und einer geschützten Schwimmzone. Das Share Holiday Village schräg daneben ist für jugendliche Gruppen oder für leicht behinderte Gruppen und es bietet eine große Anzahl von Übernachtungsmöglichkeiten für Selbstversorger oder mit Halb- oder Vollpension. Zu dem Share Centre gehört ein Anleger, an dem man über Nacht anlegen kann (gegen eine Gebühr) und von wo aus man an vielen Aktivitäten teilnehmen kann.
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| Hier gibt es auch ein Cafe, in dem man auch Essen bestellen kann und weiter gibt es hier Konferenzräume, eine Bühne für die Künste genauso wie ein Schwimmbad, einen Campingplatz und einen Platz für Wohnmobile. Der kleine Laden verkauft Postkarten, Bücher über die lokale Geschichte und hier befindet sich auch eine Rezeption mit sehr freundlichem Personal. Das Share Centre war früher einmal ein Bauernhaus in dem Bezirk Shanaghy, welcher möglicherweise „The Place of the Meadow“ (der Platz der Aue) geheißen hat, da er immer recht feucht war und zur Überflutung neigte. |
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1948, in dem
Jahr des großen Schnees, kam die Familie Smith, George und Ethel und
ihre vier Kinder Austin, Yvonne, Betty und Ethel aus Cavan hierher, um
hier diesen Bauernhof von Mr. und Mrs. William Graham zu kaufen. Die
Farm besaß 35 oder 40 Acres (Acre ≙ Morgen; Acker; Flächenmaß; 1 Acre ≙
4048 qm) und es gab einerseits noch Land am Ufer und andererseits noch
ein Torfmoor. Das ursprüngliche Bauernhaus hatte eineinhalb Etagen und
es war mit Stroh gedeckt. Obwohl der Ort einfach war, war Mrs. Smith
immer gastfreundlich und so machte sie William Rooney, dem Briefträger,
der in Inishturk (Boar’s Island) lebte, jeden Morgen Frühstück. Leider
erfror William Rooney zusammen mit seinem Bruder auf dem See im Winter
1961. 1981 wurde die Farm in ein Veranstaltungszentrum für Gruppen mit
speziellen Bedürfnissen umgewandelt und es ist sehr erfolgreich.
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| Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga | |
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Die Segelregatta in der Nähe vom Share Holiday Centre.
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Nachdem wir alle Segelboote hinter uns gelassen hatten, konnte Holger wieder etwas gelassener fahren. Wir ließen jetzt die Insel Inishore links von uns liegen.
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Inishore
(Gold Island) Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga
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Nach Inishore kamen wir an Innishcorkish Island vorbei und beim Passieren von Innishcorkish hatten wir es wirklich bedauert, dass das alte Ehepaar nicht mehr das Restaurant führte, denn wie gerne hätten auch wir einmal diese Romantik erleben wollen. Jeder hatte uns davon vorgeschwärmt, wie schön es doch dort wäre und wie gastfreundlich doch John und Sheila Reihill wären. Da wir aber mittlerweile in Erfahrung gebracht hatten, dass die Insel derweil verkauft worden war und dass man hier nun nicht mehr anlegen sollte, fuhren wir einfach an Innishcorkish Island vorbei. Trotzdem hatten wir den doch recht gageligen Anleger vor Augen, an dem wir letztes Jahr noch kurz angelegt hatten und das war wirklich ein Abenteuer für sich gewesen.
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Wir hielten uns weiter entlang des nördlichen Kurses und so konnten wir das Boot von Heinz Werner öfters mal auf seinem Weg sehen. Das Wetter wurde immer schlechter, es regnete und es wurde zunehmend diesiger, das lag aber wohl mehr daran, dass die Scheiben immer mehr beschlugen, leider funktionierte das Gebläse für die Scheiben nicht mehr, das hätte uns hier sicherlich gut geholfen. Zwischen den Markern 33K, bei der Insel Inishleague und 33H, bei der Insel Inishcreagh, konnte man den Weg Richtung Norden kaum erkennen. Schon im letzten Jahr hatten wir hier Probleme, denn da standen wir plötzlich neben diesen Markern. Eigentlich nichts schlimmes, aber seit 2005 ist dieser Abschnitt gesperrt. |
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Damals fuhren wir ganz, ganz langsam aus diesem Gebiet wieder heraus, passiert war zum Glück nichts. Nachdem wir Marker 33J gefunden hatten, dieser Marker befindet sich auf der anderen Seite von Inishcreagh, konnte Holger das Fernglas zur Seite legen, denn der Rest des Weges würde nur noch auf dem Fluss zurückgelegt werden. Wir passierten Belle Isle. Hier machte ich ein Foto von dem weißen Turm an der südlichen Spitze von Belle Isle. Dieses ist jedoch recht krisselig geworden, da es dort gerade heftig regnete. |
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Weiter ging es entlang von Belle Isle, die wir natürlich so passierten, dass sie rechts von uns lag, denn man konnte zwar auch anders fahren, doch konnte man so nicht um die gesamte Insel herum fahren. Ein Teilabschnitt war in unserer Karte gesperrt. |
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Belle Isle Belle Isle war früher der Sitz des Mc Manus Klans und ursprünglich hieß die Insel Bally Mc Manus oder Shanid (synod ≙ Synode). Belle Isle war in Fermanagh immer als ein Ort des Lernens bekannt. Der MacManus Klan war ein Zweig der Maguires. Sie waren die Nachkommen von einem Manus Maguiere, daraus entstand dann Mac oder Sohn von Manus. Ihr Häuptling, Cathal og Mc Manus, ein gelehrter Schreiber des 15. Jahrhunderts, verfasste eine der besten Sammlungen der „Annals of Ulster“ (Annalen von Ulster), ohne die die Historiker verloren gewesen wären. An einer Straße außerhalb von Belle Isle gibt es eine Gedächtnistafel, die an ihn erinnert. Auf ihr steht nachfolgendes zu lesen: „Cathal og Mc Maghnusa 1438-1498. Compiler of the Annals of Ulster.” (Cathal og Mc Maghnusa 1438-1498. Der Verfasser der Annalen von Ulster.)
Rory Lunny half ihm dabei, seine Aufgabe zu erfüllen. Noch heute gibt es
Lunnys in diesem Areal. Cathal wurde Gemeindepriester von Inishkeen,
Kanonikus und Generalvikar von Clogher und Dekan von Lough Erne.
Die Eiben
versorgten die Menschen auch mit den Dingen, die sie brauchten, um ihre
religiösen Feiern zu feiern, zum Beispiel schnitten sie sich Wedel von
den Eiben, um den Palmsonntag zu zelebrieren.
Die Festung der
Maguire erschien auf der Karte von 1590, aber während der „Plantation of
Ulster“ (die staatlich geförderte Ansiedlung protestantischer Migranten
im Irland des 17. Jahrhunderts) wurde Sir Paul Gore dieses Land
zugesprochen und er baute hier 1629 ein Haus. Dadurch, dass er ein
abwesender Landlord war, denn er lebte in Donegal, beschäftigte er sich
nicht viel mit den baulichen Arbeiten des Hauses und so wurde das Haus
1720 von Sir Ralph Gore, dem späteren Viscomte Bellisle und Earl of
Ross, saniert und verschönert. Verschiedene schöne landschaftliche
Besonderheiten wurden hinzugefügt, wie ein Tempel auf dem Hügel. Lord
Ross hatte gewöhnlich ein so großes „Cot“ (Flachbodenboot), dass er
seine Kutsche und seine Pferde über den See bringen konnte, um sie dann
auf der anderen Seite ausbooten zu lassen. Man vermutet, dass sich sein
Lieblingsausritt auf der Knockninny Seite des Sees befunden haben
könnte. Auch wird gesagt, dass sein Geist nach seinem Tod immer noch das
Haus besucht.
Sein Sohn, John
Grey Vesey Porter baute den Pferdestall mit Innenhof und er gestalte das
Haus in den herrschaftlichen Stil um, auch fügte er 1890 den Turm im
Südosten hinzu.
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Mr. Porter
gründete auch die lokale Zeitung, die Lisbellaw Gazette. Er hatte einen
großen Plan. Er wollte Enniskillen, Belleek und Belturbet zu den
Hauptpunkten eines großen Netzwerkes der inländischen Schifffahrt
machen, die sich über ganz Irland ausbreiten sollte. Das bedeutete, dass
das Flussbett des Lough Erne ausgebaggert und ausgebaut werden musste,
die Flüsse müssten untereinander verbunden werden und es müssten Wehre,
Schleusen und Siele gebaut werden, welche das Wasser auf einen Pegel das
gesamte Jahr über halten würden. Auch könnten die beinahe veralteten
Kanäle wieder dazu gebraucht werden, Güter zu transportieren. Er
versuchte die Menschen zu überzeugen, dass die Eisenbahn und die
Schifffahrt gut nebeneinander existieren könnten und dass sie nicht nur
Konkurrenten wären. Er kaufte 1880 „The Steam Ship Belturbet“ (das
Dampfschiff Belturbet), um damit Fahrten von Belturbet nach Enniskillen
zu unterhalten. (Dieses wurde im Ersten Weltkrieg konfisziert, um den
Bedarf an Alteisen zu decken, das Steuerrad aus Eisen lag jedoch für
Jahre herrenlos herum, bis es von George Morrisey aus Belturbet wieder
gefunden wurde. Heute hängt es im restaurierten Bahnhof in Belturbet.)
Das andere Dampfschiff von Mr. Porter hieß „The Knockninny“. Aber auch eine Tragödie passierte hinter der großen Fassade des Gebäudes. 1863 heiratete John Grey Vesey Porter Elizabeth Jane, die Tochter von Richard Hall of Inishmore. (Er war damals 47 Jahre alt, sie jedoch nur 18 Jahre alt.) Irgendwann danach bemerkte Mr. Porter, dass seine Frau eine Liaison mit Capain Pointer hatte. (Dieser gehörte dem 16. Regiment an, das in Enniskillen stationiert war.) Mr. Porter, führte Captain Pointer hinters Licht, indem er sich in die Kleider seiner Frau kleidete und entführte ihn mit einem Boot. Nachdem er seinem Feind eine Seite seines gewachsten, drei Zoll langen Schnauzbartes abgeschnitten hatte, zwang er seine Frau dazu, aus dem Fenster zuzusehen, wie ihr Geliebter ausgepeitscht wurde. Elizabeth Jane verließ danach ihren Mann endgültig. Von der ganzen Affäre wurde in den Zeitungen berichtet und das wiederum rief einen Skandal herauf. Als ein Archdale nach John Grey Vesey Porter den Titel erlangte, wechselte er den Namen in Porter Porter um. Belle Isle musste schon früh ein wichtiger lokaler Ort für die Gemeinschaft gewesen sein, sogar schon vor der Zeit der Mc Manuses, denn es gibt hier zwei kreisrunde Ráths (Rundforts mit Befestigungen aus Holz). Eines von ihnen ist mit Fort Hill auf der Karte markiert. Eine feine Brosche, die auf 500 nach Christus zurückdatiert werden konnte und die auf Belle Isle gefunden wurde, befindet sich heute im National Museum von Dublin. Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga |
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| Nach kurzer Zeit kamen auch schon die ersten privaten Anleger von Carrybridge in Sicht und Holger musste jetzt die vorgegebenen 5 km/h einhalten. Es regnete immer noch in Strömen. Zum Glück wollten wir hier keine Pause zum Tanken einlegen, denn das hatten wir ja gestern zum Glück in Belurbet geschafft. Wir passierten die Brücke von Carrybridge und sahen noch recht viele private Boote an Land liegen. Die wurden erst jetzt nach und nach zu Wasser gelassen und heute war gewiss kein guter Tag dafür. |
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| Manche von diesen Booten an Land waren wirklich so gesichert
worden, das einem schon beim Anblick die Haare zu Berge standen. Das die
Boote so den Winter an Land überlebt hatten und nicht ins Wasser
gerutscht waren, grenzte förmlich an ein Wunder.
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Auch ein Boot von Linssen sahen wir an Land liegen. Von diesem Bootshersteller stammte auch das neue Boot von Waveline. Die privaten Anleger, gerade vor der Brücke, waren aber auch schon recht gut gefüllt. Man merkte doch, dass die Bootssaison schon gestartet war. Rechts von uns lag jetzt die Insel Inishmore, die größte Insel des Upper Lough Erne.
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Inishmore
Island Inishmore ist die größte von allen Inseln des Upper Lough Erne und sie war der Sitz von R. Hall, Esq, J.P., der in Inishmore Hall in Derrybrusk lebte, einem hübschen viktorianischem Haus mit einem schönen Grundbesitz. (Richard Hall war der Vater von Elizabeth Jane Hall, die wiederum die fremdgehende Frau von Mr. Porter von Belle Isle war.) Das Gebäude ist schon seit langem verschwunden, aber seine vier Säulen sind ein Teil der „War Memorial Gates“ (Kriegsgedächtnistore) bei der „Portora Royal School“ (königliche Schule von Portora) in Enniskillen. Inishmore Island ist heute mit einer Brücke auf der einen Seite und einem Viadukt auf der anderen Seite mit dem Festland verbunden. |
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Die Brücke bei
dem Carrybridge Hotel wurde im Dezember 1956 von der IRA in die Luft
gejagt, genauso wie die Lady Brooke Bridge bei Trasna Island.
Trotzdem es hier eine alte Kapelle und einen alten Friedhof bei Tully, im Nordwesten der Insel gibt, gab es hier nie eine klösterliche Ansiedlung. Man glaubt, das könnte daran liegen, dass im 7. Jahrhundert St. Ultan, der Bischof von Clogher, den inländischen See verflucht und trocken gelegt hatte, nachdem die Einwohner von Arda sein Vieh gestohlen hatten und es auf einem Crannóg (Crannόgs = künstliche, befestigte Inseln in Ufernähe eines Sees, die während der Eisenzeit angelegt wurden) versteckten. Aus diesem Grund blickten auch alle zukünftigen Erbauer eines Klosters nicht gefällig auf diesen verfluchten Ort.
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Dieser Ort war
jedoch offensichtlich ständig bewohnt, denn es gibt hier eine Anzahl von
Ráths. Sir Henry Spottiswoode, der Sohn von dem Bischof of Clogher
wohnte auch hier im 16. Jahrhundert und er schuf eine Ansiedlung um ihn
herum. Das Carrybridge Hotel besitzt ein gutes Restaurant, eine gute Bar und eine gute Unterhaltung. Entlang der Anleger, der Marina und der Tankstelle für Boote gibt es eine Reihe von schätzenswerten Geschichten.
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Bevor der Ort
als Carrybridge bekannt wurde, hieß die Gegend Caradh Ui Bhanain,
welches „The Fish Weir of Bannon“ (das Fischwehr der Bannon) bedeutet.
Die Familie der Bannon war eine sehr frühe Familie in Fermanagh und sie
war eine der Herenach Familien von Derryvullen. (Die Herenachs waren
Familien, die das Land bewirtschaftete und sich um die Kirche kümmerten.
Der Titel Herenach wurde vererbt.) So steht also Carrybridge für ein
Fischwehr, welches verschwand, als die Fahrrinne vertieft wurde. Auch
das kleine Bootshaus aus Stein, das sich in der Nähe des Ufers unterhalb
des Hotels befindet, hat eine Geschichte zu erzählen. Es war hier, vor
mehr als hundert Jahren und vor dem Bau der Brücke, als ein Bootsmann,
der hier lebte, arbeitete und ein „Cot“ (Flachbodenboot) ruderte, für 6d
(6 Pence), die er als Fahrgeld verdient hatte, ermordet wurde.
Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga
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| Nachdem wir die 5 km/h Begrenzung von Carrybridge hinter uns gelassen hatten, konnte Holger wieder etwas mehr Gas geben und so näherten wir uns recht schnell Knock Island. Hier wies uns ein recht ramponiertes Schild im Wasser auf den Weg nach Knockninny hin, also einmal wieder zurück, was wir ja nun nicht wollten. So schlugen wir vor Knock Island den westlichen Kurs ein, der ist sogar nach Enniskillen ein paar Meter kürzer und zu sehen gab es bei dem Wetter ohnehin nicht viel. Langsam wurde es auf dem Erne voll. Vor uns fuhren eine ein Privatboot, ein Boot von CarrickCraft und eine Penichette. |
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| Wir überholten alle Boote, da
diese recht langsam fuhren. Kurz nach der Brücke, die Knock Island mit
dem Festland verbindet, blickten wir uns um und sahen natürlich das
Boot, das wir ja gerade überholt hatten, aber auch noch ein weiteres
Boot, das eine große Deutschlandflagge führte. Udo hatte sich hinter uns
eingereiht. Er hatte sich scheinbar auch Enniskillen als Ziel
ausgesucht. Noch sahen wir das Boot von Albert nicht, aber weit entfernt
konnte es nicht sein, denn wo Udo ist, ist Albert nicht weit.
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| Kurz vor Cleenish Island
sahen wir wieder Hinweisschilder im Wasser stehen. Das eine zeigte uns
wieder einen Weg zurück, das andere wies jedoch nach Enniskillen und dem
fuhren wir dann auch nach.
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| Wir kamen nun an Cleenish Island vorbei, wo sich mehrere Angler zum Angeln eingefunden hatten. | |
| Natürlich hatte auch
hier jeder seinen Schirm dabei. Nun sahen wir
auch das Boot von Albert, das sich hinter dem Boot von Udo eingereiht
hatte. Die Angler wunderten sich sicherlich darüber, dass jetzt schon
das dritte Boot mit einer Deutschlandflagge an ihnen vorbei gefahren
war, denn nicht nur Udo führte sie, sondern auch Albert und wir
natürlich ebenfalls. Auch hier war das Wetter leider nicht besser
geworden. Es regnete immer noch in Strömen. Hoffentlich hatten wir
wenigstens in Enniskillen ein paar trockene Abschnitte, denn dort wollte
ich ja noch ein paar Bilder von der Stadt machen.
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Cleenish
Island Cleenish Island oder „The Sloping or Slanting Island“ (die abschüssige oder die sich neigende Insel) ist sehr interessant. Neben den Angelstegen gibt es dort einen alten Friedhof innerhalb einen der Ráths, der alle Historiker fasziniert. Man glaubt, dass es einer der ältesten in der Gegend ist, der bis in die Mitte des 6. Jahrhunderts zurückdatiert werden kann. Zu dieser Zeit wurde die Kirche und das Kloster von St. Sinnell MacMianaig (Sohn von Manacus bzw. Maynacur) gebaut. St. Sinnell MacMianaig war ein Jünger von Finian of Clonard und er wurde als einer der „Twelve Apostles of Erin“ (Zwölf Apostel von Erin) bezeichnet. Die „Twelve Apostles of Erin“ (Zwölf Apostel von Erin) waren ein vornehmer Bund von Arbeitern und Lehrern, deren Schüler in die gesamte Welt zogen und Irland so zu dem Namen „Island of Saints und scholars“ (Insel der Heiligen und Gelehrten) verhalfen. Einer ihrer berühmtesten Schüler war Columbanus. Das Kloster lehrte verschiedene Sprachen und Schriften, genauso wie Geschichte, Geometrie, Kunst und Dichtkunst und es hatte ein barsches Regime. Auch St. Finton (oder St. Finian) lebte hier achtzehn Jahre lang. Viele der Steine waren 1790 entfernt worden, um dann zum Bau anderer Gebäude wieder verwendet zu werden. Zu den Gebäuden gehören die Kasernen in Enniskillen, in denen sich heute die Polizeistation befindet und das Fort auf dem „Cole’s Hill“ (Cole’s Hügel). Jedoch blieben zwei Steine bestehen. Einer ist ein Konsolenstein von der alten Kirche, wahrscheinlich aus dem zwölften Jahrhundert und der andere ist eine gewaltige Steinplatte mit einer runden Rückseite, welche wahrscheinlich ein Fenster- oder Türsturz gewesen war. Diese beiden Steine sind bis heute hier vorhanden und wunderschön anzusehen, trotzdem sie in Laufe der Jahre durch die Verwitterung anders aussehen, als sie Mary Rogers in ihrem Buch „Prospect of Erne“ (die Aussicht auf den Erne) beschrieben hatte oder als sie Dean Henry 1794 gezeichnet hatte. Dean Henry beschrieb den aus Stein gehauenen Kopf wie folgt: „Das Haar ist eigenartig verflochten, ein bisschen nach der Mode der Bärte wie auf drei der Köpfe auf dem Sims des Turms von Devenish.“ Die Oberseite des Steins über dem Kopf ist nicht waagerecht ausgerichtet, als wenn sie extra gewinkelt worden ist, um den Giebel zu stützen. Es gibt zwei Kreuz-Platten der frühen christlichen Art und Weise, die im Friedhof liegen. Der Gottesdienst wurde nach 1620 von Cleenish zur Kirche in Bellanaleck verlegt, aber an die Ruinen eines Glockenturms mit einer Spiraltreppe aus Stein in seinem Inneren konnte man sich noch bis in die 1830er Jahre noch erinnern. Wenn man in Enniskillen ist, sollte man sich die „Cleenish Heads“ ansehen, die dem Museum des „Convent of Mercy“ (Kloster der Barmherzigkeit) von Enniskillen gespendet wurden. Hier gibt es zwei Köpfe aus Stein, nicht ganz lebensgroß. Sie befanden sich zu einer Zeit in dem Besitz des Gemeindepriesters von Cleenish, der sie dann an das „Convent of Mercy“ (Kloster der Barmherzigkeit) weitergegeben haben musste, als er starb. Sie sind eindrucksvoll und sie erinnern uns an den Kopfkult der vorchristlichen Zeit, als die Köpfe der Feinde, die in der Schlacht abgetrennt wurden, dem Sieger noch extra Kraft und ein langes Leben versprachen. Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga |
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| Jetzt vollführte der Erne einen Bogen und wir kamen an „The Moorings“ vorbei. Von diesem Restaurant hatten wir im Forum auch schon viel gelesen, besucht hatten wir es jedoch noch nicht. Wir sind im Urlaub nicht so die Essensgeher. Meist macht Holger uns abends etwas Warmes zu essen und mit dem morgendlichen Frühstück langt uns das dann auch für den ganzen Tag. Wir sind ja nicht wegen des Essens nach Irland gekommen, wir wollen ja so viel wie möglich von der Gegend sehen. |
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| Zu unserer rechten Seite
befand sich nun die Insel Inishkeen, die eigentlich keine Insel ist.
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Inishkeen Inishkeen oder „The Beautiful Island“ (die schöne Insel) ist tatsächlich heute überhaupt keine Insel, sie ist aber ein Kap des östlichen Ufers des Sees, das gegenüber von Lisgoole liegt. Möglicherweise war sie in einem Stadium, bevor der Wasserpegel in den 1800er Jahren dreimal abgesenkt wurde, eine Insel. Sie ist nur quer über Felder betretbar, die sich im Privatbesitz befinden. Innerhalb einer Anhöhe eine Ráths von Inishkeen ist der Ort der Gemeindekirche von dem Bezirk Enniskillen, die heute aber zu Ruinen verfallen ist. St. Fergus, der Sohn von Ennius war möglicherweise in dem 6. Jahrhundert der Gründer des ursprünglichen Klosters. Manche Quellen besagen jedoch, dass St. Moachaimore, der Sohn von Endus, der Gründer gewesen war und sein Bruder Fergus soll sein Nachfolger gewesen sein. Die „Martyrology of Donegal“ legt dar: „Dort gibt es eine Gemeindekirche von St. Fergus, ohne Heilung der Seelen, da ihr Pfarrhaus weltlich und ungeeignet ist.“ So scheint es, dass die Gemeindekirche schon in einer ganz frühen Phase von weltlichen Priestern betreut wurde. In der Steuerveranlagung von 1306 unter der Dekanei von Lough Erne hatte sie einen Wert von zwei Mark. 789 brannte sie, 948 wurde sie geplündert und 1166 brannte sie erneut. Die Owens Familie spielte in dem mittelalterlichen Klerus eine bedeutende Rolle. David Owens, Erenach (ein erblicher Verwalter der Kirchenländer), starb 1369, Maurice Owens, der Vikar von Inishkeen, starb am 9. November desselben Jahres. Es gab so viele aus der Familie der Owens, dass einige von ihnen, wie Grey Dean (Gilla Downey Owens), der 1394 starb und sein Nachfolger Bald Dean (David Owens) besser unter ihren Spitznamen bekannt waren. Durch Anordnungen gab es in den frühen 1400er Jahren etliche schwierige Zeiten. Die Ernennung von Matthew Owens erfolgte gegen bestehendes Kirchenrecht ( auf unkanonische Weise ) mit der Auflage, dass er binnen Jahresfrist die Priesterweihe erhalten müsse. Letzteres hielt er jedoch nicht ein. Peter Maguire, der spätere Bischof von Clogher, Rory Maguire und eine Patrick O’Sodan stritten sich in dieser Zeit ebenfalls um kirchliche Positionen. Terence O’Carbery beklagte sich 1450 über das eigensinnige Leben des Patrick O’Fuadachan (ein uralter Name von Fermanagh), der der Vikars von Inishkeen war, in der Hoffnung, die Position nach ihm zu bekommen. Eine päpstliche Untersuchung wurde angeordnet, aber Patrick und Terence hatten ihre eigenen Vereinbarungen getroffen, die festlegten, dass Patrick zu Gunsten von Terence abdankte und dass Patrick dann eine Lebensrente von den kirchlichen Erlösen erhalten sollte. Diese nette Vereinbarung wurde durch Thady McClusky an den Papst weitergegeben, der eine weitere Untersuchung veranlasste und Thady versprach, dass, wenn alle Inhalte bewiesen wären, er Inishkeen bekommen würde. Das war eine Art und Weise der kirchlichen musikalischen Stühle! Cathal Og MacManus war ein Gemeindepriester und er schrieb einer Menge an lokalen Nachrichten in seinen „Annals“ (Annalen) nieder. Er berichtete 1420, dass: „die Söhne von Art Maguire von Hugh Maguire in Inishkeen am Lough Erne getötet worden waren“ Die Söhne hießen sehr anschaulich. „Owen the Crooked“ (Owen, der Bucklige), „Timothy the Grey“ (Timothy, der Graue) und „Rory the Twany“ (Rory, der Gelbbraune). Irische Spitznamen können schmeichlerisch sein oder auch übel wollend und manchmal sind sie das Gegenteil des wahren Bildes. Zum Beispiel „Happy“ (glücklich) könnte für eine Person stehen, die niemals lächelt. Die Ruinen, die heute zu sehen sind, stammen von einer Protestantischen Kirche aus dem späteren 15. Jahrhundert, die mit älterem Material gebaut worden war. Einige der Steine erfüllten jedoch das gleiche Schicksal wie die Steine von Cleenish, denn sie wurden mittels eines „Cot“ (Flachbodenboot) nach Enniskillen befördert, um dort als Füllgut oder für Bauwerke ihren Zweck zu erfüllen. Der dekorative Kopf von einer Konsole von Inishkeen wurde auf einem Friedhof vor nicht so langer Zeit gefunden. Er wurde in das Fermanagh County Museum gebracht, um dort sicher aufbewahrt zu werden. Mit ihm gelangten noch anderen Quadersteinen von der Kirche aus dem 15. Jahrhundert und einige schöne romanische Schnitzereien von einer früheren Kirche in das Museum. Verschiedene, interessante fleur-de-lis (auch Fleur-de-Lys – französisch für "Lilienblume", "Lilienblüte") Schnitzereien auf dem Stein scheinen ihm einen beinahe internationalen Touch zu geben. Hier gibt es auch einen sehr ungewöhnlichen und sehr verwitterten, aus Stein gehauener Kopf mit verlängerten Ohren auf einem gebrochenen Schaft eines Kreuzes. Diese Teile von Steinkreuzen des frühen irischen Typs, zeigen die frühe Bedeutung dieses Ortes auf. Waffen aus der Bronzezeit, wie ein 23,5 Zoll Schwert, wurden hier um den See herum gefunden. Der Kirchhof war einer der wenigen, der von dem Katholischen Volk während der „Penal Laws“ (Penal Laws dt.: Strafgesetze; speziell gegen Katholiken gerichtete Gesetze des 18. Jahrhunderts, die eine volle Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zumindest erschwerten, oft sogar unmöglich machten) benutzt wurde. Einige von den übrig gebliebenen Gewölbepfeilern könnten als Schutz des Openair Gottesdienstes gedient haben. Drei andere Überlieferungen von Inishkeen überlebten. Die erste war, dass es ein Altarraum innerhalb der Gewölbepfeiler gegeben haben soll. Die zweite war, dass man vom Wasser eines Sockels, eines anderen Kreuzes annahm, dass es Zahnschmerzen heilen könnte und die dritte war, dass es hier ein Nonnenkloster gegeben haben soll, dass den gleichen Auftrag und den gleichen Status wie Klosterbrüder von Lisgoole hatte. Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga Weiter ging es entlang des Ernes und wir kamen an Killyhevlin vorbei. Hier hatten wir schon einmal vor zwei Jahren festgemacht, wir wollten hier damals auch eigentlich über Nacht bleiben, fuhren dann aber doch noch nach unserem Einkauf an Land bis nach Ardhowen weiter.
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The
Killyhevlin Der letzte Anleger am Upper Lough, ist dieses sehr schöne Hotel, das in einer reizenden Landschaft eingebetet ist. Hier gibt es Stege für Angler, einen öffentlichen Anleger für Boote, was das Hotel wirklich sehr ansprechend macht. Auch findet man hier Chalets für Leute, die sich gerne selbst versorgen wollen. Jedes Chalet hat seinen eigenen Anleger. Das Hotel hat 43 Zimmer und es besitzt ein schönes Restaurant mit einer musikalischen Unterhaltung durch den hoteleigenen Pianisten. In dem Restaurant kann man zu Mittag und zu Abend essen. Zu dem Hotel gehört auch ein Gebäude mit Konferenzräumen. |
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In der
Vergangenheit war das Ufer im Westen eine schöne Gegend mit Bäumen, die
Drumnesna oder „The Ridge of the Swimming“ (die Schwimmkante) genannt
wurde. Sie war die Heimat für eine enorme Anzahl von Kaninchen. Die
kleine Insel in dieser Gegend entstand, als der Fluss ausgebaggert und
vertieft worden ist und eine alte Furt weggenommen wurde. Arbeiter
entdeckten dabei mehrere schöne Speerspitzen, eine prähistorische Axt
und eine Schwert aus goldener Bronze. Auf diesem Flussabschnitt hatte es
auch Aalreusen gegeben. Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga
Nun hatten unsere Verfolger aber ganz
schön zugenommen. Mittlerweile herrschte ja fast Rushhour auf dem Erne.
Wer hatte eigentlich das Gerücht im Forum ins Leben gerufen, dass auf
dem Erne wenig los sei? Neben Udo und Albert war auch noch Martina im Tross, so waren wir fast alle wieder zusammen.
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| Jetzt kamen wir Enniskillen
immer näher. Kurz vor dem Anleger vom Ardhowen Theatre kamen wir an den
Steinpfeilern vorbei, die aus dem Wasser ragten. Es sind die Überreste
der „Weir’s Bridge“ (Reusen Brücke), die 1878-1879 gebaut worden war, um
die „Sligo, Leitrim and Nothern Counties Railway“ (Sligo, Leitrim und
Nothern Counties Eisenbahn) über den Fluss zu führen. Die Reise von
Enniskillen nach Sligo dauerte drei Stunden. Die Eisenbahn wurde 1957
geschlossen und die Brücke wurde in den frühen 1960ern abgerissen. Die
Brücke erhielt ihren Namen durch zwei frühere Aalreusen, die sich an
diesem Ort befanden hatten. Die Aalfischerei war im frühen 19. Jahrhundert eine wichtige Industrie und pro Jahr wurden hier 700-1000 Dutzend Aale gefangen, meistens für den einheimischen Konsum. Pro Dutzend Aale wurden 4/5 Schillinge gezahlt. Der Überschuss wurde gesalzen, in schmale Fässer gepackt und bis zur Fastenzeit aufbewahrt. Danach wurden sie übers Wasser nach Belturbet in die Grafschaft Monaghan transportiert, wo sie guten Absatz bei Einzelhändlern aus den Nachbargrafschaften Cavan und Longford fanden.
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| Beim Passieren des Anlegers
vom Ardhowen Theatre stellten wir fest, dass dieser geschlossen war.
Warum wohl? Uns war es jedenfalls neu. Scheinbar wurden hier neue
schwimmende Jettys installiert. Beim Durchforsten des www fand ich dann
auch eine Antwort darauf. Hier war unter dem Link
http://crpeportal.biznetservers.com/index.cfm/section/article/page/MarineNotice35of2005
folgendes zu lesen: |
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Captain John
Gillespie Inspector of Navigation 17th November 2005. Tel: 00 353 (0)90 6494232 Fax: 00 353 (0)90 6494147
Das erklärte natürlich alles.
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| Es regnete immer noch, wie hätte es auch anders sein sollen, aber auch bei Regen kann man in Enniskillen Fotos machen. | |
| In Enniskillen legten wir um 14:00 Uhr an. Wir machten uns gleich landfein und verließen das Boot. Wir gingen zunächst zur Sports Factory. Dieser Laden hatte Ausverkauf und heute war der letzte Tag. Wir hatten den Tipp von Martina bekommen. Nachdem wir ein paar Schnäppchen ergattern konnten, gingen wir kurz an Bord zurück, um den Einkauf wieder los zu werden. Anschließend ging es in das Erne Side Shopping Center zum Juwelier. Das Armband, das mir bei meinem Autounfall zerquetscht worden war, stammte von hier. Ich hatte es am 11.09.2003 von Holger zum Hochzeitstag bekommen. |
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| Ich hatte die Hoffnung, dass
sie es mir hier reparieren könnten. Leider hatte der Laden keinen
eigenen Goldschmied, so dass auch hier das Armband hätte eingeschickt
werden müssen. Traurig verließen wir den Juwelier und starteten eine
Enniskillen Fotosafari. Jeder Stein, der eine historische Bedeutung hat,
wurde von mir fotografiert und trotz des Regens wurden die Bilder doch
recht gut. Das hatte ich natürlich nur dieser tollen Kamera zu
verdanken. In Enniskillen aßen wir diesmal auch eine Kleinigkeit zu
Mittag. Geschmeckt hatte es jedoch so lala und der Service war auch nicht gerade berauschend. Nach dem Mittag, wir waren gerade wieder nach draußen gegangen, begrüßte uns ein Ire ganz nett und freundlich. Es war der Skipper der Gypsy Star. Das war das Boot, das uns durch die letzten Schleusen des Shannon-Erne-Waterways begleitet hatte und das Holger in Belturbet an der Tankstelle von ESL Gesellschaft geleistet hatte. Aber irgendwie war es schon ein komisches Gefühl, dass man in Irland Leute kennt und auf der Straße begrüßen kann. Nachdem ich alle Fotos gemacht hatte, kehrten wir zum Boot zurück. Vorher gingen wir aber noch schnell in den ASDA Markt, um uns mit Lebensmitteln einzudecken. Der Markt war jetzt etwas anders aufgebaut, da er einen neuen Eigentümer hatte, aber wir fanden uns schnell zurecht. Während des Einkaufs erhielt Holger eine SMS von Martina. Sie wären jetzt auf dem Weg nach Devenish Island, wo sie am östlichen Anleger übernachten wollten. Holger antwortete ihr, dass wir gerade einkaufen würden, wir ihnen aber danach folgen würden, da wir auch auf Devenish Island übernachten wollten. Nachdem wir an der Kasse unseren Einkauf schon bezahlt hatten, sahen wir eine große, transparente Plastikbox mit Klappdeckel; genau so eine brauchten wir noch, damit wir unsere Sachen, die wir in Irland lassen würden, gut verstauen könnten. Schnell war auch diese Box gekauft und nun kehrten wir auch endlich an Bord der Daisy zurück. Wir verstauten unsere ganzen Einkäufe und waren froh, dass wir die Plastikbox in einem der außen befindlichen Stauräume unterbringen konnten. So war sie uns im Boot jedenfalls nicht immer im Weg. Nachdem wir alles erledigt hatten, legten wir um 18:05 Uhr in Richtung Devenish Island ab. |
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Enniskillen
Inis Ceithleann Enniskillen ist eine lebhafte Stadt mit vielen Geschäften. Ihre reizvolle Lage auf einer Insel zwischen dem oberen und dem unteren Lough Erne macht sie zu einem idealen Ausgangspunkt für Touren an dessen Ufer oder durch die Sperrin Mountains, für Bootsfahrten auf dem Shannon-Erne-Kanal oder für Angelausflüge an die Seen von Fermanagh. |
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Stadtführung
In den beiden Nischen des sechsgeschossigen Turms stehen die Figuren eines Dragoners und eines Füsiliers.
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Am Diamond, dem zentralen Platz auf der Anhöhe, erhebt sich die 1898 erbaute „Town Hall“ (das Rathaus).
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Der „Buttermarket“
(Buttermarkt) an der Down Street (bei der Kreuzung High
Street/Church Street nach rechts) wurde zum Kunsthandwerkszentrum
umgestaltet.
Ihr gegenüber steht die katholische „Saint Michael’s Church“ (Saint Michael’s Kirche) (1875) mit ihrer den Kirchen der französischen Gotik nachempfundenen Fassade; der ursprünglich geplante Turm mit der Spitze wurde allerdings nie fertig gestellt. Recht eindruckvoll ist das Chorhaupt, das von Strebewerk gestützt wird (1921).
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Die Hauptstraße (Church Street) führt zur 1842 fertig gestellten anglikanischen „Saint Macartin’s Cathedral“ (Saint Macartin’s Kathedrale); der Turm stammt noch vom Vorgängerbau aus dem 17. Jahrhundert.
Die Straße führt nun hinunter zur „West Bridge“ (Westbrücke) (1892).
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| Links von der „West Bridge“ (Westbrücke) steht die „Enniskillen Castle“ (Burg von Enniskillen), rechts die alte Kaserne (1790), in der heute die Polizei untergebracht ist.
Forthill
Park ▪▪▪ Am Südostrand der Stadt. Ihren heutigen Namen trägt die
kegelförmige Anhöhe, die früher als „Camomile Hill“ (Kamillenhügel), „Commons
Hill“ (Gemeindehügel) oder „Cow Green“ (Kuhweide) bekannt war, weil auf
ihr 1689, während des Krieges zwischen Wilhelm III. und Jakob II., eine
kanonenbestückte Sternschanze mit vier Bastionen erbaut wurde.
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Im Zentrum des Forts steht das zwischen 1845 und 1857 errichtete Cole’s Monument zu Ehren von General Galbraith Lowry Cole (1772-1842), dem Bruder des 2. Earls of Enniskillen.
Im Inneren der Säule führt eine Wendeltreppe (108 Stufen) auf eine Aussichtsplattform hinauf, von der sich ein weiter Blick über Enniskillen und sein Umland bietet.
Oskar Wilde und Samuel Beckett sind in der Portora Royal School zur Schule gegangen, die von Jakob I. 1608 im südlich von Enniskillen gelegenen Lisnakea gegründet wurde und 1777 in die Nähe von Portora Castle umzog.
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Den Park schmückt ein viktorianischer Musikpavillon, eine orientalisch anmutende Konstruktion aus Gusseisen mit einer Uhr auf dem achteckigen Dach.
Der General war ein enger Freund des Herzogs von Wellington, an dessen Seite er in Portugal und Spanien gekämpft hatte.
Das Schulgebäude ist 1859 infolge einer von den Schülern verursachten Explosion teilweise eingestürzt.
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| Zitat aus: Der Grüne Reiseführer Irland, Michelin Reise Verlag
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| Um 18:35 Uhr erreichten wir
Devenish Island und machten am östlichen Anleger fest. Martina und
Matthias hatten uns ja schon erwartet und so wiesen sie uns auch gleich
einen Anleger zu. Da wir vorne und hinten jedoch nur ein paar Zentimeter
Platz hatten und wir zusätzlich auch noch ablandigen Wind hatten, wäre
hier das Anlegen ohne fremde Hilfe nur sehr schwer von statten gegangen.
Aber zum Glück hatten wir ja zwei, die uns halfen. Der Ire auf dem
Privatboot guckte zwar sehr besorgt und er hatte scheinbar wirklich
Angst um sein Boot, aber wir legten an, ohne sein Boot auch nur berührt
zu haben. Leider konnte ich unseren Liegeplatz erst am nächsten Tag
fotografieren, hatte es einfach vergessen und so ist auf dem Foto das
irische Privatboot nicht mehr zu sehen. Verwunderlich war schon, wie
voll auch dieser Anleger wieder war. Im letzten Jahr im September war
hier lange nicht so viel los, wie dieses Jahr im April und selbst im
August vor zwei Jahren hatten wir leichter einen Anleger gefunden.
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Devenish Island
Irland war einst vom Berggipfel bis zu den Ufern der Seen sehr stark bewaldet. Der Wald bestand aus Eichen, Erlen, Eschen, Birken, Ulmen, Haselnusssträuchern, Weiden und anderen einheimischen Bäumen. Nur das Wasser der Seen und der Flüsse unterbrachen die Bäume. Ungefähr vor 6.000 Jahren fingen die Farmer damit an, die Wälder zu roden, um Felder anzulegen und um Häuser und Schutzräume zu bauen. Der Prozess der Waldrodung für Weideland und Ackerflächen ging weiter, da die Bevölkerung wuchs und die Farmen größer wurden, aber die Landschaft war immer noch stärker bewaldet als heute.
Eine lange Zeit
lang gab es weder Zäune noch Hecken in der irischen Landschaft und
umschlossene Felder kannte man nicht. Es war die normale irische Praxis
die gepflügten Felder und die Felder mit Saaten mit einer vorläufigen
Hecke zu umgeben, die aus Zweigen und anderen Hölzern bestand. Nach der
Saat wurde dann das Holz zur Befeuerung in den Wintermonaten benutzt.
Durch die stark
bewaldete Landschaft waren die Wasserwege die Straßen und Devenish
befand sich an einer der Hauptstraßen von Irland. Mit einer 52 Meilen
schiffbaren Wasserstraße vom Upper und Lower Lough Erne, lag Devenish
sehr nah am Flusssystem des Shannons, so dass es möglich war, auch zur
südwestlichen Küste zu reisen. Die Transporte mit dem Boot waren sehr
viel einfacher als die Transporte über Land.
St. Molaise,
das Leben eines Heiligen
Molaise
entstammte einem königlichen Stammbaum. Sein Vater war Nadfraech und
siebter Nachkomme des Königs von Ulaidh. Seine Mutter stammte aus der
königlichen Familie von Tara. Es ist schriftlich belegt, dass St.
Patrick seine Geburt 60 Jahre vor dem Ereignis vorhersagte. Molaise
überwachte den Bau der ersten hölzernen Kirche von Devenish und die
Errichtung des ersten frühen Klosters.
Die Annalen
beschreiben später „Devenish of the Assemblies“ (Devenish der
Versammlungen) als einen Ort, wo regelmäßig die Besprechungen der
Häuptlinge von Ulster stattfanden.
Das frühe
Kloster
Die Kirche
Das Kloster
in Flammen
In den Annalen
ist schriftlich belegt, dass: „Devenish 873 und 923 von einer Flotte von
Fremden (Wikingern) überfallen wurde, die auf dem Lough Erne ihr Unwesen
trieben und die Insel des Sees und das Gebiet um sie herum plünderte und
dass sie im folgenden Sommer wieder wegfuhren.“
Das
mittelalterliche Kloster 1157-1449
Die Kirchen von Devenish
2. „St. Molaise’s House“ (das Haus von St. Molaise)
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Die Steinmetze hatten den Ecksteinen der Kirche schöne Verzierungen im romanischen Stil hinzugefügt, das deutet darauf, dass die Kirche im 12. Jahrhundert gebaut worden war. | |
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3. Teampull Mór
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| „Round Tower“ der Rundturm | |
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Der Turm von
Devenish ist einer der schönsten von Irland. Seine Raffinesse spiegelt
den Reichtum und das Prestige des Klosters wieder. Die Köpfe, gleich unter dem Haubendach, sind im romanischen Stil in Stein gehauen worden und man glaubt, dass sie folgende Heilige darstellen sollen: Molaise, Patrick, Columba (Columkille) und Brigit.
Der Rundturm
wurde als Glockenturm entworfen. Die Glocke sollte die Mönche zu ihren
täglichen Zyklus der Gebete, Psalmen und Hymnen rufen, die den Tag über
von Tagesanbruch bis in die Abenddämmerung hinein in Intervallen
abgehalten wurden. Relikte und Wertgegenstände wurden in dem Turm
aufbewahrt. Das Klingeln der Turmglocke konnte auch zu Ritualen gehören.
Die Türme konnten auch heilige Plätze sein und folglich konnten sie auch
Altare in ihrem Inneren haben. |
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1976 wurden bei
archäologischen Arbeiten die Fundamente eines zweiten Rundturms
entdeckt, in dem möglicherweise Dornhnail gestorben war.
Die
Wirtschaftlichkeit des Klosters – Das Leben im Kloster
Künste und
Wissen
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Die Metallkunsthandwerker fertigten wunderschöne Objekte für die Kirche an, wie Abendsmahlkelche, Lampen, Handglocken, Schreine und möglicherweise noch andere, mehr utilitaristische Objekte. |
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Der „Soiscel
Molaise“ (der Buchschrein von Saint Molaise aus dem frühen 11.
Jahrhundert) ist ein Transportbehälter für ein Manuskript, dem
Evangeliumsbuch von St. Molaise. Der Buchschrein ist ein rechteckiger
Kasten aus Bronze, der im 8. Jahrhundert angefertigt worden war und der
im 11. Jahrhundert auf Anweisung von Cennfaelad mit Platten aus
vergoldetem Silber geschmückt worden war. Cennfaelad war von 1001 bis
1025 der Abt von Devenish.
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Im Kloster gab
es eine große Tradition für die Wissenschaften. Die Mönche verbrachten
sehr viel Zeit damit, Kommentare in die Schriften zu schreiben, heilige
und nichtkirchliche Manuskripte zu kopieren, die Bücher und Gebete zu
pflegen, die Geschichte der Heiligen, die Gesetzgebung der Kirche und
die Ereignisse in einem Buch niederzuschreiben, das wir heute „Annals“
(Annalen) nennen. Hier wurde Latein und das Schreiben gelehrt und
Schüler von einheimischen oder hochrangigen Familien wurden in dem
Kloster unterrichtet.
Das
tägliche, klösterliche Leben – Das Leben der klösterlichen Gemeinschaft
auf Devenish St. Mary’s - Die Konstruktion der Augustiner Abbey
Das war
wirklich eine sehr geschäftige Zeit auf der Insel. Der Bau einer Abbey
war sehr teuer, denn die Steine mussten gehauen und mit dem Boot von dem
Festland zur Insel gebracht werden. Häufig wurden Schablonen zum
Steinbruch geschickt, damit die Steinmetze den Stein auf dem Festland
schon schneiden und formen konnten und einmal auf der Insel angekommen,
wurden die Steine durch die Steinmetze dann weiterbearbeitet. Diese
Steinmetze oder Maurermeister waren üblicherweise die Architekten. Sie
hatten auch eine leitende Rolle in einem großen und abwechslungsreichen
Team aus Bauleuten, zu denen Steinmetze, Zimmermänner, Stuckateure,
Maler, Glaser, Metallfacharbeiter, Dachdecker und ungelernte Arbeiter
gehörten.
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Die
Augustiner – Die Rolle von St. Augustin, die sich im 11. Jahrhundert
abzeichnete.
Der Fall der
Klöster – die Liquidation der Klöster
Die
Inquisition
Die
Besiedelung
Beisetzungen
Eine
Beschreibung von Devenish von 1808 von John Frith:
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| Da der Wind mittlerweile stärker geworden war, entschlossen wir uns dazu, nicht zu grillen, wie wir es uns eigentlich vorgenommen hatten. Schade eigentlich, denn gestern sind wir so richtig auf den Geschmack gekommen. Wir wurden von Matthias für den späteren Abend auf ihr Boot eingeladen und da bis dahin noch ein wenig Zeit war, machte ich noch einen Rundgang über Devenish. Von dieser Insel konnte ich, genauso wie von Clonmacnoise, einfach nicht genug bekommen. | |
| Nach meinem Rundgang sah ich noch kurz bei Martina und Martin beim Angeln zu. Sie standen beide auf dem anderen Steg, an dem normalerweise das Fährboot nach Devenish anlegt. Als ich zur Daisy zurück wollte, musste ich eine kleine Schräge hinunterlaufen, die den Steg mit der Insel verbindet. Dabei erwischte ich die einzige moosige Stelle der Schrägen und natürlich rutschte ich fürchterlich aus. Ich fiel hin, kam dann aber kurz noch wieder hoch und fiel dann endgültig hin. Zum Glück kam gerade Matthias, der auch seine Angelleine baden wollte und er half mir wieder hoch. |
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Erst dachte ich, dass alles in Ordnung wäre, aber nachdem ich zur Daisy zurückgekehrt war, bemerkte ich, dass ich mir zwei Finger und die Handflächen aufgeschrammt und beide Knie mit blauen Flecken versorgt hatte. Leider auch das linke Knie, das ich mir bei meinem schweren Autounfall schön bös verletzt hatte. Holger versorgte liebevoll meine Schrammen, aber von den Prellungen und den brennenden Handflächen würde ich noch länger etwas haben. |
| Wir erholten uns noch etwas von den Anstrengungen auf unseren Boot und dann wechselten wir mit Jameson, Baileys, Murphys, Guinness und einem Block Eis auf das MHM Boot der Friebels. Nachdem uns Martin gezeigt hatte, wie man den Eisblock am besten in Stückchen zerlegt, man muss dazu immer wieder auf die gleiche Stelle mit einem Hammer hauen und nicht immer auf verschiedene Stellen, verbrachten wir zusammen einen schönen Abend. Birte und ich hielten uns an den Baileys, die anderen an die anderen alkoholischen und nichtalkoholischen Getränke. Gegen 23:30 Uhr kehrten wir zu unserem Boot zurück, gingen dann auch gleich in die Kojen und schliefen auch sehr schnell ein. | |