16.04.2006
Der Tag des defekten Wäschetrockners – oder warum wir wieder in Ballyconnell
landeten.
| Auch heute schliefen wir recht lange. Wir ließen den Tag ganz gemütlich anfangen, natürlich wieder mit Kellogg’s Frosties zum Frühstück. Sie schmeckten halt gut und es war ein schnell gemachtes Frühstück. Wir machten uns fertig und ich verließ das Boot, um noch einmal zu der „Holy Trinity Church“ (Kirche der heiligen Dreifaltigkeit) zu gehen. Das Wetter war diesmal besser und so konnte ich hoffen, nicht wieder von einem Gewitter überrascht zu werden. Da Holger keine Lust auf einen Landgang hatte, ging ich alleine, ich kannte ja schon den Weg. | ||||
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Von wegen, ich kannte ja schon den Weg, denn er kam mit doch sehr unbekannt vor.
Wo ich letztes Jahr noch auf einer Straße lief, die durch einen dichten Wald
führte, was bei Gewitter besonders gut kam, aber das nur
nebenbei, war diesmal kein Wald mehr vorhanden und ich hatte von der Straße aus
einen freien Blick auf den Anleger, auf dem ich sogar den Hund von gestern bei
Holger erkennen konnte. Was sie hier wohl vorhatten, aber schade um den Wald war
es schon.
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Auf meinen weiteren Weg zur „Holy Trinity Church“ (Kirche der heiligen Dreifaltigkeit) kam ich an einer Ruine vorbei und an mit Moosen überwucherten Zweigen. Beides musste ich natürlich gleich auf ein Foto festhalten. | |||
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Es dauerte dann auch nicht mehr lange und ich erreichte das Gatter, das zum
Gelände der „Holy Trinity Church“ (Kirche der heiligen Dreifaltigkeit). Ich
hatte wirklich Glück mit dem Wetter und ich konnte alle Fotos machen, die ich
mir vorgenommen hatte und natürlich noch ein paar mehr. Es ist doch immer wieder
schöne, wenn man die Dinge ohne strömenden Regen fotografieren konnte. Ich
genoss so richtig meine Fotosafari und jetzt stehe ich gerade vor dem Problem,
mich für einige der vielen Bilder von der „Holy Trinity Church“ (Kirche der
heiligen Dreifaltigkeit) zu entscheiden. Mal sehen, welche auf den folgenden
Seiten erscheinen werden.
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| „Holy Trinity Church“ (Kirche der heiligen Dreifaltigkeit) von jeder Seite aus betrachtet. |
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Die verschiedenen Fenster der „Holy Trinity Church“ (Kirche der heiligen
Dreifaltigkeit)
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Das Grabmal von Michael Crichton und seiner Frau Alice Elizabeth.
Der Blick von der „Holy Trinity Church“ (Kirche der heiligen Dreifaltigkeit) auf das „Old Castle“ (Alte Schloss) von Crom.
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Nach meiner Fotosafari kehrte ich zum Anleger von Trial Bay zurück. Holger hatte
in meiner Abwesenheit schon nach Mr. Perkins gesehen und so konnten wir dann
auch gleich nach meiner Rückkehr ablegen. So machten wir um 11:05 Uhr die Leinen
an der Trial Bay los.
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Nach meinem Rundgang kehrte auch ich zur Daisy zurück. Am Anleger stiegen gerade
die Leute in das „Cot“ (Flachbodenboot) und auch ich wurde angesprochen, ob ich
denn schon eine Schwimmweste hätte. Nachdem ich den netten Herren aufgeklärt
hatte, dass ich zwar eine Schwimmweste hätte, diese sich aber an Bord unseres
Bootes befinden würde, mussten wir beide doch etwas schmunzeln. Holger hatte das
alles vom Boot aus beobachtet und ich erzählte ihm dann schnell, was der nette
Herr von mir gewollt hatte.
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Um 14:05 Uhr machten wir die Leinen los und verließen den Anleger von Crom.
Unser nächstes Ziel war der Anleger von Aghalane, wo ich einerseits die dreckige
Wäsche in dem Servicehäuschen waschen wollte und anderseits wollte ich das, in
der Karte eingezeichnete, Castle mal suchen gehen.
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Crom Nun kommt man in das Gebiet von Crom (crooked or twisted place - ein buckeliger oder krummer Ort). Hier gibt es eine faszinierende Mischung von Geschichte, die uralte mischt sich mit der modernen und die natürliche mit der von Menschenhand geschaffenen. |
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| Bei Crom befinden sich ein landschaftlich reizvoller Anleger, ein „tea-room“ (Teeraum) vom „National Trust“ (der Gesellschaft zum Schutz des historischen Erbes), ein „Visitor Centre“ (Besucherzentrum), in dem man sowohl Duschen als auch einen Empfang vorfindet, an dem man Postkarten, einheimische historische Bücher und Souvenirs kaufen kann. Es ist ein öffentlicher Anleger, an dem man umsonst übernachten kann, wenn man aber alle Wege und alle Einrichtungen nutzen möchte, dann kostet es eine Gebühr von £4,50 pro Boot für 24 Stunden. |
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Man wird fast dazu verführt, auch an den anderen Anlegern des „Estate“
(Anwesen), wie Inisherk (island of the white-bellies pig or salmon - Insel des
weißen Hängebauchschweins oder der Lachse), auf dem sich der „Walled Garden“
(dem mit einer Mauer umgebenen Garten) befindet oder Derryvore im Westen, wo die
„Holy Trinity Chruch“ (Kirche der heiligen Dreifaltigkeit) steht, mit dem Boot
festzumachen, aber anlegen darf man nur an dem einen offiziellen Anleger beim „Visitor
Centre“ (Besucherzentrum). Neben noch anderen Gründen ist das Wasser seicht und
steinig, außer im Zentrum des Sees und man muss große Vorsicht walten
lassen.
Das heutige Schloss aus der viktorianischen Zeit befindet sich immer noch in privater Hand, es gehört dem Lord und der Lady Erne, die hier auch leben. Es ist für die Öffentlichkeit nicht zugängig.
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Man kann jedoch das „Old Castle“ (Alte Schloss) besichtigen, ein Schloss aus der
Besiegelungszeit, das im Jahr 1610 gebaut wurde. Es ist eine großartige Ruine.
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| Das „Old Castle“ (Alte Schloss) wurde von Michael Balfour, dem Sohn von James Balfour aus Lisnaskea, gebaut. Er verkaufte es dann an Sir Stephen Butler aus Belturbet, der es wiederum an den Bischof von Clogher, Dr. Spottiswoode, weiterverkaufte. Als Mary, die dritte Tochter von Dr. Spottiswoode, Abraham Creighton (alte Buchstabierung) heiratete, erwarben sie das Schloss um 1655 herum. | ||||
| Die Crichton Familie lebte schon immer in Crom. Das „Old Castle“ (Alte Schloss) überlebte zwei Belagerungen im Jahre 1689 durch die Truppen der Jakobiner, nur um dann im Jahre 1764 durch einen Unfall niederzubrennen. Gärtner aus der viktorianischen Zeit verschönerten das Gelände landschaftlich und man kann es heute von einer Mauer und einem „Ha-Ha“ aus der viktorianischen umgeben sehen |
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Ein „Ha-Ha“ ist ein tief gegrabener Graben, der einen Garten oder ein
Vergnügungsterrain umgibt. Er wurde sehr oft von viktorianischen
Landschaftsgestaltern eingesetzt, die es hassten, die Sicht durch Zäune oder
Mauern zu verunzieren. Der Graben endete auf der Seite des Gartens oder des Vergnügungsterrains mit einer vertikalen Mauer aus Steinen und die andere Seite des Grabens bestand aus einer langsam ansteigenden Grasböschung.
Seitenansicht eines „Ha-Ha“: |
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Aha, Ah Ah oder Ha Ha
Ausdruck (vom Ausruf des Erstaunens der Spaziergänger abgeleitet) für einen im englischen Landschaftsgarten von der Hausseite unsichtbaren Graben, der das Anwesen im Gegensatz zu Mauer oder Zaun zwar abgrenzt, aber für den Blick in die Ferne unsichtbar ist und damit die Grenze zwischen Garten und freier Landschaft verwischt. Der Graben schützt auch vor den dahinter weidenden Tieren. Den Ha-Ha hatte im Übrigen nicht Kent, sondern Charles Bridgeman erfunden. |
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| Das „Old Castle“ (Alte Schloss) teilte seinen Ruhm mit einem Paar Eiben (europäische, keine irischen). | ||||
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Es wird angenommen, dass es die ältesten Eiben von Irland sind. Ihre lange Lebensdauer wird durch die Tatsache belegt, dass, als einer der O’Neill’s von Tyrone 1607 nach Crom gekommen war, um seiner „Lady-Love“ (Geliebten) Lebewohl zu sagen, sie unter diesen Eiben Schutz suchten. Von einer wird gesagt, dass sie älter als die andere ist und eine ist männlich und die andere ist weiblich, was eine ungewöhnliche Zusammenstellung darstellt. Einige deuteten an, dass das wohl absichtlich so arrangiert worden wäre und dass heißt, dass sich Crom mit einer Stätte der vorchristlichen Religion rühmen kann. | |||
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Das
könnte sich in der Tat als wahr herausstellen da die Gegend reich an alter
Geschichte ist.
Taxus baccata Eibe
Es gab ein Schloss, dass schon vor der Besiedelung stand, möglicherweise eine
Festung des Maguire. Es ist auf der „Ordnance Survey Map“
(Generalübersichtskarte) auf Inishfendra gekennzeichnet.
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Das „Boat House“ (Bootshaus)
Der „Walled Garden“ (dem mit einer Mauer umgebenen Garten)
“The Tea House or Summer House” (Das Teehaus oder Sommerhaus)
„The Turf House“ (das Torfhaus)
und das kürzlich restaurierte „Ice House“ (das Eishaus)
Das „Ice House“ (Eishaus) ist ein Testament für den viktorianischen Einfallsreichtum und Ingenieurwesens.
Auf der anderen Seite des Sees kann man „Holy Trinity Church“ (Kirche der heiligen Dreifaltigkeit) erkennen, die 1885 gebaut wurde, als der Gottesdienst für die Erne Familie und für ihre Gefolgsmänner und für ihre Pächter nach Newtownbutler verlegt worden war.
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| Die Familie benutzte eine spezielle Barkasse, die sie über den See zum Gottesdienst brachte, genauso wie die Arbeiter und Pächter ein großes, hölzernes „Cot“ (Flachbodenboot) verwendeten, dass sie bei jeglicher Witterung über den See brachte. | ||||
| Dieses „Cot“ (Flachbodenboot) diente auch für die Kinder des „Estate“ (Anwesen) als Fähre, um sie zu der „Crom National School“ (staatliche Schule von Crom), welche sich in Corlatt befand, das gleich bei Derryvore liegt, zu bringen. Die Schule wurde 1953 geschlossen, aber die Schüler und Lehrer, die sie besucht hatten, behielten viele Erinnerungen an die Schule. Jährlich findet ein Widersehenstreffen statt. |
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Die
Schüler, die von der Seite von Crom kamen, mussten
bei jedem Wetter mit der Fähre auf die andere Seite übersetzen und manchmal
strandeten sie über Nacht auf der anderen Seite, da ein Sturm aufgezogen war.
Ein Mädchen ertrank leider.
Es war Jane-Anne Donahue, die am 28. Oktober 1924 aus dem Boot fiel und nicht
wieder an die Oberfläche kam. Manche der älteren Menschen sprechen immer noch so
darüber, als ob der Unfall erst Gestern passiert wäre.
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Um 15:30 Uhr legten wir in Aghalane an.
Hier wollten wir eigentlich auch für die Nacht festmachen, denn hier befand sich das letzte Servicehäuschen vor dem Upper Lough Erne und hier wollten wir heute unsere Wäsche waschen. Ich ging also mit meiner Wäsche zum Servicehäuschen und füllte eine Waschmaschine mit Wäsche, schaltete sie an und kehrte zur Daisy zurück. Bis jetzt funktionierte alles wie geschmiert, aber es sollte anders kommen, davon aber später. Um die Waschzeit zu überbrücken, schnappte ich mir die Kamera und machte mich auf dem Weg, dass in der Karte eingezeichnete Castle zu finden. Laut Karte sollte der Weg recht einfach zu finden sein, aber auch hier irrte ich mich. |
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Ich kam an der zerstörten Brücke vorbei und bog dort in Richtung Hauptstraße ab,
die ich dann auch bald erreichte. Hier herrschte reger Verkehr, aber der
Seitenstreifen war recht breit und so setzte ich meinen Weg fort. Nach kurzer Zeit erreichte ich die Senator Mitchell Peace Bridge und wusste in dem Moment, dass ich in die falsche Richtung gelaufen war, da das Castle auf unserer Seite des Kanals lag. Ich machte noch schnell ein paar Aufnahmen von hier oben, denn normalerweise fuhren wir ja unter der Brücke hindurch. |
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So konnte ich auch mal einen anderen Blick gewinnen. Tatsächlich fuhr
auch gerade ein Boot den Kanal entlang. Die Brücke war recht breit, was
man bei der Durchfahrt nicht unbedingt bemerkte.
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Hier fand ich natürlich auch wieder das Lieblingsschild von Holger, das man
meist, in etwas abgeänderter Form, an vielen restaurierten Bauwerken findet. Die
Erneuerung von Irlands historischen Bauten wird meist von der Europäischen Union
mitfinanziert. Warum auch nicht! |
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| Ich setzte meinen Weg fort, und schlug die Gegenrichtung ein, in der Hoffnung, bald das Castle zu finden, denn laut Karte sollte es gar nicht so weit vom Anleger entfernt sein. Ich ging jedoch wieder eine ganze Weile lang und von der kleinen Straße zum Castle, die rechts von der Straße hätte abgehen sollen, war weit und breit nichts zu sehen. Mittlerweile kam ich schon an den Seen vorbei, die auf der linken Seite der Hauptstraße lagen und damit wurde mir schlagartig klar, dass ich wieder nicht richtig gelaufen war. Mein Gott, wo war denn bloß dieses vermaledeite Castle. Sehr gefrustet begann ich den Rückweg. Als ich von der Hauptstraße wieder auf die Straße zum Anleger von Aghalane abbog, entdeckte ich auf der linken Seite einen Feldweg, vor dem sich ein geöffnetes Gatter befand. Ich wollte nichts unversucht lassen und so bog ich auf den Feldweg ab, dachte aber dabei, dass es wohl eh zwecklos sein würde. | ||||
| Da hatte ich mich aber geirrt, denn, nachdem ich ein paar Minuten gelaufen war, entdeckte ich auf der linken Seite eine Ruine. Ich war einerseits froh, das Castle endlich entdeckt zu haben, andererseits war ich aber auch recht enttäuscht, denn ich hatte mir unter den Ruinen eines Castles etwas anderes vorgestellt. Aber nach einer Weile stellte ich fest, dass es doch von der Grundfläche her, etwas größer gewesen sein musste, es war aber nicht mehr viel von dem Castle übrig geblieben. Ich sah es mir in aller Ruhe an, denn das hatte ich mir wirklich nach dem langen Marsch verdient. |
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Die Ruinen des Castle bei Aghalane.
Jeder muss selbst entscheiden, ob sich ein Besuch lohnen würde.
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Aghalane Castle Thomas Crigton - Beerdigungsunternehmer |
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| Thomas Crigton baute vor 1619 dieses kleine Haus mit einem quadratischen Schlosshof auf einem Hügel östlich der Straße gelegen. Sowohl der Woodford River als auch die Grenze zwischen Fermanagh und Cavan befanden sich in der Nähe des Hauses. Die Mauern des Schlosshofes waren ungefähr zwei bis drei Meter hoch und sie waren mit Brombeersträuchern und mit Efeu überwachsen. Das eingefriedete Grundstück war neun Meter breit und sie hatte zwei runde Stütztürme auf der südlichen Seite. Die Türme hatten einen Durchmesser von vier Metern und ihre Mauern waren einen Meter dick. |
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Die Familie zog dann möglicherweise um 1655 herum in das Old Castle von Crom,
das sich auf der gegenüberliegenden Seite des Upper Lough Erne befindet. Die Ruinen dieses Castles bei Aghalane liegen in privater Obhut. Zitat aus: http://www.castlesbytheerne.co.uk/files/castleaghalane.htm ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga
Aghalane Castle und die Geschichte der Creighton Familie
In „Parliamentary Memoirs of Fermanagh and Tyrone from 1613 to 1885“ (der
parlamentarischen Abhandlung von Fermanagh und Tyrone von 1613 bis 1885)
(Dublin, 1887), schrieb der Vierte Earl of Belmore: „… [Die Creightons]
beanspruchten die Abstammung von einem Zweig von den Crichtons, Viscounts
Frendraught in Schottland, die Benennung unterblieb im Jahr 1698…“ In einem
zweiteiligem Artikel von Crom Castle, der am 26. Mai und am 02. Juni 1988 im „Country
Life“ erschienen war, stellte Gervase Jackson-Stops dar, dass die Creightons
„von einer alten Familie mit einem Schloss in Brunston in der Nähe von Edinburgh
abstammen…“ würden.
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| Ich mache mich auf den Rückweg zum Anleger und falls sich jemand anderes noch
einmal für das Castle interessieren sollte, dokumentiere ich den Rückweg Schritt
für Schritt in Bildern. Also, folgt meinen Bildern und ihr werdet das Castle
sehr schnell finden. Ich fand schon, dass sich der Besuch lohnte, so habe ich
wieder einen Haken hinter einem Punkt auf meiner Besichtigungsliste! Hier ist also jetzt der versprochene Tourguide in Bildern.
Man startet am Anleger und mit dem Kanal im Rücken geht man nach Rechts.
Dann geht man über die beweglichen Rohre hinweg, die dazu da sind, dass das Vieh nicht auf den Anleger gelangt und dann geht es immer weiter geradeaus.
Man geht solange den Weg entlang, bis man zu dem Schutz vor Wohnmobilen kommt.
Man geht dann durch das Tor hindurch und das kurze Stück bis zur Kreuzung weiter geradeaus, dann biegt man an der Kreuzung rechts ab.
Man befindet sich jetzt auf dieser Straße, auf der man immer weiter geradeaus läuft.
An dieser Stelle nicht links abbiegen, noch geht es weiter geradeaus.
An dieser Stelle nach rechts abbiegen, auch wenn es wie eine Zufahrt zu einem Feld aussieht.
Sehr einladend sieht der Weg wirklich nicht aus, aber es ist tatsächlich der richtige Weg.
Immer dem Weg nach, auch wenn er eine Biegung nach rechts macht.
Bald ist man am Ziel, man kann die Ruine des Castles im Hintergrund schon erahnen.
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| Auf dem Rückweg zum Anleger sah ich mir auch noch die alte Brücke von Aghalane an, die 1972 während der Streitigkeiten zwischen Irland und Nordirland in die Luft gejagt wurde. Wir waren zwar schon öfters in Aghalane, aber die Brücke hatten wir uns noch nie näher angesehen. Bei dem Schild „Road Closed“ (Straße geschlossen) bog ich auf die ehemalige Verbindungsstraße Cavan-Omagh ein. |
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Die Natur hatte in den zurückliegenden Jahrzehnten schon ihr Bestes gegeben, aber trotzdem konnte man die ehemalige Straße immer noch gut erkennen. Ich folgte ihr und gelangte schließlich zu den Brückenüberresten auf meiner Seite. | |||
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Diese waren schon arg überwuchert. Von hier aus hatte man einen guten Blick auf
die Brückenüberreste der gegenüberliegenden Seite, die etwas gepflegter
aussahen.
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Aghalane; Irland; Senator George Mitchell Bridge |
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Ich kehrte zum Anleger zurück.
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| Die Drei wollten aber nicht ganz bis nach Ballyconnell fahren, sie wollten in
der Marina, die sich direkt bei der Schleuse Nummer 1 befindet, übernachten.
Aber bis dahin hatten wir einen Verfolger auf dem Kanal. Wir erreichten die Schleuse Nummer 1, Corraquill und während Holger mich an dem Anleger vor der Schleuse absetzte, bogen Willi, Bettina und Kristin mit ihrem CarrickCraft Boot in den Hafen direkt vor der Schleuse ein. Sie hatten ihr Nachtquartier schon erreicht, während wir noch ein wenig fahren mussten. Während ich die Schleuse für uns fertig machte, sie war natürlich wieder für die Gegenrichtung offen, wartete Holger am Anleger darauf, in die Schleuse einfahren zu können. Lange musste er jedoch nicht warten und nachdem er in die Schleuse eingefahren war, schloss ich gleich hinter der Daisy die Schleusentore, um dann so schnell wie möglich das Wasser herein zu lassen. Wir hatten es ein wenig eilig, denn wir durften ja nur bis 20:00 Uhr schleusen und wir mussten heute noch die Schleuse Nummer 2, Ballyconnell Lock, schaffen, denn erst hinter ihr befand sich das Servicehäuschen mit dem Wäschetrockner. Ich bekam am Kontrollpult Besuch von zwei Schäferhunden und Holger musste mir dann gleich unseren Kochschinken holen, damit die armen BBH’s (BootsBettelHunde) etwas zu beißen hatten. Sie fielen nicht gerade vom Fleisch, denn alle BBH’s (BootsBettelHunde) hatten sicherlich ein Zuhause, aber ich fütterte die Hunde einfach zu gerne. Sie waren alle auch immer sehr freundlich und anhänglich, denn sie wussten ja aus jahrelanger Übung, wie sie den Besatzungen der Boote am Besten die Leckereien entlocken konnten.
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| Um 18:35 Uhr hatten wir die Schleuse Nummer 1 geschafft und wir machten uns
gleich auf dem Weg zur Schleuse Nummer 2, Ballyconnell Lock. Direkt vor der
Schleuse Nummer 2 kam uns das MHM Boot von Martina
entgegen. Schnell erklärten wir unsere missliche Lage und schon trennten
sich wieder unsere Wege. Wir würden uns ja spätestens morgen in der
Trial Bay wieder sehen. Da Martina gerade geschleust hatten, stand die Schleuse Nummer 2 in unsere
Richtung offen. Holger konnte aber nicht sofort in die Schleuse einfahren, denn
er musste mich ja erst am Anleger absetzen. Das Schleusen selbst ging diesmal
recht flott vonstatten und so hatten wir unsere letzte Schleuse für heute um
19:20 Uhr hinter uns gebracht. Immerhin hätten wir noch vierzig Minuten bis zum
Schleusenschluss Zeit gehabt, aber ich war froh, dass wir die Schleuse nicht auf
den letzten Drücker passiert hatten.
Um 19:35 Uhr machten wir für die Nacht in Ballyconnell fest.
Ich nahm dann gleich sowohl die nasse Wäsche und auch die dreckige Wäsche und machte mich gleich zum Servicehäuschen auf. Ich hatte doch ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, denn ich hatte Angst, hier auch keine funktionierenden Maschinen vorzufinden. Im Servicehäuschen angekommen, sah es auch erst danach aus, dass der Trockne hier auch nicht funktionieren würde, da der Einschaltknopf verschwunden war, aber dank meines Stiftes an der Gürtelschnalle konnte ich den Trockner einschalten. Selbst ist die Frau! Mir fielen wirklich mehrere große Steine vom Herzen. Nun würden wir die Wäsche doch noch trocken bekommen. Holger hatte währenddessen schon das Abendbrot zubereitet. Es gab Speck mit Rührei und Champignons und es hatte wie immer super geschmeckt. Wir sahen uns die DVD „Ritter aus Leidenschaft“ an. Da ich den Film schon mehrmals gesehen hatte und ihn fast auswendig konnte, machte es auch nichts aus, wenn ich zwischenzeitlich mal zu dem Servicehäuschen ging, um nach der Wäsche zu sehen. Auf der Rasenfläche direkt bei dem Servicehäuschen stolperte ich mehr oder minder über ein Guinness Pint Glas. Da Holger schon die ganze Zeit eines haben wollte, wir aber noch keines wegen der enormen Preise gekauft hatten, präsentierte ich Holger, bei meiner Rückkehr auf das Boot, sein neues Pint Glas. Darüber hatte er sich dann auch richtig gefreut. Jetzt konnte er sein Guinness, beziehungsweise sein Murphys stilgerecht aus einem Pint Glas trinken. Wir spülten es sehr sorgfältig mit recht heißem Wasser ab und dann weihte es Holger auch schon ein. In der Mitte des Films holte ich dann schnell die Wäsche aus dem Servicehäuschen, die ich dort schon zusammengelegt hatte. So musste ich sie an Bord nur noch wegpacken. Das Ende des Films habe ich nicht mehr erlebt, denn ich war von diesem Tag so müde, dass ich schon vor dem Filmende ins Bett gegangen bin. Holger sah sich den Film noch zu Ende an und ging dann auch in seine Koje.
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Ballyconnell In Ballyconnell gibt es jede Menge Spaß. Das Fischrevier ist hier vortrefflich. Neben dem „Slieve Russell Hotel“ gibt es auch Pubs in Ballyconnell, die alle verschiedene Arten von Musik und Unterhaltung anbieten. Auch gibt es hier eine gute Auswahl an Lebensmittelläden, in denen man seine Einkäufe erledigen kann. Ballyconnell (the mouth of the ford of Conall – die Öffnung der Furt von Conall) wurde nach dem legendären Krieger Conall Cearnach (Conall the Victorious – Conall, der Siegreiche), aus der heidnisch keltischen Eisenzeit, benannt. Er wurde auf der Furt eines Flusses von den „Men of Connacht“ (Männern von Connacht) getötet, die gekommen waren, um den Tod ihres Königs zu rächen. Conall war ein Cousin von dem berühmten Cuchulainn und er war ein Mitglied der „Red Branch Warriors“ (Krieger des roten Zweiges). Einige schöne, in Stein gehauene Zeichen können auf dem „Killycluggin Stone“ (Stein von Killycluggin) angesehen werden, der auf der Straße zwischen Ballinamore und Ballyconnell gefunden wurde. Es wird erzählt, dass das der Stein wäre, auf dem die Könige eingeweiht worden wären. Die Gemeinde von Tomregan, in der sich die Stadt Ballyconnell befindet, ist da, wo St. Bricin, ein Wundarzt und Priester am Ende des 06. Jahrhunderts lebte und arbeitete. Er wurde Mullynagolman genannt und hier wurden die Überreste einer Kirche und eines Rundturmes gefunden. Es war ein Platz des Lernens, eine frühe Universität, an der das Recht, die Medizin, die Klassiker und das alte Wissen der Iren unterrichtet wurden. Als Oberhaupt von allem hatte Bricin viele Privilegien und Reichtümer und er hatte auch das Recht, neben dem König während der Festmahle zu sitzen. Er war ursprünglich auf den Namen Bric oder Brec getauft worden, dass heißt „sommersprossig“, aber die winzige Endung klebte an ihm fest. Bricin heilte den königlichen Soldaten Cenn Faeladh, der bei dem „Battle of Magh Rath“ (dem Kampf bei Mag Rath) in der Nähe von Moira in der Grafschaft Down schwer verwundet worden war. Tom blieb ein Jahr lang in Tomregan (irische Ärzte waren nach der Behandlung noch drei Jahre lang für ihre Patienten verantwortlich!), da sich die berühmte Schule der Medizin möglicherweise auf Gehirnverletzungen spezialisiert hatte und St. Bricin hatte wahrscheinlich eine Trepanationsoperation durchgeführt, um die entmutigende Fraktur des Schädels bei seinem Patienten zu heilen. Cenn besuchte alle Vorträge, die während seines Aufenthaltes gehalten wurden und er wurde einer der führenden Gelehrten dieser Tage. Sein größter Erfolg war es, das Recht aufzuschreiben, dass bis dahin im Gegensatz zu den Klassikern und den kirchlichen Arbeiten, die immer aufgeschrieben wurde, die letzteren in Latein, nur mündlich weitergeben wurde. Er starb 679 nach Christus. Er hatte den passenden Namen „Sapiens“ oder „Wise One“ (der Weise). Tomregan basierte viele Jahrhunderte lang auf dem Wissen der Druiden und wahrscheinlich auf dem der vorausgehenden Christianisierung. Es befindet sich nur vier Meilen von dem Druiden Tempel von Crom Cruach, oder Crom Cruic entfernt. Die lokale „Church of Ireland“ (Kirche von Irland) wurde im 17. Jahrhundert gebaut und sie ist von irdenen Befestigungsanlagen und Schanzen umgeben. Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga
Und nun noch eine kleine Geschichtsstunde, die die uralte Geschichte Irlands
behandelt. Diesmal geht es um Conall, nach dem Ballyconnell benannt wurde. Wer
war dieser Krieger und was tat er so den ganzen langen Tag lang. Ich war ein
wenig entsetzt, denn sein Hobby war es anscheinend, seinen Feinden die Köpfe
abzuschlagen. Andere Zeiten, andere Sitten, aber hier der ganze Text zu Conall. |
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