22.04.2006

Aufgrund des schlechten Wetters ein reiner Fahrtag!

Obwohl es gestern doch recht spät geworden war, wachten wir beide trotzdem halbwegs früh auf. Wir waren wohl beide durch die Bewegungen des Bootes geweckt worden, denn über Nacht hatte der Wind erheblich zugenommen, auch hatte es zu nieseln angefangen. Die Norddeutschen unter uns würden dieses Wetter als ein richtiges Schietwetter bezeichnen. Ich stand auf und machte erst einmal die Heizung an, damit das Innere des Bootes warm werden konnte, danach kroch ich ganz schnell wieder unter meine warme Decke. Nach einer Weile stand Holger auf und machte uns beiden unser, für diesen Urlaub typisches Frühstück, das, wie sollte es auch anders sein, aus Kellogg’s Frosties bestand. Nach dem Frühstück machten wir uns beide fertig und während Holger sich um das Boot kümmerte, zog ich meine Gummistiefel an und erkundete noch schnell Naan Island West. Vom Anleger aus, sah die Insel ja ganz nett aus, aber bei einer näheren Betrachtung würde sich ein zweiter Besuch nicht unbedingt lohnen, da nur noch außen herum ein Ring aus Bäumen vorhanden war, im Innern der Insel waren sämtliche Bäume abgeholzt worden und so bestand der innere Bereich aus einer Mischung aus Gräsern, Gestrüpp, Dornen und Sumpf. Es war also die „perfekte Mischung“. Einen Weg konnte man nicht erkennen und trotzdem versuchte ich mich bis zu der Ruine des Hauses durchzuschlagen, das auf der anderen Seite von Naan Island West zu finden ist. Ich schaffte es zwar irgendwie, dorthin zu kommen, jedoch gestaltete sich dann der Rückweg als noch schwieriger als der Hinweg, weil ich irgendwie die Orientierung verloren hatte. Der Baumkreis, der komplett um die Insel herumführt, sah überall gleich aus und da ja auch kein Pfad zu erkennen war, wusste ich erst einmal nicht, welchen Rückweg ich einschlagen sollte. Ich versuchte es aufs Geratewohl und nachdem ich mehrmals fast bis zu den Knien eingesackt war, ich hatte ja Gott sei dank Gummistiefel angezogen, mehrere kleine Rinnsale überwunden und mehrmals an einem Dornengestrüpp hängengeblieben war, schaffte ich es doch zum Anleger zurück. Ich säuberte dann noch schnell meine Gummistiefel, bevor ich zu Holger auf die Daisy zurückkehrte. Für mich stand aber fest, dass ich mir das so schnell nicht noch einmal antun werde und wenn, dann nur, wenn es eine ganze Zeitlang vorher nicht geregnet hatte.

Naan Island aus dem Impartial Reporter vom 12.07.2001
Rettungsboot Rettung inmitten eines Sommersturmes
Zwei Jet Ski Fahrer und fünf Menschen an Bord einen Mietbootes mussten gerettet werden, als ein Sturm über Fermanagh am Dienstagabend peitschte und dadurch für heimtückische Bedingungen auf dem Lough Erne sorgte. Der außergewöhnliche Sommersturm ergriff die unwissenden Bootsfahrer und löste eine bedeutende Operation aus, in der auch die RUC (Royal Ulster Constabulary – die britischen Polizei in Nordirland), die „Coast Guard“ (Küstenwache), die RNLI (Royal National Lifeboat Institution - die britische Seenotrettungsgesellschaft) und ein Armeehubschrauber eingebunden waren.

Die Jet Ski Fahrer kamen am Upper Lough Erne in Schwierigkeiten. Laut der Küstenwache wurde der Alarm am Dienstag um 21:45 Uhr ausgelöst.

Mr. Mickey McCaldin, der Eigentümer der Aghinver Boat Company (ABC) bei Castle Archdale, versteht, warum die beiden jungen Männer, die auf einem Jet Ski unterwegs waren, bei diesen stürmischen Bedingungen in Schwierigkeiten gekommen waren. Sie befanden sich in der nahen Umgebung von Naan und Inishleague, zwei Inseln, die in dem Gebiet des Upper Lough Erne liegen, das die meisten offenen Wasserflächen hat und, wo ein starker Wind gewaltige Wellen erzeugen und für gefährliche Bedingungen sorgen kann.

In diesem Bereich sind schon viele Menschen ertrunken. Die Männer von dem Jet Ski konnten ans Ufer von Inishleague klettern, ihr Jet Ski wurde jedoch von dem Sturm weggespült.

Auf der unbewohnten Insel gestrandet, erkannten die Männer eines von den Mietbooten von Mr. McCaldin, dessen Besatzung das Boot gegenüber an dem Anleger von Naan Island festgemacht hatte. Es gelang ihnen, die Aufmerksamkeit von den Leuten auf dem Boot auf sich ziehen zu können. Es waren fünf Mitglieder der Familie Keller aus der Schweiz. Die Touristen unternahmen einen Rettungsversuch, der jedoch damit endete, dass das Boot in dem Flachwasser vor Inishleague auf Grund lief. Nachdem sie auf Grund gelaufen waren, benutzten sie ihr Handy, um die Polizei anzurufen, die dann die Küstenwache alarmierte. Ein Armeehubschrauber und ein Rettungsboot von der RNLI (Royal National Lifeboat Institution - die britische Seenotrettungsgesellschaft), das in der Goblusk Bay im Lower Lough Erne stationiert war, schlossen sich der Rettungsoperation an.

Mittlerweile hatten es die zwei Männer von dem Jet Ski geschafft, an Bord des Mietbootes zu kommen. Sie waren unterkühlt und litten an Entkräftung. Die Familie Keller versuchte die beiden Männer aufzuwärmen und es ihnen behaglich zu machen, bis die Rettungskräfte ankommen würden. Das Rettungsboot erreichte das Mietboot und schleppte es frei. Das Mietboot war auf einen weichen Untergrund aufgelaufen und war so zum Glück nicht beschädigt worden.

Mr. McCaldin war dankbar, dass keiner verletzt worden war. Er weist auf die Tatsache hin, dass der Alarm nicht vor 21:45 Uhr einging, als nur noch wenig Tageslicht übrig war, um eine Rettung durchzuführen.

„Vielleicht spricht nichts gegen ein zweites Rettungsboot auf dem Upper Lough Erne, wie es momentan vorgeschlagen wird“, sagt Mr. McCaldin.

Bei einem hiervon getrennten Zwischenfall während des gleichen Sturmes, wurde ein Boot mit drei Menschen an Bord teilweise von ihrem Anleger bei der Manor House Marine weggeweht. Die Urlauber setzten sich mit der Polizei in Verbindung, die sie beriet, wie sie wieder sicher zurück zu ihrem Anleger gelangen konnten.

Die Zwischenfälle brachten eine Warnung von der Küstenwache für die Bootsfahrer ein, die sie auf die Gefahren bei schwerwiegenden Wetterbedingungen hinweist. Er ermahnt die Menschen dazu, die Wetterprognose zu checken und dann sicher zu gehen, dass ihr Boot geeignet ist, diese Wetterbedingungen zu bewältigen.

„Wenn man Zweifel hat, sollte man lieber nicht raus fahren“, rät er.

Zitat aus: http://www.impartialreporter.com/archive/2001-07-12/news/story1927.html ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

 

Pressemeldung von dem Forest Service
12. August 2002
Minister kündigt Antrag auf einen 20 Hektar großen Wald aus einheimischen Baumarten auf Naan Island im Upper Lough Erne an
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Der „Minister of Agriculture and Rural Development“ (Minister der Landwirtschaft und der landwirtschaftlichen Bodenplanung) kündigt einen Antrag auf die Schaffung eines 20 Hektar großen Waldes aus einheimischen Baumarten auf der in der Nähe von dem Anleger von Knockninny im Upper Lough Erne gelegenen Insel Naan Island an.
Dieser Teil von Naan Island wird zurzeit von einer Nadelbaumplantage bedeckt, die 1970 angepflanzt worden war und die nun reif ist, gefällt zu werden.

Um die Bedeutung dieses Schrittes hervorzuheben, sagte Minister Rogers:

„Die Insel Naan Island ist bereits bekannt für ihre Naturerhaltungsbelange und ihr Ufer ist von einer Anzahl von Kennzeichnungen erfasst, dazu gehören: „Area of Special Scientific Interest“ (Gebiet von besonderem wissenschaftlichem Interesse), „Special Protection Area“ (besonderes Schutzgebiet). Die Insel ist auch ein Anwärter für die Kennzeichnung als „Special Area of Conservation“ (besonderes Naturschutzgebiet). Der Forest Service beabsichtigt jetzt, das Waldhabitat aus einheimischen Baumarten auf der Insel auf ein Gebiet von 36 Hektar auszudehnen. Sie ist ein idealer Ort, um einen neuen Wald aus einheimischen Baumarten durch die Natur einzurichten, dass heißt, dass der Wald in der Tat hauptsächlich durch die Samen der auf der Insel befindlichen einheimischen Baumarten entstehen soll. Die Bodenflora, die mit dieser Art des Waldes verbunden ist, wird allmählich wachsen, wenn sich die Bedingungen dazu entwickelt haben.“

In der nahen Zukunft sollen die Arbeiten beginnen, die notwendig sind, um die Nadelbäume bis Oktober ernten zu können. Sechs Hektar an Nadelbäumen wurden bereits 1990 von der Insel geerntet und sie hat sich danach sehr gut erholt.

Minister Rodgers fährt fort:

„Obwohl es eine kostspielige Angelegenheit ist, Nutzholz von einer Insel zu ernten, sind wir überzeugt, dass wir ein Waldgebiet mit einer Auswahl von einheimischen Arten verwirklichen können, zu denen Eschen, Birken, Erlen, Haselnüsse und Stechpalmen gehören. Dieses schafft buchstäblich einen bedeutenden Beitrag zu der Ausprägung der biologischen Vielfalt auf der Insel und des weiteren Upper Lough Erne Gebietes im Allgemeinen.“

Anhang der Verfasser

  1. Naan Island befindet sich im Upper Lough Erne, in der Nähe von dem Anleger von Knockninny und ungefähr drei Meilen von Derrylin entfernt.
     
  2. Der „Forest Service“ (Forstdienst) ist eine Dienststelle innerhalb des „Department of Agriculture and Rural Development“ (DARD - Ministerium der Landwirtschaft und der landwirtschaftlichen Bodenplanung).
     
  3. Die Homepage des Forest Service ist www.forestserviceni.gov.uk
     
  4. Der Forest Service wurde im Mai 2000 anerkannt, die Kriterien für die Zertifizierung gemäß dem „UK Woodland Assurance Standard“ (UK Standard zur Sicherung des Waldgebietes) zu verwirklichen. Das bedeutet, dass die Behandlungen der Waldgebiete die Überprüfung von dem Forest Service und die unabhängigen, bestätigten Standards von der umweltverträglichen Behandlung des Waldes erfüllen müssen und dann können die Nutzholzprodukte das Qualitätssicherungslabel des „Forestry Stewardship Council“ (des Rates für die forstwirtschaftliche Verantwortung) tragen.
     
  5. Um weitere Informationen zu erhalten, kann man sich mit Ian McKee von dem „District Forest Office“ (der Forstzweigstelle), Inishkeen House, Killyhevlin, Enniskillen, Grafschaft Fermanagh, in Verbindung setzen.
     
  6. Die Erntearbeiten beginnen voraussichtlicht im August und werden bis in den frühen Oktober fortgesetzt.
     
  7. . Dieses Projekt hat die Unterstützung von dem „Environment and Heritage Service of the Department of Environment“ (Service für die Umwelt und für das kulturelle Erbe des Umweltministeriums).

Zitat aus: http://www.forestserviceni.gov.uk/press/2002/proposals_for_naan_island.htm ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

Naan Island aus dem Impartial Reporter vom 05.09.2002
Eine letzte Nutzholzernte ist der Ertrag der Insel, da hier nur noch einheimische Baumarten wachsen sollen.
Die lokale Sachkenntnis hat es ermöglicht, fast 20 Hektar Nadelbäume zu ernten und von der Insel abzutransportieren, ohne dass das zerbrechliche Ökosystem der Insel geschädigt wurde.


Die Ernte der Nadelbäume durch den Forest Service fand auf Naan Island statt, einer Insel, die in der Nähe von dem Anleger von Knockninny liegt.

Die Plantage von Sitka Spruce bestand aus handelsüblichen Nadelbäumen, die vermutlich zu den am schnellsten wachsenden Nadelbäumen in Irland gehören. Die Plantage wurde 1970 auf der Insel angelegt und laut Noel Melanophy, einem Beamten der Forstwirtschaft, gehört sie zu den ersten Nutzholzernten, die voll ausgereift nach nur 32jährigem! Wachstum gefällt werden kann.

Diese Woche war der Bauunternehmer Pat McManus von der Firma PM Processing aus der Nähe von Macken mit der Holzernte halbfertig, als er und seine Arbeiter das Wetter im Auge behielten. Alle seine Spezialmaschinen mussten auf besonders passenden Frachtkähnen, die von Michael McCaldin von der Aghinver Boat Company bereitgestellt wurden, nach Naan Island quer über das Wasser gebracht werden und wenn die Baumstämme des Nutzholzes auf die richtige Länge auf der Insel zugeschnitten worden waren, mussten diese ebenfalls über das Wasser zu einem speziellen, vorübergehenden Anleger bei Knockninny gebracht werden, von wo sie dann auf Lastwagen geladen wurden.

Wie auch immer, so ein Projekt stellte nichts Neues für Pat McManus dar, der schon seit Jahren Nutzholzernten durchführt. Er hatte schon 1990 auf dieser Insel Nadelbäume geerntet, wenngleich er aber einräumt, dass die Technologie in den letzten 12 Jahren beträchtlich fortgeschritten ist, so dass die erwartete Fördermenge verdreifacht werden konnte.
Pat McManus hatte erst kürzlich von einer Anzahl von Inseln in der Grafschaft Cavan Nutzholz geerntet, auch auf einer Insel im Garridice Lough.

Er erläutert, dass er vorher 12 Tonnen schwere Bagger mit einem besonderen Aufsatz zum Fällen der Bäume in Gebrauch hatte, aber heutzutage sind die leistungsfähigeren Maschinen bis zu 24 Tonnen schwer. Die Bagger sind mit Fällaufsätzen von Lako und mit Computern in der Kabine und in dem Aufsatz ausgestattet, die dem Baggerführer das Volumen des Holzes, die Länge der Baumstämme, auf die sie zurechtgeschnitten werden sollen und ihren Durchmesser mitteilen können.
So können die Baumstämme schon gleich auf die Längen zurechtgeschnitten und aufgestapelt werden, die in dem Vertrag mit dem Sägewerk, in diesem Fall mit Balcas aus St. Angelo, detailliert festgelegt worden waren.

Pat berichtet, dass jeder von den auf Naan Island geernteten Bäumen von Sitka Spruce, für drei unterschiedliche Produkte vorgesehen waren, die in drei verschiedenen Sägewerken von Balcas hergestellt werden. Das hauptsächlich untere Teil des Stammes geht in das Sägewerk nach Enniskillen, um daraus Bauholz herzustellen, der mittlere Teil des Stammes geht nach Magherafelt, um daraus Holz für Paletten zu fertigen und der schmalere obere Teil des Stammes geht nach Newtowngore, um daraus Pfosten zu fabrizieren.

Maschinen für die Forstwirtschaft mit finnischer Technologie stehen heutzutage an der Spitze. So benutzt Pat McManus mit dem Fällaufsatz von Lako und den Transportmaschinen von Timberjack diese Technologie ebenfalls. Die Transportmaschinen sind achträdrige Transportfahrzeuge, die geeignet sind, bis zu 20 Tonnen Baumstämme aus dem Wald zum Ufer zu transportieren, um sie dort auf Frachtkähne zu verladen. Diese Frachtkähne bringen die Baumstämme dann quer über das Wasser zu dem vorübergehenden Anleger bei Knockninny, wo sie dann bereit für die Lastwagen von Balcas aufgestapelt werden.

Jeder dieser Lastwagen kann bis zu 25 Tonnen Nutzholz transportieren und zum Anfang dieser Woche wurden 60 Ladungen Nutzholz von der Insel gewonnen.

Es werden mindestens sechs Männer für die Fällungen benötigt. Zwei Männer steuern die Bagger, zwei Männer fahren die Transporter und zwei Männer betreiben die Kettensägen.

Mr. McManus sagt, dass beträchtliche Planungsarbeiten notwendig waren, um die Fällarbeiten so effizient wie möglich und um die Störungen der Wildtiere und der Fauna auf der Insel so gering wie möglich gestalten zu können.
Laut Mr. Noel Melanophy ist die allgemeine Zielsetzung, die Intaktheit des Uferbereiches zu erhalten und keine permanenten Strukturen zu errichten, die die Umweltaspekte der Insel beeinträchtigen könnten.

Die Insel Naan Island, die ungefähr 90 Acres (1 Acre ≙ 4048 qm) groß ist, wird in erster Linie von dem Forest Service benutzt und der Rest befindet sich in Privatbesitz.

Erst kürzlich kündete der „Minister of Agriculture and Rural Development“ (Minister der Landwirtschaft und der landwirtschaftlichen Bodenplanung) einen Antrag auf die Schaffung eines 20 Hektar großen Waldes aus einheimischen Baumarten auf der Insel an, der die Nadelbaumplantage ersetzen soll, die nun abgeholzt worden ist.


Naan Island ist anerkannt für ihre Belange in der Erhaltung der Natur und ihre Uferlinie wird bedeckt durch eine Anzahl von Kennzeichnungen wie zum Beispiel:
„Area of Special Scientific Interest“ (Gebiet von besonderem wissenschaftlichem Interesse), „Special Protection Area“ (besonderes Schutzgebiet) und die Insel ist auch ein Anwärter für die Kennzeichnung als „Special Area of Conservation“ (besonderes Naturschutzgebiet).

Der Forest Service beabsichtigt jetzt, das Waldhabitat aus einheimischen Baumarten auf der Insel auf ein Gebiet von 36 Hektar auszudehnen. Der Wald soll sich hauptsächlich, anhand der Eigenproduktion von Samen von den einheimischen, schon vorhandenen Baumarten wie der Esche, auf eine natürliche Art und Weise regenerieren. Die Bodenflora, die mit dieser Art des Waldes verbunden ist, wird allmählich wachsen, wenn sich die Bedingungen dazu entwickelt haben.
Der sich daraus ergebende Wald wird aus allen einheimischen Arten wie Esche, Birke, Erle, Haselnuss und Stechpalme bestehen.

Zitat aus: http://www.impartialreporter.com/archive/2002-09-05/farming/story4273.html ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga


Und noch etwas zu den ehemaligen Bewohnern von Naan Island West….
Laut der Volkszählung von 1901 waren Naan Island Ost und Naan Island Süd unbewohnt.
Auf Naan Island West wohnten, laut der Volkszählung, die in der Sonntagnacht vom 31. März 1901 stattfand, drei Familien:

  • zwei Familien der Mc’ Elgunn
    und
  • die Witwe und der Haushaltsvorstand Anne Rehill, Farmer, römisch-katholisch, kann weder lesen noch schreiben
    • ihr Sohn Francis Rehill, Farmer, römisch-katholisch, kann lesen und schreiben, unverheiratet
    • ihre Tochter Mary Rehill, Farmer, römisch-katholisch, kann nur lesen, unverheiratet

    Alle in Fermanagh geboren.

Es wurden keine Angaben zu der Familie Ingram gefunden, obwohl John Ingram auf dem Land der Rehill’s gearbeitet hatte.
1865 lebte Thomas Rehill auf Naan. Er hatte ein Haus und den Grund und Boden von einem Acre. Man nimmt an, dass Thomas der Ehemann von Anne und der Vater von Francis und Mary gewesen war.

Zitat aus: http://archiver.rootsweb.com/th/read/FERMANAGH-GOLD/2002-03/1016224202 ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

 

 

Wir legten um 09:05 Uhr von Naan Island West ab. Zuerst steuerte Holger den Anleger von Knockninny an, denn hier wollten wir Diesel bunkern, da wir von dem letzten Jahr her wussten, dass Diesel hier sehr günstig war. Auch auf dem kleinen Weg nach Knockninny hatte der Wind, der in der Nacht aufgefrischt war, schon ganze Arbeit geleistet und ein wenig für Wellen gesorgt, die aber noch nicht problematisch waren. Zwar schaukelten sie das Boot schon durch, aber es war noch auszuhalten. Wir machten am Anleger von Knockninny um 09:20 Uhr direkt bei der Tankstelle fest.

 

Uns fiel gleich auf, wie ausgestorben Knockninny wirkte. Gleich bei dem Haus der Marina stand ein großes Festzelt und scheinbar war hier gestern lange gefeiert worden, so dass alle jetzt wohl noch in den Betten lagen, denn keiner von der Marina ließ sich Blicken. Holger ging zu dem Büro, um Bescheid zu sagen, dass wir gerne tanken möchten, kehrte bald aber unverrichteter Dinge wieder zurück, denn auch das Büro war unbesetzt. So blieb uns wohl nichts anderes übrig, als wieder abzulegen und eine andere Tankstelle anzusteuern, an der der Diesel aber sicherlich teurer war. So legten wir in Knockninny leider ohne einen vollen Kraftstofftank um 09:35 Uhr wieder ab.

Knockninny
Knockninny bedeutet „the Hill of Ninnidh“ (der Hügel von Ninnidh), einem heiligen Zeitgenossen von St. Molaise und St. Columba. Knockninny erhebt sich majestätisch, trotz seiner Narben durch die Steinbrucharbeiten.

 

Die Gegend ist voll von historischen und prähistorischen Überresten, obwohl mittlerweile viele von ihnen von der Landschaft absorbiert worden waren und durch diese Tarnung sind sie zuweilen wirklich schwer zu finden. Die Ausnahme ist „St. Ninnidh’s Well“ (der Brunnen von Heiligen Ninnidh), von welchem man glaubt, dass er heilende Eigenschaften hat. Er befindet sich auf dem Fußweg auf der linken Seite, wenn man mit seinem Boot anlegt und den Anleger verlässt und er ist von einem niedrigen Steinwall umgeben. Wenn man etwas länger laufen möchte, dann kann man einen Rundweg um Knockninny selbst nehmen, auf dem man an Überresten von einem alten Siedlungsschloss und einem Megalithengrab aus der Bronzezeit vorbeikommt und man kann einen Blick auf ein Hügelgrab auf dem höchsten Punkt des Hügels werfen. Wenn man nach Derrylin, das bedeutet „The Oak Grove of Flann“ (der Eichenhain von Flann) oder vielleicht auch „The Oak Grove of the Blackbirds“ (der Eichenhain der Amseln), fahren will, um zum Beispiel in dem Supermärkten Blakes Spar und McDaids Vivo einkaufen zu gehen oder um das Nachtleben vom Mount View Hotel and Bar auszuprobieren oder um im Blake’s Restaurant, das sich am anderen Ende von Derrylin befindet, etwas zu essen, dann sollte man sich besser ein Taxi rufen.
Von Derrylin aus kann man Slieve Rushen sehen. Er liegt im Süden von Knockninny und er ist nun die Heimat von einer Anzahl von Windmühlen, mit diesen der einheimische Geschäftsmann Sean Quinn die Kraft des Windes nutzbar macht und in Elektrizität umwandelt. Diese Gegend ist ein sehr alter Ort und es wurden hier eine Anzahl von „Giant’s Graves“ (Riesengräbern) und Megalithengräber entdeckt. Eins von ihnen ist nach einer archäologischen Untersuchung zum Slieve Russell Hotel in Ballyconnell umgezogen worden, das ebenfalls Sean Quinn gehört. Dort kann man es in den Außenanlagen sehen. Man kann hier auch eine oder zwei Runden Golf auf dem international bekannten Golfplatz spielen.

Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; an Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

 

„St. Ninnidh’s Well“ (der Brunnen von Heiligen Ninnidh)
Der St. Ninnidh Brunnen liegt rechter Hand vom Pier in der Nähe des Seeufers. Sein Wasser ist klar und sauber, und in der steinernen Einfassung ist innen eine kleine Nische ausgespart, in der Gefäße mit Wasser und Erde aus dem Heiligen Land stehen.
Ninnidh ist ein Heiliger aus dem 6. Jahrhundert, der zu den zwölf Aposteln Irlands zählt und insbesondere mit dem Gebiet um die Seen des Erne in Verbindung gebracht wird. Die Klostergründung auf der Insel Inishmacsaint geht auf ihn zurück.
Der nach ihm benannte Knockninny ist ein etwa 200 Meter hoher Bergkegel, an dessen Hängen die Reste dreier Hofgräber zu finden sind, von denen allerdings nur noch wenige Steine erhalten sind. Daneben gibt es am Shehinny genannten Südhang des Berges eine natürliche Höhle, die in vorgeschichtlicher Zeit bewohnt war und später als Grabstätte benutzt wurde.
Zu den prähistorischen Stätten führt kein befestigter Weg, am besten geht man über das Gelände des Steinbruchs, wo man aber um Erlaubnis bitten sollte. Belohnt wird man für den beschwerlichen Aufstieg mit einem großartigen Blick über den See und seine Inseln.

Zitat aus: Heiliges Irland; Reiseführer zu den frühchristlichen und prähistorischen Stätten Irlands; von Cary Meehan; Verlag: Zweitausendundeins; Deutsche Erstausgabe 1. Auflage Juli 2006.

Anmerkung von Inga: der Tipp mit dem Steinbruch war nicht gerade berauschend, denn wir erhielten vor einem Jahr keine Erlaubnis, über das Gelände des Steinbruches gehen zu können und nur dank eines Farmers, der uns über seine Kuhweiden ließ, konnten wir überhaupt auf den Knockninny hinauf gelangen.


Komplettes Panorama von dem obersten Punkt des Knockninny herunter.


Linke Hälfte des oberen Panoramas.


Rechte Hälfte des oberen Panoramas.

Von Knockninny aus fuhren wir zwischen den Inseln Doocharn Island und Finner’s Island auf unserer linken Seite und Inishlirroo auf unserer rechten Seite hindurch und ließen danach Naan Island West auf unserer linken Seite liegen.

BBC News vom 20. September 2004
Insel in der Seenlandschaft befindet sich auf dem freien Markt
Wollten Sie nicht schon immer ihre eigene, sehr private Insel zusammen mit einem atemberaubenden Blick besitzen, die sich an einem idyllischen, unverbauten, ländlichen Ort befindet und wo sich der nächste Nachbar außerhalb ihres Blickfeldes befindet?


Seitdem sich die in Privatbesitz befindende Insel Doocharn Island in der Grafschaft Fermanagh seit einigen Tagen auf dem freien Markt befindet, schlug die Verkaufsankündigung bis ganz nach Russland Wellen und sie regte die Phantasie von mehr als ein paar an.

Es gibt nur ein Manko. Die einzige „Unterkunft“, die der neue Besitzer errichten darf, ist ein Zelt.

Doorchan befindet sich eine Viertelmeile nordöstlich von dem Anleger von Knockninny und zwei Meilen von dem Ort Derrylin entfernt.

Der Verkauf der unbewohnten, neun Acres (1 Acre ≙ 4048 qm) großen Insel, die sich im Upper Lough Erne befindet, wird von dem örtlichen Makler Roland Eadie gemanagt.

„Es befinden sich etwa 20 Inseln auf dem Upper Lough Erne und die Gelegenheit, ihre eigene Insel zu erwerben, wird sich nicht oft bieten“, so erklärt Roland Eadie es BBC News Online.

„Nachfrage und Angebot wird den endgültigen Preis wiedergeben. Ein Ire, der in Russland wohnt und der scharf darauf ist, eine Insel in diesem Gebiet zu kaufen, hat mir gegenüber sein Interesse gezeigt, genauso habe ich aber auch Interessenten aus England und aus anderen Teilen Nordirlands“.

Das Gebiet ist für ihre außerordentliche natürliche Schönheit bekannt und für die Forellen- und Lachsfischerei. Auch wird diese Gegend für die Aktivitäten geschätzt, die das ganze Jahr über auf den Seen und den Flüssen stattfinden können.

Die Insel selbst ist stark mit ursprünglichen Harthölzern bewaldet, hauptsächlich sind dies Eichen und Erlen und einige schottische Kiefern.

Versteckt im Innern der Insel befindet sich eine schmale Waldlichtung, die sich perfekt dazu eignet, die einige tausend Acres Himmel in Augenschein zu nehmen.

Roland Eadie glaubt, dass die Insel ein Ort von „Special Scientific Interest“ (SSSI – speziellen wissenschaftlichen Interesse) ist, welches in der „Nature Conservation and Amenity Lands (Northern Ireland) Order“ festgelegt ist.

Daraus resultiert, dass es dem neuen Besitzer nicht erlaubt werden kann, dort ein Haus zu bauen.

„Ich habe mit potentiellen Besitzern darüber gesprochen, dass sie die Insel kaufen könnten, um entweder von dem See auf die Insel oder von der Insel auf den See blicken zu können“, sagte Roland Eadie.

„Obwohl es keine Baubewilligung für ein Haus geben wird, sprechen keine Gründe gegen eine Bewilligung für einen Anleger. Dieses Gebiet ist gänzlich intakt und unberührt“.

„Man kann hier zelten, picknicken, fischen und in der Wintersaison auf wilde Enten schießen. Und dann gibt es ja noch die Aktivitäten auf dem Wasser wie Wasserski und Kanu fahren und ein Boot mieten“.

Dieses besondere Stückchen Paradies kann man wahrscheinlich für ungefähr £150.000 kaufen.

Zitat aus: http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/northern_ireland/3672922.stm ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

Dann führte uns unser Weg zwischen den Inseln Edergole Island und Aghinish (links liegend) und Inishlught (rechts liegend) hindurch. Jetzt ließen wir die Insel Inishcrevan links liegen und hielten auf den Anleger Tirraroe zu, um diesen für die Internetseite des Eireskippers zu fotografieren. Vielleicht fehlte ja noch ein Bild dieses Anlegers auf deren Internetseite. Der Anleger sah ganz nett aus und scheinbar kann man hier bei Wind recht geschützt übernachten.

Der Anleger liegt sehr idyllisch und an Land befindet sich ein Picknickbereich an einer kleinen Straße, die auch an einem Haus vorbeiführt. Man könnte denken, dass hier der Hund begraben liegt, aber selbst hier wurde die IRA tätig.
06. April 1988
William Burleigh (51) Protestant
Stellung: Ulster Defence Regiment (UDR), getötet durch die Irish Republican Army (IRA).
Er war nicht im Dienst und wurde durch eine Sprengfallenbombe, die an seinem Auto befestigt war bei Tirraroe, in der Nähe von Derrylin, in der Grafschaft Fermanagh getötet.

Zitat aus: http://cain.ulst.ac.uk/sutton/chron/1988.html ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

Zum Glück ist die IRA ja nicht mehr aktiv, da sie am 28. Juli 2005 der Gewalt abschwor und versprach, ihre Ziele von da an auf demokratischem und politischem Wege erreichen zu wollen.
An dem Anleger Tirraroe waren wir bei den letzten Besuchen des Erne Gebietes nicht vorbeigekommen. 2004 war der Weg dorthin wegen eines übermäßigen Seegraswachstums gesperrt gewesen und 2005 hatten wir uns für den Weg vorbei an dem Anleger des Share Holiday Centre entschieden.

Aber wir werden uns den Anleger als Übernachtungsmöglichkeit bei einem der nächsten Besuche sicherlich vormerken. Ich machte meine Bilder und dann ging es weiter in Richtung Süden.

Von dem Anleger von Tirraroe aus ging es wieder vorbei an Inishcrevan, dann an Bockan Island und Trannish. All diese Insel ließen wir zu unserer linken Seite liegen. Jetzt kam schon die Brücke bei Trasna Island in Sicht, die wir bald darauf auch passierten.

Als wir uns dann bald auf der Höhe von Inish Rath befanden, sahen wir die Fähre, die vom Festland zur Insel herüberführt,

an ihrem Ufer liegen und auf der Seite des Festlandes stand ein roter Transporter, der aber nicht gerade sehr vertrauenerweckend aussah.

Ob der noch fahrbereit gewesen war, konnten wir vom Wasser aus nicht beurteilen, aber ich denke eher nicht, denn ansonsten hätte sich der eine Reifen sicherlich nicht an der Seite des Busses befunden. Ich machte auch hier noch schnell beim Vorbeifahren ein paar Fotos von dem Anleger von Inish Rath.
Nun ließen wir nacheinander die Inseln Bleanish Island, Inisherk und Inishfendra zu unserer linken Seite liegen. Nachdem wir Inishfendra passiert hatten, hielt sich Holger rechts und bog in den Shannon-Erne-Waterway ein, wobei er die Geschwindigkeit soweit drosselte, dass unser Boot keine Heckwelle mehr erzeugte.
Einerseits war die Geschwindigkeit hier so vorgeschrieben, andererseits wurde dadurch das Ufer nicht angegriffen, das schon von vielen, zu schnell fahrenden Booten schon arg ausgewaschen worden war.

Shannon-Erne-Kanal
Obwohl man bereits Ende des 18. Jahrhunderts daran arbeitete, den Woodford Fluss schiffbar zu machen, dauerte es noch bis 1846, ehe man mit der Ausgrabung des Ballinamore-Ballyconnell-Kanals begann. Er sollte die Verbindung zwischen Shannon und Erne herstellen. Als das Projekt 14 Jahre später endlich seiner Vollendung nahte, mussten die Schifffahrtsangebote den Entwässerungsanforderungen weichen. Kosteneinsparungen führten zu undichten und zusammenbrechenden Uferbänken. In seiner kurzen neunjährigen Geschichte wurde der Kanal lediglich von acht Schiffen befahren. Mit dem Siegeszug der Dampfeisenbahn verlagerte sich der Transport auf die Schiene. Der Kanal wurde unrentabel. Man gab ihn auf.
Als man am Ende der 1980er Jahre mit dem Restaurierungsprojekt begann, hatten 120 Jahre Vernachlässigung die Wasserstraße auf eine traurige, von Unkraut überwucherte Rinne mit zusammengefallenen Brücken und fehlenden Schleusen reduziert. Heute stehen die Brücken unter Verwendung der ursprünglichen Steinquader wieder an ihren ursprünglichen Stellen, die Fahrstraße ist mit modernen Booten schiffbar, und die neuen Schleusen werden per Knopfdruck mit einem elektro-hydraulischem System betrieben.
Finanziert wurde die Rekonstruktion und Wiedereröffnung des Ballinamore-Ballyconnell-Kanals von den Regierungen Irlands, Großbritanniens, dem Europäischen Regionalentwicklungsfond, dem International Fund for Ireland (IFI) und dem Stromversorgungsunternehmen der Republik Irland (ESB). 1994 konnte der komplett restaurierte Kanal, der den Shannon mit dem Upper Lough Erne verbindet, wieder eröffnet werden.
Die Shannon-Erne-Wasserstraße führt zwischen dem Dorf Leitrim am Shannon einerseits und der Mündung des Flusses Woodford in den Erne andererseits durch eine reizvolle Landschaft und ist ein Paradies für Erholungsbedürftige. An den mit Wildblumen gesäumten Ufern stehen Schilfbänke und Hecken begrenzen die Felder. Die Wasserstraße wird von 34 Steinbrücken überspannt und von 16 Schleusen reguliert, jeweils acht auf den beiden Seiten des Lough Scur. Früher mussten die alten Schleusen per Hand betrieben werden, heute geht alles vollautomatisch. Man braucht nur noch eine Karte in den Schlitz zu stecken, und schon öffnen sich die Tore. Jede Schleusendurchfahrt dauert etwa 15 Minuten, und die Fahrtzeit für die gut 60 Kilometer lange Strecke beträgt etwa 13 Stunden.
Man kann sich aber durchaus auch eine Woche dafür Zeit nehmen. Die besten Ausgangspunkte für Fahrten auf dem Shannon-Erne-Kanal sind entweder Carrick-on-Shannon oder Belturbet. In Leitrim kann man in den Lough Allen „abbiegen“ oder über den Boyle River zum Lough Key schippern.

Zitat aus: Annette Kossow; Iwanowski’s Tipps! für individuelle Entdecker Irland; Vertrieb und Service, Reisebuchverlag, Reisevermittlung, Im- und Export Iwanowski GmbH; 6., aktualisierte Auflage 2004

Nach noch nicht einmal einer halben Stunde passierten wir den Anleger von Aghalane Normalerweise hätten wir ja am Anleger von Aghalane wie sonst auch festgemacht, um eine kleine Kaffee-Pause einzulegen, aber heute war kein normaler Tag, denn heute wollten wir soviel wie möglich an Strecke machen.

Auch kannten wir gerade diesen Abschnitt des Kanals sehr gut, da wir ihn alleine in diesem Urlaub schon das vierte Mal befuhren. Wir waren ja noch einmal zum Wäsche waschen in den Kanal zurückgekehrt und da in Aghalane ja der Trockner den Geist aufgegeben hatte, musste wir an dem Tag sogar bis nach Ballyconnell zurück fahren. So sparten wir uns diesmal die Pause, die bei diesen Wetterverhältnissen auch nicht besonders schön gewesen wäre. Kurz nach Aghalane kamen schon die Reste von der ehemaligen Brücke bei Aghalane in Sicht.

Diese Brücke hatte die Grenze zwischen dem Norden und dem Süden Irlands gebildet. 150 Jahre lang wurde diese Brücke von den Einheimischen benutzt, wenn sie den Fluss Woodford überqueren wollten. Sie diente einerseits als Verbindung zu den Kommunen, die im Hinterland gelegen waren, ferner als Hauptverkehrsstrecke zwischen Donegal und Dublin und als kürzeste Verbindung zwischen den Provinzstädten Enniskillen und Cavan. 1972 wurde die Brücke von unbekannten paramilitärischen Verbänden in die Luft gejagt. Sie wurde nie wieder aufgebaut und an ihren Resten fuhren wir nun vorbei.
 Nachdem wir auch die Senator Mitchell Peace Bridge, die Ersatzbrücke für die Aghalane Bridge, passiert hatten, setzte Holger den Weg entlang des Shannon-Erne-Waterway fort und schon bald kam die Schleuse Nummer 1, Corraquill Lock, in Sicht, vor der er aber anlegen musste, da die Schleuse in unsere Richtung geschlossen war. So ging ich von Bord, um die Schleuse fertig zu machen.

 

 

Um 12:10 Uhr hatten wir die Schleuse Nummer 1, Corraquill Lock, passiert. Während meiner Wartezeit am Steuerungspult hatte ich mir das Häuschen des Schleusenwärters näher angesehen und bemerkte, dass es hier tatsächlich auch öffentliche Toiletten gab. Die waren mir vorher noch nie aufgefallen. Der Schleusenwärter war, wie auch schon die Male vorher, nicht vor Ort. Leider ließ sich nicht nur der Schleusenwärter nicht blicken, sondern auch die beiden Schäferhunde, für die wir ja extra Futter besorgt hatten. Schade eigentlich, aber wir werden es sicherlich auf unserem weiteren Weg an irgendeinen Hund verfüttern können. Weiter ging es. Kurz nach der Schleuse Nummer 1 passierten wir auf der linken Seite die Inseln Dernagore und Clonhoohy und dann kam erst die Fabrik von Quinn von Ballyconnell und dann auch schon die Schleuse Nummer 2, Ballyconnell, in Sicht.

Auch hier musste Holger erst an dem Anleger vor der Schleuse festmachen, damit ich an Land übersetzen konnte, um die Schleuse für unsere Richtung klar zu machen, da sie natürlich für die Gegenrichtung frei war. Wie sollte es auch anders sein. Das gleiche Glück hatten wir ja auch schon auf dem Hinweg gehabt. Immerhin hatte es bisher noch nicht zu regnen angefangen, obwohl sich der Himmel immer mehr zuzog. Bisher hatte ich nur einmal nicht bei Regen schleusen müssen, ansonsten hatte ich immer in meiner typischen Schleusenkleidung, die aus Gummistiefeln, Regenhose und Regenjacke besteht, am Bedienpult der Schleuse gestanden.

 

 

 

Um 13:05 Uhr hatten wir die Schleuse Nummer 2, Ballyconnell, geschafft. Gleich nach der Schleuse, noch vor der Ballyconnell Brücke, entdeckten wir an dem von uns aus gesehenen linken Ufern ein Denkmal, was uns bisher noch nie aufgefallen war. Wahrscheinlich hatten die Blätter der am Ufer stehenden Bäume es bisher verdeckt gehalten. Wir waren bisher ja noch nie zu dieser Jahreszeit in Irland mit dem Boot unterwegs gewesen. Nachdem wir unter der Brücke von Ballyconnell hindurch gefahren waren, sahen wir uns den Fortschritt der Bauarbeiten am Kai an und konnten doch einen erheblichen Unterschied feststellen, obwohl wir ja erst vor wenigen Tagen hier gelegen hatten.

An dem Anleger von Ballyconnell lagen insgesamt nur zwei Boote. Hier hätten wir heute also die freie Auswahl gehabt, aber wir wollten ja noch ein bisschen Strecke schaffen. So fuhren wir auch hier weiter.
 

Am linken Ufer fotografierte ich noch schnell im Vorbeifahren eine Kirche, die mir bisher auch noch nie ins Auge gefallen war. Wir fuhren weiter entlang des Kanals. Der Himmel wurde immer dunkler, das war uns aber heute egal. Nach über einer Stunde Fahrzeit kam die Schleuse Nummer 3, Skeellan (Kiltynaskellan) in Sicht und wie sollte es auch anders sein, auch hier musste Holger wieder vor der Schleuse festmachen, da uns die Ampel wieder ein rotes Licht zeigte. Ich ging ans Ufer und machte die Schleuse für uns klar.

 

 

Die Schleuse Nummer 3, Skellan, hatten wir um 14:30 Uhr passiert. Gleich nach der Schleuse durchfuhren wir den Coologne Lough auf dem kürzesten Weg, befuhren dann ein kleines Stückchen Kanal und kamen dann in den Derrycassan Lough. Genau in der Nähe von dem Kanalstück zwischen diesen beiden Seen befindet sich ein Bullaun Stone.

 

Bullaun Stone
Dieser schöne Bullaun Stein befindet sich am Fuß eines nach Osten zeigenden Abhangs, 300 Meter von dem südlichen Ende des „Flusses“, der den Derrycassan Lough mit dem Coologne Lough verbindet.
Der flache, rechteckige Stein hat ein einziges Bullaun mit einem Durchmesser von 25 cm. Es gibt hier auch vier sehr flache, kelchförmige Marken, die sich bogenförmig angeordnet an dem östlichen Rand des Bullaun befinden.

 

 

 

 

Zitat aus: http://www.megalithomania.com/show/site/1559 ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

Bullaun
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Bullaun (selten auch Bullain) ist der irische Name für eine relativ tiefe hemisphärische Aushöhlung in einem Felsblock. Der Begriff Bullaun (oder Bullaunstein) bezieht sich aber auch auf den niedrigen, allenfalls kniehohen menhirartigen oder flachrunden Stein, der auch mehrere (multiple) Bullauns beherbergen kann, obgleich die meisten Steine nur eine Aushöhlung haben.
Der ursprüngliche Zweck der Bullaune ist unbekannt. Sie könnten sowohl eine Verbindung zum Wasserkult und damit zur Anbetung der Göttin Brigid besessen haben, als auch rituelle Mörser gewesen sein. Ihre größte Entsprechung außerhalb Irlands finden sie beispielsweise in den Querns, oder den multiplen Querns (am Tempel Kordin III) auf Malta. Sie werden allgemein in die Bronzezeit datiert, können aber auch älter sein. Besonders zahlreich sind sie in den Co. Carlow und Wicklow.
Bullauns sind meist mit individuellen Namen versehen. Der Madman´s Stone auf der Dingle-Halbinsel im Co. Kerry zeigt so etwas wie den Abdruck einer Handfläche auf einer Seite, der von Trinkenden stammen soll, die sich hier aufstützten. Über ihn heißt es: Der Bullaun in diesem Stein wurde von den Feen mit Milch gefüllt und die Leute wurden verrückt, wenn sie bei Nacht das Tal durchstreiften und davon tranken.
Mit dem Brauchtum um den Bullaun wurde offenbar in der frühchristlichen Periode unter verändertem Vorzeichen fortgefahren.
Viele werden in Verbindung mit frühchristlichen Kirchen (so auf Holy Island im Lough Derg, Co. Clare) oder heiligen Brunnen gefunden. Ihre Anwesenheit an diesen Orten weist auf die große Wertschätzung, die sie bei den vorchristlichen Bewohnern Irlands hatten und das Bemühen der christlichen Kirche, sie in den Glauben zu integrieren. Einige Bullauns gibt es auch in England, Wales und Schottland. Es soll sie aber auch in Frankreich, auf Gotland und selbst in Litauen geben.
Bullaun ist auch der Name eines Dörfchens, welches in der Nähe des Turoe-Steins bei Loughrea im Co. Galway liegt.

Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Bullaun

Wir durchfuhren den Derrycassan Lough ebenfalls auf dem kürzesten Weg und nachdem wir wieder ein kleines Stückchen Kanal hinter uns gelassen hatten, kamen wir in den Ballymagauran Lough. An dem von uns aus gesehenen anderen Ende des Ballymagauran Lough liegt der Ort Ballymagauran und hier sind die Überreste des Ballymagauran Castle zu finden.

Ballymagauran Castle
Das Ballymagauran Castle befindet sich am dem Rand des kleinen Ortes Ballymagauran. Die Familie Magauran, von der sowohl das Castle als auch der Ort ihren Namen erhalten hatten, war eine Gälisch-Irische Familie. Sie kontrollierten die Region von Bréifne, die heute unter dem Namen Tullyhaw bekannt ist. Tullyhaw diente als Puffer zwischen den O’Rourkes von West Bréifne und den O’Reilly’s von Ost Bréifne.
Ballymagauran Castle ist ein Tower House, die oberen Stockwerke fehlen jedoch. Eine Feuerstelle und ein Kamin sind in dem östlichen Ende der südlichen Mauer bestehen geblieben. In dem nordwestlichen Winkel des Gebäudes kann man die Überreste eines steinernen Kopfes finden.
Das Castle kann auf das späte 16. Jahrhundert oder das frühe 17. Jahrhundert zurückdatiert werden und es ist ein Beispiel eines Tower Houses, das von einer Gälisch-Irischen Familie, vermutlich der Magaurans, konstruiert worden war.

Zitat aus: http://www.hometown.ie/breifneweb/content.asp?ID=1861 ; von Inga

Auch den Ballymagauran Lough durchfuhren wir auf dem kürzesten Weg. Wir kamen nun in den Woodford Kanal. Es ist ein sehr enger Kanal, der aber wunderschön ist, da seine Ufer stark mit Bäumen bewachsen sind und man dass Gefühl hat, dass man durch eine Allee fährt. Trotzdem hoffte man bei jeder Fahrt, dass einem kein anderes Boot entgegenkommen würde, denn das Ausweichen in diesem Kanal war nicht gerade leicht. Wir kamen an der Einfahrt in den Hafen von Haughton’s Shore vorbei und erreichten dann den Garadice Lough.

Die Inseln im Garadice Lough
Church Island

Church Island befindet sich im Garadice Lough und gehört Lord Leitrim. Die alten Mauern auf der Insel gehören zu der Ruine eines alten Hauses des Gottesdienstes (Kirche), das 547 von Tiegherneach O’Rourke gebaut worden war. Hier gibt es auch ein Gräberfeld, welches gänzlich für die Beisetzungen der O’Rourkes reserviert ist.


Cherry Island
Cherry Island gehört Lord Leitrim. Auf ihr befinden sich die Überreste einer alten Festung. Sie diente 1798 den Iren als Zufluchtspunkt vor der englischen Armee.

Crane Island
Von dieser Insel erzählt man, dass sie mit dem Festland mittels eines unterirdischen Tunnels verbunden ist, der von den „United Irishmen“ (Vereinigte Iren) benutzt worden war.

Zitat aus: http://homepage.eircom.net/~carrigallen/townlands.html ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga


Die Kirche von Church Island
Das Hauptziel der Everan Foundation ist, die mittelalterliche Kirche auf Church Island im Garadice Lough dauerhaft zu erhalten.
Der Garadice Lough ist ein großer See in Irland in der Grafschaft Leitrim an dem Shannon-Erne-Waterway. Der Shannon-Erne-Waterway ist ein Kanal, der die Republik Irland mit Nordirland verbindet und der bei Touristen immer beliebter wird.
Im Garadice Lough befinden sich mehrere Inseln. Eine von diesen Inseln ist Church Island, die 15 Acres (1 Acre ≙ 4048 qm) groß ist und auf der die Ruinen einer alten Kirche zu finden sind.
Die Überreste der Kirche waren einmal völlig von Pflanzen überwuchert. Diese Pflanzen sind mittlerweile aber größtenteils entfernt worden.
Die Kirche besteht aus Gebäuden aus dem späten 12. oder frühen 13. Jahrhundert, die in der Mitte des 15. Jahrhunderts erweitert wurden.

 

 

Die Insel befindet sich ganz in der Nähe der „Drumreilly Church“ (Drumreilly Kirche), die zu der „Church of Ireland“ (Kirche von Irland) gehört und die in dem 18. Jahrhundert von der Familie Gore, den örtlichen Landlords, gebaut worden war. Bei dieser Kirche befindet sich ein Friedhof, auf dem sowohl protestantische als auch katholische Gräber zu finden sind. Das deutet darauf hin, dass der Friedhof wohl aus der Zeit vor der Reformation stammt. Zusammen mit der Nachbargemeinde Oughteragh (Ballinamore) konstituierte Drumreilly die mittelalterliche „Rectory of Cinal Luachain“ (das Pfarramt von Cinal Luachain).
Die neueste Veröffentlichung von Bréifne, das Journal der lokalen historischen Gesellschaft, stellt dar, dass das Pfarramt der Sitz der Earley (Early, O’Maolmucherige) Familie von 1400 bis 1530 nach Christus gewesen war.


Es gibt triftige Gründe zu glauben, dass das mittelalterliche Pfarramt von einer vormittelalterlichen Klostergemeinde abstammt, die sich auf der Insel versammelt hatte. In der „Martyrology of Tallacht“ befindet sich ein Eintrag, der übersetzt wurde und der sich auf „the nine bishops of Drumreilly“ (die neun Bischöfe von Drumreilly) bezieht.

Die „Down Survey“ (Down Untersuchung) (1656-1659) zeigt auf, dass die Insel und das sie umgebenen 1000 Acres große Festland zu den Zeiten der Untersuchung formell zu dem Bischof von Kilmore betitelt wurde, wie es für frühere klösterliche Länder so erwartet wurde.
In den „Annals of the Four Masters“ (Annalen der Vier Herren) steht, dass „Muirchertach Ua Maelmoicheirge, der Noble Bischof von der Ui Briuin Bréifne, ein großmütiger Senior“, 1149 gestorben ist. Das bedeutet, dass die Vorfahren der heutigen Earleys die „Kaplane“ von den O’Rourkes, die die Könige des mittelalterlichen Fürstentums von Bréifne waren, gewesen waren. Die Hauptfestung der O’Rourkes hat sich im Blickfeld von Church Island auf Cherry Island im Garadice Lough und auf dem nahe gelegenen Festland befunden.

Laut einer lokalen Überlieferung erhielt Church Island ihren Namen aufgrund des auf ihr befindlichen, überlieferten Begräbnisplatzes dieser Häuptlinge. Heute sind auf der Insel keine Grabsteine mehr sichtbar.
Ein Argument (zugegebenermaßen ist dieses im hohen Grade spekulativ) dafür kann sein, dass die gleiche Insel vorher mit der wichtigen, prähistorischen, heidnischen, heiligen Stätte des Hochgottes von Irland, Cróm Cruac, in Verbindung stand, welche sich, so wird es allgemein angenommen, beim Darragh Fort in der Grafschaft Cavan in der Nähe des Lough Garadice auf dem Territorium der McGoverns befunden haben soll. Von St. Patrick wird behauptet, dass er an diesem Ort eine bedeutende Auseinandersetzung mit Druiden gehabt hatte.
Nach einer Beschädigung durch einen Sturm, hat die Coillte, der irische Forstwirtschaftsbetrieb und Besitzer der Insel, angepflanzte Kiefern aus der mittleren Region der Insel entfernt. Als Teil des Nutzholzabbaus wurde dann ein Zaun um die Kirche herum errichtet und ein weiterer um den Bullaun Stein, der sich in der Nähe befindet.
Die Gespräche mit „The Heritage Department (Dúchas)“ (der Dienststelle zur Bewahrung des natürlichen und kulturellen Erbes Irlands) von der irischen Regierung, die Insel und ihre Ruinen unter staatlichen Schutz stellen zu wollen, führten zu keinen unmittelbaren positiven Ergebnissen, nicht zuletzt wegen der etatmäßigen Knappheit.
Die Everan Foundation hatte es zusammen mit der „Ballinamore Development Company“ (Entwicklungsgesellschaft von Ballinamore), “Crann-Og archaeological“ (Crann-Og archäologisch) und dem „forestry service“ (Forstwirtschaftsbetrieb) einrichten können, dass Forstarbeiter im August 2004 den vielen Bewuchs in der Umgebung der Kirche lichten konnten.
Anschließende Untersuchungen gaben sachkundigen Personen zu erkennen, dass das größere (östliche) Fenster im 15. Jahrhundert gebaut worden war, das kleinere (südliche) Fenster ist jedoch vermutlich älter, es stammt etwa aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. Außerdem wurde bemerkt, dass das Gebäude dringend standfest gemacht werden muss. Im Fall von 2004 wurde eine archäologische Untersuchung des Gebäudes durch den zertifizierten Architekten für Konservierungsarbeiten Peter McGrath mit Büros in Cavan, vorgenommen.
Im März 2005 wurden weitere Gespräche und Inspektionen durchgeführt, in Hinsicht darauf, die notwendigen Aufräumarbeiten durchzuführen, um die Notstabilisierungsarbeiten veranlassen zu können. Im Juli 2005 trafen sich Mr. McGrath von dem „Board of the Ballinamore Development Company“ (Gremium der Entwicklungsgesellschaft von Ballinamore) und Mr. Blake Anderson,

ein Archäologe von der „National University of Ireland, Galway“ (Nationalen Universität von Irland von Galway), um sich zu besprechen. Wenn auch erst im September 2005 ein Arbeitsbericht von dem Architekten bei dem „National Monument Service“ (NMS - dem nationalem Denkmaldienst) eingereicht worden war, gab der NMS nach Gesprächen zu erkennen, dass es keine Bedenken gegen die Arbeiten gab, die wie geplant durchgeführt worden waren.
Im Januar 2005 unterbreitete Mr. Séan Moffatt of Dromod in der Grafschaft Leitrim einen Preis für das abgewickelte Projekt, das in dem Arbeitsbericht beschrieben worden war.
Es wird erwartet, dass sich die „Ballinamore Development Company“ (Entwicklungsgesellschaft von Ballinamore) während des Februars 2005 an das „Leitrim County Council“ (Grafschaftsrat von Leitrim) wegen einer Bewilligung für die Stabilisierung der Ruine in Zusammenarbeit mit der Everan Foundation wenden wird.

Zitat aus: http://www.georgetown.edu/faculty/earleyj/Island.htm ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

Kurz bevor wir den Garadice Lough wieder verließen, sahen wir am Ufer im Schilf einen Reiher sitzen, der sogar auch sitzen blieb, als ich von ihm ein Foto machte. Scheinbar befindet sich hier sein Nest, denn man kann eine leichte Erhöhung auf dem Foto erkennen.

Nun reihte sich eine Barke von Swan Island kommend vor uns ein. Da es mittlerweile stark angefangen hatte zu regnen, tat uns die Mannschaft dieser Barke umso mehr leid, da die Barke nur von Außen steuerbar war. So standen die beiden Männer also im Regen, um ihr Boot zu steuern, während wir uns im warmen Inneren unseres Bootes befanden. Die Fotos sind aufgrund der vielen Regentropfen auf den Fenstern etwas verschwommen und bei dem Wetter wollte ich mich nicht unbedingt nach draußen stellen, um von der Barke ein Foto machen zu können.
 

Wir befanden uns wieder auf dem Shannon-Erne-Waterway. Da wir etwas schneller als die Barke waren, näherten wir uns ihr ganz langsam an. Fast hätten wir sie kurz vor der Schleuse Nummer 4, Aghoo Lock, einholen können, aber sie bogen dann doch in den Hafen ab, der sich direkt bei der Schleuse befindet. Sobald die Schleuse in Sicht kam, zog ich aufgrund des schlechten Wetters meine typische Schleusenkleidung an. Uns hatte also das irische Schleusenwetter wieder eingeholt. Wenigstens hatten wir diesmal bei der Schleuse Glück. Sie stand in unserer Richtung offen. Holger ließ mich kurz am Anleger vor der Schleuse raus, in dem er mit dem Bug so dicht an den Anleger heran fuhr, dass ich hinüberwechseln konnte, dann legte er den Rückwärtsgang ein, fuhr ein Stück wieder zurück, legte dann den Vorwärtsgang ein, um dann gleich darauf in die Schleuse einzufahren. Ich ging währenddessen zum Steuerungspult. Das Wetter war wirklich nicht berauschend. Während ich in meiner Regenbekleidung am Steuerungspult stand, suchte Holger unter dem Vordach, dass sich am Heck der Daisy befindet, Schutz vor dem Regen.

Holgers Leinenführung in dieser Schleuse.

Um 16:00 Uhr hatten wir die Schleuse Nummer 4, Aghoo Lock, hinter uns gebracht. Ich behielt vorsichtshalber meine Regenkleidung gleich an, da die nächste Schleuse nicht weit entfernt war. Am Ufer sah ich ein Schaf stehen, das unter einem Baum Schutz vor dem Regen und vor dem Wind gesucht hatte. Falls Schafe zu irgendeinem Gesichtsausdruck fähig sind, dann sah dieses Schaf nicht gerade sehr glücklich aus. Aber das kann auch von mir hereininterpretiert worden sein.

Jetzt kamen wir an eine Stelle, wo ein kleiner Baum einen Teil des Shannon-Erne-Waterway blockierte, da er wohl zu unstabil gestanden hatte und bei dem Hochwasser in den Kanal abgerutscht war. Holger umfuhr das Hindernis geschickt und setzte dann den Weg zur nächsten Schleuse fort. Nach noch nicht einmal einer halben Stunde erreichten wir dann auch die Schleuse Nummer 5, Ardrum Lock. Ich hatte mich ja schon seelisch darauf vorbereitet, mich in den immer stärker werdenden Regen stürzen zu müssen, aber das Glück war diesmal auf meiner Seite.

Die Schleusentore standen auf unserer Seite offen und oben auf der Kaimauer stand der Einweiser von Locaboat, der uns in die Schleuse winkte. So fuhr Holger in die Schleuse ein, ohne mich vorher am Anleger absetzen zu müssen und ich konnte mal einen Schleusenvorgang aus der Schleuse heraus beobachten. Der Einweiser von Locaboat hatte uns gleich erkannt und nachdem er uns freundlich begrüßt hatte, unterhielt er sich während der Schleusung mit uns. Er stand jedoch nicht alleine dort oben, denn auf der anderen Seite wartete eine Penichette darauf, in die Schleuse einfahren zu können und so leistete deren Mannschaft dem Einweiser oben auf der Schleuse Gesellschaft. Die Mannschaft der Penichette hatte gerade das Boot übernommen und sollte nun von dem Einweiser von Locaboat das Schleusen gezeigt bekommen.

 

 

Als wir mit dem Boot oben angekommen waren, sagte Holger dem Einweiser noch schnell, dass wir bei Locaboat tanken wollten. Der Einweiser machte uns darauf aufmerksam, dass es etwas dauern könnte, da er der neuen Mannschaft noch die Schleusung zeigen müsste, danach hätte er aber Zeit für uns. Wir verabschiedeten uns für den Moment und dann fuhr Holger um 16:35 Uhr aus der Schleuse aus, um der Penichette Platz zu machen.

Kurz nachdem wir aus der Schleuse ausgefahren waren, legten wir auch schon bei Locaboat direkt an der Tankstelle an. Nachdem wir unser Boot am dem wackeligen Anleger bei Locaboat festgemacht hatten, das war jedes Mal ein richtiger Balanceakt, gingen wir beide an Land. Holgers Blick fiel auf die Tanksäulenanzeige und blieb fast ungläubig an ihr kleben. Er machte mich auf die angezeigte Zahl aufmerksam und auch ich konnte nicht glauben, was ich sah. Welches Boot hatte nur ein Tankvolumen von 702,5 Litern. Holger wollte sich da mal beim Einweiser von Locaboat erkundigen.

Ich ließ Holger alleine bei unserem Boot zurück, denn während er auf den Einweiser warten wollte, wollte ich noch schnell ein paar Lebensmittel in Ballinamore beim SuperValu besorgen. Ich beeilte mich mit dem Einkauf, ging dann aber noch bis zu dem Geschenkartikelladen und gleichzeitigem Touristenoffice, um hier noch eine uns fehlende Karte zu besorgen. Hier fand ich auch eine Kleinigkeit für Holger in Form einer Mütze im irischen Stil. Dann kehrte ich schnell zur Daisy zurück. Mittlerweile hatte der Einweiser von Locaboat unser Boot aufgetankt und Holger auch die Anzeige der Tanksäule erklärt.

Er hatte wohl zwei Penichetten hintereinander betankt, ohne die Tanksäule wieder auf Null gestellt zu haben, aber er hätte auch eine große Penichette, die fast so ein großes Tankvolumen hätte (550 Liter). Die musste wahrscheinlich selbst in vier Wochen nicht einmal aufgetankt werden. Was für ein Traum.

Holger machte mich dann noch auf einen anderen Traum aufmerksam. Er hatte in die neben uns liegende Penichette geschaut und hatte dort doch tatsächlich eine Zentralheizung entdeckt. Gerade in dieser Jahreszeit könnte man fast darauf ein wenig neidisch werden. Die musste man wohl nicht über Nacht ausschalten und hatte so also morgens gleich ein warmes Boot. Wir machten die Leinen los und legten um 17:45 Uhr bei Locaboat ab.

Unsere Tankanzeige zeigte wieder auf voll. Was will man mehr. Nachdem wir unter der Brücke von Ballinamore hindurch gefahren waren, kam schon die Schleuse Nummer 6, Ballinamore, in Sicht. Leider zeigte uns hier wieder die Ampel ein rotes Licht und so machten wir hinter einem großen ESL, der schon am Anleger vor der Schleuse wartete, ebenfalls am Anleger fest. Wir gingen beide von Bord. Da die Schleuse Nummer 6 nicht zu den größten des Kanals gehörte, machten wir uns Gedanken, ob wir zusammen mit dem Boot von ESL schleusen könnten. Ich ging beide Boote am Anleger ab und merkte mir dabei die Schritte, die ich zurückgelegt hatte.
Dann ging ich hinauf zur Schleuse und lief dann ebenfalls die Schleusenkammer ab, indem ich meine Schritte mitzählte. Ich stellte fest, dass die beiden Boote wohl zusammen reinpassen würden, es würde aber auch sehr knapp werden und der Skipper von dem Boot von ESL müsste bis ganz nach Vorne vorfahren. Holger setzte sich mit dem anderen Skipper wegen der gemeinsamen Schleusung in Verbindung. Nachdem die Gegenrichtung aus der Schleuse herausgefahren war und uns passiert hatte, fuhr der Skipper des Bootes von ESL zuerst in die Schleuse ein. Ich stand währenddessen oben bei der Schleusenkammer, um seine Leinen entgegenzunehmen, sie um den Poller herumzulegen und dann wieder an ihn zurückzugeben. Der Skipper des Bootes von ESL fuhr soweit wie möglich nach Vorne in die Schleusenkammer ein und nachdem ich ihm die Leinen wieder an Bord zurückgegeben hatte, machte Holger die Leinen der Daisy los, um ebenfalls in die Schleusenkammer einzufahren. Ich nahm unsere Leinen ebenfalls entgegen und hielt damit den Bug der Daisy von dem Heck des Bootes von ESL fern. Nachdem Holger den Motor abgeschaltet und von mir die Leinen, die ich vorher auch um die Poller gelegt hatte, zurückerhalten hatte, ging ich zum Steuerungspult der Schleuse. Vorher warf ich aber noch schnell einen Blick auf den hinteren Bereich der Schleuse und tatsächlich, die Daisy befand sich in dem richtigen Bereich, der durch weiße Striche bei jeder Schleuse gekennzeichnet wurde. So konnte ich ohne Bedenken die hinteren Schleusentore schließen und das Wasser einlassen. Jetzt mussten sowohl Holger als auch der Skipper des anderen Bootes sehr darauf achten, dass sich die Boote nicht berührten, während das Wasser in der Schleuse immer höher stieg. Beide sahen dabei hoch konzentriert aus. Wir schafften es aber tatsächlich, ohne dass sich die beiden Boote einmal berührt hatten. In dieser relativ kleinen Schleuse war das sicherlich ein kleines Meisterstück und wir waren sicherlich beide froh, dass es so gut geklappt hatte. Was mir während der Schleusung noch aufgefallen war, war, dass wir alle Automatikwesten getragen hatten. Das war wirklich vorbildlich!

 

Um 18:10 Uhr hatten wir auch die Schleuse Nummer 6, Ballinamore, geschafft. Das Boot von ESL fuhr aus der Schleuse aus und wir folgten ihm. Als wir die Schleuse passiert hatten, warf ich noch schnell einen Blick auf das Wehr, das sich direkt bei der Schleuse befindet und sah vor dem Wehr einen kleineren Baum im Wasser treiben.

Wir setzten unseren Weg auf dem Shannon-Erne-Waterway fort, denn bis 20:00 Uhr konnten wir ja noch schleusen und wir wollten heute ja so weit wie möglich kommen. Auch war es noch nicht zu dunkel zum Fahren, auch wenn der Himmel ganz schön bedeckt war. Das Boot von ESL steuerte währenddessen den Anleger von Ballinamore gleich hinter der Schleuse an. Scheinbar hatte dessen Mannschaft das heutige Tagesziel erreicht.

Nach ungefähr einer halben Stunde, erreichten wir die Schleuse Nummer 7, Ballyduff. Leider zeigte uns ihre Ampel auch wieder ein rotes Licht, so legte Holger wieder am Anleger vor der Schleuse an und ich ging dann von Bord, um die Schleuse für unsere Richtung fertig zu machen.

 

 

Um 18:45 Uhr fuhr Holger aus der Schleuse Nummer 7, Ballyduff, aus und weiter ging es entlang des Kanals. Die nächste Schleuse lag nun etwas weiter entfernt, trotzdem wollten wir es versuchen, auch noch sie zu meistern, denn dann könnten wir über Nacht in Keshcarrigan liegen, ansonsten würden wir eine ruhige Nacht an dem Anleger der nächsten Schleuse haben. Gleich nach der Schleuse lagen drei Seen, Kiltybardan Lough, St. John’s Lough und Muckro’s Lough vor uns, die wir nun hintereinander durchfuhren. Genau genommen sind es sogar fünf Seen, denn von dem Kiltybardan Lough gelangt man in den Lough Nacarriga und von dem St. John’s Lough kann man den Lough Moodrike erreichen. Beide Seen, sowohl der Lough Nacarriga als auch der Lough Moodrike sind jedoch für Boote gesperrt. Nach den Seen fuhren wir noch ungefähr eine halbe Stunde auf dem Shannon-Erne-Waterway weiter, bis wir die Schleuse Nummer 8, Castlefore, erreichten. Auch hier bot sich uns das gleiche Bild. Die Schleusentore waren zu und die Ampel zeigte uns ein rotes Licht. Durch die Fahrt durch den Kanal kann man wirklich anfangen, die Farbe Rot nicht mehr zu mögen. Am Besten streicht man einfach ROT für die nächsten Tage, vielleicht sind dann ja die anderen acht Schleusen in unserer Richtung offen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

So setzte mich Holger, wie auch schon bei den meisten anderen Schleusen an diesem Tag, am Anleger ab, indem er mit der Daisy so den Anleger anfuhr, dass ich schnell herüber gehen konnte. Erst danach legte er die Daisy so an, dass er sie alleine festmachen konnte. So konnte ich mich schon auf den Weg zum Steuerungspult der Schleuse machen, um die Schleuse für uns umzuschleusen. In der Hinsicht waren wir wirklich schon ein eingespieltes Team. Das ist aber bei den vielen Schleusen, die wir bei den bisherigen fünf Bootsurlauben schon hinter uns gebracht hatten, kein Wunder. Irgendwann setze ich mich mal hin und zähle die ganzen Schleusen einmal, durch die wir schon durchgefahren sind. Wir werden sicherlich auf weit über 100 Schleusenfahrten kommen.

Ich ließ das Wasser aus der Schleuse heraus und dadurch hatte Holger natürlich ganz schön am Anleger zu kämpfen, die Daisy dazu zu bewegen, sich parallel an den Anleger zu legen, aber mit aller Kraft schaffte er es schließlich.

 

 

 

Holgers Schleusenfahrt mit der Daisy in acht Bildern, wobei er beim ersten Bild schon zur Hälfte oben gewesen war.

 

 

 

 

 

 

 

Um 19:40 Uhr, also zwanzig Minuten vor dem Ablauf der Schleusenzeit, hatten wir auch die Schleuse Nummer 8, Castlefore, geschafft. Jetzt mussten wir noch einen kleinen Weg im Kanal zurücklegen, um den Anleger Keshcarrigan zu erreichen. Hier wollten wir dann übernachten. Nachdem wir die von Holger so genannte Landebahn hinter uns gebracht hatten, Holger nannte sie so, weil hier mit wenigen Metern Abstand, so wie die Lichter auf einer Landebahn, sehr viele Marker hintereinander standen. Dann kam schon der Anleger von Keshcarrigan in Sicht. Hier lagen bereits zwei Boote. Eine Barke und ein Boot von ABC. Bei der Crew des ABC Bootes handelte es sich um Tina und Willi, die sich wie auch wir auf dem Rückweg zu ihrer Marina befanden, wobei sie sich aber etwas länger Zeit lassen konnten, denn sie hatten noch etwas länger Urlaub. Wir legten in Keshcarrigan um 20:00 Uhr an und Willi half uns beim Anlegen.

 

In der Nähe von Keshcarrigan gibt es den Sheebeg, den wir auch schon einmal bei einem unserer früheren Bootstouren besucht hatten. Der Sheebeg ist mit Legenden verbunden, von denen ich hier eine wiedergeben möchte.

Sheebeg
Von Keshcarrigan über die R209 Richtung Carrick-on-Shannon, kurz hinter der Ortschaft beim Hinweisschild nach Sheebeg links ab, an der Gabelung links halten, weiter bis zum nächsten Hinweisschild.
Sheebeg, der „kleine Feenhügel“, liegt auf einer sanft geschwungenen Anhöhe, von der aus man im Süden auf den Sheemore, den „großen Feenhügel“, blickt. Der mit Ginster fast vollständig überwucherte Grabhügel ist der Legende nach der Ort, an dem Grania und Fionn Mac Cumhaill begraben liegen. Die tragische Geschichte beginnt mit der Liebe zwischen Grania und Dermot.


Nach Dermots gewaltsamen Tod kehrt Grania zu Fionn Mac Cumhaill zurück, doch sie kann den Verlust ihres Geliebten nicht verwinden und nimmt sich ein Jahr später auf dramatische Weise das Leben, indem sie sich vor Fionns Streitwagen stürzt. Wenig später findet auch Fionn Mac Cumhaill den Tod und wird an ihrer Seite beerdigt.
Den Stoff dieser Legende lieferte möglicherweise der Fund, den Archäologen bei der Ausgrabung der Stätte in der Grabkammer des Hügels machten: zwei Seite an Seite liegende Körperbestattungen.

Zitat aus: Heiliges Irland; Reiseführer zu den frühchristlichen und prähistorischen Stätten Irlands; von Cary Meehan; Verlag: Zweitausendundeins; Deutsche Erstausgabe 1. Auflage Juli 2006.

Diarmuid and Gráinne (Dermot und Grania)
Obwohl Fionn, der als Häuptling der Fianna auf Bitten von Cormac Mac Art, dem Herrscher von Tara diente, kam es zwischen ihnen zu einem Unfrieden, da Cormac sich zunehmend vor der Macht der Fianna hütete, weil er dachte, dass sie ihn eines Tages von seinem Königtum verdrängen könnten.

Das machte Fionn sehr traurig, denn er war sehr loyal und er hasste es, dass es eine Unstimmigkeit zwischen dem König und ihm gab. Er war nicht mehr der Jüngste und er fühlte sich in seinem Alter ein wenig einsam. So spürte er, dass es Zeit war, eine neue Frau zu nehmen, da seine zweite Frau Maighneis, die Mutter von Fiachna, schon seit vielen Jahren tot war. Als es ihm dann vorgeschlagen wurde, dass er um die Hand von Cormac’s Tochter Gráinne (Grania) anhalten sollte, wollte er dies unbedingt tun, denn er glaubte, damit die Kluft zwischen dem König und ihm schließen zu können und gleichzeitig würde er eine wunderschöne Frau bekommen.

Demzufolge sendete er Boten zu Cormac Mac Art, um ihn um die Hand seiner Tochter zu bitten. Cormac war mit diesem Plan einverstanden, denn gleichzeitig würde er einen potentiellen Rivalen in einen Schwiegersohn verwandeln können und so würde ihm von dieser Seite her wohl keine Gefahr mehr drohen. Gráinne (Grania) selbst dachte aber nicht daran, Fionn zu heiraten, denn er war ihr zu alt und sie glaubte noch daran, jemanden zu finden, den sie wirklich lieben könnte. Ihr Vater hörte jedoch nicht auf ihre Zweifel und befahl ihr, das zu tun, was er ihr sagen würde. So sandte Cormac an Fionn freundschaftliche Nachrichten und die Einwilligung zur Hochzeit zurück.

Ein großes Festmahl wurde dann in Tara vorbereitet und Menschen kamen aus allen fünf Provinzen von Irland, um die Hochzeit von Fionn und Gráinne zu beehren. In der Nacht des Festmahles saß Gráinne bleich und wortlos neben Fionn bis sie Diarmuid O’Duibhne (Dermot) unter den Gästen ausmachte. Ein Anflug von Röte erfasste ihr Gesicht, als sie nach seinem Namen fragte.

Während sie den Pokal des Gastes in ihren Händen hielt, ging Gráinne durch die Menge, sprach mit dem einen oder tauschte einen Spaß mit einem anderen aus, bis sie dahin gelangte, wo Diarmuid O’Duibhne saß. Dann flüsterte sie ihm „Mein Herz ist gefüllt mit Verlangen nach Dir“ zu. Diarmuid blickte erschrocken zu der neuen Frau seines Herren hinauf und für einen Moment erkannte man in seinen Augen auch Gefühle für sie, aber er wies sie zurück, da er an Fionn keinen Verrat begehen wollte.

Gráinne ließ sich dadurch aber nicht abbringen und so setzte sie Diarmuid unter einen „geis“, damit er sie aus der Festhalle begleiten würde oder Irland als entehrter Mann verlassen würde.

Geas
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(umgeleitet von Geis)

Das Wort geas (auch ges, geis, gease, geissi, plural: geasa) hat in der irischen Mythologie und Folklore zwei Bedeutungen.
Als erstes bezeichnet es in der gälischen Mythologie einen Schwur oder eine Verpflichtung, der bzw. die auf eine Person (normalerweise ein Held, wie zum Beispiel Cuchulainn) gelegt wird. Traditionell bedeutet es den Untergang des Helden, meist durch ein Unglück, wenn er gegen die geasa verstößt.
Die zweite Bezeichnung des Wortes entstand später. Es erhielt den Aspekt eines Tabus oder eines Verbotes. Geas kann auch mit einem Fluch verglichen werden. Wenn jemand unter ein geas gesetzt wird und den geas dann bricht, dann wird der Unglückliche Schmach oder sogar den Tod erleiden.
Es gibt eine beträchtliche Ähnlichkeit zwischen geasa (welche in der gälischen Mythologie erscheinen) und den vorausgesagten Toden von Helden in der walisischen Mythologie. So überrascht es nicht, dass der genaue Ursprung von allen Varianten des Wortes in der keltischen Mythologie zu finden ist.

Zitat aus: http://en.wikipedia.org/wiki/Geas , frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

Diarmuid wurde bei diesen Worten blass, denn er wusste, dass kein Krieger diese Verpflichtung ablehnen durfte, aber er wusste auch, dass, wenn er Tara verlassen würde, er nicht mehr sicher vor Fionn und seinen Männer wäre.

Unter dem Einfluss des „geis“ musste er ihre Befehle befolgen und so schlichen sich die beiden Liebenden als alle seine Männer schliefen in dem Schutz der Dunkelheit aus Tara und flohen. Während sie rannten hörten sie viele Male hinter sich das Bellen von Jagdhunden und mehr als einmal wäre Diarmuid fast von Bran oder Sgeolan, den Hunden von Fionn, aufgespürt worden, aber jedes Mal gelang es ihm wieder zu fliehen.

Aus Tagen wurden Wochen und aus Wochen wurden Monate und das Paar befand sich immer noch auf der Flucht vor Fionn und den Fianna. Bis jetzt hatte Diarmuid noch nicht mit Gráinne geschlafen, denn er versuchte, treu gegenüber Fionn zu sein. Eines Tages, als sie weiter liefen, geriet Gráinne in eine Pfütze und das Wasser spritzte zwischen ihre Schenkel. Sie drehte sich um und verspottete Diarmuid, in dem sie sagte: „Diarmuid, sieh hin, sogar das Wasser einer Pfütze von Irland ist mutiger als du!“. Dieser Vorwurf versetzte Diarmuid’s Stolz seiner Männlichkeit einen Stich und so vollzog er den Akt mit Gráinne. Wenig später verliebte er sich wirklich in Gráinne.
Die Flucht forderte ihren Tribut von Gráinne und so wurde sie dünn und braun und ihr ehemals so sorgfältig frisiertes Haar wurde wirr, aber sie folgte weiter Diarmuid und schrak dabei vor keinem Weg zurück, ganz gleich wie schwierig dieser auch war.

Mehrmals wurden sie von Aengus Óg, der Pflegevater von Diarmuid, gerettet, als die Fianna schon gefährlich nahe gekommen waren, denn niemals ließ sie Fionn aus dem Augen, der ihnen schon seit eineinhalb Jahren folgte. Letztendlich ging Aengus Óg zu Fionn, um ihn zu bitten, die Verfolgung aufzugeben und Diarmuid und Gráinne in Frieden leben zu lassen.

Er ging auch zu Cormac Mac Art, um ihn um das Gleiche zu bitten. Und obwohl keiner von ihnen über diese Bitten erfreut war, willigten sie ein, da sie es alle leid waren, ihre Geldmittel durch die Verfolgung zu erschöpfen. Cairpre, der Sohn von Cormac, war nicht so erfreut und so wurde er seit dieser Zeit zu einem Feind der Fianna.

Diarmuid und Gráinne erhielten die Erlaubnis, sich auf einem Grundbesitz, der den O’Duibhne’s gehört, niederzulassen und sogar Fionn war so nachgiebig, dass er Diarmuid Land schenkte, wie es ein Held erhalten würde, der ihm in der Vergangenheit sehr gut gedient hatte.
So lief es für die Beiden viele Jahre lang sehr gut, bis sie vier Söhne hatten und Diarmuid anfing, etwas von seiner jugendlichen Schönheit zu verlieren.

Dann fragte ihn Gráinne eines Tages, ob er nicht seine alten Freunde von der Fianna und die Jagd vermissen würde und ob er nicht die Dinge mit Fionn wieder ins rechte Licht rücken wolle und ihn fragen wolle, ob er nicht mit ihm zusammen auf die Jagd gehen würde. Diarmuid dachte darüber nach und er merkte, wie sehr er doch die Kameradschaft der alten Tage vermisst hatte und so sendete er ein paar Worte an Fionn, um ihn zu fragen, ob sie nicht ihre Feindschaft begraben könnten und mal wieder zusammen zur Jagd gehen könnten.

Im Frühjahr des Jahres kamen Fionn und eine kleine Gruppe der Fianna zu dem Haus von Diarmuid. Dort wurde dann viel gefeiert und auch über die alten Schlachten gesprochen. Als Fionn dann vorschlug, dass sie zusammen auf dem Gebiet rund um den Ben Bulben herum, der sich in der Nähe befindet, jagen gehen könnten, waren sie alle glücklich.

Nun gab es ein Tier, das Diarmuid aufgrund eines „geis“, der in seiner Jugend über ihn gelegt worden war, nicht jagen durfte und das war der Keiler. Von diesem wurde gesagt, dass Diarmuid durch ihn den Tod finden würde. Mehrmals in der Nacht wachte Diarmuid durch das Bellen eines Jagdhundes auf und da schienen auch Geräusche, die von einem großen Schwein verursacht wurden, zu sein. Er wollte schon aus dem Bett gehen, um nachzusehen, was es mit den Geräuschen auf sich hat, aber Gráinne hielt ihn zurück. Er sollte doch bis zur Morgendämmerung warten. Als das Tageslicht anbrach, konnte er nicht länger warten. Er machte sich nur mit einem Jagdhund als Begleitung alleine auf den Weg, um nach der Ursache der Geräusche zu suchen, die er in der Nacht gehört hatte. Dann kam er zu einem Ort, der sich in der Nähe des Gipfels des Ben Bulben befindet und dort saß Fionn, der ihn erwartet hatte. Die beiden Männer betrachteten sich eine lange Zeit lang gegenseitig.

„Fionn Mac Cumhaill, bist Du gekommen, um zu versuchen, mich zu töten?“, fragte Diarmuid misstrauisch, aber Fionn sah ihn nur skeptisch an und sagte: „Einer der Jagdhunde von der Fianna ist in der Nacht entlaufen und wir hatten versucht, ihn wieder einzufangen, aber da war ein großer Keiler, der hier auf diesem Berg frei herumläuft und der schon mehrere Jagdhunde von uns getötet hat. Du solltest nicht hier seine. Denke an den „geis“, der über dir liegt.“
Diarmuid schüttelte seinen Kopf und sagte, „Ich werde vor keinem Schwein davonlaufen. Ich werde hier sitzenbleiben und darauf warten, was auf mich zukommen wird“.
So ging Fionn fort, um seine Männer zu finden, während Diarmuid im Sonnenschein auf den Ben Bulben sitzen blieb. Dann hörte Diarmuid einen lauten Krach in den Büschen unter sich und aus diesen Büschen kam der größte, wildeste Keiler, den er je gesehen hatte. „Nun, ich bin fertig, ich werde jetzt sehen, ob ich ihn überwältigen kann“. Mit diesen Worten ging er mit seinem Jagdhund an seiner Seite auf den Keiler zu. Beim ersten Angriff tötete der Keiler den Hund und versetzte Diarmuid eine klaffende Wunde, die seinen Tod zur Folge haben würde. Diarmuid schaffte es jedoch, den Keiler vorher zu töten, der kein anderer war als sein Halbbruder in der Gestalt eines Keilers.

So bewahrheitete sich die alte Prophezeiung, die besagt, dass, wenn Diarmuid jemals einen Keiler jagen würde, er seinen eigenen Tod empfangen würde.

Fionn und seine Männer kehrten später an diesem Tag zurück und fanden Diarmuid schon beinahe tot vor. Fionn, in dem sich immer noch ein bisschen Feindschaft zu Diarmuid hegte, sagte: „Ich bin nicht traurig, dich so vor mir zu sehen, so wie du mir Unrecht getan hast“. Diarmuid bat Fionn um ein bisschen Wasser aus seinen Händen, da Fionn die Kraft zum Heilen hatte. Die Fianna stimmten dem zu und so ging Fionn zu dem in der Nähe fließenden Strom, um ein wenig Wasser zu holen, aber, als er das Wasser in seinen Händen hatte, dachte er darüber nach, wie Diarmuid ihn verraten hatte und er wurde darüber so ärgerlich, so dass er daraufhin das Wasser aus seinen Händen wieder fließen ließ. Dann dachte er aber an die „Hostel of the Quicken Trees“ und an all die anderen tapferen Taten, die von Diarmuid begangen wurden und so wurde er weich und füllte seine Hände abermals mit Wasser. Doch als er zu Diarmuid zurückkehrte, war dieser schon gestorben. Er war zu spät gekommen.

Viele beklagten den Tod von Diarmuid, besonders Gráinne, die ihren Söhnen daraufhin beibrachte, Fionn zu hassen. Die Jahre gingen vorbei und ihr Zorn und ihr Hass auf Fionn ließen nach. So willigte sie auch e, als Fionn sie abermals fragte, seine Frau zu werden. Sie ging nach Allmu in der Grafschaft Kildare, um dort mit ihm zu leben und sie machte auch Frieden mit dem Rest der Fianna.

Zitat von: http://www.shee-eire.com/magic&mythology/Myths/FinnMacCool/Diarmuid-and-Grainne/Page1.htm ; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga

 

Nach dem Anlegen machte ich mich gleich zu dem am Anleger befindlichen Servicehäuschen, denn ich wollte noch schnell unsere, bis jetzt angefallene, dreckige Wäsche waschen. In Keshcarrigan befand sich zwar nicht das letzte Servicehäuschen, denn auf dem noch vor uns liegenden Weg gab es noch eins in Leitrim und in Boyle, aber da wir morgen Leitrim sicherlich schon in drei Stunden erreichen würden und wir in diesem Urlaub das erste Mal nicht nach Boyle fahren wollten, war es doch für uns mehr oder minder die letzte Gelegenheit, unsere dreckige Wäsche los zu werden. Bevor ich aber die Waschmaschine belud, sah ich mir beide Geräte genau an, denn ich wollte nicht die gleiche Pleite wie in Aghalane erleben. Beide Geräte sahen gut aus, bei beiden waren die Anzeigen in Ordnung, beide hingen am Strom und es waren auch alle Knöpfe an den Geräten vorhanden. Mehr konnte ich nicht erst einmal nicht prüfen, so musste ich einfach bis zum Schluss hoffen, dass auch der Trockner so in Ordnung sein würde, wie er es ja auch schon auf dem Hinweg gewesen war. So lud ich die Waschmaschine voll und nachdem ich sie angestellt hatte, kehrte ich zur Daisy zurück. Holger hatte sich mittlerweile zu Willi und Tina gesellt und unterhielt sich mit den Beiden.

Ich schloss mich ihnen an und wir erzählten unter anderem auch von unserer heutigen Fahrtstrecke. Die Beiden schienen eher entsetzt über unsere lange Fahrtzeit zu sein. Sie hätten das wohl eher nicht gemacht. Wir sahen das aber anders, denn so hatten wir das schlechte Wetter richtig gut ausnutzen können, denn beim Fahren ist es einem ja egal, ob es gerade in Strömen regnet. Wir hatten so aus diesem schlechten Tag, einen guten Fahrtag gemacht. Tina befragte mich noch kurz zu dem Waschraum, denn sie wollte wohl auch morgen früh ihre Wäsche waschen. Ich konnte ihr auch nur sagen, dass die Waschmaschine waschen würde und dass der Trockner auf der Hinfahrt noch in Ordnung gewesen wäre.
Wir wünschten Tina und Willi noch einen schönen Abend und gingen dann wieder zur Daisy zurück. Holger machte uns unser Abendbrot fertig und beim Essen sahen wir uns dann eine DVD an. Ich unterbrach immer wieder das Gucken, um nach der Wäsche zu sehen. Nachdem die eine Waschmaschine fertig war, steckte ich deren Wäsche in den Trockner, der Gott sei dank auch funktionierte und stellte dann noch eine weitere Waschmaschine an. Auch diese Wäsche wanderte danach in den Trockner. Der letzte Trockner war dann so gegen Mitternacht fertig und nachdem ich die Wäsche zusammengelegt und verstaut hatte, gingen wir dann zu Bett und schliefen auch recht schnell ein.