Mittwoch, 09.03.2005

Das Wetter in Deutschland: bewölkt, so um die 0˚ Celsius, leichter Regen, beim Flughafen Schneefall
Das Wetter in Irland: bewölkt, um die 7˚ bis 9˚ Celsius.
Um 05:40 Uhr in der Früh weckte uns der Wecker. Wenn es nicht gerade nach Irland gehen würde, hätte ich ihn am liebsten an die Wand geschmissen, hätte mich danach umgedreht und mindestens noch fünf Stunden geschlafen. So machte ich nur den Wecker aus, schmuste noch eine Weile mit unserem Kater Leo, der, sobald mein Wecker klingelt, in mein Bett springt, um sich morgens noch schnell ein paar Kuscheleinheiten bei mir abzuholen.
Während ich mich im Bad fertig machte, belud Holger schnell das Auto und machte sich danach auch fertig.
Überpünktlich fuhren wir zu Hause los. Unser Ziel war erst einmal der Flughafen Hahn. Besonders gemütlich war es nicht. Es regnete und je mehr wir uns dem Flughafen näherten, desto kälter wurde es. Rund um Hahn hatten wir dann nur noch 0 Grad Celsius und eine weiße Schneedecke. Darüber waren wir doch erstaunt, denn bei uns war der Schnee schon längst wieder geschmolzen. Die Straßen waren zum Glück frei und so erreichten wir ohne Probleme kurz vor dem Flughafen die Bohr-Insel, eine riesige Shell-Tankstelle, an der wir immer anhielten, um noch schnell zu tanken und um unsere Frühstücksbrötchen zu holen. Kurz darauf hielten wir am Flughafen und während Holger mit dem Gepäck im Terminal verschwand, parkte ich noch schnell das Auto um. Das ging schneller als gedacht und so konnten wir gleich einchecken. Mit meinem Vita-Life System gab es diesmal keine Schwierigkeiten, ich hatte mir mittlerweile das kleinere System gekauft und konnte es so als Handgepäck mitnehmen.
Bis zum Abflug hatten wir noch zwei Stunden Zeit, die wir mit Frühstücken, lesen und Barkley-Karten Promoter beobachten verbrachten. Kurz vor zehn wechselten wir in den Sicherheitsbereich und nachdem ich den Sicherheitsleuten mein Vita-Life System in allen Einzelheiten gezeigt hatte, konnte ich es auch in diesen Bereich mitnehmen.
Das Flugzeug startete pünktlich um 10:50 Uhr. Der Flug selbst verlief ohne Zwischenfälle, Holger hatte nur arge Probleme, seine langen Beine in den schmalen Sitzreihen unterzubringen.
Nach der Landung in Kerry, trennten wir uns wie immer am Gepäckband. Ich wartete dort auf unsere Koffer, während Holger schon das Auto holte. So waren wir meist die ersten am Autoschalter und umgingen lange Wartezeiten. Das Auto war leider etwas größer als erwartet. Wir hatten ein Upgrade bekommen, was in Irland nicht unbedingt vom Vorteil ist. Statt eines Astras bekamen wir einen silbernen Vectra. Wir waren nur froh, dass scheinbar die Omegas ausgegangen waren.

 

 

Als erstes Ziel nahmen wir uns Limerick vor, um hier noch Kleinigkeiten einzukaufen. Auf der Fahrt dorthin döste ich doch einige Male ein, was auch sicher an Holgers Fahrkünsten lag, er fährt immer sehr ruhig. Ich brauchte mir wirklich keine Gedanken zu machen, nach ein paar hundert Metern hatte Holger den Linksverkehr ganz schnell wieder im Griff.
In einem Randgebiet von Limerick fanden wir einen Centra Markt, in dem wir unsere Lebensmittel einkauften.

Limerick (Luimneach)
Das vom Shannon durchflossene Limerick ist die viertgrößte Stadt der Republik Irlands und das Wirtschafts- und Verwaltungszentrum des westlichen Mittelirland. Der historische Stadtkern am Nordufer des Abbey, eines Nebenflusses des Shannon, wird „English Town“ oder „King’s Island“ genannt. Sein Bild ist von mittelalterlichen Bauten geprägt. Die „Irish Town“ entstand später am Südufer des Flusses, von wo aus sich die Stadt ab dem 18. Jahrhundert, insbesondere seit der Errichtung des Stadtviertels Newtown Perry im Jahre 1769, weiter ausdehnte.
1848 wurde Limerick über eine Eisenbahnlinie mit Dublin verbunden, in den letzten vier Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts erlebten die traditionell in Limerick ansässigen Industriebetriebe, darunter viele Speckräuchereien und Getreidemühlen, einen großen Aufschwung. Nach der Gründung des irischen Freistaates 1922 ging es mit der Wirtschaft der Stadt jedoch bergab, eine gewaltige Auswanderungswelle setzte ein. Durch den Bau des östlich von Limerick gelegenen Wasserkraftswerk Ardnacrushna, das noch in den 20er Jahren fertig gestellt wurde, die Eröffnung des Shannon-Flughafens 1945 und die Ansiedlung zahlreicher neuer Firmen seit den 60er Jahren, vor allem im Bereich der Computerherstellung und der Elektronik, konnte diese Entwicklung inzwischen jedoch umgekehrt werden.

Geschichte
Limerick, die viel umkämpfte Stadt •••• Limerick leitet seinen Namen von Laemrich, dem skandinavischen Wort für „reiche Ernte“ ab. Im Jahre 922 hatten die Wikinger hier eine Kolonie als Stützpunkt für ihre Raubzüge in die reichen, landeinwärts gerichteten Landstriche errichtet. Über hundert Jahre lang versuchten die Iren vergeblich, die Wikingerstadt einzunehmen. Erst dem Hochkönig Brian Ború gelang es, die unerwünschten Eindringlinge zu vertreiben.
1194, nach dem Tod von Dónall Mór O’Brien, dem König von Munster, nahmen die Normannen die Stadt ein und bauten sicherheitshalber 400 Burgen in Limerick und Umgebung. Zusätzlichen Schutz sollte die mächtige Stadtmauer bieten, von der Teile noch heute zu sehen sind. In der relativ ruhigen Zeit der normannischen Herrschaft hielt Limerick dem englischen König unverbrüchlich die Treue. Unter Heinrich II. war das alte Königreich Thomond (im Norden der Provinz Munster) zwischen den Normannen und dem irischen Clan der O’Briens aufgeteilt worden, wobei die Gebiete der Grafschaft Limerick, südlich des Shannons, an die Normannen gefallen waren. Zur Zeit der Tudors unterhielt die Stadt intensive Handelsbeziehungen mit Frankreich und Spanien. Die Rebellion des James Maurice Fitzgerald gegen die englische Vorherrschaft im Jahre 1571 hatte jedoch verheerende Folgen für die politische und wirtschaftliche Situation der Stadt.
1642 übernahmen die Vertreter der Confederation of Kilkenny in Limerick die Herrschaft. Wenige Jahre später, 1651, wurde die Stadt belagert. Diesmal waren es Cromwells Truppen, denen Limerick sechs Monate lang Widerstand leistete. Erst der Verrat einer Gruppe in Limerick stationierter Offiziere ermöglichte es Cromwells Schwiegersohn Ireton, die Stadt einzunehmen.
Nach der Schlacht am Boyne im Jahre 1690 zogen sich die geschlagenen irischen Truppen nach Limerick zurück. Ihr Verfolger, Wilhelm von Oranien, belagerte darauf den irischen Teil der Stadt. Seine wiederholten Versuche, Irish Town einzunehmen, scheiterten jedoch.

Nach zweimonatigem Beschuss durch eine weitere Oranierarmee unter General Ginkel und einer Flussblockade durch die englische Flotte erklärte sich Sarsfield letztendlich verhandlungsbereit und unterzeichnete den Vertrag von Limerick, der ihm und seine Leuten freien Abzug zusicherte. Danach verdingte er sich in der französischen Armee, in deren Diensten er im Alter von 43 Jahren auf dem Schlachtfeld sein Leben ließ.

Patrick Sarsfields rettender Ritt
Während Wilhelm von Oranien 1691 Limerick belagerte, verließ Patrick Sarsfield, der Anführer der Belagerten, auf den Hinweis eines Deserteurs hin mit 600 Kavalleristen heimlich die belagerte Stadt. Die Truppe ritt erst nach Norden und dann nach Osten, um an einer Furt nördlich der von den Oraniern besetzten Killaloe Bridge den Shannon zu überqueren. Anschließend durchquerten sie die Silvermine Mountains in südlicher Richtung bis nach Glencar, wo sie ein Lager aufschlugen und Kundschafter ausschickten. Um Mitternacht galoppierten die Reiter über Cullen nach Ballyneety (südlich von Limerick), wo sie die feindliche Verstärkung abfingen. Die Mühe hatte sich gelohnt: 8 schwere Geschütze, 5 Mörser und 200 Wagen mit Munition und Nachschub fielen in die Hände der Iren, die sämtliche Waffen zerstörten. Der Donner der Explosionen soll bis nach Limerick zu hören gewesen sein.

18. bis 20. Jahrhundert
Obwohl es in der Gegend um Limerick im 18. Jahrhundert mehrfach zu Bauernaufständen kam, ließ der Stadtrat die Stadtmauern 1760 zum Großteil abreißen. Im 18. Jahrhundert erlebte Limerick die Blütezeit der alten irischen Kultur. Das Gälische war noch bis zur Hungersnot in der Mitte des 19. Jahrhunderts und der darauf folgenden Auswanderungswelle die allgemeine Umgangssprache, verlor dann aber stark an Bedeutung. Der in Limerick geborene Gerald Griffin (1803-1840) machte sich mit auf Englisch verfassten Dichtungen und Romanen einen Namen.
Drei der Anführer des Osteraufstandes von 1916 stammten aus Limerick und Umgebung. Der bekannteste unter ihnen war Eamon de Valera (1882-1975), der später erst das Amt des Premierministers (Taoiseach) und dann des Staatspräsidenten bekleidete.
1919, zu Beginn des dreijährigen Kampfes um die irische Unabhängigkeit, wurde in Limericl aus Protest gegen die britische Militärherrschaft in Irland ein Generalstreik organisiert. Noch im selben Jahr wurde in der Stadt eine Räteregierung einberufen.

King’s Island
Saint Mary’s Cathedral ••••
Das älteste noch erhaltene Bauwerk der Stadt ist die anglikanische Kathedrale, die Dόnal Mór O’Brien, König von Munster, im Jahre 1168 auf der Shannon-Insel King’s Island errichten ließ. In die ursprünglich kreuzförmige Kirche im romanischen Übergangsstil wurden Teile des ehemaligen Königpalastes übernommen. So könnte es sich bei dem romansichen Westportal um den ehemaligen Palasteingang handeln.
Das mit Miserikoridien versehen Chorgestühl aus schwarzer Eiche in der Jebb Chapel (15. Jahrhundert) ist das einzige, das in Irland in dieser Form erhalten ist. Das Retabel über dem Hochaltar ist ein Werk des Vaters des irischen Freiheitskämpfers Patrick Pearse. An der rechten Seite des nördlichen Querhausarmes befindet sich eine kleine Öffnung, durch die die Leprakranken einen Blick auf dem Hochaltar werfen durften. Ebenfalls im nördlichen Querhausarm, unter dem Fenster, steht das mit schönem Steinmetzwerk verzierte Grab des Geoffrey Arthur († 1519). Sehenswert ist auch das Galway-Bultingfort-Grabmal (15. Jahrhundert) im südlichen Querhausarm. Die Stele am Südportal erinnert an Dan Hayes, einen vermögenden Gentleman aus Limerick des 18. Jahrhunderts, der als „ehrlicher Mann und Patriot“ gelobt wird. Die erste der acht Glocken der Kathedrale wurde 1623 gegossen. Der Glockenturm ist instabil und darf daher nicht betreten werden.

Limerick Museum •••• Das im Erd- Untergeschoss zweier restaurierter Häuser aus dem 18. Jahrhundert untergebrachte Stadtmuseum beschäftigt sich mit der Geschichte Limericks, wobei der Schwerpunkt auf dem späten 19. Jahrhundert und frühen 20. Jahrhundert liegt.
Wie man früher in Limerick gelebt hat, lässt sich an zahlreichen Fotos aus der Zeit zwischen 1870 und 1910 erkennen.
Geschichtlich interessant sind auch die Aufnahmen aus der Zeit des Unabhängigkeitskrieges (1920-1921). Der sogenannte Nail („Nagel“) der alten Börse (s. u.), auf dem früher die Geschäfte besiegelt wurden, ist aus Kalkstein und Messing: „auf den Nagel bezahlen“ (to pay on the nail) hieß bar zahlen und war seinerseits eine gängige Praktik an englischen Börsen. Die umfangreiche Sammlung mit Silbergeschirr zeugt von der Kunstfertigkeit der alten Limericker Silberschmiede. Kostbare Nadelspitze, bestickter Tüll und Bändchenspitze erinnern an das andere renommierte Handwerk der Stadt, die Spitzenstickerei. Ebenfalls zu sehen sind alte Zunftinsignien und Gewerkschaftsabzeichen.

King John’s Castle •••• Die imposante, zwischen 1200 und 1216 erbaute Burg am Ostufer des Shannon wacht über die Thomond Bridge. Sie ist ein gutes Beispiel der normannischen Festungsarchitektur, hat jedoch keinen Wohnturm. Die Tore und Schildmauern, die ursprünglich höher waren, um den mittelalterlichen Belagerungsmaschinen standhalten zu können, sind durch massive Rundtürme bewehrt. In den irischen Annalen und den Dokumenten der englischen Krone wurde King John’s Castle immer wieder als besonders bedeutende Festung erwähnt. 1611 verstärkte Josias Bodley die Südostecke der Anlage durch eine Spitzbastion. Die Höhe der Türme und Wehrgänge wurde in der Folge verringert, um Kanonen darauf postieren zu können. Von Thomond Bridge aus kann man die Stellen sehen, an denen der Bau nach dem Beschuss durch General Ginkel im Jahre 1691 repariert werden musste. Gegen Mitte des 18. Jahrhunderts wurde innerhalb der Burgmauern eine Kaserne errichtet, die jedoch später abgerissen wurde. Um 1793 wurden die Ostmauer und ein Teil der Bastion an der Südostseite entfernt, um den Exerzierplatz zu vergrößern.
Das moderne Besucherzentrum (Visitor Centre) steht auf Stützen, die den Blick auf die darunter liegenden archäologischen Funde freigeben: Grundmauern von Wehranlagen aus vornormannischer Zeit und von drei Häusern. Im Inneren wird die Geschichte von Burg und Stadt in einer Multimedia-Ausstellung nachgezeichnet. Im Hof kann man Nachbildungen alter Kriegsmaschinen bestaunen. Neben dem verhängnisvollen Mauerbrecher sind auch Wurfmaschinen wie Katapulte und Ballisten zu sehen. Vom Wehrgang aus hat man zwischen Torturm und Nordwestturm einen schönen Blick über den Shannon, die Stadt und ihr Umland.

Old Bishop’s Palace •••• Die bischöfliche Residenz, das älteste noch erhaltene Wohngebäude der Stadt, wurde von dem aus Limerick stammenden Architekten Francis Bindon (ca. 1690-1765) im palladianischen Stil entworfen. Sie ist heute Sitz des Limerick Civil Trust.

Almshouses •••• Im Gegensatz zu den meisten irischen Städten verfügte Limerick gleich über zwei Armenhäuser. Die Villiers Almshouses, ein dreiflügeliges Gebäude im Garten der bischöflichen Residenz, nördlich der Burg, wurde 1826 für 12 arme protestantische Witwen erbaut, die eine Jahresrente von £ 24 bezogen. Die Corporation Almshouses südlich der Burg, das städtische Armenhaus, im Volksmund auch das 40-Shilling-Armenhaus genannte (hier wurden nur £ 2 Rente gezahlt), wurden bereits 1691 von der Stadt Limerick errichtet und beherbergte 20 arme Witwen.

Old Exchange •••• Die einzigen Überreste der 1673 errichteten Börse der Stadt Limerick sind sieben Säulen im toskanischen Stil, die zu einer Mauer verbunden wurden.

Toll House •••• Das neogotische, zinnengekrönte Zollhaus an der Ostseite der Thomond Bridge wurde gleichzeitig mit der Brücke im Jahre 1839 erbaut.

Treaty Stone •••• Bei der Thomond Bridge, am Westufer des Shannon. Der Kalksteinblock, auf dem 1691 der Vertrag von Limerick unterzeichnet worden sein soll, stand ursprünglich auf der anderen Straßenseite und erleichtere vor dem Pub „The Black Bull“ den berittenen Gästen den Aufstieg aufs Pferd. Da Souvenirjäger sich gerne an im zu schaffen machten, wurde er 1865 auf einen Sockel montiert und am Flussufer in Sicherheit gebracht.

Stadtzentrum
Das alte „Irish Town“, die irische Stadt, die sich am Südufer des Abbey vor den Mauern der „English Town“ entwickelte, ist heute das Zentrum des modernen Limericks. Das Viertel südlich von Irish Town mit seinen breiten, parallel verlaufenden Straßen und seinen aus rotem Backstein bebauten Terrace Houses („Reihenhäusern“) ist ein gutes Beispiel des irischen Städtebaus im 18. Jahrhundert. Es heißt Newton Pery nach Edward Saxton Pery (1719-1806), der von 1771 bis 1785 Vorsitzender des irischen Unterhauses war.

Hunt Museum •••• Das restaurierte alte Zollamt, das im 18. Jahrhundert nach Entwürfen des italienischen Architekten Davis Duchart erbaut wurde, bilden einen attraktiven Rahmen für eine außergewöhnliche, interessant in Szene gesetzte und inzwischen sogar preisgekrönte Sammlung mit Kunst und Antiquitäten, das Lebendwerk von John und Gertrude Hunt. Die Ausstellungsstücke stammen aus unterschiedliche Epochen, man spürt jedoch deutlich die Vorliebe der Museumsstifter für mittelalterliche und religiöse Kunst, die Fachgebiete der beiden Sammler.
Hauptattraktionen im ersten Stock sind ein geschnitzter Apollo, ein kleines Bronzepferd, das Leonardo da Vinci zugeschrieben wird, und ein ergreifendes Selbstporträt von Robert Fagan (ca. 1745-1816), einem Maler der englischen Schule und nebenberuflich Antiquitätenhändler in Rom. Der zweite Stock ist der archäologischen Sammlung gewidmet. Neben Fundstücken aus der Antike (Ägypten, Griechenland und Rom) sind hier auch irische Kostbarkeiten ausgestellt, so die Glocke von Cashel und das Antrim-Kreuz. In der Juwelengalerie kann man das Kreuz von Maria Stuart sehen. Die Sakralkunst ist in der Schatzkammer im Erdgeschoss eindrucksvoll präsentiert. Mitten im Glanz von Silber und Edelsteinen ist eine griechische Münze ausgestellt, die angeblich zu den dreißig Silberlingen aus der Bibel gehörte.

Georgian House •••• 2 Pery Square. Gegenüber dem People’s Park kann man an einer Reihe von sechs um 1840 errichteten Terrace Houses sehen, wie es in Limericks Newtown Pery in der damaligen Zeit aussah. Als beispielhaft für Architektur und Dekor des Georgian Style wurde eines dieser Häuser restauriert und in ein Museum über das Leben im „georgianischen“ Limerick umgewandelt.

John Square •••• Der 1751 angelegte Platz ist an drei Seiten von dreistöckigen Terrace Houses umgeben. Aufgelockert werden die schlichten Kalksteinfassaden durch die typisch georgianischen Eingänge und rote Ziegelnischen mit einfachem Architrav.
Ursprünglich wohnten hier die wohlhabenden Bürger der Stadt, die den Sommer in Kilkee verbrachten. Heute sind die restaurierten Altbauten bei Ärzten und Rechtsanwälten wieder sehr beliebt.
An der einzigen nicht von Häusern gesäumten Seite des Platzes steht die ehemalige Saint John’s Church, ein 1843 errichteter Kalksteinbau.

Saint John’s Cathedral •••• Die neugotische katholische Kathedrale am Südrand der früheren „Irish Town“ wurde 1861 errichtet. Sie kann sich des höchsten Kirchturms in ganz Irland (85 m) rühmen: 1883 wurde er fertig gestellt. Die erste Erwähnung einer Kirche an diesem Standort geht auf das Jahr 1205 zurück, als Bischof Donatus O’Brien das Domkapitel der Diözese Limerick ins Leben rief.

Limerick Lace •••• 9 A Good Shepherd Avenue, Pennywell Road. Die Kunst der Spitzenherstellung wurde Anfang des 19. Jahrhunderts con englischen Spitzenherstellern in Limerick eingeführt. In ihrer Blütezeit beschäftige die Limericker Spitzenmanufaktur 900 jung Mädchen. Auf maschinell hergestelltem Baumwolltüll stickten sie komplizierte keltische Muster, die dann durch Zierstiche verbunden wurden. Im Convent of the Good Shepherd wird diese Kunst auch heute noch gepflegt (Auskünfte über Besichtigungen erteilt das Fremdenverkehrsamt).
Limerick City Gallery of Art •••• Das in der ehemaligen Carnegie-Bibliothek im People’s Park untergebrachte Museum zeigt neben einer Sammlung von Werken bedeutender irischer Maler und Malerinnen, wie Sean Keating, Jack w. Yeats und Evie Hone, gelegentlich auch interessante Wanderausstellungen.

Franciscan Church •••• Die Henry Street ist leider sehr schmal, so dass der eindrucksvolle korinthische Portikus der Franziskanerkirche nicht richtig zur Geltung kommt. Der Bau der 1876 begonnenen Kirche zog sich über 58 Jahre hin. Die Apsis, einer der zuletzt fertig gestellten Teile der Kirche, ist mit Marmorintarsien und Mosaiken ausgeschmückt. Die Figuren in den Nischen stellen die vielen Heiligen des Ordens dar. Der Schrein des hl. Antonius ist eine Nachbildung des Chores in Miniaturformat.

Saint Saviour’s Dominican Church •••• Eines der Glanzstücke der neugotischen Dominikanerkirche aus dem Jahre 1816 ist eine alte Marienfigur aus Flandern (Our Lady of Limerick). Ein Kaufmann aus Limerick hatte sie 1640 erstanden und den in der Stadt ansässigen Dominikanermönchen als Sühnegabe geschenkt. Sein Onkel hatte den Edelmann Sir John Burke zum Tode verurteilt, weil er gestattet hatte, dass in seinem Haus die Messe gelesen wurde, was in den Zeiten der Katholikenverfolgung strengstens verboten war. Der Kelch von Killmalock (1649), ein schönes Beispiel religiöser Kunst, wird ebenfalls hier aufbewahrt. Die Kreuzwegstationen und das Fresko über dem Chorbogen sind das Werk des Dominikaners Aegnus Buckley, eines Limericker Priesters.

Zitat aus: Der Grüne Reiseführer Irland; Michelin Reise-Verlag; erschienen 2000


Dann ging es weiter Richtung Galway. Um 15:30 Uhr erreichten wir Galway.


Galway
Allgemeiner Überblick
Galway (gälisch: An Ghailimh) ist mit rund 60.000 Einwohnern und einer jährlichen Wachstumsrate von 2,5 % nach Dublin und Cork die drittgrößte Stadt Irlands. Sie ist das Verwaltungs- und Wirtschaftszentrum des Nordwestens und mittlerweile auch Industriestadt. Galway ist außerdem Sitz einer zweisprachigen Universität mit über 10.000 Studenten, was der Stadt eine junge Atmosphäre verleiht. Wie einer Untersuchung ergeben hat, ist die Bevölkerung Galways sehr jung, Menschen zwischen 14 und 44 stellen über die Hälfte der Einwohner.
Die Stadt ist an Sehenswürdigkeiten eher arm, lädt jedoch mit ihren bunten Häusern, kleinen Läden und Pubs zum Bummeln und Verweilen ein, ohne gewollt touristisch zu wirken. Im Sommer locken die Festivals hunderte Besucher in die Stadt: im Juli findet das berühmte Pferderennen, im August das Arts Festival und im September das Austern-Festival statt.
Um Cross Street und Quay Street herum ist die alternative Jugendszene zu finden. Am Eyre Square, in der High Street und ihren Nebenstraßen kann man gut einkaufen. In den letzten Jahren wurde das Gebiet rund um den Hafen recht wirkungsvoll saniert. Es zeugt von dem wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt. Das ursprünglich unabhängige Salthill westlich von Galway hat einen langen, von einer breiten Promenade gesäumten Sandstrand und gehört heute als Vorort fest zur Stadt. Hier hat sich in den letzten Jahren ein eigenständiger Fremdenverkehr entwickelt. Zahlreiche B&Bs und Hotels umwerben die Urlauber.

Geschichtlicher Überblick
1124 legten die Männer von Connaught an der breiten Galway Bay ein Fort an. 1232 wurde es von dem Anglo-Normannen Richard de Burgh eingenommen, der daraufhin das Land von Henry II. als Lehen erhielt. Die 14 normannischen Familien, die sich hier ansiedelten, waren maßgeblich an der weiteren Entwicklung der Stadt beteiligt. Bald entwickelte sich Galway zum wichtigsten Hafen Irlands, von dem aus mit Frankreich, Spanien und vor allem mit Portugal Handel betrieben wurde: Fisch im Austausch für Wein und feine Kleidung. 1396 erhob Richard II. Galway zur Stadt. Es entwickelte sich eine Art Stadtstaat. Im Mittelalter hatte Galway 14 Stadttore, 14 Kirchen, 14 Hauptstraßen und wurde von 14 mächtigen Familien beherrscht.
Diese anglo-normannischen Händlerfamilien, die so genannten „tribes“, regierten über Jahrhunderte wie unabhängige Renaissancefürsten. Die wichtigsten Familien waren die Lynchs, die von 1484 an die nächsten 83 Bürgermeister der Stadt stellten. Sie beherrschten die Stadt und widerstanden über Jahrhunderte den energischen Bemühungen der umgebenen Clans der MacWilliams oder O’Flaherty’s. Bis zum 17. Jahrhundert war Galway einer der wohlhabenden Umschlagplatz Irlands. Die Blütezeit endete 1652, als Cromwells General Ludlow die Befestigungsanlagen und etliche Stadthäuser zerstörte. Bereits 1473 hatte allerdings eine Feuersbrunst große Schäden angerichtet. The Spanish Arch ist eines der wenigen Überbleibsel der alten Stadtmauern. Die Kirche des heiligen Nikolaus wurde nicht zerstört, denn sie diente den Eindringlingen als Pferdestall. 1691 eroberten die Truppen William of Orange die Stadt. Danach ging es mit dem Handel bergab. Das Handelsgeschehen verlagerte sich an der Ostküste, und Galway wurde zunehmend unwichtig.
Heute ist vom mittelalterlichen Galway fast nichts mehr erhalten. Der wirtschaftliche Niedergang um die Jahrhundertwende hatte die alten Handelshäuser zerfallen lassen, der Rest wurde später durch unkontrollierte Bauwut zerstört. Bereits James Joyce hatte in einem Brief an Nora, deren Heimathaus in Bowling Green Nr. 8 zu sehen ist, von der „sterbenden Stadt im Westen“ gesprochen. Und wenig verwunderlich endet auch seine Erzählung „Die Toten“ hier.
Die letzten Jahrzehnte haben allerdings wieder frischen Wind in die Stadt gebracht, und auch in Galway macht sich der „Celtic Tiger“ bemerkbar. Galway präsentiert sich dem Besucher als moderne, dynamische und wirtschaftlich aufstrebende, selbstbewusste junge Stadt.

Sehenswertes
Eyre Square ••••
ist ein großer belebter Platz im Zentrum Galways. In der Mitte befindet sich der John Fitzgerald Kennedy Memorial Park, 1963 erhielt der frühere amerikanische Präsident hier die Ehrenbürgerschaft. Im Sommer wird der Platz für Konzerte und andere Open-Air Veranstaltungen genutzt. Bemerkenswert ist am oberen Ende des Platzes der „Brown’s Gateway“ aus dem 17. Jahrhundert, der ehemalige Eingang zum Stadthaus eines reichen Galwayer Bürgers. Daneben verdient das Denkmal des Dichters Padraig O’Connaire Beachtung, der sich maßgeblich für die Wiederbelebung der irischen Literatur zu Beginn des 20. Jahrhunderts eingesetzt hat. Der Eyre Square wurde komplett neu gestaltet und teilweise verkehrsberuhigt. Die Gehstraßen führen bis hinunter an den Hafen und haben den Schwerpunkt der Aktivitäten zur Quay Street verschoben. Das Eyre Centre, ein modernes Einkaufszentrum, beherbergt mehrere Cafés und Geschäfte.

Lynch’s Castle •••• Lynch’s Castle ist ein Stadtpalast aus dem 15./16. Jahrhundert. An der Fassade des prächtigen und wohlerhaltenen, viergeschossigen Gebäudes kann man Wasserspeier, Wappen und andere spätgotische Dekorationen erkennen. Heute ist hier eine Bank untergebracht. Lynch Castle ist der ehemalige Wohnsitz eines reichen Kaufmanns und Bürgermeisters der Stadt. Die Familie Lynch gehörte zu den maßgebenden Geschlechtern der Stadt. Im Inneren der Bank kann man auf Tafeln die Geschichte des Hauses nachlesen. Die Eingangstüren zur Bank stammen von 1933.

Lynch’s Memorial Window •••• Das Lynch’s Memorial Window an der Wand des ehemaligen Gefängnisses (Market Street) trägt einen schwarzen Marmorstein über einem gotischen Türbogen, der an folgenden Vorfall erinnert: 1493 erklärte der damalige Bürgermeister der Stadt, James Lynch, dass sein Sohn Fitz Stephen schuldig sein, aus Eifersucht einen Spanier umgebracht zu haben. Niemand wollte jedoch den Sohn aus einer einflussreichen Familie hinrichten, so dass der Vater den Sohn eigenhändig hängte. Ob allerdings das Wort „lynchen“ aus dieser Geschichte seinen Ursprung nimmt, ist sprachwissenschaftlich nicht geklärt. Gewohnt haben Vater und Sohn in Lynch’s Castle.

Nora Barnacle’s House •••• Das Nora Barnacle’s House ist das Haus von Nora Barnacle, der späteren Ehefrau von James Joyce. Das Haus kann besichtigt werden.

St. Nicholas Church •••• St. Nicholas Church in der Shop Street ist die größte mittelalterliche Gemeindekirche Irlands und stammt von 1320. In den folgenden Jahrhunderten wurde sie mehrfach umgebaut und erweitert. Der sehenswerte Altar ist ein Werk des 16. Jahrhunderts. Kolumbus soll der Legende nach eine Messe in dieser Kirche beigewohnt haben. St. Nicholas of Myra ist jener St. Nicholas, der am 6. Dezember kommt und Geschenke mitbringt. Er war im 4. Jahrhundert Bischof von Myra und der Heilige der Seefahrer.

King’s Head Pub •••• Der berühmte Pub King’s Head in der High Street wurde nach dem Kopf König Charles I. von England (gehängt 1649) benannt. Der Henker des englischen Königs stammte aus Galway. Als „Belohnung“ erhielt er dieses Haus.

Spanish Arch •••• In der Flood Street befindet sich der Spanish Arch. Das einzig erhaltene Tor der alten Stadtmauern, erinnert an die alten Handelsbeziehungen Galways mit Spanien.

Galway City Museum •••• Im Galway City Museum kann man sich über die Geschichte der Stadt informieren. Auch archäologische Exponate vom Lough Corrib sind ausgestellt. Von der Terrasse des Museums hat man einen schönen Blick auf die Stadt und den Hafen.

Claddagh •••• Hinter der Wolfe Tone Bridge liegt Claddagh, einst ein unabhängiger kleiner Staat mit einem eigenen König, eigenen Gesetzen, eigener Sprache und eigenen Kleidervorschriften. Später wurden in dem Fischerdorf die Galway Hookers gebaut. Einst lebten 8.000 Irisch sprechende Menschen in den kleinen mit Reed gedeckten Häusern.

University College •••• Das University College wurde 1849 im Tudorstil errichtet. Heute beherbergt es ein Institut der UNESCO, in dem unter anderem an der Erforschung der keltischen Sprachen gearbeitet wird. Im Sommer werden Sprachkurse angeboten.

Salthill •••• Westlich der Stadt liegt Salthill, ein nach wie vor wachsender Badeort. Im Sommer geht es hier recht betriebsam zu. Salthill ist mit seinen vielen Amusementhalls, der langen Promenade und seinem Sandstrand vor allem bei Familienurlaubern bekannt.

Zitat aus: Iwanowski’s Tipps! Für individuelle Entdecker; Irland; Iwanowski’s Reisebuchverlag

In Galway fingen wir dann so langsam mit der Zimmersuche an. Wir wandten uns erst an ein Hotel und ein Guesthouse. Beide wollten, obwohl sie Special Rates anboten, € 100 für uns beide mit Frühstück haben, was uns doch zu teuer war. So wandten wir uns nach Galway in Richtung Clifden und befuhren nun weiter die Connemara Landschaft.


Connemara
Von den Maumturk-Bergen und den grauen Twelve Pins, einem vorzüglichen Wandergebiet, blickt man über Moorland, einsame Täler und eine feuchte Steinwüste mit unendlich vielen Seen, die stufenlos in das wiederum mit Inselchen gesprenkelte Meer übergeht.
Die Region wird im Süden durch die Galway Bay, im Norden durch den Killary Harbour und im Osten durch den Lough Corrib begrenzt. Im weiteren Sinne schließt sie auch das Joyce Country und Connaught ein, die Landschaft vor den Toren Galways und zugleich Irlands größte Gaeltacht, wo sich der Reisende an gälische Laute und einsprachige Wegweiser gewöhnen muss. Hier ist das Land mit rotbraunen Granitbrocken übersät, während die Bergfelsen aus Gneis, Marmor und vor allem Quarzit bestehen. In den tieferen Lagen kommt der sonst unter dem Quarzit verborgene Schiefer an die Oberfläche. Die wenigen Bäume hat der Wind nach Osten gebeugt. Hier heizt man nur mit Torf, den es im Überfluss gibt. Schafe und Ponys leben halbwild in den Bergen, manche Bauern arbeiten noch mit Eseln, die genügsamer sind als Pferde und im Morast nicht so tief einsinken.
Am besten erschließt man die Landschaft, wenn man sie erwandert oder mit dem Fahrrad bereist. In den seltenen Schönwetterperioden ist das einsame Land ideal zum Campen, Badebuchten laden zum Faulenzen ein.
Von Galway kommend, muss man sich zwischen zwei Routen entscheiden: die langsamere (und ursprünglichere) folgt der Küste und umrundet Bucht für Bucht, nicht zu reden von den verführerischen Abstechern auf die Inseln. Schneller und mit 80 Kilometern wesentlich kürzer ist der Highway (N59) über Oughterard, Maam Cross und dann am Fuß der Berge entlang.

Geschichte
Das Land hat seinen Namen vom keltischen Stamm der Conmaicnemara, den „Conmacs am Meer“. Vor Cromwell hat sich kein Eroberer für die karge Einöde interessiert, er jedoch nutzte sie als „Reservat“ für die andernorts vertriebenen irischen Grundherren. Alle, die als besonders gefährlich galten, z. B. königstreue Soldaten und katholische Priester, wurden nach Inishbofin verbannt und dort von einer Garnison bewacht. Aus Sicherheitsgründen war es den Iren verboten, näher als drei Meilen an der Küste zu wohnen. Die strategische Absicht war, einer „katholischen Flotte“, ob nun aus Spanien oder Frankreich, die Landung zu erschweren und den Schmuggel zu unterbinden, doch in der Praxis erschwerte diese Maßnahme vor allem das ohnehin schon ärmliche Leben der Menschen, die auf den Fischfang und auf das Seegras als Dünger angewiesen waren.
Mit der Ankunft der Vertriebenen brach auch das alte Clansystem zusammen. Obwohl mit der Restauration wieder eingesetzt, konnten die O’Flahertys ihre frühere Position als führende Sippe nicht mehr halten. Das Land gehörte jetzt dem, der es kaufte, und es waren die Martins, eine katholische Kaufmannsfamilie aus Galway, die mehr und mehr Grund zusammenrafften, bis sie während des Großen Hungers Bankrott gingen. Außer Kartoffeln gab der Boden nichts mehr her, und wie groß muss erst die Not der Bauern gewesen sein, wenn es selbst für den Grundherren nicht mehr langte.
Richard „Humanity Dick“ Martin (1754-1834) steht als Begründer der ältesten englischen Tierschutzvereinigung bis heute in hohem Ansehen. Er setzte sich auch als Unterhausabgeordneter immer wieder für Vierbeiner ein, und wenn der fanatische Tierfreund jemanden beim Schinden und Quälen einer Kreatur beobachtete, pflegte er ihn, je nach Stand, einzukerkern oder zum Duell herauszufordern.

Zitat aus: Ralph-Raymond Braun; Irland; Michael Müller Verlag.

Unser Weg führte uns nun entlang des Lough Corrib.


Lough Corrib
Lough Corrib, der größte See der Republik Irland, teilt die Grafschaft Galway in zwei Teile. Er erstreckt sich 48 Kilometer lang von Galway bis an die Grenze der Grafschaft Mayo. Der Lough Corrib ist der inselreichste See Irlands. Inchagoill ist die größte der rund 300 Inseln. Auf der „Insel der Fremden“ stehen zwei kleine romanische Kirchen, die St Patrick’s Church und die Saint’s Church. Letztere wurde im Auftrag von Benjamin Guinness im 19. Jahrhundert renoviert. Hier kann man einen 75 cm hohen Obelisken sehen, den so genannten Lia Luguaedon Mac Menueh (= Stein des Luguaedon, Sohn des Menueh) mit der vermutlich ältesten lateinischen Inschrift christlichen Ursprungs in Europa. Bootsfahrten auf die Insel werden im Sommer von Cong und Oughterard aus veranstaltet.
Das Gebiet rund um den Lough Corrib ist wegen der lieblichen Umgebung, der vielen Sehenswürdigkeiten und wegen seines Fischreichtums zu einem begehrten Ausflugsziel geworden.

Neben Cong bildet Oughterard den Hauptferienort am Lough Corrib. Lough Corrib und Lough Mask sind durch ein unterirdisches Höhlensystem miteinander verbunden. Der obere Lough Mask gibt regelmäßig seinen Überschuss an den südlich gelegenen Nachbarsee ab.

Zitat aus: Iwanowski’s Tipps! Für individuelle Entdecker; Irland; Iwanowski’s Reisebuchverlag



Eine wunderschöne Gegend und wir entschlossen uns, eine B&B Unterkunft entweder mit Blick auf den See oder direkt am See gelegen zu suchen. Maximal wollten wir jedoch € 70 ausgeben. Und es gelang uns tatsächlich. Nachdem uns ein Schild in die Irre geführt hatte, folgten wir doch noch einem anderen Schild, was auf eine B&B Unterkunft in 1,5 Kilometern hinwies. Vorbei ging es am Aughnanure Castle, das leider geschlossen hatte, aber das ist halt in dieser Jahreszeit so.
Das Hinweisschild erwies sich als Glücksfall. Diese Unterkunft lag direkt am See und wir erhielten ein Zimmer mit Blick auf den Lough Corrib. Auch lag die Unterkunft mit € 60 genau in unserer Marge. Es war das Lakeside, in Ardnasilla gelegen. Dies war wiederum kurz vor Oughterard, der nächst größere Ort. Um 17:00 Uhr bezogen wir unser Zimmer, aßen noch einen schnell mit Heißwasser zubereiteten Kartoffelbrei und ließen den Abend dann faul auf dem Bett liegend ausklingen.


Die Visitenkarte unserer B&B Unterkunft
Diese ist sehr zu empfehlen.

 

 

Unsere Unterkunft für diese Nacht. Lake Side B&B
Das ist unser Vectra. In dieser Jahreszeit kann man sich noch die Parkplätze aussuchen.

 

 

Holger stellt sein Telefon erst einmal auf den richtigen irischen Anbieter ein.

 

 
Diesen Blick hatten wir direkt aus unserem Zimmerfenster. Die Unterkunft heißt also nicht einfach nur so Lake Side.
 

 

 

 

 
Der Steingarten